[Rezension] Benedict Jacka – Der Meister von London (5)

Magisch, düster – und einmal mehr einfach fantastisch!

Werbung | Autor: Benedict Jacka | Titel: Der Meister von London |
Übersetzer:  Michelle Gyo |
Erscheinungsdatum: November 2020 | Verlag: blanvalet |
416 Seiten | Genre: Urban Fantasy | Reihe: Band 5* von X

*spoilerfrei zu den anderen Bänden rezensiert

Bewertung: 5 von 5.

Der Gang war leer und ziemlich gewöhnlich, helle Wände und ein verblasster blauer Teppich. Mit meiner Sicht erkannte ich die Ranken möglicher Zukünfre vor mir, Adern aus Licht, die sich gabelten und in der Dunkelheit verzweigten.

(S.8)

Inhalt

Wir kehren zurück ins magische London unseres Lieblingswahrsagers Alex Verus. Nachdem wir nun schon so einige unheldenhafte Heldentaten von ihm miterleben durften, einige Freunde gewonnen und andere verloren haben, finden wir uns diesmal fast auf uns allein gestellt im düsteren Schattenreich eines großen Magiers wieder. Denn Alex‘ Freundin Anne wird dorthin entführt, und es bleibt lange unklar, auf wessen Fährte wir uns nun befinden.

Rezension

Schattenreich und Zauberfuchs

Mit voranschreitender Bandzahl können wir auch immer mehr aus dem vergangenen Leben Alex Verus‘ zusammenpuzzlen. Hier eine Erinnerung, da eine schmerzhafte Bemerkung. Doch so recht wissen wir immer noch nicht, was nun vor über zehn Jahren mit Verus passierte, als er bei dem manipulativen Schwarzmagier Richard in die Lehre ging. Und, ob Richard jemals wieder zurückkehrt, um Verus‘ Albtraum der Rache wahrzumachen.

Stattdessen müssen wir uns diesmal um unsere Freundin Anne Walker kümmern, die Lebensmagierin, die ein begehrtes Ziel für finstere Absichten abzugeben scheint. Denn bereits zum zweiten Mal wird sie entführt, von niemand geringerem als …! Na, wer wäre ich, wenn ich euch das bereits auf dem Silbertablett verraten würde.

Unser Lieblingswahrsager glänzt in diesem fünften Band einmal mehr mit seiner Kraft der Divinitation, also dem Pfadwandeln und der damit verbundenen Hellsicht der unmittelbaren Zukunft. War Verus‘ Magie anfangs für mich noch etwas verwirrend, so fühle ich mittlerweile, wie er die einzelnen Stränge der Zukünfte durchgeht, sich für einen Weg entscheidet, andere verblassen lässt und so der richtigen Spur folgt. Auch die Magien seiner Widersacher sind nach wie vor interessant, anders und sehr speziell – und damit unglaublich spannend mitzuerleben. Hier wird nicht nur mit Blitz und Feuer gekämpft, hier kommen noch ganz andere Techniken zum Tragen. Außerdem lernen wir im Verlauf dieses Bandes ein ganz bezauberndes Zauberwesen kennen: einen Blinzelfuchs. Ich kann euch schon jetzt verraten, ich war ganz hin und weg von diesem Zeitgenossen.

Fazit

Ein düsterer Band, der uns aber tiefer hinab blicken lässt in die Gefühle von Alex Verus und Anne Walker, der beide Hintergründe mehr beleuchtet, und der trotz aller Finsternis doch mit einigen Lichtblicken aufwarten kann.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 5 ★★★★★

Die Alex-Verus-Reihe

Das Labyrinth von London | Das Ritual von London |
Der Magier von London | Der Wächter von London | Der Meister von London

Erinnert an:

Ben Aaronovitch – Die Flüsse von London

Lars Simon – Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

schnörkel

Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

5 Comments on “[Rezension] Benedict Jacka – Der Meister von London (5)

  1. Pingback: Rückblick auf den Dezember – Buchperlenblog

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