Meine Lieben!
Die ersten Frühblüher haben uns bereits im Frühling begrüßt, die Sonne war auch schon für ein paar Tage kräftiger und ließ die ersten Sommersprossen erblühen. Nun geht es also mit dem wankelmütigen April weiter, hoffen wir also auf wenig bis keinen neuen Schneefall – man weiß schließlich nie, was der April so tut. Was sonst noch so los war, gibt’s wie immer hier im Rückblick.
gelesen & rezensiert












Auch im März ging es mit dem #frühjahrsputzbingo weiter – und ich habe im Zuge dessen sogar ein wahres Highlight für mich entdecken können!
Doch zunächst fand ich mich mit Katrina Nannestads Wir sind Wölfe mitten im Krieg wieder. Deutschland ist dabei, den zweiten Weltkrieg zu verlieren – und die Bevölkerung leidet darunter. Besonders die Kinder, die im Zuge der Flucht vor dem russischen Einmarsch ihre Eltern verlieren und sich allein durch die Wildnis schlagen müssen. Ein sehr berührendes Buch über den Zusammenhalt dreier Geschwister, die plötzlich auf sich allein gestellt die schlimmste Zeit ihres Lebens erleben müssen.
Danach fand ich mich im verschneiten Maine wieder. Gerald Donovans Winter in Maine erzählt uns von einem einsiedlerischen Mann, der in einer Holzhütte im Wald lebt. Sein einziger Freund ist ein Hund, und dieser wird erschossen. Was sich daraus entwickelt, ist ein bedrückendes Kammerspiel und ein Racheakt, der kaltblütig erscheint und den ich doch in einigen Punkten sehr gut nachvollziehen konnte.
Mit Patricia Lockwoods Und darüber spricht keiner konnte ich dagegen nur bedingt was anfangen. Der tweetartige Schreibstil war ziemlich experimentell und auch, wenn ich aus einzelnen Abschnitten doch eniges für mich mitnehmen konnte, so ist dieses Buch vermutlich nicht für jeden geeignet.
Auch Daniel Wissers Die erfundene Frau konnte mich nur in Teilen überzeugen. Die versammelten Kurzgeschichten über die Liebe in all ihren Facetten waren mitunter unterhaltsam, mitunter aber auch sehr hölzern geschrieben.
Und auch Deborah Zieglers erzählerisches Sachbuch „Die Welt ist ein schöner Ort“ über den freien Tod ihrer Tochter, bei der man einen inoperablen Hirntod feststellte, konnte mich nur bedingt überzeugen. Zwar sind die Umstände grausam und ich kann sehr gut nachvollziehen, wieso die Tochter sich teilweise so rabiat verhielt, jedoch blieb bei fehlender Sympathie eben auch die Empathie ein wenig auf der Strecke.
Mit Steven Galloway ging es dann in Der Illusionist zum großen Zauberer und Entfesslungskünstler Harry Houdini. Und die Frage, wie man einen Zauberer gleich zweimal umbringen kann. Ein wenig verworren kam die Geschichte um den zu Unrecht des Todes Houdinis bezichtigten Studenten schon daher, hat mir beim Lesen aber doch Freude bereitet und ich bin froh, dieses Buch nun von meinem SuB befreit zu haben.
Ein kleines Highlight war dagegen Stine Stregens Comicstrips zu Ich bin f*cking ich – in diesen kurzen Episoden heutiger Teenager kann man sich auch als Erwachsene immer noch herrlich selbst wiederfinden und über die Probleme der Jugend lachen.
Besonderes Highlight war dann allerdings endlich Madeline Millers Ich bin Circe. In dieser Adaption des griechischen Mythos rund um die Zauberin Circe, die Männer in Schweine verwandelte, konnte ich förmlich aufgehen, habe den Staub alter Sagen eingeatmet und den Zauber dieses Buches geliebt. Absolutes Monatshighlight also!
Auch zeichnerisch ging im März wieder so einiges. Mit Abschluss der Dilogie rund um den Piraten Blackbeard konnte ich noch einmal Seeluft schnuppern. Auch Gullivers weniger bekannte Reisen nach Laputa und Japan waren besonders im Artwork eine Augenweide und mit Bellerophon und die Chimäre bekam ein weiterer griechischer Mythos ein neues Gewand verpasst. Und auch der erste Zyklus der hervorragenden Fantasyserie Die fünf Reiche fand mit Band 5 und 6 seinen fulminanten Abschluss, weshalb ich nun umso gespannter auf den nächsten Zyklus und das nächste Reich bin.
Der SuB

Dem Bingo sei Dank konnte ich in diesem Monat gleich 5 Bücher von meinem Stapel entfernen! Dieser große Erfolg zeigt mir, dass ich die Bingospiele auch weiterhin beibehalten werde! 😀
SuB-Stand: 164 (-5)
#frühjahrsputzbingo

Immerhin 8 von 9 Bücher konnte ich vom SuB im Laufe der letzten zwei Monate erfolgreich entfernen. Dabei habe ich zwei Bücher abgebrochen, aber auch das kann zum Bingo gehören. Golem und Dschinn werde ich mir nun also doch außerhalb des Bingos vornehmen müssen. Oder auf die nächste Karte im Sommer packen.
Besondere Highlights waren diesmal Wo Licht ist von Sarah Moss sowie Madeline Millers Ich bin Circe und ich bin sehr froh, diese beiden Perlen endlich entdeckt zu haben!
Was noch?
Irgendwie vergehen die Wochen wie im Fluge, ohne das ein richtig zündender neuer Gedanke sich auf dem Blog breitmacht. Das liegt auch immer noch an den privaten Umwälzungen, die den Großteil meiner Gedanken aktuell ausmachen. Nun, auch diese Phase wird irgendwann vergehen.
Bis dahin genießt ihr erst einmal die Frühlingssonne!







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