[Die literarischen Musketiere] Mit Hygge-Gefühl durch den Januar

Hallo und herzlich willkommen, liebe Bücherfreunde!

Vor einigen Monaten kamen Anett von Anetts Bücherwelt, Bella von Bellas Wonderworld und ich auf den Gedanken, jeden Monat Platz für ein neues Format auf unseren Blogs einzuräumen. Wir haben uns also zu den literarischen Musketieren zusammengeschlossen und werden euch nun, immer im Wechsel und Reih um, jeden Monat drei Bücher empfehlen, die zur jeweilen Zeit oder einem bestimmten Thema passen könnten. Dabei spielt das Alter der Bücher keine Rolle, so dass ihr hier auch auf wunderbare ältere Schätze stoßen könnt. ❤︎

Bevor es allerdings losgeht, folgt eine kurze Vorstellungsrunde!

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Links im Bild haben wir Bella! Nicht nur ähnelt ihr Lesegeschmack immer wieder verblüffend dem meinen, auch ist sie kreativ unterwegs – häkelt und strickt und macht wunderbare Fotografien ihrer Reisen.

In der Mitte ist Anett! Wenn sie nicht gerade ihre Kinder umsorgt, steckt ihr Kopf ständig in einem Buch, sich aber auch regelmäßig mit Freunden trifft, um zu quatschen und Spaß zu haben, um Musik zu hören und noch viel lieber auf Reisen geht.

Na, und mich kennt ihr ja bereits.

Der Januar ist ein ziemlich trister Monat, solang es nicht in dicken Flocken irgendwo schneit. Um trotzdem ein wohliges Gefühl aufkommen zu lassen, haben wir diesmal unsere liebsten Wohlfühlbücher herausgekramt, um sie mit euch zu teilen. Bereit für ein bisschen Hygge?

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3 Buchempfehlungen für den Januar

Anett empfiehlt:
Jane Austen – Stolz und Vorurteil

Dieses Buch begleitet mich schon seit einigen Jahren. Das erste mal ausgeliehen habe ich es mir aus der Bücherei und war damals schon total begeistert. Als dann auch noch ein Film dazu erschien, war ich hin und weg. Auch die BBC Serie hat mir richtig gut gefallen, ist es ein Wunder, dass auch sie bei mir einzog!?

Ich kaufte mir das Buch nochmal und seither habe ich es bestimmt schon sechs mal gelesen. Umso erstaunter, dass ich nie eine richtige Rezension zum Buch geschrieben habe, deswegen nutze ich hier die Gelegenheit und stelle es euch vor – aber gibt es noch Leser, die das nicht kennen?

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.
– Zitat aus „Stolz und Vorurteil“

Inhalt: Mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe behandelt Austen ein heikles Sozialthema der damaligen Zeit: die von den Eltern arrangierte Ehe. Erzählt wird die Geschichte Elizabeths, der zweitältesten von fünf unverheirateten Töchtern der Familie Bennet, deren Mutter stets darauf bedacht ist, geeignete Heiratskandidaten für ihre Töchter heranzuziehen. Sie wählt den neu in die Nachbarschaft gezogenen reichen Junggesellen Mr. Bingley als möglichen Ehemann für die älteste Tochter Jane aus. Die erste, die einen Heiratsantrag erhält, ist jedoch Elizabeth: Sie lehnt den Antrag von Mr. Collins, einem Pfarrer, ab, woraufhin dieser Elizabeths Freundin Charlotte Lucas ehelicht. Auch Mr. Darcy, ein Freund Bingleys, macht Elizabeth einen Antrag, den sie ebenfalls ablehnt. Auf dem Landsitz der Darcys treffen Elizabeth und Darcy erneut zusammen und kommen sich erst nach vielen Verwicklungen näher.

Ich könnte ihm seine Eitelkeit leichter verzeihen, hätte er die meine nicht verletzt.
– Zitat aus „Stolz und Vorurteil“

Dieser Roman von Jane Austen ist so wundervoll und schön geschrieben. Ich habe den Roman in einem Rutsch gelesen, einfach weil es Spaß gemacht hat.
Eigentlich ist es nicht nur ein Liebesroman, sondern auch eine gesellschaftliche Satire. „Stolz und Vorurteil“ legt die Messlatte hoch – dies ist nicht nur einfach ein Klassiker, es ist ein kleines Meisterwerk.

Und immer, wenn ich mich in einem Tief befinde, oder wenn es mir nicht gut geht, nehme ich das Buch zur Hand, lese drin, manchmal auch nur bestimmte Kapitel, einfach, weil es mir danach besser geht. Auch mit dem Film geht es mir so – es ist einer meiner liebsten Wohlfühl-Filme.

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Bella empfiehlt:
Gerald Durrell – Meine Familie und andere Tiere

„Meine Familie und andere Tiere“ von Gerald Durrell ist ein autobiografischer Roman und von der ersten bis zur letzten Seite ein Wohlfühlbuch, welches zusätzlich mit seinem humorvollen Unterton besticht.

Was gibt es Schöneres, als gedanklich in eine Kindheit voller Entdeckerdrang einzutauchen und dabei die Flora und Fauna der Mittelmeerinsel Korfu zu bereisen. Ein besonderes Highlight der Geschichte sind zudem die mit feinen Pinselstrichen gezeichneten Persönlichkeiten, die direkt vor dem inneren Auge lebendig werden.

Der autodidaktische Zoologe Gerald Durrell liefert mit „Meine Familie und andere Tiere“ genau die richtige Lektüre, um von Sonnenschein und angenehmen Zeiten zu träumen und damit Hygge für die Seele zu betreiben.

Zu meiner ausführlichen Besprechung geht es hier lang.

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Gabriela empfiehlt:
James M. Barrie – Peter Pan

Peter Pan ist eine der ganz besonderen Geschichten für mich. Wie fast alle Kinder, wollte ich selbst nie wirklich erwachsen werden; ich wollte spielen und Abenteuer erleben und bis heute habe ich mir mein inneres Kind bewahrt. Die Abenteuer des Jungen, der nie erwachsen wird, der noch seine Milchzähne hat und der selbst die größten Erlebnisse prompt wieder vergisst, faszinieren mich seit jeher.

Wendy, John und Michael träumen Nacht für Nacht vom Nimmerland, eine Insel, die für jeden ein wenig anders aussieht. Doch plötzlich müssen sie nicht mehr nur träumen, sie werden von Peter Pan hingeführt zu der Insel, die, „sofort die zweite rechts und dann geradeaus bis morgen“, kaum zu verfehlen ist. Aber eigentlich hat er es nur auf Wendy abgesehen, denn auf der Insel leben nur Jungen, die als Kind aus dem Kinderwagen fielen oder vernachlässigt wurden. Was ihnen allen fehlt, ist eine Mutter. Und Wendy nimmt diese neue Rolle mit Freuden an.

Früher war mir Peter lieb und teuer, ich verstand seinen rastlosen Geist. Heute bin ich selbst erwachsen und plötzlich dreht sich die Geschichte. Ich trauere mit den daheimgebliebenen Eltern um die herzlosen Kinder, die einfach aus dem Fenster flogen. Ich bin böse mit ihnen, wenn sie vergessen, wie ihr Vater aussieht.

Für ein Kinderbuch ist die Geschichte recht düster, wenn man zwischen den Zeilen liest. Kinder, die von daheim verschwinden, die alleine überleben müssen, die Piraten und Rothäute töten, und die damit angeben. Selbst Peter hat grausame Züge an sich.

Und dennoch kann ich nicht anders, als Peter Pan als mein absolutes Wohlfühl-Buch zu bezeichnen. Ich kehre in regelmäßigen Abständen immer wieder ins Nimmerland zurück, schwimme mit den Meerjungfrauen, kämpfe gegen die Piraten und verliere mich in einer Kindheit, die niemals enden soll.

Meine Rezension dazu findet ihr hier.

7 Comments on “[Die literarischen Musketiere] Mit Hygge-Gefühl durch den Januar

  1. Hallo ihr Musketiere!
    Ja, Peter Pan ist eigentlich kein Kinderbuch. Wenn man es aus heutiger Sicht bewerten würde. Aber dennoch sehen sich viele Menschen nach einem solchen Freigeist. Du hast eine interessante Ausgabe vorgestellt. Von Stolz und Vorurteil lasse ich wohl besser meine Finger 🙂 aber ein autobiografischer Roman eines Zoologen klingt interessant. Mal schauen, ob der bei mir einzieht.
    Viele Grüße vom Büchernarren

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Frank!
      Aber dafür, dass Peter Pan kein Kinderbuch ist, hab ich es als Kind auch schon sehr geliebt 😊
      Vllt solltest du dir Stolz und Vorurteil doch mal näher anschauen, vllt verlierst du dadurch auch ein paar deiner Vorurteile 😄

      Liebe Grüße!
      Gabriela

      Gefällt mir

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