Mittendrin Mittwoch #21 – Kalte Zeiten

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Heute lässt uns die Sonne hier in Leipzig ein klitzekleines Verschnaufpäuschen und es sind nur noch 26 Grad angekündigt. Ja, nur noch. 😀 Wer an der Hitze besonders leidet, dem kann ich mein aktuelles Buch wärmstens empfehlen. Wir befinden uns nämlich in der Antarktis – und das nicht nur körperlich.

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Napps hob die Hände angesichts dieser offensichtlichen Tatsache und grinste.

„Sei ehrlich, hätten wir es nicht leichter ohne ihn? Jetzt sag bloß nicht, dass es nicht einfacher wäre …“

„Sprich es nicht aus, Napps!“

“ … wenn er im Beiboot gestorben wäre.“ (S.217)

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Gelesen wird Everland von Rebecca Hunt, eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt. 1913 und 2012 findet jeweils eine Expedition auf die Insel Everland in der Antarktis statt. Beide Gruppen bestehen aus drei Personen, auch die charakterlichen Konstellationen sind ähnlich. Doch irgendetwas geschieht auf dieser Insel, denn zwei von drei Crewmitglieder fanden scheinbar in der Vergangenheit den Weg nicht zurück.

 

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Und, was liest du derzeit?


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

[Bücher-abc] G wie Glücklich Sein

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Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Runde mit dem Bücher-abc!

Die wunderbare Elizzy hat die Aktion auf ihrem Blog readbooksandfallinlove gestartet, bei der ich sehr gern dabei bin. Immerhin ist diese Aktion wieder so ein Freifahrtsschein für jede Menge Buchempfehlungen! 🙂

Beim Bücher-ABC geht es darum, für den jeweiligen Buchstaben einen Autor zu benennen, ein Buch und einen Schreibtipp für die Blogger und Autoren unter uns.

Heute dreht sich alles um den Buchstaben G. Auf geht’s!

Der Autor

Diese Woche spielt mir der Buchstabe aber sowas von in die Hände! Wen, wenn nicht Neil Gaiman himself, würde ich wagen euch ans Herz zu legen? Mein absoluter Lieblingsautor darf beim Bücher-abc natürlich nicht fehlen. Mit Geschichten wie Coraline und Der Ozean am Ende der Straße, Märchenadaptionen wie The Sleeper And The Spindle oder der Graphic Novel Serie Sandman ist er einer der Fantasy-Autoren von heute und hält mein Herz in seiner Hand.

Das Buch

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(Die) Geschichte von Blue von Solomonica de Winter hat Anfang des Jahres einen ziemlichen Eindruck bei mir hinterlassen.

Blue Vanity ist fast 15, als sie in einem Brief an ihren Arzt ihr Leben zusammenfasst. Sie befindet sich in einer psychiatrischen Einrichtung. Es ist eine Geschichte über die zerstörte Seele eines Mädchens.

 

 

Der Schreibtipp

G wie Glücklich Sein

Jedem ging es schon einmal so. Man hat Spaß an etwas, doch irgendwann wächst es einem über den Kopf. Wenn du nur noch den Druck spürst, etwas schreiben zu müssen, und dabei keinen Spaß mehr verspürst, solltest du eine Pause einlegen. Man merkt es Texten an, wenn sie ohne Lust und Laune geschrieben worden, wenn ihnen das Feuer fehlt. Nimm dir Zeit, um dich zu entspannen und geh dann wieder mit Freude zurück an die Tastatur.

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Das Bücher-ABC im Überblick!

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Montagsfrage – Zögerst du manchmal?

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Ein fröhliches guten Morgen in die Runde geworfen 🙂 Heute nehme ich mir mal wieder Zeit, die Montagsfrage von Svenja von Buchfresserchen zu beantworten.

Gibt es manchmal Bücher, bei denen du zögerst sie zu lesen, obwohl du sie eigentlich unbedingt lesen willst?

Eigentlich wollte ich jetzt ganz entrüstet aufschreien, NEIN! Natürlich nicht! Doch wenn ich ehrlich bin, passiert genau so etwas immer wieder. Irgendwer bespricht irgendwo irgendein richtig tolles Buch und ich muss es jetzt gleich sofort besitzen und lesen. Dann rennt man los und kauft es und dann liegt es da vor mir zu Hause und dann…

Ja, was dann? Dann realisiere ich: Ich lese ja gerade in einem Buch. Das muss erst einmal beendet werden. Und dann sollte ich doch noch das andere lesen. Also wird es verschoben, die erste Euphorie ist verklungen und hin und wieder kommt es dann eben auch vor, dass ich anfange, zu zögern. Dann schleiche ich um das Buch herum, wie die Katze um den Haferbrei und weiß nicht recht, ob ich es wagen soll. Wird mich das Buch genauso mitreißen, wie ich es mir erhoffe? Ist die Erwartungshaltung vielleicht doch zu groß? Doch eines schönen Tages krame ich genau dieses Büchlein wieder hervor und lese es, Zweifel hin oder her. Denn nur so weiß man doch, ob die Zweifel am Ende berechtigt waren oder nicht. 🙂

Wie geht es euch denn dabei? Erzähl’s mir gern!

 

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[Rezension] Alan Bradley – Flavia de Luce – Halunken, Tod & Teufel (3)

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Erscheinungsdatum Erstausgabe24.10.2011

Verlag: Blanvalet

ISBN: 9783442379507

Genre: Roman / Krimi

Flexibler Einband 368 Seiten

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Ich stand vor dem Rumpf eines Möbelwagens, auf dem eine blutrote Aufschrift verkündete: ACHTUNG BISSIGER HUN, als wäre das betreffende Tier dem Schreiber an die Gurgel gesprungen, ehe er den letzten Buchstaben hatte ausführen können. (S. 223)

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Halunken, Tod & Teufel ist der 3. Band der Reihe, kann aber auch unabhängig von den Vorgängern gelesen werden.

Inhalt

Es ist Kirmes in Bishop’s Lacey und Flavia lässt sich von der alten Wahrsagerin Fenella in die Kristallkugel schauen. Was Flavia erfährt, lässt sie erschrocken aufspringen, eine Kerze fällt um und das Zelt brennt lichterloh. Als Entschädigung bietet Flavia der Zigeunerin an, auf ihrem Grundstück zu nächtigen, um sich von diesem Schrecken zu erholen. Doch damit tritt sie eine Reihe von Ereignissen los, die nicht für jeden glimpflich ausgehen.

Rezension

Oh, Flavia! Auch Band 3 konnte mich vollauf überzeugen. Die kleine Miss Naseweis schlich sich vor Monaten in mein Herz und wird dort wohl auch noch eine ganze Weile bleiben. Gewohnt keck und spitzfindig, ist sie der Polizei wieder einmal einen großen Schritt voraus. Auch ihr Vater zeigt sich mittlerweile leicht beeindruckt, was aufgrund der de Luce’schen Steifheit schon fast an ein Wunder grenzt.

Der Fall ist wieder einmal kriminologisch gut aufgebaut, vergangene Fehden mit neuen Ereignissen verwoben. Eine alte Sekte, die Humpler, kommt zurück ans Licht. Kinder werden an den Füßen – wie Achilles – gehalten und kopfüber ins Wasser getunkt, voilá – die Taufe ist vollbracht. Dass dabei einiges schief gehen kann, wird einem im Laufe der Geschichte überaus deutlich bewusst.

Mit Köpfchen zum Erfolg

Auch glänzt Flavia wieder mit ihrer Spürnase und ihrem Sinn dafür, anderen Bewohnern des idyllisch-englischen Dorfes wertvolle Informationen direkt aus dem Ärmel zu drehen. Auch wenn Inspector Hewitt nicht sonderlich begeistert erscheint, so sollte er in zukünftigen Bänden doch einmal eine direkte Zusammenarbeit mit der Elfjährigen in Erwägung ziehen.

Nicht neu sind die Garstigkeiten, mit denen Feely und Daffy ihre Schwester Flavia überziehen. Da mir die Kleine so sehr ans Herz gewachsen ist, tut sie mir in diesen Momenten einfach nur leid. Als Einzelkind aufgewachsen, weiß ich natürlich nicht, was natürliche Geschwisterhassliebe ist, und wo die beiden eindeutig zu weit gehen. Was mag sich in ihren Köpfen festgesetzt haben, dass sie ihre Schwester allzu böse behandeln? Auch Flavia findet darauf keine Antwort bislang.

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Ich hatte schon lange festgestellt, dass beim Umgang von Schwestern miteinander immer irgendetwas Unsichtbares unter der Oberfläche lauerte, aber mir wurde erst jetzt so richtig bewusst, dass es in unserem Fall vor allem finstere Absichten waren, die uns drei unausgesprochen verbanden. (S. 42)

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Eine Freundin für Flavia

Wirklich neu dagegen ist Porcelaine, die Enkelin der Wahrsagerin Fenella. So schwierig die Grundsituation der beiden Mädchen auch ist, so findet Flavia in Porcelaine doch erstmalig eine Freundin. Und die braucht sie dringend. Denn Flavia ist ein sehr einsames Kind, verdrängt diese Tatsache jedoch immer wieder gekonnt, indem sie Gespräche mit Gladys führt, dem Fahrrad, dass einst ihrer Mutter Harriet gehörte. Ich hoffe, Porcelaine wird ein fester Punkt für Flavia, auch wenn sie mittlerweile zurück in London ist.

Fazit

Flavia de Luce ist für mich ein großes Flauschkissen, in dem ich es mir gemütlich machen kann. Neben Mord und Totschlag ist diese ganz spezielle, trügerische Kleinstadt-Idylle ein so gelungenes Setting mit typisch britischen Bewohnern, dass es mir nur schwer fällt, sie zu verlassen. Sehr gelungen und für all jene empfehlenswert, die bei einem Krimi Wert auf das Drumherum legen.

 

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Einen Überblick über die Reihe bekommst du hier.

Die Reihenfolge der Flavia de Luce – Reihe:

Band 1  – Mord im Gurkenbeet

Band 2Mord ist kein Kinderspiel

Band 3Halunken, Tod und Teufel

Band 4 – Vorhang auf für eine Leiche

Band 5 – Schlussakkord für einen Mord

Band 6 – Tote Vögel singen nicht

Band 7 – Eine Leiche wirbelt Staub auf

Band 8 – Mord ist nicht das letzte Wort

[Perlentauchen] Vergessene Bücher

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Beim Perlentauchen stelle ich euch jede Woche ein Buch vor, welches nicht auf den aktuellen Bestsellerlisten steht. Es ist egal, ob es 1, 2, 3 oder 30 Jahre alt ist, denn Geschichten verjähren nicht.

Hier findest du weitere Perlen!

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Christopher Morley – Das Haus der vergessenen Bücher

Erscheinungsdatum Originalausgabe : 1919

Verlag : Atlantik Verlag

ISBN: 9783455600124

Genre: Roman

Fester Einband 256 Seiten

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Eine Liebeserklärung an die Bücher. Genau das war die Geschichte um das Haus der verlorenen Bücher. Im New Yorker 1919 betreibt Roger Mifflin ein Antiquariat und er verkauft nicht einfach jedes Buch, nein, er verkauft nur Bücher, die seiner Meinung nach lesenswert sind. Für Werbemaßnahmen hat er keinen Sinn, den Fachmann Aubrey Gilbert lässt er immer wieder abblitzen. Dieser verliebt sich trotzdem in den Buchladen – und vielleicht auch in die Hilfskraft des Hauses – und schaut nun täglich vorbei. Als dann ein wertvolles Buch entwendet wird, bekommt die Handlung einen fast krimihaften Twist.

Anspruchsvoll und ein wenig philosophisch ist es ein wunderbares Buch über die Liebe zum geschriebenen Wort.

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Wenn es Sie einmal nach Brooklyn verschlägt, einen Ort, der prachtvolle Sonnenuntergänge und den erhebenden Anblick von Kinderwagen bietet, die von Ehemännern geschoben werden, hoffe ich um Ihretwillen, dass der Zufall sie auch in jene Nebenstraße führt, in der sich eine höchst bemerkenswerte Buchhandlung befindet.“ (S.7)

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Gerne kann jeder mitmachen, der will!

Achtung: Es muss kein aktuell von euch gelesenes Buch sein – Schnappt euch den Banner und kramt in euren Bücherkisten, zeigt anderen, was vor Jahren toll war und noch immer ist. ♥

Eine Ode an Buchhandlungen

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Neulich beim Friseur

Wenn sich Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung über Bücher unterhalten, dann werde ich natürlich immer hellhörig.  So erzählt Dame 1 der Dame 2 doch von einem unfassbar tollen Buch, welches sie erst vor kurzem kaufte. Dame 2 nickt erfreut und fragt direkt nach der Buchhandlung.  „Na, bei Amazon natürlich!“, ist die prompte Antwort, die mich und Dame 2 fast gleichzeitig zusammenzucken lässt.

Ist es so natürlich, dass man Bücher bei Amazon kauft? Ein Blick in meine recht spärliche Bestellhistorie zeigt mir: Ich kaufe keine Bücher beim großen A. Dank der Buchpreisbindung ist es hierzulande nicht so arg um das Preis-Dumping bestellt wie beispielsweise in Amerika, also verdient der Verlag an den verkauften Büchern so oder so. Aber was ist mit den Buchhändlern? Den Menschen, die für uns die Titel heraussuchen, die lesenswert sind?  Und so richtig persönlich ist das ja auch nicht. „Kunden, die Buch X kauften, interessierten sich auch für…“ Schön! Aber bin ich denn jeder andere? In den Weiten des Internets herumzustöbern, kann durchaus Spaß machen. Aber es zeigt mir ja doch nur an, was es anzeigen will, was es auch anderen schon angezeigt hat.

Nun eröffnete A also einen Bookstore in New York. Die FAZ hat einen großartigen Artikel darüber veröffentlich, tituliert ihn sogar mit Die langweiligste Buchhandlung von New York !  Es ist das völlig interaktive Buchshoppen. Man kommt in eine Buchhandlung, die sich nach den aktuellen Buchpreisen des Internets richtet, und es ist aufgebaut nach exakt denselben Werten, wie es die Webseite von A macht. Wozu also reingehen?

Groß vs. Klein?

Ich persönlich schlendere ja lieber durch die kleinen Buchhandlungen unserer Stadt. Natürlich muss ich hier damit rechnen, dass sie nicht jedes Buch vorrätig haben, dafür reicht der Platz einfach nicht aus. Womit ich aber rechne, ist, für mich unbekannte Bücher zu entdecken. Bücher, die vielleicht kein milliardenschweres Werbebudget zur Verfügung haben, die aber trotzdem toll und lesenswert sind. Die in dem ausgesuchten Repertoire der kleinen Buchläden zu finden sind.

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Natürlich haben auch große Buchhandelsketten ihre Berechtigung. Weiß ich genau, welches Buch ich suche, ist es ein Leichtes, zum nächsten Buchgiganten zu laufen und mir entsprechendes Buch zu schnappen. Bei der schieren Masse der angebotenen Bücher kann man durchaus auch einige Stunden mit Stöbern verbringen. Bei Hugendubel gibt es mittlerweile aber auch eine schöne Empfehlungswand, in der Bücher stehen, die aus dem Rahmen fallen. So habe ich erst letzte Woche dort viele tolle Bücher aus dem Jacoby & Stuart Verlag gefunden, auch standen dort einige unbekanntere Bücher, die Mitarbeiter empfohlen haben.

Wie ist es denn bei euch? Geht ihr lieber in reale Buchhandlungen oder ist das Internet einfach doch zu bequem geworden?

Zu guter Letzt ein kleiner Reisetipp: Letztes Jahr war ich in Erfurt und fand eine ganz wunderbare Kinderbuchhandlung auf der Krämerbrücke. Tintenherz heißt sie und wurde sogar mit dem Deutschen Buchhandlungspreis 2016 in der Kategorie „Hervorragende Buchhandlung“ ausgezeichnet. Völlig zu Recht, wie ich finde. Die Betreiberin war herzerwärmend, die Bücher ausgesucht, die Atmosphäre lud zum Stöbern ein. Gekauft habe ich natürlich auch etwas – das Konzept ging also auf!

 

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Mittendrin Mittwoch #20 – Oh, Flavia!

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Meine Lieben,

ich bin gerade fast vom Stuhl gefallen, als ich die Zahl hinter den heutigen Mittendrin Mittwoch schrieb. 20! Das würde bedeuten – nein, das bedeutet es sogar – dass ich bei dieser Aktion bereits seit 20 Wochen mitmache. Das bedeutet auch, dass ich seit mehr als 20 Wochen bereits diesen Blog habe. Wo ist die Zeit denn hin?

Auf diesen kurzen Schock, gepaart mit Schnappatmung, nehme ich euch lieber direkt mit in Flavia de Luces England in den 50ern.

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Ich stand vor dem Rumpf eines Möbelwagens, auf dem eine blutrote Aufschrift verkündete: ACHTUNG BISSIGER HUN, als wäre das betreffende Tier dem Schreiber an die Gurgel gesprungen, ehe er den letzten Buchstaben hatte ausführen können. (S. 223)

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Viele werden sie kennen, früher oder später fällt man zwangsläufig über die elfjährige Spürnase Flavia de Luce im beschaulichen Bishop’s Lacey. Es handelt sich hier um den dritten Teil Halunken, Tod & Teufel und gewohnt spitzfindig entwickelt sich gerade der Fall, bei dem eine alte Wahrsagerin überfallen und fast getötet wurde – auf dem Grundstück der de Luces!

Flavia muss man einfach mögen. Für ein so junges Mädchen hin und wieder etwas altklug, ist sie seit dem ersten Fall in meinem Herzen Zuhause.

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Wenn du noch mehr über Flavia erfahren möchtest, findest du hier eine kleine Übersicht von mir zu den bisher von mir gelesenen Teilen 1 und 2 🙂


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

[Bücher-abc] F wie Fantasie

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Guten Morgen! 🙂

Die wunderbare Elizzy hat eine neue Aktion auf ihrem Blog readbooksandfallinlove gestartet, bei der ich sehr gern dabei bin. Immerhin ist diese Aktion wieder so ein Freifahrtsschein für jede Menge Buchempfehlungen! 🙂

Beim Bücher-ABC geht es darum, für den jeweiligen Buchstaben einen Autor zu benennen, ein Buch und einen Schreibtipp für die Blogger und Autoren unter uns.

Heute dreht sich alles um den Buchstaben F. Auf geht’s!

Der Autor

F. Scott Fitzgerald gilt neben Ernest Hemingway als Hauptvertreter der amerikanischen Moderne. Seine Werke sind auch heute noch Literaturbegeisterten ein Begriff. The Great Gatsby von 1925 gehört zu den prominentesten seiner Werke, nicht zuletzt, weil Leonardo DiCaprio den Dandy wunderbar auf der großen Leinwand verkörperte.

 

Das Buch

 

 

Meine Nase steckt aktuell auch wieder in einem ihrer Fälle – die Rede ist von Flavia de Luce. Sicherlich ist die Buchreihe, die mittlerweile 8 Teile zählt, vielen bereits ein Begriff. Die kleine Flavia ist eine Expertin auf dem Gebiet der Chemie und dem Lösen von Mordfällen, die sich scheinbar immer wieder direkt vor ihrer Nase abspielen. Sehr witzig und unglaublich britisch!

Der Schreibtipp

F wie Fantasie

Natürlich gibt es Bereiche, in denen die Fantasie nur bedingt einsetzbar ist beim Schreiben. In Redaktionen zum Beispiel, wenn wir uns an die Fakten halten sollen. Aber geht es um das kreative Schreiben, dann können wir richtig loslegen. Fantasie ist ein ganz wichtiger Bestandteil einer guten Schreibe, wenn man keinen langweiligen, staubtrockenen Text fabrizieren will. Die eigene Fantasie kann man anregen, in denen man sich Inspiration von anderen holt und über den eigenen Tellerrand hinausblickt. Bildbände von Künstlern können dabei ebenfalls eine große Hilfe sein. Und ganz viel lesen, lesen, lesen. ❤

schnörkel

Das Bücher-ABC im Überblick!

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[Neuzugänge] für den Juni

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Es ist mal wieder soweit, ein neuer Monat bringt neue Bücher für mich! 🙂

Und weil es noch übersichtlich ist, will ich euch die drei neuen Schmuckstücke heute kurz vorstellen.

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superhero-9783257237337Anthony McCarten – Superhero

Donald Delpe ist 14, voller unerfüllter Sehnsucht, Comiczeichner. Er möchte nur eines wissen: Wie geht Liebe? Doch er hat wenig Zeit – er ist schwerkrank. Was ihm bleibt, ist ein Leben im schnellen Vorlauf. Das schafft aber nur ein Superheld. Donald hat sogar einen erfunden – MiracleMan. Aber kann MiracleMan ihm helfen, oder braucht Donald ganz andere Helden?

Durfte darum bei mir einziehen: Gestolpert bin ich vorrangig über den zweiten Teil dieses Romans Ganz normale Helden und die Thematik fand ich unheimlich interessant.

130_0647_153223_xxlDörte Hansen – Altes Land

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Durfte darum bei mir einziehen: Um dieses Buch schleiche ich, seit es 2015 erschienen ist. Nun ist die Taschenbuchausgabe verfügbar und ich habe endlich zugeschlagen. Meine Mutter hob auch direkt den Arm und meldete sich zum Lesen an. 🙂

9783423144230David Ballantyne – Sydney Bridge Upside Down

Calliope Bay, ein Sommer in den sechziger Jahren: Der dreizehnjährige Harry stromert mit seinem Kumpel im alten Schlachthof herum, raucht, lauert seiner Cousine Caroline auf, – ist ihr nacktes Herumtollen morgens durchs Haus tatsächlich nur kindliches Spiel? – und wartet darauf, dass etwas passiert. Eine Teenageridylle? Harry erweist sich als unzuverlässiger Erzähler und unberechenbarer Charakter – zwei Menschen kommen zu Tode, die Mutter hat, so scheint es, die Familie verlassen. Auch Harrys Vater ist nicht nur der freundliche, fürsorgliche Mann, für den man ihn zunächst hält. Was hat sich in jenem Sommer in Calliope Bay wirklich zugetragen?

Durfte darum bei mir einziehen: Ich habe auf einem Buchblog (Asche auf mein Haupt, ich habe leider vergessen, welcher es war 😮 ) eine ganz mitreißende Rezension gelesen und für mich stand fest: Dieses Buch muss ich haben!


Wie ist es bei euch, habt ihr auch tolle neue Bücherneuzugänge, die man nicht in seinem Bücherregal missen sollte? Erzählt es mir gerne! ❤

[Rezension] Niah Finnik – Fuchsteufelsstill

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 07.04.2017

Verlag: Ullstein

ISBN: 9783961010035

Flexibler Einband 304 Seiten

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„Wir alle wiesen ein hohes Risiko auf, an Suizid zu sterben, das war Teil unserer Diagnosen. Nun war einer von uns gestorben, und niemand wusste, warum.“ (S.88)

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Inhalt

Juli wollte ihr Leben mit einer Überdosis beenden. Der Suizidversuch scheiterte und sie kam in eine Klinik, in der man sich ihrer Probleme annahm. Sie ist Autistin, bekam das  Asperger-Syndrom diagnostiziert. Ihr Leben ist geprägt von Angst und Zweifel, Zwängen und Gedanken, die sie nicht kontrollieren kann. Dort lernt sie nun Sophie (bipolar) und Philipp (schizophren) kennen und gemeinsam erleben sie ein Wochenende fernab der Klinik, dass sie eng zusammenschweißen wird und vorallem jedem seine eigenen Ängste aufweist.

Rezension

Niah Finnik weiß, wovon sie schreibt. Selbst Autistin, beschreibt sie die Gedanken der Protagonistin Juli mit unerbittlicher Klarheit. Nie sieht sich Juli in der Opferrolle, nie hat man das Gefühl, sie für ihre Andersartigkeit bemitleiden zu müssen. Viel eher ist es so, als ob uns ein Fenster geöffnet wird in eine Welt, in der wir als „normale“ Menschen keinen Zutritt haben.
Vor Julis innerem Auge reihen sich Bilderketten aneinander, sobald sie bestimmte Begriffe hört, eins kommt zum nächsten und sie schweift so sehr gedanklich ab, dass sie die Welt um sich herum vergisst. Wenn man sie fragt, wie es ihr geht, antwortet sie nicht mit einem simplen „gut“ oder „schlecht“, sie spricht in Minuten, um genau ausdrücken zu können, wie es ihr wirklich geht.

Und nun sprengt sie ihre Routine, geht mit Sophie und Phillip auf ein Abenteuer, immer nach Norden, denn im Süden lauert die Angst. Sie lernen Menschen kennen und stellen fest, dass Außenstehende sie gar nicht für verrückt eingestuft hätten. Sind sie denn verrückt? Oder sind sie einfach anders? Was haben wir für Vorstellungen, wenn uns Menschen mit einer psychischen Krankheit begegnen? Das Buch schafft etwas, das man immer wieder gern selbst verdrängt. Es veranlasst den Leser, selbst die Frage zu stellen: Wie tolerant bin ich? Natürlich fällt es leicht, die personifizierte Toleranz zu sein, wenn man niemanden kennt, der selbst betroffen ist. Aber wie sieht es aus, wenn wir genau so jemanden kennenlernen? Kommen wir damit klar, behandeln wir ihn normal, oder fassen wir ihn mit Samthandschuhen an, haben wir vllt sogar Angst, dass seine „Krankheit“ ansteckend ist? Nicht nur wir sollten uns das fragen, auch Juli steht der Schizophrenie Phillips kritisch gegenüber, hat Angst vor dem was er tut und dass es auf sie abfärben könnte.

Das Ziel der Reise findet sich, wenn Juli erkennt, dass sie vor ihrer Angst nicht fliehen kann, dass sie ein Teil von ihr ist, den sie akzeptieren muss. Vielleicht ist ihr damit schon sehr geholfen.

Fazit

Ein sehr intelligentes Buch, welches zum Nachdenken anregt, mit Personen, die so verrückt wirken, dass sie beinahe schon wieder normal sind.

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Meine Gedanken verflüssigten sich, ergossen sich unkontrolliert über den Fußboden und verteilten sich um mich herum, bis ich knietief darin saß. Ich rührte mit meinen Füßen in ihnen herum, erst mit dem einen und dann mit dem anderen, und sah zu, wie sie sich ineinander verhakten. (S. 59)

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 Randinformation

Wusstest ihr, dass man die Zahl 37037 mit einer x-beliebigen einstelligen Zahl multiplizieren kann, dieses Ergebnis erneut mit 3 multipliziert und das Ergebnis IMMER die x-beliebige Zahl vom Anfang ergibt?

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Zum Thema Asperger-Syndrom gibt es einen ganz wunderbaren Film, der sich „Mary & Max“ nennt, sehr empfehlenswert für alle, die sich gern mit diesem Thema weiter auseinandersetzen wollen. 🙂

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