Valentinstag

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Ihr Lieben!

Ich weiß, der Valentinstag stößt auf gemischte Gefühle. Viele sind der Meinung, dieser Tag ist der reine Kommerz, man solle seinen Lieben jeden Tag des Jahres zeigen, wie gern man sie hat.

Das tue ich, jeden Tag, das ganze Jahr. Und trotzdem mag ich diesen Tag und nutze ihn, um ihnen noch einmal mehr zu sagen: Ich liebe euch! (Und ich backe auch nicht nur heute.)

Und ich möchte dir gern sagen: Danke, dass du dich für mich und meinen Blog interessierst. ♥

[Rezension] – Ben Aaronovitch – Schwarzer Mond über Soho (2)

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Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.07.2012

Verlag : dtv Verlagsgesellschaft

ISBN: 9783423213806

Flexibler Einband 416 Seiten

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Achtung: Schwarzer Mond über Soho ist der 2. Teil der Peter Grant – Reihe!

Inhalt

Der zweite Teil knüpft fast nahtlos an den Ersten an. Lesley May kämpft gegen die zerstörerischen Auswirkungen ihres Kampfes am Ende von „die Flüsse von London“.

Peter Grant, gewohnt sarkastisch, hat wieder gleich zwei Fälle, an denen er dran ist. Auf der einen Seite haben wir jede Menge tote Musiker, die ein Vestigium aus Jazz umgibt, und wir haben tote Männer, deren bestes Stück abgebissen wurde.
Die Jagd beginnt und Peter stellt bald fest, dass beide Fälle eng miteinander verwoben sind. Außerdem lernt er die liebreizende Simone kennen, mit der er eine Affäre beginnt.

Rezension

Wie bereits im ersten Teil gefällt mir der Erzählstil unglaublich gut. Flapsig, sarkastisch und immer so, dass man das Gefühl kriegt, Peter nehme seinen Job nicht so ganz ernst.
Die Fälle sind blutig und reichlich abstrus, also genau das, was ich mir erhofft habe. Spannend geschrieben, verfolgt man die rasante Entwicklung mit einigem Herzklopfen.
Ein wenig Zauberei-Übungen sind natürlich ebenfalls wieder mit dabei. Auch, dass Lesley am Ende des Buches mit einer echten Überraschung aufwartet, fand ich grandios. Das, und der Cliffhanger am Ende, deuten auf einen großartigen dritten Teil hin, auf den ich schon ganz gespannt bin.

Fazit

Absolute Leseempfehlung für all jene, die dem britischen Humor verfallen sind und keine bierernste Story erwarten.

Bewertung: 5 / 5 Sterne ★★★★★

 

schnörkel


Die Reihenfolge der Flüsse von London – Reihe von Ben Aaronovitch:

Band 1Die Flüsse von London

Band 2Schwarzer Mond über Soho

Band 3Ein Wispern unter Baker Street

Band 4 – Der böse Ort

Band 5 – Fingerhut-Sommer

Band 6 – Der Galgen von Tyburn

[Rezension] – Ben Aaronovitch – Die Flüsse von London (1)

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Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.01.2012

Verlag : dtv Verlagsgesellschaft

ISBN: 9783423213417

Flexibler Einband 480 Seiten

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Inhalt

Wir begleiten Constable Peter Grant durch die ersten Monate seiner Karriere als Polizist in London. Inspector Nightingale hat Peters magische Fähigkeiten erkannt und ihn kurzerhand zu seinem Zauberlehrling erklärt.

Rasant geht es mit Peter und seiner Kollegin Lesley May von einem brutalen Überfall zum nächsten, immer zwischen Geisterwelt und Unserer hin und her. Langsam wird klar, dass hier jemand ein altes Theaterstück wieder aufleben lässt – mit echten  Menschen. Das große Ganze wird dabei allerdings erst im letzten Teil des Buches klar.

Rezension

Peter Grant, seines Zeichens nach Constable der Londoner Polizei, wird offenbart, dass er einer besonderen Einheit zugeteilt werden soll – dem Folly, und damit Nightingale, einem der letzten großen Zauberer seiner Zunft.

Alles beginnt damit, dass ein Straßenkünstler in den Straßen Londons über eine Leiche stolpert. Dieser Mord führt Police Constable Peter Grant und seine Kollegin Lesley May  auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren genau an der gleichen Stelle sein Leben verlor. Sie sehen sich plötzlich einem Fall gegenüber, der den Rahmen des Natürlichen sprengt.

Der zum Teil sarkastische, zum Teil flapsige Erzählstil des Autors passt wunderbar zu der Geschichte. Auch wenn man im Alltag nicht an Übersinnliches glaubt – hier tut man es. Man rutscht in diese magische Welt Londons, und erlebt euphorische Momente mit Peter, wenn ihm endlich ein Zauber gelingt. Und sei es nur ein kleines Wehrlicht.

Fazit

Ein großartiger Auftakt zu einer etwas anderen Kriminalreihe. Der Humor ist einmalig britisch und trägt viel zum Wohlfühl-Krimi-Gefühl bei.

Bewertung: 5 / 5 Sterne ★★★★★

 

schnörkel


Die Reihenfolge der Flüsse von London – Reihe von Ben Aaronovitch:

Band 1Die Flüsse von London

Band 2Schwarzer Mond über Soho

Band 3Ein Wispern unter Baker Street

Band 4 – Der böse Ort

Band 5 – Fingerhut-Sommer

Band 6 – Der Galgen von Tyburn

Buch zu empfehlen

Bücher lesen ist einfach. Bücher für sich selbst zu bewerten auch.


Doch wie ist das, wenn man das Buch jemandem anderen empfehlen will? Ist Geschmack nicht subjektiv? Ich habe seit einiger Zeit das Gefühl, dass sich viele Menschen (ob in meinem persönlichen Umfeld oder in Buchcommunities) sehr auf mein Urteil verlassen. Wenn ich Bücher gut finde, dann schreibe ich eine – meiner Meinung nach – aussagekräftige, kurze Rezension darüber und in den meisten Fällen ernte ich hinterher freudige Kommentare, dass man sich dieses Buch unbedingt vornehmen muss. Natürlich macht mich das glücklich, hat mir dieses und jenes Buch doch besonders gut gefallen.

Aber je mehr sich von mir „leiten“ lassen, umso mehr frage ich mich auch, ob meine Empfehlungen denn auch anderen Lesern so gut gefallen, ob ich nicht einfach alles toll finde, nicht kritisch genug mit den Geschichten umgehe. Kennt ihr das? Ihr findet etwas toll und wollt, dass es andere ebenso toll finden? Natürlich weiß ich, dass eine Rezension von jedem anders aufgefasst werden kann, dass der Geschmack eines jeden Lesers unterschiedlich ist. Und trotzdem sitzt da zuweilen ein kleines Teufelchen auf meiner Schulter und flüstert mir zu: Sie werden enttäuscht sein.

Mir geht es so mit sehr gehypten Büchern. Bücher, die durch die Medien gehen, Bücher, die aktuell jeder liest und man nicht um sie herum kommt. Wenn ich mich dann von dem Strom der hochgradig entzückten Ausrufe anderer verleiten lasse zu einem Buch zu greifen, bin ich meistens enttäuscht. Da baut sich eine große Spannung auf, man will wissen, was jeden anderen so begeistert – und dann kommt die Ernüchterung. So erging es mir zB. bei der Mondprinzessin von Ava Reed. Jeder hat es gelesen, jeder fand es super. Also wollte ich es auch unbedingt lesen, versprach das Cover und der Klappentext doch viel Gutes. Das Buch war nicht schlecht, aber den Hype habe ich nicht verstanden. Ich hatte einfach eine zu hohe Erwartungshaltung.

Wie ist das bei euch, gebt oder bekommt ihr Rückmeldungen, wenn andere euren Buchempfehlungen folgen? Lasst ihr euch sehr von Rezensionen leiten oder verlasst ihr euch mehr auf euer eigenes Gespür für gute Geschichten?

[Rezension] Neil Gaiman – Norse Mythology

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Erscheinungsdatum Erstausgabe:16.02.2017

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 9783847906360

Fester Einband 340 Seiten

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schnörkel

Oh wie lange habe ich auf dieses Buch gewartet, wie lange, bis ich es endlich selbst in den Händen halten konnte!

Inhalt

Dieses fantastische Buch ist für alle, die sich für die Mythen und Sagen, für die Götter und Wesen der nordischen Mythologie interessieren. Neil Gaiman hat sich aus dem großen Pool der vielen Götter die herausgesucht, die man am besten kennt, mit denen man am meisten vertraut ist.  Das Buch erzählt in wunderbarer Fiktion die Legenden nach, die sich um Odin, den Allvater drehen, um Thor mit seinem Hammer Mjollnir und Loki, der Gott, der mindestens genauso viel Schaden anrichtet, wie er Gutes tut.

In vielen Episoden lernt man die Geschichten kennen, wie Odin seine Weisheit erlangte, wie Thor zu seinem Hammer kam und wieso Loki eigentlich immer seine Hände mit im Spiel hat.

Chronologisch geordnet schreitet man mit Gaiman zusammen vom Anfang der Welt, von Niflheim und Muspell, bis zu ihrem Ende, Ragnarok, die Götterdämmerung.    Wenn sich der Fenris Wolf von seinen Fesseln befreit und die Sonne und den Mond verschluckt, wenn die Midgardschlange den Ozean verlässt, wenn das Ende der Götter naht.

Rezension

Jeder der mich kennt, weiß mittlerweile, wie sehr ich Neil Gaiman verehre. Und man könnte nun sagen, dass ich wahrscheinlich alles von ihm toll finden würde.

Aber.

ABER dieses Buch ist wirklich fantastisch, großartig!

Nur leider zu kurz. Also nicht, dass ich das Gefühl hätte, dass etwas direkt fehlte, nein, aber für mich persönlich hätte das Buch ewig weiter gehen können. Ich liebe Mythen allgemein, und die Nordischen Götter haben es mir schon immer angetan.

Angefangen hat es damals, als Kind schon, mit einem tollen Zeichentrickfilm, der sich Valhalla nennt. Wer ihn nicht kennt, schaut ihn euch unbedingt mal an! Diese Episode, die in diesem Film illustriert wurde, hat meine gesamte Faszination geprägt. Man kann sich also vorstellen, wie glücklich ich war, wie ich aufgeschrien habe, als ich sah, dass eine der Geschichten in diesem Buch Thor’s journey to the land of the giants war (so zumindest der englische Titel).
In dieser Geschichte reisen Thor und Loki nach Utgard, dem Heim der Riesen und werden dort durch allerlei Illusionen in die Irre geleitet. Zum Beispiel soll Thor ein riesiges Horn mit Met austrinken, doch während er trinkt und trinkt, leert sich das Horn einfach nicht. Den Grund erfährt er erst viel später, aber so viel sei verraten: Dadurch ist Ebbe und Flut entstanden, dem Glauben nach.

Gaiman versteht es, die Mythen so zu schreiben, dass man sie als moderner Mensch verstehen und lieben lernt, er arbeitet wunderbar mit der poetischen Sprache der Edda ebenso wie mit seinen eigenen fantasievollen Beschreibungen, seiner ganz eigenen Art, Geschichten zu erzählen.

Fazit

Wer sich für einige ausgewählte Geschichten hinter den Namen der Götter interessiert – und wem die Edda zu kompliziert ist (wie mir) – dem sei dieses Buch aller-aller-allerwärmstens ans Herz gelegt. Für mich ist dieses Buch 10 und mehr Sterne wert.

Bewertung: 10 / 5 Sterne ★★★★★

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Lieblingsautoren – Kate Atkinson

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Heute möchte ich euch gerne wieder einmal eine(n) meiner LieblingsautorInnen vorstellen. Kate Atkinson’s Bücher haben es mir angetan, sie verdreht die Wirklichkeit so, dass man voller Faszination weiterlesen muss.

Kurzbiografie

  • geboren am 20. Dezember 1951 in York
  • studierte englische Literatur und Amerikanistik an der Universität Dundee
  • begann  in den 1980ern mit dem Schreiben
  •  1996 wurde ihr Romandebüt „Familienalbum“ mit dem renommierten „Whitbread First Novel Award“ ausgezeichnet
  • seitdem hat sie zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht

Kate Atkinson fiel mir eher zufällig in die Hände. Ich hatte nach Büchern gesucht, die sich mit Zeitreisen beschäftigen. Gefunden habe ich einige, aber was ich unbedingt und sofort haben musste, war Die Unvollendete von Kate Atkinson.

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Ursula Todd. Ursula hat, ohne es zu wissen, die Gabe (und den Fluch), dass ihr Leben immer und immer wieder von vorne beginnt. Wir begleiten Ursula also durch die Jahre ihres Lebens, müssen immer wieder mit ansehen, wie kleine Unachtsamkeiten zum Tod führen können, wie die Geschichte neu beginnt. Ich habe tief durchgeatmet, als Ursula das erste Mal das Erwachsenenalter erreicht. Automatisch ist man dankbar dafür, dass man selbst erwachsen werden konnte, dass nichts davon einem selbst passiert ist.

Das Buch wirft die Frage auf, ob es ein Leben ohne Fehler gibt. Ob immer irgendetwas passiert, irgendjemand krank wird oder stirbt, egal in welche Richtung wir uns bewegen, egal was wir vielleicht anders machen würden.

„Was wäre, wenn wir die Chance hätten, es noch einmal zu tun und noch einmal, bis wir es endlich richtig machen? Wäre das nicht wunderbar?“

Wäre es das?

Kann man das Leben richtig machen?

Wenn euch die Thematik gefällt und ihr neugierig geworden seid, schaut euch unbedingt das Buch an. Ich habe Ursula Todd und ihre Familie sehr ins Herz geschlossen, sie hat einen ewigen Platz in meinem Herzen. ♥

Es gibt übrigens auch einen Nachfolgeroman. Glorreiche Zeiten erzählt die Geschichte aus Teddys Sicht, Ursulas kleinerem Bruder, und auch er hat einen Platz in meinem Herzen verdient.


Kate Atkinson bedient sich einer wunderbaren Sprache. Durch ihre Detailverliebtheit und ihre zum Nachdenken anregenden Themen schafft sie Bücher, die auch noch lange nach Beenden des Buches in Kopf und Herz ihre Spuren hinterlassen.

weitere Werke:


Ich hoffe, ich konnte euch diese tolle Autorin ein wenig näher bringen und vielleicht schaut der Eine oder Andere von euch ja mal bei Ursula Todd vorbei. 🙂

MITTENDRINMITTWOCH #2

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Diese Aktion habe ich bei readbooksandfallinlove gefunden. Welch schöne Idee, um anderen die Bücher, die man gerade liest, näherzubringen!

Mittendrin Mittwoch möchte, dass man ein paar Zeilen oder Momente aus der aktuellen Lektüre heraussucht, um sie anderen Lesern näher zu bringen.

Heute also

Mittendrin Mittwoch #2


“ Odin and Vili and Ve knew

that the world is not a world until it is inhabited.

They wandered high and low, looking for people,

and they found nothing.“


Es handelt sich um Norse Mythology von Neil Gaiman. Das wunderbare Buch handelt – wie der Titel ja vermuten lässt – von der nordischen Mythologie und seinen Sagen rund um Odin, Thor und Loki. Neil Gaiman erzählt die alten Geschichten neu und bringt so die Götter zurück in unsere Herzen.

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Und, was liest du gerade?

Mopsiges #2 – Die Wurmkur

Heute war es also so weit: Der jährliche Spaß mit der Wurmkur stand uns bevor. Nicht nur, dass Yoshi dieses winzige Stück Medizin in Knochenform hinunterschlingen muss – er muss zum Dank auch noch 4 Stunden lang danach auf Futter verzichten. Ein Elend, das seinesgleichen sucht.

Er kriegt sie ganz früh am Morgen, dann kommen ihm die 4 Stunden nicht so lang vor, so mein Gedanke. Also hockt man sich frühzeitig zu seinem Hund auf den Boden und überlegt zusammen mit ihm, wie man es denn zustande bringt, das er die Wurmkur frisst und sie nicht einfach wieder durch seine kleinen Zähnchen fallen lässt, wie so oft.

Da der Leberwursttrick nicht funktioniert, probiere ich jedes Jahr etwas neues aus. Dieses Mal: einen Keks zerkleinern, die Wurmkur darunter mischen, in seine Schüssel füllen. Zufrieden schlürfte ich an meinem Kaffee, während der Hund seine Schüssel leerte. Als er mir laut mitteilte, dass er fertig sei, stand ich voller Vorfreude auf und lugte hinein. Die Schüssel war leer! Doch: daneben, auf der Nase seines geliebten Teddys prangte … Die Wurmkur.

Yoshi scheint eine besondere Geschicklichkeit darin entwickelt zu haben, Futter in seinem Maul zu selektieren. Egal, ob man es ihm mit einem Keks oder als Würstchen im Schlafrock serviert, die sch*** Wurmkur landet immer – und zunehmend schleimiger – auf dem Fußboden. Nach weiteren 1 1/2 Würstchen haben wir es endlich geschafft.

„Bitte geben Sie die Wurmkur auf nüchternen Magen“ – Mission fehlgeschlagen.

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[Rezension] Zoë Miller – Das Geheimnis jener Tage

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 15.01.2017

Verlag : Insel Verlag

ISBN: 9783458361961

Flexibler Einband 516 Seiten

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Dieses wunderbare Buch habe ich bei einer Leserunde gewonnen und habe es von Anfang bis Ende genossen.

Inhalt

Irland 1980. Eine junge Frau kommt jeden Abend an den Strand von Cork, Irland. Sie will ihre Ruhe, sie will allein sein. Und doch rettet sie einem jungen, blinden Mann das Leben. Das ist der Auftakt einer Geschichte, die in zwei Zeitsträngen spielt: 1980 und heute.

Heute: Carrie Cassidy hat ihre Eltern bei einem schrecklichen Flugzeugabsturz verloren und die Trauer hat sie auch fünf Jahre später noch nicht überwunden. Sie lässt niemanden richtig an sich heran und zerbricht somit sogar ihr Glück. Doch dann steht eines Tages eine fremde Frau vor ihr und von da an ändert sich ihr Leben.

Hatte ihre Mutter tatsächlich eine Affäre, obwohl sie bereits verheiratet war, wie Luis Jahre später behauptet? Und wenn nicht, wieso behauptet er nun so etwas?
Vergangenheit und Gegenwart, geschickt ineinander geflochten, ergeben eine spannende Geschichte rund um die Liebe und die Kraft, das scheinbar Unmögliche zu schaffen.

Rezension

Oh, was habe ich bei diesem Buch für Emotionen durchgemacht. Carries Verlust und die unaufgearbeitete Trauer haben mich sehr mitgenommen. Auch was damals 1980 mit Beth geschah und was nun Stück für Stück ans Licht kommt, hat mich teilweise sehr erschreckt. Diese Gewalt, die ein Mann einer Frau antun kann und zu was er sie dadurch treibt, war entsetzlich mitanzusehen.

Während der Leserunde konnte ich sehen, dass manche LeserInnen nicht mit Carries Art zurecht kamen, sie zu weinerlich empfanden. Ich persönlich konnte mich sehr gut hineinversetzen, der Gedanke, meine Eltern so plötzlich zu verlieren, schnürt mir einfach die Kehle zu.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Seiten flogen nur so dahin.
Das Ende war mir etwas zu abrupt, aber jedes Buch muss einmal enden. Leider.

Fazit

Ein Buch für alle Emotionen – klare Leseempfehlung!

Bewertung: 4.5 / 5 Sterne ★★★★★

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Mopsiges #1

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Yoshi versteht das mit dem in Ruhe lesen noch nicht so ganz.

Der größte kleine Star in meinem Leben ist mein kleines Fellbündel, mein Mäuschen, mein Schnarchhafen, mein .. ach lassen wir die tausend Kosenamen einfach – mein Hund Yoshi.

Ja, Yoshi ist ein Mops. Das muss ich dazu sagen, denn manch einer hielt ihn schon für einen jungen Boxer. Er sich übrigens auch. Mittlerweile 7 Jahre alt, hält er sich für den Nabel der Welt – und wird auch genauso behandelt. Nicht von mir natürlich (doch, auch … ), aber von meinen lieben Mitmenschen, angefangen bei meinen Eltern. Mein Papa, der ein wenig reserviert wirken kann, sprüht vor Lebensfreude, sobald der Hund durch die Wohnungstür flitzt. Da wird auch schon mal vergessen, dass die Tochter ja auch noch am anderen Ende der Leine hängt und begrüßt werden will. Meine liebe Mama steht in aller Regelmäßigkeit in der Küche und bäckt für den kleinen Liebling Leberwurstplätzchen (Ich bin für die Plätzchenversorgung der restlichen Familie verantwortlich) und bietet auch sonst immer gern einen Platz auf ihrem Schoß an für ihn.

Das also im Allgemeinen zu Yoshi. Da er doch mehr mit Menschen als mit Hunden gemein hat, werde ich hin und wieder berichten, was ihm so passiert. So ein Mopsleben ist ja auch zu anstrengend, und dann immer diese Menschen. Man kennt das ja.


Diese Woche stand die jährliche Impfung auf dem Plan. Yoshi kennt den Weg zum Tierarzt genau, da hilft kein Straßewechseln oder Zickzacklaufen: Ab einem bestimmten Punkt wird gebockt. Da bleiben dann störrische 10 Kilo einfach stehen und stemmen die Beinchen in die zugefrorene Erde. Es hilft kein Locken und kein Rufen, da muss man dann rigoros an der Leine ziehen. Endlich drinnen, verkriecht er sich gleich unter dem nächstbesten Stuhl. In regelmäßigen Abständen schleicht er sich leise, leise Richtung Ausgang. Als ob ich das nicht bemerken würde! Also schnell wieder zurückgerufen und beruhigt. Das klappt prima und hält mindestens zwei Minuten an.

Nach dem Check-Up und der beruhigenden Mitteilung „Alles in Ordnung“ gab’s noch die obligatorische Wurmkur mit. Ich weiß gar nicht, wer das Ding mehr verabscheut: Ich oder der Hund. Mir wurde mal gesagt „Einfach etwas Leberwurst drumherum machen, dann fressen das ALLE.“ Japp, die Leberwurst schon. Die wird fein säuberlich abgelutscht und danach findet man die Tablette irgendwo in den Teppichflusen wieder. Mal sehen, wie viel Leberwurst dieses mal nötig sein wird, um ihn davon zu überzeugen, dass es doch nur zu seinem Besten ist. 😀

Ihre Lordschaft hat gerade vernehmlich gegreint, ich werde mich nun eilen, um ihn wieder gnädig zu stimmen. Seine Frust-Waffe ist nämlich nicht zu unterschätzen. Sie … äh … stinkt fürchterlich.

Habt einen schönen Sonntag ihr Lieben!