[Rezension] Alan Bradley – Flavia de Luce – Mord ist kein Kinderspiel (2)

Flavia de LuceMord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley

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Erscheinungsdatum Erstausgabe :27.09.2010

Verlag : Blanvalet

ISBN: 9783442378258

Flexibler Einband 352 Seiten

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schnörkel

Achtung, dies ist der zweite Teil der Flavia de Luce Reihe. Lässt sich aber komplett unabhängig von Teil 1 lesen, wenns denn muss.

Inhalt

Flavia de Luce, die kleine Giftmischerin ist zurück! Teil 2 schließt an „Mord im Gurkenbeet“ an, es sind lediglich ein paar Monate vergangen.
Flavia ist zufällig zugegen, als ein Puppenspieler mit seiner Gehilfin in ihrem Dorf eintrifft und freundet sich mehr oder minder mit den beiden an. Nebenbei lernen wir die Familie Ingleby kennen, deren Sohn Robin vor 5 Jahren erhängt im Wald nahe des Dorfes gefunden wurde. Am Abend der Vorstellung des Puppenspielers geschieht ein Mord und das halbe Dorf ist Zeuge. Aber wer hat es getan – und wie? Flavia findet nach und nach Hinweise darauf, wie alles zusammen hängt und führt die Polizei ein weiteres Mal an der Nase herum.

Rezension

Sehr britisch, sehr spitzfindig – sehr Flavia! Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich dieses Kind mag. So neunmalklug sie zuweilen erscheint, in diesem Kind steckt ein sehr schlauer Geist.
Kennt ihr das? Man liest ein Buch und in diesem Buch wird Musik gehört. Ich persönlich neige dazu, meine musikalische Leseuntermalung dann dem Buch anzupassen. Hier hört die Familie de Luce zB Beethovens 5. Sinfonie mit ihrem neu angeschafften Radio. Und dann lief Beethoven bei mir bis zur letzten Seite – und es passte zum Schwung des Buches sehr gut, als hätte der Autor eben auch diese Musik beim schreiben gehört.
 Auch Flavias chemische Experimente faszinieren mich immer wieder, hab ich doch selbst keine Ahnung davon.
 Auch, dass sie in diesem Band ihr Wissen dazu einsetzt, jemandem das Leben zu retten, anstatt sich immer wieder nur an ihren gemeinen Schwestern zu rächen, fand ich super.
Nach wie vor find ich ihre Schwestern Feely und Daffy grausam. Wie kann man immer nur auf ihr so rumhacken? Meine Theorie ist ja (von Tante Felicity gestützt), dass Flavia ihrer Mutter als einzige wirklich ähnlich ist und sie ihre Schwestern so beständig an die verlorene Mutter erinnert.

Fazit

Der Mordfall in der Gegenwart und der Mordfall in der Vergangenheit sind gut miteinander verwoben und gewohnt verschlungen erzählt. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Teil! 🙂
Bewertung: 5 / 5 Sterne ★★★★★
schnörkel

Einen Überblick über die Reihe bekommst du hier.

Die Reihenfolge der Flavia de Luce – Reihe:

Band 1  – Mord im Gurkenbeet

Band 2Mord ist kein Kinderspiel

Band 3Halunken, Tod und Teufel

Band 4 – Vorhang auf für eine Leiche

Band 5 – Schlussakkord für einen Mord

Band 6 – Tote Vögel singen nicht

Band 7 – Eine Leiche wirbelt Staub auf

Band 8 – Mord ist nicht das letzte Wort

[Gewinnspiel 23.-30.04] Blogger schenken Lesefreude 2017 ♥

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Ihr Lieben!

Heute ist der Tag der Tage, heute schlägt das Herz eines jeden Buchbegeisterten noch ein paar Takte schneller als sonst. Der Grund? Na klar, heute ist Tag des Buches!

„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“
– Hermann Hesse

Die Vorstellung eines Zuhauses ohne Bücher widerstrebt mir zutiefst. Kaum etwas wirkt persönlicher, als ein schön bestücktes Bücherregal. Oder noch besser: Eine Wohnung, in der überall Bücher liegen und dazu auffordern zuzugreifen, egal wo man sich gerade befindet.

Damit es bei euch nicht gar so leer aussieht (obwohl ich das gar nicht glaube), möchte ich die Aktion Blogger schenken Lesefreude nutzen und euch eine Geschichte schenken! Lange habe ich hin und her überlegt, ob es ein aktueller Bestseller sein soll, oder lieber doch eine Geschichte, die mir besonders gefallen hat? Die Wahl fiel auf Letzteres. Ich möchte euch eine Geschichte schenken, die zu meinen persönlichen Lieblingsbüchern gehört.blogger2015W-300x156

Die Rede ist von Kate Atkinson’s Die Unvollendete! 

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 Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.07.2013 – Verlag : Droemer Taschenbuch –

ISBN: 9783426304310 – Flexibler Einband 592 Seiten

Kurz gesagt geht es hierbei um Ursula und ihre Gabe, das Leben immer wieder neu zu leben. Können wir ein Leben führen, bei dem keine Fehler passieren? Bei dem wir geradlinig bis zum Ende voranschreiten können? Findet es doch zusammen mit Ursula heraus. Für die ganz Neugierigen unter euch gibt es hier auch schon meine Rezension zu diesem Buch.

Was ihr dafür tun müsst

„Was wäre, wenn wir die Chance hätten, es noch einmal zu tun und noch einmal, bis wir es endlich richtig machen? Wäre das nicht wunderbar?“

Schreibt mir in den Kommentaren einfach eure Gedanken zu diesem Thema. Wie steht ihr dazu? Schließlich kennen wir doch alle dieses Deja-Vu-Gefühl, dass uns hin und wieder überkommt. Glaubt ihr an die Möglichkeit der Wiedergeburt? Und wenn ja, gibt es Dinge in eurem Leben, die ihr gern anders machen würdet? Oder sagt ihr, so wie es passiert, ist es in Ordnung?

Was ihr zusätzlich tun dürft

Natürlich freue ich mich über jeden Follower hier auf dem Blog. Doch das ist kein Muss für das Gewinnspiel. Ich möchte, dass ihr freiwillig bei mir seid. Wenn ihr euch also – unabhängig von diesem Gewinnspiel – wohl bei mir fühlt, dann bitte bleibt gerne hier, aber fühlt euch nicht dazu genötigt. 🙂

Die Verlosung

Einsendeschluss ist der 30.04.2017 um 23:59 Uhr. Aus allen, die mitgemacht haben, werde ich am 01.05.2017 einen Gewinner via Los ziehen, der dann dieses wunderbare Buch innerhalb der nächsten Tage und innerhalb Deutschlands nach Hause geschickt bekommt.

Sollte es jemanden aus der Schweiz oder Österreich geben: Es tut mir wirklich leid, aber die Versandkosten sind einfach zu hoch für so ein Büchlein 😮

Weiter zu beachten:

Zur Teilnahme müsst ihr 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eurer Eltern haben.

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

So und nun viel Glück an alle und lasst eure Gedanken spielen! 🙂

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Nicht dein Buch? Hier findest du eine Liste aller Blogs, die bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude mitmachen.

[Kampf dem Reihenabbau] Alan Bradleys kleine Giftmischerin Flavia de Luce

Eine wunderbare – und etwas andere – Kriminalreihe möchte ich euch hier vorstellen. Flavia de Luce ist eine elfjährige Engländerin, die im heimischen Herrenhaus ein Chemielabor ihr Eigen nennen kann.

Die Reihe strotzt vor englischem Humor. Ähnlich wie bei Ben Aaranovitchs Reihe rund um Constable Peter Grant, sind die Fälle nicht so bierernst zu nehmen. Nur geht es hier ohne Magie zu, sondern rein rational und … chemisch. Und so ganz nebenher lernt man auch noch das ein oder andere kennen, mit dem man die ungeliebte Schwestern traktieren kann.

Aktuell gibt es 8 Bände rund um die junge Chemieexpertin.

Die Buchcover sind allesamt großartig gestaltet und erinnern mich leicht an den von Herzen geliebten Tim Burton. Hier gibt es auch eine offizielle Seite rund um Flavia.

Aktueller Lesestand: 3 / 8 Bücher

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Ein Klick auf das Cover führt euch zu den jeweiligen Rezension.

[Rezension] Alan Bradley – Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet (1)

Flavia de LuceMord im Gurkenbeet von Alan Bradley

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Erscheinungsdatum Erstausgabe:14.09.2009

Aktuelle Ausgabe: 20.09.2010

Verlag: Blanvalet

ISBN: 9783442376247

Flexibler Einband 384 Seiten

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Flavia de Luce. Schon der Name verspricht einiges, wie ich finde. Dank einer Buchempfehlung gekauft, hat es sich fast unmittelbar durch Scharfsinn und englischen Humor in mein Herz geschlichen.

Inhalt

Wir lernen Flavia de Luce kennen, eine elfjährige Engländerin, die mit ihrem Vater, ihren zwei Schwestern Ophelia und Daphne und Mr. Dogger in einem alten Herrensitz wohnt. Bereits zu Beginn spürt man die geschwisterliche Rivalität zwischen den drei Mädchen, wobei Flavia allein ihren beiden älteren Schwestern gegenübersteht. Amüsant geschrieben, werden wir Teil der bösartigen Scherze, die Normalität zwischen den Kindern zu sein scheinen.

Und wenn wir uns so richtig wohl fühlen in der neuen Umgebung in diesem Buch, findet Flavia einen Toten. Im eigenen Gurkenbeet.

Und schon geht es los mit einem verwinkelten Krimifall, dessen Wurzeln bereits in der Vergangenheit verankert sind, und dessen Mittelpunkt zwei äußerst wertvolle Briefmarken bilden.

Rezension

Die kleine Chemieexpertin Flavia war mir von Anfang an sehr sympathisch.  Sie schafft es immer wieder, dass meine Gedanken so mit der Geschichte rundherum beschäftigt sind, dass ich völlig vergesse, dass hier tatsächlich ein Mord geschehen ist; dass hier nicht nur eifrig Puzzlestücke zusammengeschoben werden müssen, sondern dass wirklich ein Mörder in dem beschaulichen Dörfchen Bishop’s Lacey umhergeht.

Sehr rührselig fand ich, als Flavia gegen Ende des Buches über die Liebe innerhalb ihrer Familie nachdachte. Die Liebe, die innerhalb der Familie nie wirklich gezeigt wird und Flavia selbst der Meinung ist, dass niemand sie wirklich liebe.
Als Flavia dann endlich gefunden wird und Ophelia so offen ihren Gefühlen freien Lauf lässt, musste ich wirklich kurz eine Träne wegblinzeln. Leider, leider wird aber später klar, dass auch das nicht zu einhundert Prozent echt war. Ich hätte es Flavia sehr gegönnt, etwas wahre Anteilnahme der Familie zu erhalten. Aber was nicht ist, kommt vllt noch.

Fazit

Herrlich britischer Kriminalfall mit eigenwilligen Charakteren und dem ganz besonderen Humor. Ich jedenfalls freue mich sehr auf die nächsten Bände!

Bewertung: 5 /5 Sterne ★★★★★

 

schnörkel

 


Einen Überblick über die Reihe bekommst du hier.

Die Reihenfolge der Flavia de Luce – Reihe:

Band 1  – Mord im Gurkenbeet

Band 2Mord ist kein Kinderspiel

Band 3Halunken, Tod und Teufel

Band 4 – Vorhang auf für eine Leiche

Band 5 – Schlussakkord für einen Mord

Band 6 – Tote Vögel singen nicht

Band 7 – Eine Leiche wirbelt Staub auf

Band 8 – Mord ist nicht das letzte Wort

 

Freitagsgedanken #5 – Highlights, ahoi!

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Die Woche ist fast rum, es wird Zeit, sich wieder ein paar Gedanken zu machen. Die zauberhafte Ava Reed hat sich einmal mehr eine Sache überlegt, über die wir uns heute Gedanken können.

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HIGHLIGHTS, ahoi!

Zeig uns deine bisherigen 3 Buchhighlights in 2017. Welche 3 Bücher haben euch durch und durch berührt, glücklich gemacht und mitgerissen? Diese Bücher müssen nicht dieses Jahr erschienen sein, sondern ihr müsst sie dieses Jahr gelesen haben 🙂

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Interessant fand ich meine eigene Reaktion gerade auf die Frage.

Der erste Gedanke war: Was, nur DREI Highlights soll ich auswählen?

Und der direkt darauf Folgende: Was genau waren denn bisher meine Highlights überhaupt?

Ihr seht, so simpel die Frage wirkt, so schwierig ist sie dann doch zu beantworten. Aber ich konnte mir aus den 25 bisher gelesenen Büchern doch drei herauspicken.

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Mit einem Klick auf ein Cover kommst du direkt zu meiner jeweiligen Rezension dazu.

Jetzt, wo ich so durch meine gelesenen Bücher blättere, hätte ich doch noch das ein oder andere wirkliche Highlight mehr benennen können, aber wenn ich davon ausgehe, dass ein Highlight für mich etwas über-besonderes ist, was vielleicht auch gerade die Thematik betrifft, dann passen die drei Auserwählten hier doch ganz gut hin. 🙂

Was waren denn eure bisherigen drei Highlights des Jahres?

Freitägliche Grüße!

Eure Gabriela

Ausgelöscht [abc-Etüden]

Bereits am Dienstag hatte ich davon erzählt.

Auf dem Blog von Irgendwas ist immer habe ich eine, wie ich finde, supertolle Aktion für alle Schreiberlinge, und solche, die es einfach mal ausprobieren wollen, gefunden. Jede Woche gibt es 3 Worte, aus denen ihr eine kurze Geschichte mit insgesamt nur 10 Sätzen formulieren sollt, könnt, dürft! Gestatten: die abc-Etüden.

Hier könnt ihr meine erste Geschichte gerne noch einmal nachlesen. Ich hatte so viel Spaß dabei, dass ich es nochmal ausprobieren wollte. Dieses Mal ist sie etwas düsterer ausgefallen.

Diese Woche stammt die Wortspende von Ruhrköpfe und lautet: Duschvorhang, Leichenschmaus, Frühlingsgefühle.

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Ausgelöscht

Schutzlos, den neugierigen Augen der Überlebenden ausgeliefert, lagen sie da. Die Trümmer des Lebens, welches die Bewohner des zerbombten Hauses geführt hatten, bevor die Welt für sie unterging. Die Backsteine der Hauswand waren weggerissen worden, die Einrichtung auf der Straße verteilt; ein zerrissener Duschvorhang flatterte einsam im Wind, eingeklemmt zwischen den Überresten eines massiven Holzschrankes. Diane’s Blick irrte unstet umher, sie konnte von ihrem Platz auf der anderen Straßenseite sogar noch die edlen Intarsien im Holz erkennen, während sie verzweifelt versuchte, die Situation zu begreifen.

Nur wenige Augenblicke war es her, als sie noch mit ihrem Freund in dem italienischen Restaurant ihre Verlobung gefeiert hatte, durchdrungen von nie versiegenden Frühlingsgefühlen füreinander.

Sie konnte noch die Flieger hören, die sich langsam entfernten, das Dröhnen der Motoren wurde leiser, während sie sich weiter umsah. Das Restaurant hinter ihr war ebenso in Fetzen gerissen worden wie ihr Liebster, nur sie schien unverletzt zu sein. „Das Einzige, das man hier noch zu sich nehmen kann, ist ein Leichenschmaus“, dachte sie voll Bitterkeit und schlang fröstelnd die Arme um sich.anführung_oben

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Mittendrin Mittwoch #12 – Blutige Karten

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Ostern ist schon wieder vorbei und wir haben bereits den Mittwoch erreicht. Zeit für mich, euch in mein aktuelles Buch zu entführen. Nachdem der Murakami beendet war, konnte ich auch noch an zwei Tagen das zauberhafte Buch Für dich soll’s tausend Tode regnen von Anna Pfeffer beenden. Und nun hab ich mich an ein ziemlich rasantes Buch gewagt.

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Aufschreiend brach der Getroffene zusammen und hielt sich die Wunde, ohne dass er das herausfließende Rot aufzuhalten vermochte. Er keuchte und starrte auf die Verletzung. Odette machte einen Schritt näher an den Todgeweihten und hob das Herz-Ass, drehte sie mit der Wertzeichenseite nach vorne, als könnte die Karte damit sehen. Das Strahlen und Glühen zog sich über die Rückseite, sämtliche Zeichen, Linien und Verzierungen funkelten und glühten. Sie labte sich am Sterben. (S. 200)

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Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz ist rasant, spannend und vor allem: mysteriös. Ein uraltes Kartenspiel scheint ein eigenes Leben zu haben, es labt sich an Schmerz und Tod der Menschen. Der Teufel persönlich scheint seine Hand im Spiel zu haben. Die Geschichte spielt abwechselnd in der heutigen Zeit und im historischen Leipzig, in dem die Todeskarten wohl gedruckt wurden. Außerdem bringt das Kartenspiel Supérieur die Menschen dazu, alle Vorsicht fahren zu lassen und auf Leben und Tod zu spielen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ziehst du das Pik-Ass, hast du dein Leben verwirkt.

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Und, was lest ihr derzeit?

Aufgehübscht – [abc-Etüden]

Auf dem Blog von Irgendwas ist immer habe ich eine, wie ich finde, supertolle Aktion für alle Schreiberlinge, und solche, die es einfach mal ausprobieren wollen, gefunden. Jede Woche gibt es 3 Worte, aus denen ihr eine kurze Geschichte mit insgesamt nur 10 Sätzen formulieren sollt, könnt, dürft! Gestatten: die abc-Etüden.

Da ich selbst gerne schreibe und auch im Hintergrund an meinem eigenen Buch arbeite, ist das eine super Übung. 🙂

Diese Woche stammt die Wortspende von Ruhrköpfe und lautet: Duschvorhang, Leichenschmaus, Frühlingsgefühle.

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Aufgehübscht

Erschrocken sprang sie hinter ihrem verspielt geblümten Duschvorhang hervor. Sie war schon wieder viel zu spät dran! Der Uhrzeit nach war die Beerdigung ihres Onkels schon vorbei und die Verwandtschaft sicher stinksauer. Wenn nicht der Freund ihres Cousins als Besuch angekündigt worden wäre, hätte sie nicht so lang die Zeit im Bad vertrödelt. Ach, wie lang schon hatte sie ein Auge auf ihn geworfen! Trotz der dicken Regentropfen am Fenster warf sie sich lediglich ein schwarzes, knielanges Kleid mit züchtigem Ausschnitt über und überprüfte den Sitz ihres Make-Up. Mit geübten Handgriffen band sie sich ihre langen blonden Haare zu einem Dutt zurück, wandte sich von ihrem Spiegelbild ab und flitzte los. Natürlich vergaß sie ihren Regenschirm bei all der Aufregung daheim und war völlig durchnässt, als sie endlich das Restaurant erreichte, in dem der Leichenschmaus stattfinden sollte.

Mit geröteten Wangen und tief durchatmend, strich sie sich die gelösten Haare aus dem Gesicht, während sie eine angemessen trauernde Miene aufsetzte und ihm gegenüber an dem Tisch Platz nahm. „Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr“, raunte ihr das Objekt der Begierde über das Tischgedeck zu und lächelte sie an, während sie damit zu kämpfen hatte, ihre ausbrechenden Frühlingsgefühle unter Kontrolle zu behalten.anführung_oben

Gar nicht mal so einfach, sich in nur wenigen Sätzen auszudrücken! Diese kleine Schreibübung hat mir richtig Spaß gemacht – und jetzt seid ihr dran! 🙂

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[Rezension] Anna Pfeffer – Für dich soll’s tausend Tode regnen

Fuer dich solls tausend Tode regnen von Anna Pfeffer

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 12.09.2016

Verlag cbj

ISBN: 9783570171554

Flexibler Einband 320 Seiten

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„Der Morgen in Hamburg war scheußlich. Er war genauso scheußlich wie die siebenundzwanzig Morgen davor, und ich machte mich mit dem Gedanken vertraut, dass die nächsten tausend Morgen in dieser Stadt auch nicht besser werden würden.“ (S.7)

Inhalt

Emi ist mit ihrem Vater und ihrem Bruder Oliver von Heidelberg nach Hamburg gezogen – und das unfreiwillig. Nicht nur, dass sie ihre einzige Freundin Charlie zurücklassen musste, sie sieht sich nun auch mit der neuen Situation konfrontiert, dass ihr Vater eine neue Freundin hat. Was sie in ihrem Alltag rettet, ist ihr kleines schwarzes Notizbuch, in dem sie skurrile Todesanzeigen sammelt.

Zu allem Überfluss gerät sie mit dem arrogantesten Typen ihrer Schule aneinander. Nach einem missglückten Chemieexperiment werden die beiden zu sieben Wochen Graffiti-Putzen verdonnert. Gemeinsam. Das kann doch nur schiefgehen! Sie kommen auf den Gedanken, sich gegenseitig fiese Aufgaben zu stellen, für die jeder nur zwölf Stunden Zeit hat. Der erste, der diese Aufgaben verliert, übernimmt den kompletten Putzdienst des anderen. Wer wird wohl zuerst kneifen?

Rezension

Dieses Jugendbuch ist einfach herrlich! Ich kann es gar nicht anders ausdrücken. Es ist unheimlich sarkastisch, es trieft vor Zynismus und trotzdem hat es mich auf einer emotionalen Ebene abgeholt, wie ich es der Geschichte nicht zugetraut hätte.

Die beiden Protagonisten sind Außenseiter. Dadurch, dass einmal nicht der strahlende Sunnyboy und das bezaubernde Mädchen zueinander finden, ist es wunderbar erfrischend gewesen. Die beiden können sich von Beginn an nicht ausstehen. Auch das hat man schon oft gelesen, und doch ist es hier etwas anders, denn beide halten ihre Abneigung wirklich sehr lange durch. Bis zum Schluss weiß man nicht zu 100%, ob sie zueinander finden werden, oder ob die Missverständnisse nicht doch einfach zu groß sind. Beide sind emotional sehr verletzt worden, beide fühlen sich unverstanden in ihrer Umgebung. Und doch habe ich beide verstanden und habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Ich gebe zu, am Ende war ich selbst sogar ein wenig in Erik verliebt.

Der Schreibstil ist locker und sehr sarkastisch, die von Emi ersonnenen Todesarten reichlich abgedreht und fantasievoll. Auch die Tatsache, dass sie außergewöhnliche Todesfälle sammelt, hat was sehr spezielles an sich.

Die Geschichte hat mich dazu gebracht, mich zurück in meine eigene Schulzeit zu versetzen, ich hatte das Gefühl, selbst wieder mit 15 im Klassenzimmer zu sitzen, umgeben von Mitschülern, die man nicht zwingend alle leiden kann. Natürlich gibt es auch hier die Giftschlange, die sich als bezaubernde Eva tarnt. Oh, wie sehr habe auch ich Louisa den Tod gewünscht, den sich Emi für sie ausgedacht hat!

Fazit

Herrliche (Liebes-)Geschichte, die zum Lachen einlädt und trotzdem ernste und bewegende Momente vereint. Antihelden, die ihre Vorurteile überwinden müssen, um zueinander zu finden. Klare Leseempfehlung!

Bewertung: 5 / 5 Sterne ★★★★★

schnörkel

[Rezension] Alex T. Watney – Dunkle Tage / Blackout

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 23.02.2017

Verlag: Books on Demand

ISBN: 9783743159150

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Zuerst einmal vielen lieben Dank an den Autor, der mir liebenswürdigerweise das Büchlein zur Verfügung gestellt hat!

Inhalt

Zoey Brooks lebt mit ihren Eltern in Lancaster, einem Ort in der Nähe von Boston, USA. Eines Tages erscheint, statt ihres Professors, der Autor McLaren in ihrer Vorlesung an der Uni und stellt Thesen über die Taktiken der Regierung auf, u.a. wird 9/11 thematisiert. Gleichzeitig will er sein neues Buch vorstellen. Wenig später verbringt Zoey den angefangenen Tag mit ihrer Mutter beim shoppen. Nachdem die Lampen der Geschäfte bereits zu flackern anfangen, erklärt die Regierung via Liveschaltung, dass sie den Strom im ganzen Land für einige Zeit ausschalten werden. Warum, wer daran beteiligt ist und was das ganze eigentlich soll, das erfährt man erst im späteren Verlauf.

Rezension

Die Grundidee ist nicht schlecht. Verschwörungstheorien gibt es viele und die Geschichte spielt mit einer davon. Leider werden zu viele Ansätze auf zu knapper Weise in den Raum geworfen, so dass man dem Sinn dahinter nicht ganz folgen kann. Auch gab es hin und wieder einige logische Unstimmigkeiten, bei denen ich nur die Augenbrauen hochziehen konnte. Zwar wird man am Ende aufgeklärt, aber auch das in sehr knappen Absätzen, so dass trotzdem ein Gefühl des Unverständnisses zurückbleibt.

Die Geschichte wirkt auf mich sehr konstruiert. Eine Terrorgruppe will die Regierung stürzen und schreckt nicht davor zurück, Leute zu ermorden. Und doch nimmt sich der Anführer Zeit, um einen Plausch mit einem unbedeutenden Mädchen zu halten, bevor er sie erschießen lassen will? Natürlich macht es einen gewissen Sinn, wenn man zum Ende des Buches gelangt, doch trotzdem litt darunter die Glaubwürdigkeit des Ganzen.

Das meines Erachtens nach größte Manko des Buches ist allerdings leider der sprachliche Stil. Ich habe mich privat ein wenig mit dem Autor ausgetauscht, so dass ich einen anderen Stil erwartet habe, als der, der dann in dem Buch entstand. Die Sprache ist wirklich sehr einfach gehalten und oftmals fühlte ich mich etwas an schulische Aufsätze erinnert. Auch die Dialoge waren hin und wieder etwas hölzern. Natürlich gibt es Leser, denen das nichts ausmacht, nur gehöre ich da scheinbar leider nicht dazu.

Fazit

Solide Grundidee, der es etwas an Raum mangelt, um im Kopf des Lesers wirklich Gestalt annehmen zu können. Außerdem ist der Schreibstil ausbaufähig, so dass man einen besseren Weg in die Geschichte hinein finden könnte. Ich lese gern Kurzgeschichten und weiß, dass sie sich eher knapp halten, aber die Idee hinter diesem Buch scheint mir besser für einen ausführlicheren Roman zu passen.

Bewertung: 3 / 5 Sterne ★★★

schnörkel