Reisegedanken

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit … ?

Am Wochenende geht es auf eine kleine Wochenendreise in das schöne Dresden mit meiner Freundin, ihrer Mutter und ebenfalls meiner Mutter. Ein bunter Frauenhaufen also. Die Tage sind so ziemlich verplant, Samstags Bummeln mit abendlichem Besuch der Staatsoperette, Sonntag dann eine ganztägige Schiffahrt von Dresden bis hinauf ins Königstein und wieder zurück. Abends geht es dann zurück ins heimatliche Leipzig.

Ihr seht, der Weg ist nicht weit, die Zeit begrenzt und trotzdem stell ich mir die Frage:

Nehme ich ein Buch mit oder nicht?

Wir tragen unser Gepäck die meiste Zeit mit uns rum, es wäre also ratsam, sich nicht allzu sehr zu beladen. Aber mein Herz blutet, wenn ich kein Buch zur Hand habe, SOLLTE ich die Zeit dazu haben. Einen eReader besitze ich nicht, das fällt also weg. Also was bleibt? Genau. Ein dünnes Buch. Eins, das sich in der Handtasche verliert und doch für mich da ist, wenn ich es brauche. Dann kann ich durchatmen. Nicht, dass ich mir am Ende noch ein Buch in Dresden kaufen müsste. 😀

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Wie händelt ihr das? Verzichtet ihr dann auf das Buch oder gebt ihr eurem Herzen nach? Fühlt ihr euch ohne Buch auch so leer wie ich? Verratet’s mir!

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[Rezension] Fred Bodsworth – Der letzte Eskimobrachvogel

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Werbung |Autor: Fred Bodsworth | Titel: Der letzte Eskimobrachvogel | Erscheinungsdatum: 1977 | Verlag : Aufbau | 110 Seiten | Genre: Naturgeschichte

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Und manchmal wurden bei Nordoststürmen ungeheuer viele Brachvögel vom Wind an die Küste von Neuengland geweht, wo sie gelegentlich völlig erschöpft niedergingen.

Die Jagd auf sie war dann ein leichtes, und wenn sie davonfliegen wollten, konnte man sie ohne weiteres niederknüppeln.“

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Inhalt

Wie der Titel es schon vermuten lässt, geht es in diesem schmalen Büchlein um den letzten Eskimobrachvogel. Wir begleiten den kleinen Vogel auf seiner langen und beschwerlichen Reise von Argentinien bis hinauf an die arktischen Küsten, wo seine Brutstelle ist. Dort wartet er bereits seit fünf Jahren auf ein Weibchen. Der Instinkt sagt ihm, dass er Nachwuchs zeugen muss, aber es kommt einfach kein Weibchen. Nach etlichen Wochen des vergeblichen Wartens schließt er sich einem Schwarm Regenpfeifer an, um den tausende Kilometer langen Flug zurück nach Argentinien zurückzulegen, um sich, einmal dort angekommen, im nächsten Jahr wieder auf die Reise zu begeben.

Rezension

Keine leichte Lektüre. Wer denkt, dass es sich hierbei um eine lustig veranschaulichte Reise á la kommentierte Tierdokumentation handelt, der liegt falsch. Das Buch ist von Grund auf traurig.

Fred Bodsworth gelingt es, sehr detailliert zu beschreiben, wie sich der Vogel bewegt, wie er lebt, wie er instinktiv handelt. Sein Leben widmet er der Wanderung. Im Frühling fliegt er an die kanadische Küste, wo die Brutstellen sind. Das Winterquartier jedoch ist im Süden des Landes, in Brasilien und Argentinien. Die Reise ist lang, Klima und Umwelt heimtückisch.

Und dann gibt es natürlich auch uns. Den Menschen. Eingestreut in die Reise des Brachvogels wurden originale Artikel aus wissenschaftlichen Abhandlungen, Zeitungen etc., die den Spießrutenlauf des Vogels aufzeichnen. Erstmals gesichtet wurde die Gattung Ende des 18. Jahrhunderts. Der Eskimobrachvogel hatte niemals eine natürliche Scheu vor uns entwickelt, landete auf den Feldern der Bauern und wurde somit zum Schädling erklärt, den man niederschießen konnte. Wurden nun also die dichten Schwärme der wandernden Vögel gen Norden oder Süden beobachtet, sahen die Menschen es als Sport an, diese Vögel in Scharen vom Himmel zu holen.

„Fünfundzwanzig bis dreißig Männer schossen an einem einzigen Tag zweitausend Brachvögel.“ (S. 45)

Aus den Millionenbeständen wurden zusehends weniger, bis die Gattung gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahezu ausgerottet war.

Unser Eskimobrachvogel ist eines der letzten lebenden Exemplare, auf der verzweifelten Suche nach einem Weibchen. Das Schicksal will es, dass ihm auf seiner erneuten Reise endlich eines begegnet. Sie treten gemeinsam den Weg in den Norden an. Doch sie kommen nie zusammen an. Und die Schuld daran trifft allein uns Menschen. Dieses entsetzliche Bestreben des Menschen, alles auszurotten, ob wissentlich oder nicht, ist äußerst beispielhaft und macht mich krank. Es macht mich wütend und es beweist einmal mehr, dass der Mensch die schlimmste Krankheit ist, die die Natur jemals hervorgebracht hat.

Fazit

Leider ist dieses Buch vergriffen, kann aber noch über diverse Antiquariate zu einem sehr moderaten Preis erworben werden. Wer sich also für die Natur interessiert, der sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen. Je mehr Menschen solches lesen, umso größer ist die Hoffnung, dass wir uns eines Tages ändern.

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„Schönheit und Geist eines Kunstwerks können nachgebildet werden, auch wenn es zerstört ist; eine verschwundene Harmonie vermag den Komponisten von neuem zu inspirieren; doch wenn eine Gattung von Lebewesen dahin ist, müssen Himmel und Erde vergehen, bevor es sie wieder geben kann.“
C. William Beebe

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Mittendrin Mittwoch #13 & Gewinnspielerinnerung

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Bevor ich euch in mein aktuelles Buch mitnehme, möchte ich euch nur kurz daran erinnern, dass das Gewinnspiel anlässlich des Tag des Buches, bei dem es den wunderbaren Roman Die Unvollendete von Kate Atkinson zu gewinnen gibt, noch bis zum 30.04. läuft – wer noch mitmachen möchte, hat also noch Zeit dazu! Einfach hier klicken und dann geht’s auch schon los. 🙂

Und nun nehm‘ ich euch ein Stück mit in Jonas‘ Welt.

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Wir fahren an meinem Haus vorbei. Meine Mutter steht in der Haustür.

Die Haustür steht offen und meine Mutter steht in der Tür.

Meine Mutter trägt ein weißes Nachthemd. Sie hat die Arme ausgebreitet.

Ganz langsam fahren wir an meiner Mutter vorbei. (S. 62)

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Es handelt sich um Goldener Reiter von Michael Weins, ein Buch das ich bei der Lovelybooks-Aktion „Blogger empfehlen“ gefunden hatte.

Der Stil des Buches scheint im ersten Moment etwas merkwürdig anzumuten. Aber erzählt wird die Geschichte aus Jonas‘ Sicht. Jonas ist ein Kind. Ich finde, das macht das Geschehen sehr eindringlich, wir sehen wie ein Kind sieht, wir denken wie ein Kind. Wir erleben hautnah den inneren Verfall der Mutter, der zuerst recht harmlos beginnt, in dem sie singt und pfeift, obwohl sie das nie tut beim Zwiebeln schneiden, und dann immer weiter voranschreitet.

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Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

[Rezension] Markus Heitz – Des Teufels Gebetbuch

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 27.02.2017

Verlag: Knaur

ISBN: 9783426434529

Seitenanzahl: 672 Seiten

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Dreimal darf getauscht werden, die höchste Karte gewinnt.

Kommt das Pik-Ass, kommt der Tod. (S.544)

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Inhalt

Tadeus Boch, ehemals Spielsüchtiger und nun am Rande der eigenen Existenz, gerät durch puren Zufall in ein gefährliches Spiel.

Um seine Spielsucht unter Kontrolle zu halten, arbeitet er in einem Casino, in dem er eines Tages den Oligarchensohn Lasarew kennenlernt. Dieser bringt ihn in Berührung mit der Pik-Neun, einer historischen Karte aus des Teufels Gebetbuch aus dem 18. Jahrhundert, eine Karte von unheilvoller Macht. Boch wird merklich in den Bann dieser Karte gezogen und versucht nun alles, diese zu beschützen. Dabei lernt er die junge Asiatin Hyun Poe kennen, die ihren Verlobten bei einer Partie Supérieur verloren hat. Angetrieben von dem Wunsch nach Rache stürzt sie sich, mit Boch an ihrer Seite, in die wilde Jagd nach dem Kartenspiel des Teufels, doch beide verfolgen unterschiedliche Ziele.

Allerdings sind sie nicht die Einzigen, die diese Karten besitzen wollen. Überall lauern Gefahren und der Tod, Handlanger von Kunstsammlern und Handlanger der Karten persönlich. Wem kann man vertrauen? Und wer hält am Ende alle Strippen in der Hand?

Rezension

Welch rasante Geschichte! Kaum ein Kapitel verging, ohne dass nicht gemeuchelt und gemordet wurde, kein Blut spritzte und der Gestank nach Verwesung durch die Buchseiten aufstieg. Mir war das ja persönlich hin und wieder ein Tick zu viel, muss ich sagen. Irgendwann hatte ich das Gefühl abzustumpfen, nach dem zigsten Toten gab es nur noch ein müdes „Oh“ von meiner Seite. Aber das hat nicht den Reiz an der spannenden Jagd gemildert, die das Buch schildert. Selbst kunsthistorisch begeistert, habe ich mit Freude die Beschreibungen der einzelnen Karten aufgesogen und wollte sie selbst in die Hand nehmen, ihre Linien und Symbole nachfahren und ihre Macht spüren.

Die Geschichte beinhaltet einige Intermedium, also Zwischenkapitel, die sich mit der Historie der Karten im Leipzig zu Goethes Zeiten beschäftigen. Hier wird uns nun erzählt, wie die bösartigen Karten entstanden und vor allem: Wie sie zu ihrer teuflischen Kraft kamen. Markus Heitz ist es wunderbar gelungen – im Gegensatz zu manch anderen Autoren – dass man sich als Leser tatsächlich in der Zeit zurückversetzt gefühlt hat. Die Dialoge der Menschen sowie die Beschreibungen sind der etwas altertümlichen Sprache angepasst. Es war mir als gebürtigen Leipzigerin eine Freude, durch die alten Straßen zu wandeln. Auch dass der Autor Goethe eingebunden hat und mit seiner Geschichte womöglich den Anfang zu dessen Faust schuf, fand ich sehr gelungen. Gewagt, aber sehr gelungen.

Das Zusammenspiel einzelner Personen war mir nicht immer zu einhundert Prozent klar, waren es doch zwischenzeitlich sehr viele Personen, die plötzlich nach dem Besitz der Karten trachteten. Das Ganze löst sich im späteren Verlauf allerdings auch zunehmend auf und es kommt zu einem Aha-Effekt, da ich mit dieser Wendung nicht unbedingt gerechnet hatte.

Auch die beiden Hauptpersonen Boch und Poe ließen mich merkwürdig kalt. Zwar habe ich mit ihnen gerne die Karten gejagt, doch erschienen sie mir vor dem gewaltigen Hintergrund ein wenig zu blass. Wurden sie verletzt, habe ich es eher mit Distanz wahrgenommen, anstatt mit ihnen mitzuleiden.

Am besten gefällt mir allerdings das todbringende Spiel Supérieur, das Heitz eigens für dieses Buch kreiert hat. Am Ende des Buches findet man auch nochmal die Regeln aufgelistet, sollte man den Drang verspüren, das Ganze mal auszuprobieren. Allerdings rät Heitz explizit davon ab, die historischen Regeln zu benutzen. Diese besagen nämlich, dass der Spieler, der das Pik-Ass zieht, automatisch seinen gesamten weltlichen Besitz abgibt – und sein Leben.

Fazit

Ein äußerst rasanter Thriller, in dem es nicht gerade zimperlich zugeht. Gewürzt mit einer ordentlichen Portion Mystik und teuflischen Kräften ergibt sich ein spannender Plot, bei dem man sich immer etwas gehetzt fühlt. Mir persönlich waren es ein wenig zu viele tödliche Begegnungen, aber die Geschichte rund um die verteufelten Karten macht das Ganze wieder wett. Zugreifen!

Bewertung: 4 / 5 Sterne ★★★★

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[Rezension] Alan Bradley – Flavia de Luce – Mord ist kein Kinderspiel (2)

Flavia de LuceMord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley

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Erscheinungsdatum Erstausgabe :27.09.2010

Verlag : Blanvalet

ISBN: 9783442378258

Flexibler Einband 352 Seiten

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Achtung, dies ist der zweite Teil der Flavia de Luce Reihe. Lässt sich aber komplett unabhängig von Teil 1 lesen, wenns denn muss.

Inhalt

Flavia de Luce, die kleine Giftmischerin ist zurück! Teil 2 schließt an „Mord im Gurkenbeet“ an, es sind lediglich ein paar Monate vergangen.
Flavia ist zufällig zugegen, als ein Puppenspieler mit seiner Gehilfin in ihrem Dorf eintrifft und freundet sich mehr oder minder mit den beiden an. Nebenbei lernen wir die Familie Ingleby kennen, deren Sohn Robin vor 5 Jahren erhängt im Wald nahe des Dorfes gefunden wurde. Am Abend der Vorstellung des Puppenspielers geschieht ein Mord und das halbe Dorf ist Zeuge. Aber wer hat es getan – und wie? Flavia findet nach und nach Hinweise darauf, wie alles zusammen hängt und führt die Polizei ein weiteres Mal an der Nase herum.

Rezension

Sehr britisch, sehr spitzfindig – sehr Flavia! Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich dieses Kind mag. So neunmalklug sie zuweilen erscheint, in diesem Kind steckt ein sehr schlauer Geist.
Kennt ihr das? Man liest ein Buch und in diesem Buch wird Musik gehört. Ich persönlich neige dazu, meine musikalische Leseuntermalung dann dem Buch anzupassen. Hier hört die Familie de Luce zB Beethovens 5. Sinfonie mit ihrem neu angeschafften Radio. Und dann lief Beethoven bei mir bis zur letzten Seite – und es passte zum Schwung des Buches sehr gut, als hätte der Autor eben auch diese Musik beim schreiben gehört.
 Auch Flavias chemische Experimente faszinieren mich immer wieder, hab ich doch selbst keine Ahnung davon.
 Auch, dass sie in diesem Band ihr Wissen dazu einsetzt, jemandem das Leben zu retten, anstatt sich immer wieder nur an ihren gemeinen Schwestern zu rächen, fand ich super.
Nach wie vor find ich ihre Schwestern Feely und Daffy grausam. Wie kann man immer nur auf ihr so rumhacken? Meine Theorie ist ja (von Tante Felicity gestützt), dass Flavia ihrer Mutter als einzige wirklich ähnlich ist und sie ihre Schwestern so beständig an die verlorene Mutter erinnert.

Fazit

Der Mordfall in der Gegenwart und der Mordfall in der Vergangenheit sind gut miteinander verwoben und gewohnt verschlungen erzählt. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Teil! 🙂
Bewertung: 5 / 5 Sterne ★★★★★
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Einen Überblick über die Reihe bekommst du hier.

Die Reihenfolge der Flavia de Luce – Reihe:

Band 1  – Mord im Gurkenbeet

Band 2Mord ist kein Kinderspiel

Band 3Halunken, Tod und Teufel

Band 4 – Vorhang auf für eine Leiche

Band 5 – Schlussakkord für einen Mord

Band 6 – Tote Vögel singen nicht

Band 7 – Eine Leiche wirbelt Staub auf

Band 8 – Mord ist nicht das letzte Wort

[Gewinnspiel 23.-30.04] Blogger schenken Lesefreude 2017 ♥

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Ihr Lieben!

Heute ist der Tag der Tage, heute schlägt das Herz eines jeden Buchbegeisterten noch ein paar Takte schneller als sonst. Der Grund? Na klar, heute ist Tag des Buches!

„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“
– Hermann Hesse

Die Vorstellung eines Zuhauses ohne Bücher widerstrebt mir zutiefst. Kaum etwas wirkt persönlicher, als ein schön bestücktes Bücherregal. Oder noch besser: Eine Wohnung, in der überall Bücher liegen und dazu auffordern zuzugreifen, egal wo man sich gerade befindet.

Damit es bei euch nicht gar so leer aussieht (obwohl ich das gar nicht glaube), möchte ich die Aktion Blogger schenken Lesefreude nutzen und euch eine Geschichte schenken! Lange habe ich hin und her überlegt, ob es ein aktueller Bestseller sein soll, oder lieber doch eine Geschichte, die mir besonders gefallen hat? Die Wahl fiel auf Letzteres. Ich möchte euch eine Geschichte schenken, die zu meinen persönlichen Lieblingsbüchern gehört.blogger2015W-300x156

Die Rede ist von Kate Atkinson’s Die Unvollendete! 

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 Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.07.2013 – Verlag : Droemer Taschenbuch –

ISBN: 9783426304310 – Flexibler Einband 592 Seiten

Kurz gesagt geht es hierbei um Ursula und ihre Gabe, das Leben immer wieder neu zu leben. Können wir ein Leben führen, bei dem keine Fehler passieren? Bei dem wir geradlinig bis zum Ende voranschreiten können? Findet es doch zusammen mit Ursula heraus. Für die ganz Neugierigen unter euch gibt es hier auch schon meine Rezension zu diesem Buch.

Was ihr dafür tun müsst

„Was wäre, wenn wir die Chance hätten, es noch einmal zu tun und noch einmal, bis wir es endlich richtig machen? Wäre das nicht wunderbar?“

Schreibt mir in den Kommentaren einfach eure Gedanken zu diesem Thema. Wie steht ihr dazu? Schließlich kennen wir doch alle dieses Deja-Vu-Gefühl, dass uns hin und wieder überkommt. Glaubt ihr an die Möglichkeit der Wiedergeburt? Und wenn ja, gibt es Dinge in eurem Leben, die ihr gern anders machen würdet? Oder sagt ihr, so wie es passiert, ist es in Ordnung?

Was ihr zusätzlich tun dürft

Natürlich freue ich mich über jeden Follower hier auf dem Blog. Doch das ist kein Muss für das Gewinnspiel. Ich möchte, dass ihr freiwillig bei mir seid. Wenn ihr euch also – unabhängig von diesem Gewinnspiel – wohl bei mir fühlt, dann bitte bleibt gerne hier, aber fühlt euch nicht dazu genötigt. 🙂

Die Verlosung

Einsendeschluss ist der 30.04.2017 um 23:59 Uhr. Aus allen, die mitgemacht haben, werde ich am 01.05.2017 einen Gewinner via Los ziehen, der dann dieses wunderbare Buch innerhalb der nächsten Tage und innerhalb Deutschlands nach Hause geschickt bekommt.

Sollte es jemanden aus der Schweiz oder Österreich geben: Es tut mir wirklich leid, aber die Versandkosten sind einfach zu hoch für so ein Büchlein 😮

Weiter zu beachten:

Zur Teilnahme müsst ihr 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eurer Eltern haben.

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

So und nun viel Glück an alle und lasst eure Gedanken spielen! 🙂

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Nicht dein Buch? Hier findest du eine Liste aller Blogs, die bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude mitmachen.

[Kampf dem Reihenabbau] Alan Bradleys kleine Giftmischerin Flavia de Luce

Eine wunderbare – und etwas andere – Kriminalreihe möchte ich euch hier vorstellen. Flavia de Luce ist eine elfjährige Engländerin, die im heimischen Herrenhaus ein Chemielabor ihr Eigen nennen kann.

Die Reihe strotzt vor englischem Humor. Ähnlich wie bei Ben Aaranovitchs Reihe rund um Constable Peter Grant, sind die Fälle nicht so bierernst zu nehmen. Nur geht es hier ohne Magie zu, sondern rein rational und … chemisch. Und so ganz nebenher lernt man auch noch das ein oder andere kennen, mit dem man die ungeliebte Schwestern traktieren kann.

Aktuell gibt es 8 Bände rund um die junge Chemieexpertin.

Die Buchcover sind allesamt großartig gestaltet und erinnern mich leicht an den von Herzen geliebten Tim Burton. Hier gibt es auch eine offizielle Seite rund um Flavia.

Aktueller Lesestand: 3 / 8 Bücher

Flavia de LuceMord im Gurkenbeet von Alan Bradley    Flavia de LuceMord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley   243_37950_159966_xxl

Ein Klick auf das Cover führt euch zu den jeweiligen Rezension.

[Rezension] Alan Bradley – Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet (1)

Flavia de LuceMord im Gurkenbeet von Alan Bradley

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Erscheinungsdatum Erstausgabe:14.09.2009

Aktuelle Ausgabe: 20.09.2010

Verlag: Blanvalet

ISBN: 9783442376247

Flexibler Einband 384 Seiten

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Flavia de Luce. Schon der Name verspricht einiges, wie ich finde. Dank einer Buchempfehlung gekauft, hat es sich fast unmittelbar durch Scharfsinn und englischen Humor in mein Herz geschlichen.

Inhalt

Wir lernen Flavia de Luce kennen, eine elfjährige Engländerin, die mit ihrem Vater, ihren zwei Schwestern Ophelia und Daphne und Mr. Dogger in einem alten Herrensitz wohnt. Bereits zu Beginn spürt man die geschwisterliche Rivalität zwischen den drei Mädchen, wobei Flavia allein ihren beiden älteren Schwestern gegenübersteht. Amüsant geschrieben, werden wir Teil der bösartigen Scherze, die Normalität zwischen den Kindern zu sein scheinen.

Und wenn wir uns so richtig wohl fühlen in der neuen Umgebung in diesem Buch, findet Flavia einen Toten. Im eigenen Gurkenbeet.

Und schon geht es los mit einem verwinkelten Krimifall, dessen Wurzeln bereits in der Vergangenheit verankert sind, und dessen Mittelpunkt zwei äußerst wertvolle Briefmarken bilden.

Rezension

Die kleine Chemieexpertin Flavia war mir von Anfang an sehr sympathisch.  Sie schafft es immer wieder, dass meine Gedanken so mit der Geschichte rundherum beschäftigt sind, dass ich völlig vergesse, dass hier tatsächlich ein Mord geschehen ist; dass hier nicht nur eifrig Puzzlestücke zusammengeschoben werden müssen, sondern dass wirklich ein Mörder in dem beschaulichen Dörfchen Bishop’s Lacey umhergeht.

Sehr rührselig fand ich, als Flavia gegen Ende des Buches über die Liebe innerhalb ihrer Familie nachdachte. Die Liebe, die innerhalb der Familie nie wirklich gezeigt wird und Flavia selbst der Meinung ist, dass niemand sie wirklich liebe.
Als Flavia dann endlich gefunden wird und Ophelia so offen ihren Gefühlen freien Lauf lässt, musste ich wirklich kurz eine Träne wegblinzeln. Leider, leider wird aber später klar, dass auch das nicht zu einhundert Prozent echt war. Ich hätte es Flavia sehr gegönnt, etwas wahre Anteilnahme der Familie zu erhalten. Aber was nicht ist, kommt vllt noch.

Fazit

Herrlich britischer Kriminalfall mit eigenwilligen Charakteren und dem ganz besonderen Humor. Ich jedenfalls freue mich sehr auf die nächsten Bände!

Bewertung: 5 /5 Sterne ★★★★★

 

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Einen Überblick über die Reihe bekommst du hier.

Die Reihenfolge der Flavia de Luce – Reihe:

Band 1  – Mord im Gurkenbeet

Band 2Mord ist kein Kinderspiel

Band 3Halunken, Tod und Teufel

Band 4 – Vorhang auf für eine Leiche

Band 5 – Schlussakkord für einen Mord

Band 6 – Tote Vögel singen nicht

Band 7 – Eine Leiche wirbelt Staub auf

Band 8 – Mord ist nicht das letzte Wort

 

Freitagsgedanken #5 – Highlights, ahoi!

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Die Woche ist fast rum, es wird Zeit, sich wieder ein paar Gedanken zu machen. Die zauberhafte Ava Reed hat sich einmal mehr eine Sache überlegt, über die wir uns heute Gedanken können.

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HIGHLIGHTS, ahoi!

Zeig uns deine bisherigen 3 Buchhighlights in 2017. Welche 3 Bücher haben euch durch und durch berührt, glücklich gemacht und mitgerissen? Diese Bücher müssen nicht dieses Jahr erschienen sein, sondern ihr müsst sie dieses Jahr gelesen haben 🙂

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Interessant fand ich meine eigene Reaktion gerade auf die Frage.

Der erste Gedanke war: Was, nur DREI Highlights soll ich auswählen?

Und der direkt darauf Folgende: Was genau waren denn bisher meine Highlights überhaupt?

Ihr seht, so simpel die Frage wirkt, so schwierig ist sie dann doch zu beantworten. Aber ich konnte mir aus den 25 bisher gelesenen Büchern doch drei herauspicken.

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Mit einem Klick auf ein Cover kommst du direkt zu meiner jeweiligen Rezension dazu.

Jetzt, wo ich so durch meine gelesenen Bücher blättere, hätte ich doch noch das ein oder andere wirkliche Highlight mehr benennen können, aber wenn ich davon ausgehe, dass ein Highlight für mich etwas über-besonderes ist, was vielleicht auch gerade die Thematik betrifft, dann passen die drei Auserwählten hier doch ganz gut hin. 🙂

Was waren denn eure bisherigen drei Highlights des Jahres?

Freitägliche Grüße!

Eure Gabriela

Ausgelöscht [abc-Etüden]

Bereits am Dienstag hatte ich davon erzählt.

Auf dem Blog von Irgendwas ist immer habe ich eine, wie ich finde, supertolle Aktion für alle Schreiberlinge, und solche, die es einfach mal ausprobieren wollen, gefunden. Jede Woche gibt es 3 Worte, aus denen ihr eine kurze Geschichte mit insgesamt nur 10 Sätzen formulieren sollt, könnt, dürft! Gestatten: die abc-Etüden.

Hier könnt ihr meine erste Geschichte gerne noch einmal nachlesen. Ich hatte so viel Spaß dabei, dass ich es nochmal ausprobieren wollte. Dieses Mal ist sie etwas düsterer ausgefallen.

Diese Woche stammt die Wortspende von Ruhrköpfe und lautet: Duschvorhang, Leichenschmaus, Frühlingsgefühle.

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Ausgelöscht

Schutzlos, den neugierigen Augen der Überlebenden ausgeliefert, lagen sie da. Die Trümmer des Lebens, welches die Bewohner des zerbombten Hauses geführt hatten, bevor die Welt für sie unterging. Die Backsteine der Hauswand waren weggerissen worden, die Einrichtung auf der Straße verteilt; ein zerrissener Duschvorhang flatterte einsam im Wind, eingeklemmt zwischen den Überresten eines massiven Holzschrankes. Diane’s Blick irrte unstet umher, sie konnte von ihrem Platz auf der anderen Straßenseite sogar noch die edlen Intarsien im Holz erkennen, während sie verzweifelt versuchte, die Situation zu begreifen.

Nur wenige Augenblicke war es her, als sie noch mit ihrem Freund in dem italienischen Restaurant ihre Verlobung gefeiert hatte, durchdrungen von nie versiegenden Frühlingsgefühlen füreinander.

Sie konnte noch die Flieger hören, die sich langsam entfernten, das Dröhnen der Motoren wurde leiser, während sie sich weiter umsah. Das Restaurant hinter ihr war ebenso in Fetzen gerissen worden wie ihr Liebster, nur sie schien unverletzt zu sein. „Das Einzige, das man hier noch zu sich nehmen kann, ist ein Leichenschmaus“, dachte sie voll Bitterkeit und schlang fröstelnd die Arme um sich.anführung_oben

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