Mittendrin Mittwoch #14 – Die Reise zur letzten Welt

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In der ersten Maiwoche nehme ich euch mit auf eine Reise in eine andere Zeit und in eine andere Welt. Begleiten wir den Römer Cotta ein Stück zusammen.

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Der Weg hinab zur Küste war mühsamer als der Aufstieg und voller Zweifel:

War es tatsächlich dieser im Schlagschatten einer Felsenzinne liegende Schuttkegel gewesen, den er auch am Nachmittag durchquert hatte? führte seine Route nicht doch über jene Halde, die dort drüben so weiß im Licht lag? Und was sich jetzt vor ihm auftat – war das die Schlucht, die er kannte oder nur ein Abgrund in die tiefste Nacht?

Manche Passagen seines Abstiegs waren Cotta so fremd, dass er sich schon verirrt glaubte und schließlich bereit war, in einer Felsnische auf den Morgen zu warten, als er in einem der alten Schneefelder endlich eine Spur fand, seine eigenen Fußstapfen, und ihnen bis an den Scheitel sanfterer Abhänge folgte. (S. 83)

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Christoph Ransmayr hat mit Die letzte Welt mal wieder ein Werk geschaffen voll poetischer, bildgewaltiger Sprache. Schon mit Cox konnte er mich für sich einnehmen, dieses Buch ist nun wieder genau so ein Schätzchen.

Der Römer Cotta macht sich auf den Weg, seinen Freund Ovid zu suchen, nachdem dieser in die Verbannung geschickt wurde ans Ende der Welt, nach Tomi. Der Dichter Ovid ist eine historisch belegte Person, sein Epos „Metamorphosen“ ist vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Es ist also etwas Reales, was hier erzählt wird, in einer Welt, die am Ende angekommen zu sein scheint. Vergangenheit gemischt mit Gegenwart, Mythos mit Realität.

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Und, was liest du gerade?


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

Rückblick auf den April

Da geht er dahin, der April. Wie doch die Zeit verfliegt! Nass war er. Sonnig auch. Den ersten Sonnenbrand hatte ich auch bereits abbekommen, der Sommer kann dann also langsam kommen!

gelesene Bücher im April

 

Diesen Monat habe ich es immerhin doch noch auf 7 Bücher geschafft, auch wenn es mir gar nicht so viel vorkam. Schuld daran ist wohl auch der lange Murakami, der mich 3 Wochen lang beschäftigt hat. Macht aber nichts,ich will ja nicht durch die Buchwelten etzen, sondern sie auch genießen.

Das Highlight im April war übrigens Anna Pfeffers Für dich solls tausend Tode regnen, ein Jugendroman, der es geschafft hat, mich zum lachen und zum weinen zu bringen.

Die Sub-Kurve

01.04.2017 – 116 Bücher auf dem Stapel

01.05.2017 – nach wie vor 116 Bücher auf dem Stapel

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Warum ich das aufschreibe? Weil ich mir am Anfang des Jahres zum Ziel gesetzt habe, meinen SuB auf max. 80 gesenkt zu haben. 😓

Neue Pforten

Privat werde ich mich in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Aktuell habe ich Kurse belegt, die mich zum Online-Redakteur ausbilden sollen – ich bin sehr gespannt darauf, auch, wie ich das neue Wissen evtl hier einfließen lassen kann!

Was noch?

2017_16-17_2_zweiDiesen Monat habe ich die abc-Etüden auf dem Blog von Irgendwas ist immer für mich entdeckt. Hier werde ich wohl auch in Zukunft immer mal etwas schreiben und zum besten geben. 🙂

Mein eigenes Buch, an dem ich derzeit arbeite, ist im ersten Teil geschafft. Nun steht die große Überarbung an, mal sehen, wie weit ich im Mai dazu kommen werde.

 

 

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[Auslosung] Gewinnverkündung!

Ihr Lieben!

Von der Galopprennbahn geht’s direkt zur Auslosung! Eine Woche hattet ihr Zeit, um euch für das wunderbare Buch Die Unvollendete von Kate Atkinson zu bewerben und ihr habt euch wirklich zahlreich beworben! Dafür wollte ich mich zuerst einmal bedanken! Danke, danke, danke! 🙂

Eigentlich habe ich ein Video dazu gedreht, doch leider streikt da WordPress, so dass ich euch nur das Ergebnis präsentieren kann. Dabei hat man so schön meinen Hund im HIntergrund schnarchen gehört! 😮

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Lange Rede, kurzer Sinn: Herzlichen Glückwunsch

Lagoonadelmar! ♥

Meld dich doch bitte bei mir wegen deiner Adresse und dann geht das Päckchen so schnell wie möglich auf den Weg zu dir 🙂

Ihr anderen, nicht traurig sein, vielen lieben Dank für das Mitmachen und vielleicht kauft sich der ein oder andere das Buch ja trotzdem noch – Ursula hat es auf jeden Fall verdient. 🙂

Liebe Grüße!

Eure Gabriela

[Rezension] Michael Weins – Goldener Reiter

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 02.09.2013

Verlag: mairisch Verlag

ISBN: 9783938539286

Fester Einband 208 Seiten

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Wir fahren an meinem Haus vorbei. Meine Mutter steht in der Haustür. Die Haustür steht offen und meine Mutter steht in der Tür. Meine Mutter trägt ein weißes Hemd. Sie hat die Arme ausgebreitet. Ganz langsam fahren wir an meiner Mutter vorbei. (S.62)

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Inhalt

Jonas Fink ist noch ein Kind, als seine Mutter langsam den Verstand verliert. Es beginnt mit Kleinigkeiten, sie verhält sich nicht mehr, wie eine Mutter sich seiner Meinung nach verhalten sollte. Ihr Zustand verschlechtert sich rapide, bis Jonas keinen anderen Weg mehr sieht, als den Anstoß für einen Aufenthalt in der Nervenklinik Ochsenzoll zu geben. Nun ist sie eine Ochsenzoll-Mutter und er ein Ochsenzoll-Kind. Doch wie soll das Leben für einen Jungen weitergehen, der außer der Mutter niemanden hat, der sich um ihn kümmert?

Rezension

Der Schreibstil des Buches ist markant. Er ist knapp gehalten, stakkatoartig. Kurze Sätze in der Ich-Form sind aneinander gereiht und ergeben eine eigenartige Sogwirkung. Hat man sich einmal eingelesen, kommt man aus Jonas‘ Gedanken nicht mehr so leicht heraus. Immer, wenn ihm etwas widerfährt, was ihm Angst macht, was negative Gefühle in ihm auslöst, verliert er sich in Wiederholungen. Es scheint, als müsse er sich vergegenwärtigen, was da genau gerade passiert. Manchmal hat mich dieser Stil genervt, manchmal fand ich ihn großartig.

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Ich liege auf dem Bett. Es ist dunkel geworden. Ich bin allein im Haus. Ich weiß, dass ich allein bin. Ich kann es fühlen. Das Haus um mich herum fühlt sich allein an. Es hört sich allein an. Von unten kommt das Summen der Wärmepumpe. Die Wärmepumpe summt im Keller. (S.126)

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Nachdem Jonas‘ Mutter in die Klinik Ochsenzoll eingewiesen wurde, zieht er vorübergehend zu seinem Freund Mark und dessen Mutter. Er versucht, ein ganz normales Leben unter diesem fremden Dach zu leben, scheitert jedoch daran und fühlt sich beständig als Gast, der er ja auch nur ist. Irgendwann erfindet er eine Lüge und kehrt zurück in das verlassene Zuhause. Ein zwölfjähriger Junge, der plötzlich an der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsensein steht. Für das eine ist er zu alt und für das andere ist er zu jung. Er gibt sich Mühe, allein klarzukommen und wehrt fremde Hilfe ab. Er wünscht sich, sich jemandem mitteilen zu können, doch nach außen hin führt er ein normales Leben. Er verbringt Zeit mit seinen Freunden, verliebt sich.

Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch frei und allein zu sein und dem Wunsch, dass jemand für ihn da ist, dass jemand ihn beschützt, macht er sich selbst Vorwürfe und denkt, dass er Schuld an dem geistigen Zustand seiner Mutter trägt. Auch suchen ihn immer wieder merkwürdige, surreale Träume und Visionen heim, in denen seine Umwelt brutal gesprengt wird. Diesen Aspekt hätte ich gern etwas ausführlicher gehabt. Ich hatte vermutet, dass Jonas selbst an einer psychischen Krankheit leidet, die diese Vorstellungen hervorrufen. Doch wir als Leser werden darüber im Unklaren gelassen, vielleicht weiß der Autor selbst nicht genau, was er damit andeuten will. Ich habe in einem Bericht gelesen, dass das Buch autobiographische Züge hat. Michael Weins‘ Mutter litt an einer psychischen Erkrankung. Vielleicht arbeitet der Autor mit diesem Buch seine Kindheit ein Stück weit auf.

Die Geschichte gefällt mir ganz gut, doch irgendwie war es mir teils zu zerstückelt. Gedanken, Träume und die schonungslose Realität wechseln sich ab und man bekommt manchmal nicht mit, was nun stimmt und was nicht. Das Ende ist recht frei gehalten, Jonas und seine Mutter feiern wiedervereint Sylvester miteinander. Doch gibt es eine Chance auf Heilung? Ich weiß es nicht.

Fazit

Verwirrend und doch zugleich tiefgründig. Wenn man sich an den Stil gewöhnt hat, ist es ein sehr eindringliches Buch, welches einen durchaus gefangen hält. Nur fehlte mir an manchen Stellen der klare Blick, das warum.

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Reisegedanken

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit … ?

Am Wochenende geht es auf eine kleine Wochenendreise in das schöne Dresden mit meiner Freundin, ihrer Mutter und ebenfalls meiner Mutter. Ein bunter Frauenhaufen also. Die Tage sind so ziemlich verplant, Samstags Bummeln mit abendlichem Besuch der Staatsoperette, Sonntag dann eine ganztägige Schiffahrt von Dresden bis hinauf ins Königstein und wieder zurück. Abends geht es dann zurück ins heimatliche Leipzig.

Ihr seht, der Weg ist nicht weit, die Zeit begrenzt und trotzdem stell ich mir die Frage:

Nehme ich ein Buch mit oder nicht?

Wir tragen unser Gepäck die meiste Zeit mit uns rum, es wäre also ratsam, sich nicht allzu sehr zu beladen. Aber mein Herz blutet, wenn ich kein Buch zur Hand habe, SOLLTE ich die Zeit dazu haben. Einen eReader besitze ich nicht, das fällt also weg. Also was bleibt? Genau. Ein dünnes Buch. Eins, das sich in der Handtasche verliert und doch für mich da ist, wenn ich es brauche. Dann kann ich durchatmen. Nicht, dass ich mir am Ende noch ein Buch in Dresden kaufen müsste. 😀

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Wie händelt ihr das? Verzichtet ihr dann auf das Buch oder gebt ihr eurem Herzen nach? Fühlt ihr euch ohne Buch auch so leer wie ich? Verratet’s mir!

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[Rezension] Fred Bodsworth – Der letzte Eskimobrachvogel

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Werbung |Autor: Fred Bodsworth | Titel: Der letzte Eskimobrachvogel | Erscheinungsdatum: 1977 | Verlag : Aufbau | 110 Seiten | Genre: Naturgeschichte

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Und manchmal wurden bei Nordoststürmen ungeheuer viele Brachvögel vom Wind an die Küste von Neuengland geweht, wo sie gelegentlich völlig erschöpft niedergingen.

Die Jagd auf sie war dann ein leichtes, und wenn sie davonfliegen wollten, konnte man sie ohne weiteres niederknüppeln.“

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Inhalt

Wie der Titel es schon vermuten lässt, geht es in diesem schmalen Büchlein um den letzten Eskimobrachvogel. Wir begleiten den kleinen Vogel auf seiner langen und beschwerlichen Reise von Argentinien bis hinauf an die arktischen Küsten, wo seine Brutstelle ist. Dort wartet er bereits seit fünf Jahren auf ein Weibchen. Der Instinkt sagt ihm, dass er Nachwuchs zeugen muss, aber es kommt einfach kein Weibchen. Nach etlichen Wochen des vergeblichen Wartens schließt er sich einem Schwarm Regenpfeifer an, um den tausende Kilometer langen Flug zurück nach Argentinien zurückzulegen, um sich, einmal dort angekommen, im nächsten Jahr wieder auf die Reise zu begeben.

Rezension

Keine leichte Lektüre. Wer denkt, dass es sich hierbei um eine lustig veranschaulichte Reise á la kommentierte Tierdokumentation handelt, der liegt falsch. Das Buch ist von Grund auf traurig.

Fred Bodsworth gelingt es, sehr detailliert zu beschreiben, wie sich der Vogel bewegt, wie er lebt, wie er instinktiv handelt. Sein Leben widmet er der Wanderung. Im Frühling fliegt er an die kanadische Küste, wo die Brutstellen sind. Das Winterquartier jedoch ist im Süden des Landes, in Brasilien und Argentinien. Die Reise ist lang, Klima und Umwelt heimtückisch.

Und dann gibt es natürlich auch uns. Den Menschen. Eingestreut in die Reise des Brachvogels wurden originale Artikel aus wissenschaftlichen Abhandlungen, Zeitungen etc., die den Spießrutenlauf des Vogels aufzeichnen. Erstmals gesichtet wurde die Gattung Ende des 18. Jahrhunderts. Der Eskimobrachvogel hatte niemals eine natürliche Scheu vor uns entwickelt, landete auf den Feldern der Bauern und wurde somit zum Schädling erklärt, den man niederschießen konnte. Wurden nun also die dichten Schwärme der wandernden Vögel gen Norden oder Süden beobachtet, sahen die Menschen es als Sport an, diese Vögel in Scharen vom Himmel zu holen.

„Fünfundzwanzig bis dreißig Männer schossen an einem einzigen Tag zweitausend Brachvögel.“ (S. 45)

Aus den Millionenbeständen wurden zusehends weniger, bis die Gattung gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahezu ausgerottet war.

Unser Eskimobrachvogel ist eines der letzten lebenden Exemplare, auf der verzweifelten Suche nach einem Weibchen. Das Schicksal will es, dass ihm auf seiner erneuten Reise endlich eines begegnet. Sie treten gemeinsam den Weg in den Norden an. Doch sie kommen nie zusammen an. Und die Schuld daran trifft allein uns Menschen. Dieses entsetzliche Bestreben des Menschen, alles auszurotten, ob wissentlich oder nicht, ist äußerst beispielhaft und macht mich krank. Es macht mich wütend und es beweist einmal mehr, dass der Mensch die schlimmste Krankheit ist, die die Natur jemals hervorgebracht hat.

Fazit

Leider ist dieses Buch vergriffen, kann aber noch über diverse Antiquariate zu einem sehr moderaten Preis erworben werden. Wer sich also für die Natur interessiert, der sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen. Je mehr Menschen solches lesen, umso größer ist die Hoffnung, dass wir uns eines Tages ändern.

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„Schönheit und Geist eines Kunstwerks können nachgebildet werden, auch wenn es zerstört ist; eine verschwundene Harmonie vermag den Komponisten von neuem zu inspirieren; doch wenn eine Gattung von Lebewesen dahin ist, müssen Himmel und Erde vergehen, bevor es sie wieder geben kann.“
C. William Beebe

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Mittendrin Mittwoch #13 & Gewinnspielerinnerung

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Bevor ich euch in mein aktuelles Buch mitnehme, möchte ich euch nur kurz daran erinnern, dass das Gewinnspiel anlässlich des Tag des Buches, bei dem es den wunderbaren Roman Die Unvollendete von Kate Atkinson zu gewinnen gibt, noch bis zum 30.04. läuft – wer noch mitmachen möchte, hat also noch Zeit dazu! Einfach hier klicken und dann geht’s auch schon los. 🙂

Und nun nehm‘ ich euch ein Stück mit in Jonas‘ Welt.

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Wir fahren an meinem Haus vorbei. Meine Mutter steht in der Haustür.

Die Haustür steht offen und meine Mutter steht in der Tür.

Meine Mutter trägt ein weißes Nachthemd. Sie hat die Arme ausgebreitet.

Ganz langsam fahren wir an meiner Mutter vorbei. (S. 62)

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Es handelt sich um Goldener Reiter von Michael Weins, ein Buch das ich bei der Lovelybooks-Aktion „Blogger empfehlen“ gefunden hatte.

Der Stil des Buches scheint im ersten Moment etwas merkwürdig anzumuten. Aber erzählt wird die Geschichte aus Jonas‘ Sicht. Jonas ist ein Kind. Ich finde, das macht das Geschehen sehr eindringlich, wir sehen wie ein Kind sieht, wir denken wie ein Kind. Wir erleben hautnah den inneren Verfall der Mutter, der zuerst recht harmlos beginnt, in dem sie singt und pfeift, obwohl sie das nie tut beim Zwiebeln schneiden, und dann immer weiter voranschreitet.

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Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

[Rezension] Markus Heitz – Des Teufels Gebetbuch

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 27.02.2017

Verlag: Knaur

ISBN: 9783426434529

Seitenanzahl: 672 Seiten

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Dreimal darf getauscht werden, die höchste Karte gewinnt.

Kommt das Pik-Ass, kommt der Tod. (S.544)

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Inhalt

Tadeus Boch, ehemals Spielsüchtiger und nun am Rande der eigenen Existenz, gerät durch puren Zufall in ein gefährliches Spiel.

Um seine Spielsucht unter Kontrolle zu halten, arbeitet er in einem Casino, in dem er eines Tages den Oligarchensohn Lasarew kennenlernt. Dieser bringt ihn in Berührung mit der Pik-Neun, einer historischen Karte aus des Teufels Gebetbuch aus dem 18. Jahrhundert, eine Karte von unheilvoller Macht. Boch wird merklich in den Bann dieser Karte gezogen und versucht nun alles, diese zu beschützen. Dabei lernt er die junge Asiatin Hyun Poe kennen, die ihren Verlobten bei einer Partie Supérieur verloren hat. Angetrieben von dem Wunsch nach Rache stürzt sie sich, mit Boch an ihrer Seite, in die wilde Jagd nach dem Kartenspiel des Teufels, doch beide verfolgen unterschiedliche Ziele.

Allerdings sind sie nicht die Einzigen, die diese Karten besitzen wollen. Überall lauern Gefahren und der Tod, Handlanger von Kunstsammlern und Handlanger der Karten persönlich. Wem kann man vertrauen? Und wer hält am Ende alle Strippen in der Hand?

Rezension

Welch rasante Geschichte! Kaum ein Kapitel verging, ohne dass nicht gemeuchelt und gemordet wurde, kein Blut spritzte und der Gestank nach Verwesung durch die Buchseiten aufstieg. Mir war das ja persönlich hin und wieder ein Tick zu viel, muss ich sagen. Irgendwann hatte ich das Gefühl abzustumpfen, nach dem zigsten Toten gab es nur noch ein müdes „Oh“ von meiner Seite. Aber das hat nicht den Reiz an der spannenden Jagd gemildert, die das Buch schildert. Selbst kunsthistorisch begeistert, habe ich mit Freude die Beschreibungen der einzelnen Karten aufgesogen und wollte sie selbst in die Hand nehmen, ihre Linien und Symbole nachfahren und ihre Macht spüren.

Die Geschichte beinhaltet einige Intermedium, also Zwischenkapitel, die sich mit der Historie der Karten im Leipzig zu Goethes Zeiten beschäftigen. Hier wird uns nun erzählt, wie die bösartigen Karten entstanden und vor allem: Wie sie zu ihrer teuflischen Kraft kamen. Markus Heitz ist es wunderbar gelungen – im Gegensatz zu manch anderen Autoren – dass man sich als Leser tatsächlich in der Zeit zurückversetzt gefühlt hat. Die Dialoge der Menschen sowie die Beschreibungen sind der etwas altertümlichen Sprache angepasst. Es war mir als gebürtigen Leipzigerin eine Freude, durch die alten Straßen zu wandeln. Auch dass der Autor Goethe eingebunden hat und mit seiner Geschichte womöglich den Anfang zu dessen Faust schuf, fand ich sehr gelungen. Gewagt, aber sehr gelungen.

Das Zusammenspiel einzelner Personen war mir nicht immer zu einhundert Prozent klar, waren es doch zwischenzeitlich sehr viele Personen, die plötzlich nach dem Besitz der Karten trachteten. Das Ganze löst sich im späteren Verlauf allerdings auch zunehmend auf und es kommt zu einem Aha-Effekt, da ich mit dieser Wendung nicht unbedingt gerechnet hatte.

Auch die beiden Hauptpersonen Boch und Poe ließen mich merkwürdig kalt. Zwar habe ich mit ihnen gerne die Karten gejagt, doch erschienen sie mir vor dem gewaltigen Hintergrund ein wenig zu blass. Wurden sie verletzt, habe ich es eher mit Distanz wahrgenommen, anstatt mit ihnen mitzuleiden.

Am besten gefällt mir allerdings das todbringende Spiel Supérieur, das Heitz eigens für dieses Buch kreiert hat. Am Ende des Buches findet man auch nochmal die Regeln aufgelistet, sollte man den Drang verspüren, das Ganze mal auszuprobieren. Allerdings rät Heitz explizit davon ab, die historischen Regeln zu benutzen. Diese besagen nämlich, dass der Spieler, der das Pik-Ass zieht, automatisch seinen gesamten weltlichen Besitz abgibt – und sein Leben.

Fazit

Ein äußerst rasanter Thriller, in dem es nicht gerade zimperlich zugeht. Gewürzt mit einer ordentlichen Portion Mystik und teuflischen Kräften ergibt sich ein spannender Plot, bei dem man sich immer etwas gehetzt fühlt. Mir persönlich waren es ein wenig zu viele tödliche Begegnungen, aber die Geschichte rund um die verteufelten Karten macht das Ganze wieder wett. Zugreifen!

Bewertung: 4 / 5 Sterne ★★★★

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[Rezension] Alan Bradley – Flavia de Luce – Mord ist kein Kinderspiel (2)

Flavia de LuceMord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley

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Erscheinungsdatum Erstausgabe :27.09.2010

Verlag : Blanvalet

ISBN: 9783442378258

Flexibler Einband 352 Seiten

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Achtung, dies ist der zweite Teil der Flavia de Luce Reihe. Lässt sich aber komplett unabhängig von Teil 1 lesen, wenns denn muss.

Inhalt

Flavia de Luce, die kleine Giftmischerin ist zurück! Teil 2 schließt an „Mord im Gurkenbeet“ an, es sind lediglich ein paar Monate vergangen.
Flavia ist zufällig zugegen, als ein Puppenspieler mit seiner Gehilfin in ihrem Dorf eintrifft und freundet sich mehr oder minder mit den beiden an. Nebenbei lernen wir die Familie Ingleby kennen, deren Sohn Robin vor 5 Jahren erhängt im Wald nahe des Dorfes gefunden wurde. Am Abend der Vorstellung des Puppenspielers geschieht ein Mord und das halbe Dorf ist Zeuge. Aber wer hat es getan – und wie? Flavia findet nach und nach Hinweise darauf, wie alles zusammen hängt und führt die Polizei ein weiteres Mal an der Nase herum.

Rezension

Sehr britisch, sehr spitzfindig – sehr Flavia! Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich dieses Kind mag. So neunmalklug sie zuweilen erscheint, in diesem Kind steckt ein sehr schlauer Geist.
Kennt ihr das? Man liest ein Buch und in diesem Buch wird Musik gehört. Ich persönlich neige dazu, meine musikalische Leseuntermalung dann dem Buch anzupassen. Hier hört die Familie de Luce zB Beethovens 5. Sinfonie mit ihrem neu angeschafften Radio. Und dann lief Beethoven bei mir bis zur letzten Seite – und es passte zum Schwung des Buches sehr gut, als hätte der Autor eben auch diese Musik beim schreiben gehört.
 Auch Flavias chemische Experimente faszinieren mich immer wieder, hab ich doch selbst keine Ahnung davon.
 Auch, dass sie in diesem Band ihr Wissen dazu einsetzt, jemandem das Leben zu retten, anstatt sich immer wieder nur an ihren gemeinen Schwestern zu rächen, fand ich super.
Nach wie vor find ich ihre Schwestern Feely und Daffy grausam. Wie kann man immer nur auf ihr so rumhacken? Meine Theorie ist ja (von Tante Felicity gestützt), dass Flavia ihrer Mutter als einzige wirklich ähnlich ist und sie ihre Schwestern so beständig an die verlorene Mutter erinnert.

Fazit

Der Mordfall in der Gegenwart und der Mordfall in der Vergangenheit sind gut miteinander verwoben und gewohnt verschlungen erzählt. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Teil! 🙂
Bewertung: 5 / 5 Sterne ★★★★★
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Einen Überblick über die Reihe bekommst du hier.

Die Reihenfolge der Flavia de Luce – Reihe:

Band 1  – Mord im Gurkenbeet

Band 2Mord ist kein Kinderspiel

Band 3Halunken, Tod und Teufel

Band 4 – Vorhang auf für eine Leiche

Band 5 – Schlussakkord für einen Mord

Band 6 – Tote Vögel singen nicht

Band 7 – Eine Leiche wirbelt Staub auf

Band 8 – Mord ist nicht das letzte Wort

[Gewinnspiel 23.-30.04] Blogger schenken Lesefreude 2017 ♥

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Ihr Lieben!

Heute ist der Tag der Tage, heute schlägt das Herz eines jeden Buchbegeisterten noch ein paar Takte schneller als sonst. Der Grund? Na klar, heute ist Tag des Buches!

„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“
– Hermann Hesse

Die Vorstellung eines Zuhauses ohne Bücher widerstrebt mir zutiefst. Kaum etwas wirkt persönlicher, als ein schön bestücktes Bücherregal. Oder noch besser: Eine Wohnung, in der überall Bücher liegen und dazu auffordern zuzugreifen, egal wo man sich gerade befindet.

Damit es bei euch nicht gar so leer aussieht (obwohl ich das gar nicht glaube), möchte ich die Aktion Blogger schenken Lesefreude nutzen und euch eine Geschichte schenken! Lange habe ich hin und her überlegt, ob es ein aktueller Bestseller sein soll, oder lieber doch eine Geschichte, die mir besonders gefallen hat? Die Wahl fiel auf Letzteres. Ich möchte euch eine Geschichte schenken, die zu meinen persönlichen Lieblingsbüchern gehört.blogger2015W-300x156

Die Rede ist von Kate Atkinson’s Die Unvollendete! 

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 Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.07.2013 – Verlag : Droemer Taschenbuch –

ISBN: 9783426304310 – Flexibler Einband 592 Seiten

Kurz gesagt geht es hierbei um Ursula und ihre Gabe, das Leben immer wieder neu zu leben. Können wir ein Leben führen, bei dem keine Fehler passieren? Bei dem wir geradlinig bis zum Ende voranschreiten können? Findet es doch zusammen mit Ursula heraus. Für die ganz Neugierigen unter euch gibt es hier auch schon meine Rezension zu diesem Buch.

Was ihr dafür tun müsst

„Was wäre, wenn wir die Chance hätten, es noch einmal zu tun und noch einmal, bis wir es endlich richtig machen? Wäre das nicht wunderbar?“

Schreibt mir in den Kommentaren einfach eure Gedanken zu diesem Thema. Wie steht ihr dazu? Schließlich kennen wir doch alle dieses Deja-Vu-Gefühl, dass uns hin und wieder überkommt. Glaubt ihr an die Möglichkeit der Wiedergeburt? Und wenn ja, gibt es Dinge in eurem Leben, die ihr gern anders machen würdet? Oder sagt ihr, so wie es passiert, ist es in Ordnung?

Was ihr zusätzlich tun dürft

Natürlich freue ich mich über jeden Follower hier auf dem Blog. Doch das ist kein Muss für das Gewinnspiel. Ich möchte, dass ihr freiwillig bei mir seid. Wenn ihr euch also – unabhängig von diesem Gewinnspiel – wohl bei mir fühlt, dann bitte bleibt gerne hier, aber fühlt euch nicht dazu genötigt. 🙂

Die Verlosung

Einsendeschluss ist der 30.04.2017 um 23:59 Uhr. Aus allen, die mitgemacht haben, werde ich am 01.05.2017 einen Gewinner via Los ziehen, der dann dieses wunderbare Buch innerhalb der nächsten Tage und innerhalb Deutschlands nach Hause geschickt bekommt.

Sollte es jemanden aus der Schweiz oder Österreich geben: Es tut mir wirklich leid, aber die Versandkosten sind einfach zu hoch für so ein Büchlein 😮

Weiter zu beachten:

Zur Teilnahme müsst ihr 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eurer Eltern haben.

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

So und nun viel Glück an alle und lasst eure Gedanken spielen! 🙂

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Nicht dein Buch? Hier findest du eine Liste aller Blogs, die bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude mitmachen.