[Rezension] Ken Kesey – Einer flog über das Kuckucksnest

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Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.01.1973

Verlag : Verlag Volk und Welt

Genre: Roman

ISBN: 9783353002952

Fester Einband: 435 Seiten

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„Doch diesen Morgen muss ich auf meinem Stuhl sitzen bleiben und kann nur zuhören, wie sie ihn hereinbringen. Trotzdem, obwohl ich ihn nicht sehen kann, weiß ich, dass es keine gewöhnliche Neuaufnahme ist. Ich kann nicht hören, dass er sich voller Angst die Wand entlang tastet, und als sie ihm wegen der Dusche Bescheid sagen, gibt er nicht einfach mit einem schwachen kleinen Ja nach, vielmehr antwortet er ihnen laut und bestimmt, er sei, verdammt nochmal, sauber genug, vielen Dank.“ (S. 19)

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Inhalt

Häuptling Bromden, so nennen sie ihn, den Halbindianer, der seit mehr als zwanzig Jahren in dieser Anstalt für Nervenkranke behandelt wird. Sie halten ihn für taubstumm, wie er da mit seinem Besen die Flure fegt, tagein, tagaus. Doch er hört sehr gut, dieser Indianer. Zwischen seinen eigenen wahnhaften Vorstellungen erlebt er, wie die Patienten auf der Station immer mehr unterdrückt werden von der Großen Schwester, der Krankenschwester, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Herrschaft über all diese Menschen zu erlangen. Und er erzählt uns eine Geschichte über den eingewiesenen Psychopathen R.P. McMurphy, der ein Gauner und ein Spielsüchtiger ist, der auch zuschlägt, wenn er muss, und der doch vielleicht am Wenigsten von allen verrückt ist.

Rezension

Es ist ein unheimlich bedrückendes Buch. Emotional geladen und immer am Rand zwischen Wahn und Realität begleiten wir den Halbindianer Bromden bei seinem Leben in dieser Anstalt. Von den anderen Insassen geduldet, doch nie wirklich wahrgenommen, lebt er irgendwo am Rande der herrschenden Gesellschaft. Sein Geist wird immer wieder vernebelt und er erzählt uns von den Maschinen in den Wänden, die diesen Nebel entstehen lassen. Man fragt sich, ob er sich in einer realen Welt befindet, ob es diese Maschinen tatsächlich gibt, denn so verrückt erscheint er gar nicht.

Eines Tages geht die Tür auf und R.P. McMurphy betritt die Anstalt, ist laut und vulgär, unangepasst und lacht den ganzen Tag. Er versucht direkt, das Kommando an sich zu reißen und belebt somit jeden Tag ein wenig mehr die schon so lange Eingesperrten. Sie bezeichnen sich selbst als Hasen, die gelernt haben vor der Willkür der Großen Schwester zu kuschen, sich klein und unbedeutend zu machen. Denn wer sich regt, wer aufbegehrt, dem droht die Schocktherapie.

Nur McMurphy interessiert das nicht, er nimmt das Zepter in die Hand und hilft so seinen Kameraden wieder zu Männern zu werden, die sich etwas trauen, die auch mal lachen, wenn sie lachen wollen, die sich einen Scherz erlauben und die vor allem nicht vor der Allmacht der Krankenschwester davonlaufen. Im Gegensatz zu ihnen ist McMurphy jedoch nicht freiwillig hier. Er wurde vom Sträflingslager verlegt, in seiner Krankenakte verweist man auf psychopathisches Verhalten. Doch stimmt das? Mir kam es nie so vor. Was ich sah, war ein Mann, der sich nicht verbiegen lässt, einer, der für seine Freunde geradesteht und seinen Kopf hinhält für eine gute Sache. Natürlich ist er gewitzt und auf seinen eigenen Vorteil aus, doch er bringt ihnen das Leben zurück. Auch unser Häuptling lässt sich dadurch beeindrucken und fängt wieder an zu Sprechen.

Es geschehen schreckliche Dinge in dieser Klinik. Dinge, von denen man hofft, dass sie längst der Vergangenheit angehören. Von Elektroschocks ist die Rede, von Tabletten, die einen Nebel um den Geist legen und dich ewig im Dunkeln tappen lassen. Selbst die Lobotomie gehört noch immer zu den praktizierten Methoden. Es ist grausam, wenn man bedenkt, dass es so tatsächlich ablief, damals. Wobei „damals“ ein sehr dehnbarer Begriff ist, denn selbst in Deutschland sind erst 40 Jahre vergangen, seit man diesen barbarischen Eingriff unterlässt.

Ich habe McMurphy, den eigentlichen Protagonisten, sehr ins Herz geschlossen. Mit seiner ruppig rauen, aber sehr herzlichen Art habe ich ihm von ganzem Herzen das Beste gewünscht und wurde bitter enttäuscht. Auch die anderen Patienten hatten ihre liebenswerten, wenn auch merkwürdigen Seiten an sich und es tat mir um jeden leid, der es in dieser Klinik nicht mehr aushielt. Wie wenig muss einem das eigene Leben bedeuten, wenn man gehen könnte, wohin man will und doch dort bleibt und sich schikanieren lässt, wenn man am Ende keinen anderen Ausweg mehr sieht, als zu Beenden, was keinen Sinn mehr hat.

Fazit

Sehr aufwühlend geschriebener Roman, über das Leben und die inneren Konflikte von Menschen, die einfach nicht mit der Gesellschaft klar kommen; von einem Mann, der sich für andere einsetzt und ihnen hilft und doch bitter dafür bezahlen muss.

 

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[Bücher-abc] E wie Erleben

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Guten Morgen! 🙂

Die wunderbare Elizzy hat eine neue Aktion auf ihrem Blog readbooksandfallinlove gestartet, bei der ich sehr gern dabei bin. Immerhin ist diese Aktion wieder so ein Freifahrtsschein für jede Menge Buchempfehlungen! 🙂

Beim Bücher-ABC geht es darum, für den jeweiligen Buchstaben einen Autor zu benennen, ein Buch und einen Schreibtipp für die Blogger und Autoren unter uns.

Heute dreht sich alles um den Buchstaben E. Auf geht’s!

Der Autor

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Cyberworld 1.0 von Nadine Erdmann ist der Auftakt zu einer bisher vierbändigen Reihe, der mir sehr gut gefiel. Im Jahr 2038 verfügt die Welt über eine neue Technologie: Die Cyberworld. Hier können sich Menschen auf der ganzen Welt via Avatar in virtuellen Clubs treffen oder zB.  interaktiv Spiele zusammen spielen. Doch dann fallen nacheinander drei Jungen ins Koma, nachdem sie die Cyberworld betreten haben.

Das Buch

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Ein untadeliger Mann von Jane Gardam habe ich erst vor einigen Monaten gelesen und es ist mir immernoch positiv im Gedächtnis geblieben. Wer war Edward Feathers, der ehemals erfolgreiche Kronanwalt tatsächlich?

Ein anspruchsvoll geschriebener Roman über ein ganzes Leben. Darüber, was wirklich wichtig ist im Leben. Menschlichkeit.

Der Schreibtipp

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Wir kennen es alle, über nichts lässt es sich so einfach und detailliert schreiben, wie über Dinge, die wir selbst schon erlebt haben. Natürlich können wir uns schlecht in die Fantasywelt nebenan teleportieren, doch wir können raus gehen und unsere eigene Welt entdecken. Wir können Dinge unternehmen, wir können Erfahrungen sammeln. Diese helfen unheimlich dabei, glaubhafte Geschichten zu erzählen. Denn wie heißt es so schön, Fantasie ist am realsten, wenn sie die Wirklichkeit enthält.

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[Rezension] Ann A. McDonald – Die Schule der Nacht

Die Schule der Nacht von Ann A McDonald

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 22.05.2017

Verlag: Penhaligon

ISBN: 9783764531775

Fester Einband 442 Seiten

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Sie rannte. Durch die Tunnel, barfuß über den Steinboden. An den Hauptwegen leuchteten blakende Fackeln, darum tauchte sie tiefer ins Labyrinth ab, stolperte verborgene Treppen hinunter und die dunklen, verschlungenen Gänge entlang, bis stickiger Modergeruch in der Luft lag und die Türen protestierend aufstöhnten, wenn sie sie aufstemmte. (S.7)

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Inhalt

Cassandra Blackwell lebt allein in Amerika, Menschen hält sie weitestgehend von sich fern. Doch eines Tages erhält sie ein geheimnisvolles Paket, an ihre verstorbene Mutter adressiert. Ein Rückruf nach England, nach Oxford. „Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken.“ Entschlossen, endlich Licht in die Vergangenheit ihrer psychisch instabilen Mutter zu bringen, setzt Cassie alle Hebel in Bewegung, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. In Oxford, am Raleigh College, angekommen, sieht sie sich plötzlich einer Macht gegenüber, die sie selbst schon lange in sich spürt. Was versteckt sich unter den uralten Mauern des Colleges und was hat es mit der Schule der Nacht auf sich?

Rezension

Eine Geschichte voller Geheimnisse. Die ersten Seiten lasen sich noch recht ruhig, Cassie versucht sich in ihrer neuen Umgebung einzuleben, begegnet Mitstudenten und Professoren eher zögerlich. Erst nach und nach findet sie Anschluss durch ihre Mitbewohnerin Evie, die sie in die höhere Gesellschaftsschicht integriert. Hier lernt sie nun auch Hugo kennen, einen – wie sollte es anders sein – gut aussehenden jungen Mann mit einer dunklen Aura, von der sie zugleich angezogen und abgestoßen wird. Gleichzeitig vertieft sie ihre Recherchen über die Vergangenheit der Schule und die Parallelen zu ihrer Mutter und fördert somit Stück für Stück immer mehr Vergangenheit zu Tage.

Cassie als Protagonistin ist mir leider nicht sehr ans Herz gewachsen, so richtig warm wurde ich nicht mit ihr. Ich kann auch gar nicht genau sagen, woran das lag, vielleicht an ihrer abweisenden Art Menschen gegenüber, vielleicht auch, weil sie sich selbst sehr bedeckt hielt in ihren Gefühlen. Auch die anderen Figuren blieben eher etwas klischeehaft, vom gutaussehenden Bösen bis zum netten jungen Mann, der erst ganz am Schluss wirklich wahrgenommen wird.

Der Schreibstil ist angenehm fließend, die Kapitel überschaubar in ihrer Länge. Und doch fiel mir etwas auf, was sich für mich immer etwas negativ aufdrängt. Phrasen, in denen den Charakteren „das Blut in den Adern gefriert“ oder „der Atem stockt“, bewirken bei mir eher das Gegenteil einer Gänsehaut. Beides kam für meinen Geschmack einfach ein wenig zu häufig vor.

Die Story an sich ist gut geschrieben, reale mit fantastischen Elementen schön verwoben. Und doch fehlte mir hier auch das kleine i-Tüpfelchen. Zwar wird erklärt, dass die Mitglieder dieser Geheimgesellschaft, die sich die Schule der Nacht nennt, sich von der Macht ernähren, die sie anderen Menschen entziehen, doch mir erklärt sich nicht so recht warum. Natürlich verstehe ich, dass sie so ihre gesellschaftlichen Positionen wahren, doch braucht es dafür dunkle Magie? Werden nicht auch normale Menschen zu Größen in der Welt? Da hätte mir ein Fünkchen MEHR gefallen, eine magische Fähigkeit, für die es sich lohnt, andere Menschen zu töten vielleicht.

Fazit

Spannend geschriebene Story um eine Geheimgesellschaft unter den Mauern eines alten Colleges mit kleineren inhaltlichen Abzügen und einer etwas unnahbaren Protagonistin. Trotzdem ein sehr lesenswertes Buch.

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„Ich habe ewig gebraucht, um an die Akten zu kommen“, begann er. „Ich habe behauptet, du würdest eine Arbeit über Studentensuizide schreiben, und ich hätte nicht gedacht, dass es deswegen Probleme geben würde, solche Anfragen bekommen wir ständig. Also habe ich wie üblich die nötigen Papiere ausgefüllt.“Er machte eine Pause, und seine blauen Augen sahen sie eindringlich an.“Am nächsten Morgen werde ich zum Inspektor gerufen. Er nimmt mich eine halbe Stunde ins Kreuzverhör.“ (S. 274)

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Vielen Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den Penhaligon Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

[Bücher-abc] – D wie Dichten

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Guten Morgen! 🙂

Die wunderbare Elizzy hat eine neue Aktion auf ihrem Blog readbooksandfallinlove gestartet, bei der ich sehr gern dabei bin. Immerhin ist diese Aktion wieder so ein Freifahrtsschein für jede Menge Buchempfehlungen! 🙂

Beim Bücher-ABC geht es darum, für den jeweiligen Buchstaben einen Autor zu benennen, ein Buch und einen Schreibtipp für die Blogger und Autoren unter uns.

Heute dreht sich alles um den Buchstaben D. Auf geht’s!

Der Autor

Hier möchte ich euch unbedingt Charles Dickens ans Herz legen. Der englische Schriftsteller zählt zu den ganz Großen der Weltliteratur. Kein Weihnachten vergeht bei uns daheim, ohne dass nicht mindestens eine Version seiner Weihnachtsgeschichte gesehen wird. In der elterlichen Bibliothek findet sich eine wunderschöne alte Ausgabe seiner gesammelten Weihnachtsgeschichten, die ich jedem nur empfehlen kann. Da der Sommer jedoch gerade erst vor der Tür steht, kann man auch erst einmal zu einem seiner anderen großartigen Werke wie Oliver Twist oder David Copperfield greifen. 🙂

Das Buch

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Hier hätte ich prima schummeln können, schließlich fangen die meisten Bücher mit einem Artikel an 🙂 Ich habe mich allerdings für einen Kurzroman entschieden von Daniel Kehlmann. Du hättest gehen sollen hat mich auf nur 96 Seiten unheimlich fasziniert, war dicht und atmosphärisch geschrieben und ließ am Ende eine leichte Gänsehaut auf meinen Armen entstehen.

Der Schreibtipp

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Warum nicht mal eine neue Form der Texte ausprobieren? Mit Worten spielen, Bedeutungen hin und herwerfen. Gedichte müssen sich nicht immer reimen, man kann seinem Geist auch einfach den Raum lassen, um sich einmal frei zu entfalten, gerne auch völlig abseits der normalen Schriftform. Anaphern und Alliterationen ausprobieren, Metaphern finden, den eigenen Stil erweitern. Probiert es aus, vielleicht habt ihr ja Spaß dran.

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Das Bücher-ABC im Überblick!

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Mittendrin Mittwoch #18 – Von geheimen Gesellschaften

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Ihr Lieben!

Die große Hitze ist scheinbar erstmal vorbei, wir können endlich wieder durchatmen hier in Leipzig.  Also mir fällt Lesen ja bei zu großer Wärme irgendwie schwer, ne. Wie geht’s euch dabei? Schaltet da euer Kopf ab oder ist euch Hitze völlig einerlei?

Nun aber ab ins aktuelle Buch mit uns!

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Ich habe ewig gebraucht, um an die Akten zu kommen“, begann er. „Ich habe behauptet, du würdest eine Arbeit über Studentensuizide schreiben, und ich hätte nicht gedacht, dass es deswegen Probleme geben würde, solche Anfragen bekommen wir ständig. Also habe ich wie üblich die nötigen Papiere ausgefüllt.“

Er machte eine Pause, und seine blauen Augen sahen sie eindringlich an.

„Am nächsten Morgen werde ich zum Inspektor gerufen. Er nimmt mich eine halbe Stunde ins Kreuzverhör. (S. 274)

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Es handelt sich um Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald, ein Buch, das sich mit der tatsächlich existierenden Geheimgesellschaft in Oxfords College Raleigh beschäftigt. Cassie bekommt eines Tages ein Paket mit einer geheimnisvollen Nachricht zugesendet, die an ihre vor Jahren verstorbene Mutter gerichtet ist. „Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.“ Von Neugier gepackt, reist Cassie Blackwell nach England, um mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden.

Die Schule der Nacht von Ann A McDonald

Und, was liest du gerade?


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

Monatsrückblick auf den Mai

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Ihr Lieben!

Der Mai ist vorbei, die Temperaturen auf dem Höhepunkt. Hin und wieder ist es schon zum Lesen zu warm, aber wir wollen ja nicht meckern – schließlich ist es auch bald schon wieder zu kalt zu Allem. 😀

gelesene Bücher im Mai

 

Ein gemischter Monat. 3 Märchen habe ich nebenher verschlungen, und auch so hatte ich einige interessante Bücher dabei.  Die Rezensionen dazu findet ihr nochmals hier zum Nachlesen:

Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve – Die Schöne und das Biest
Christoph Ransmayr – Die letzte Welt
Hans Christian Andersen – Die kleine Meerjungfrau
Henning Mankell – Die schwedischen Gummistiefel
Matthias Oden – Junktown
Monatshighlight: Frank Baer – Die Magermilchbande
Jonas Hassen Khemiri – Alles, was ich nicht erinnere
Neil Gaiman – Coraline

 

Die SuB-Kurve

01.05.2017 – 116 Bücher auf dem SuB

01.06.2017 – 117 Bücher auf dem SuB (Seit 2 Monaten bin ich gar nicht mal so schlecht. Es baut sich nichts ab, aber auch nicht mehr auf. 😀 )

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Warum ich das aufschreibe? Weil ich mir am Anfang des Jahres zum Ziel gesetzt habe, meinen SuB auf max. 80 gesenkt zu haben. 😓

Was noch?

Die liebe Elizzy von readbooksandfallinlove hat diesen Monat eine neue Aktion ins Leben gerufen – das Bücher-abc! Diesen Monat gab es schon die ersten Buchstaben dazu, hier könnt ihr gerne nochmal reinschauen 🙂


Wie war euer Lesemonat? Gibt es die erste Sommerflaute oder seid ihr zufrieden mit eurem Lesemonat? Erzählt’s mir gerne! 🙂

 

schnörkel

 

Montagsfrage – Bücherwelten

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Ihr Lieben!

Endlich wieder Montag!  … Öhm. Na ja. Aber immerhin gibt es eine neue Montagsfrage von Buchfresserchen Svenja zum Nachdenken und Beantworten.

Montagsfrage: Welche Bücherwelten magst du am liebsten und wieso?

Mich auf eine Welt festzulegen, das kann ich nicht. Der kurze Rundumblick bisher sagt mir, viele favoritisieren natürlich die Potter-Welt. 😀

Ich für meinen Teil lese am liebsten von Bücherwelten, die schon noch unsere Eigene ist, aber in der sich andere Welten öffnen können, in der es etwas magisches oder einfach zauberhaftes gibt. Die Welt muss für mich immernoch glaubhaft sein, aber ich möchte den Funken Hoffnung in mir halten, dass es auch in unserer Welt Wunder gibt. ♥

Wie sieht es bei euch aus, in welchen Bücherwelten fühlt ihr euch am wohlsten?

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[Rezension] Neil Gaiman – Coraline

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Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2005

Verlag : Heyne

ISBN: 978-3453503762

Flexibler Einband 176 Seiten

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„Ich glaube, sie möchte etwas zum Liebhaben“, sagte der Kater. „Etwas, das nicht sie selbst ist. Vielleicht will sie auch etwas zum Essen. Bei solchen Wesen lässt sich das nur schwer beurteilen.“

(S.73)

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Inhalt

Coraline Jones ist mit ihren Eltern in ein neues Haus gezogen. Die Sommerferien sind lang, das Haus und seine Bewohner öde, die Eltern zu beschäftigt. Also begibt sich Coraline auf Entdeckungsreise und findet eine verschlossene Tür mitten in der guten Stube. Einmal geöffnet, verbirgt sich dahinter … exakt noch einmal ihr Haus. Nur, dass hier ihre „andere Mutter“ lebt. Und mit einem Mal ist Coralines Welt nicht mehr so, wie sie einmal war.

Rezension

Coraline war damals das erste Buch von Neil Gaiman, das ich von ihm las und seitdem wird dieses Buch mindestens einmal im Jahr von mir hervorgeholt. (Der Film ebenfalls, der ist nämlich genauso klasse!)

Ich liebe Coraline. Das kleine Mädchen, deren Namen all die Erwachsenen nicht richtig aussprechen können, beweist unglaublich viel Mut. Ihre Eltern aus den Fängen der „anderen“ Mutter zu befreien und zugleich die Seelen der toten Kinder zu suchen, erfordert Köpfchen und Herz.

Auch wenn ihre Eltern meistens keine Zeit für sie haben, so will sie doch diese behalten, anstatt in einer Welt zu leben, in der sie angeblich alles haben kann. Dadurch zieht sie die Wut der anderen Mutter auf sich und es beginnt ein Spiel auf Leben und Tod.
Der Kater, der ihr zur Seite steht, glänzt durch katzige Überheblichkeit, hilft ihr jedoch trotzdem gekonnt durch ihr Abenteuer.

Die Sprache ist einfach gehalten, es ist ja auch eigentlich für Kinder gedacht. Gaiman hat in „The View from the cheap Seats“ verraten, dass er eine Geschichte zuerst so schreibt, wie sie in seinem Kopf existiert und hinterher Freunde fragt, ob sie es als Kinder- oder Erwachsenenroman einschätzen. Wem die Sprache also zu wenig ist, dem kann ich Romane wie „Der Sternwanderer“ von ihm sehr ans Herz legen – ein Märchen für Erwachsene.

Fazit

Eine wunderbare Erzählung über ein Mädchen, dass seinen Mut beweist, über die Kraft, die in uns steckt. Wie das im Buch vorangestellte Zitat schon sagt: Märchen sind mehr als nur wahr. Nicht weil sie uns sagen, dass Drachen existieren, sondern weil sie uns sagen, dass man Drachen besiegen kann.

Funfact: Wer den Film zuerst gesehen hat und den Nachbarsjungen Wyborn im Buch vermisst: Dieser wurde nur erfunden, damit Coraline nicht die ganze Zeit in Selbstgesprächen versunken ist.

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[Rezension] Jonas Hassen Khemiri – Alles, was ich nicht erinnere

Alles was ich nicht erinnere von Jonas Hassen Khemiri

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 13.03.2017

Verlag: DVA

ISBN: 9783421047243

Fester Einband 336 Seiten

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[…] aber alles was man sieht, ist dieses glatte Gesicht, dieser falsche Körper, der niemals ein echtes Gefühl gespürt hat, der niemals einen Wutausbruch hatte, ohne vorher darüber nachzudenken, der niemals jemanden geküsst hat, ohne daran zu denken, wie der Kuss von außen aussieht, der immer noch rumläuft und darauf wartet, dass das Gefühl irgendwann über die Kontrolle siegen wird […] (S.307)

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Inhalt

Samuel ist tot. Doch warum musste er sterben? War es ein Unfall oder war es bewusster Selbstmord? Ein Schriftsteller geht der Geschichte seines Lebens, seiner letzten Tage nach und befragt die Menschen, die ihn am besten kennen sollten. Seine Mutter. Seine Jugendfreundin. Seinen Freund und Mitbewohner. Seine große Liebe. Wer war Samuel eigentlich? Was trieb ihn dazu, das Auto an einen Baum zu steuern? Wollte er sein Erfahrungskonto auffüllen, oder geriet der Wagen nur ins Schleudern? Wer trägt die Schuld?

Rezension

Ein Buch mit einem interessanten, außergewöhnlichen Stil. Die Sprache ist recht einfach gehalten, umgangssprachlich und teilweise nicht ganz grammatikalisch korrekt. Aber das macht es gerade so authentisch, schließlich soll der Eindruck entstehen, dass man Aufzeichnungen lauscht, Gesprächen.
Das Buch ist in 3 Teile geteilt, diese in Kapitel und diese wiederrum in kurze Abschnitte und nun kommt das außergewöhnliche: Die kurzen Abschnitte wechseln immer wieder die Perspektive, mal kommt der Nachbar zu Wort, mal jemand aus dem Pflegeheim. Nur Vandad erzählt seine Geschichte von Anfang bis Ende.

Die Geschichten verlaufen nie ganz parallel, gerade wenn Laide und Vandad erzählen, bekommt man einmal eine grobe Zusammenfassung der Geschehnisse und hinkt mit den Details der anderen hinterher. Außerdem werden Dinge anders interpretiert, anders dargelegt, manches ist widersprüchlich. Und doch ist genau das dieser Lesesog, der sich Seite für Seite ausbreitet. Wer war Samuel, was hat er gedacht, was hat er gefühlt? Und wie unterschiedlich kann ein einzelner Mensch wahrgenommen werden?

Laide und Vandad geben sich gegenseitig die Schuld am Tod von Samuel. Scheinbar sind sie sich nicht bewusst, dass sie beide dazu beigetragen haben, dass sich Samuel unverstanden und verlassen fühlt. Aber ob das reicht, um sein Leben zu beenden? Und was ist mit seinen Gedächtnislücken? Vielleicht ist Samuel einfach ein Mensch, der mit dieser Welt nicht zurecht kommt, der jemand sein will, der er nicht ist. Deswegen passt er sich auch immer an seine Mitmenschen an, ist nicht eigenständig präsent, immer angepasst, immer so, wie er denkt, dass andere ihn brauchen. Vielleicht war das alles einfach zu viel.

Am Ende findet sich ein Kapitel, in dem Samuel zu Wort kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob das, was wir lesen können, wirklich aus Samuels Sicht geschrieben ist, oder ob der Schriftsteller im Buch nur versucht, einen Ansatz in Samuels Gedanken zu bringen. Aber es hat den Menschen ein wenig näher gebracht, auch wenn er immer noch relativ konturlos wirkt.

Fazit

Ein interessantes, kluges Buch, welches unsere Sicht auf den Menschen versucht zu beleuchten. Wie gut kennen wir jemanden, wie gut kennen wir uns selbst? Absolute Leseempfehlung!


Vielen Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den DVA-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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Mittendrin Mittwoch #17 – Wer war eigentlich Samuel?

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Einen wunderschönen guten Morgen, meine Lieben! 🙂

Es ist soweit, der Mittwoch ist da und die Reise in ein neues Buch geht weiter. Morgen ist ja Feiertag, da fühlt sich der Mittwoch doch fast wie ein kleiner Feiertag an, oder? Heute nehme ich euch mit nach Schweden, zu Samuel. Oder zumindest den Erinnerungen an ihn, denn wer war Samuel eigentlich?

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Die Klientin bedankte sich bei Samuel, Samuel bedankte sich bei der Dolmetscherin, alle schüttelten Hände und sagten Tschüss, und anstatt die ganzen Fragen zu stellen, von denen er gehofft hatte, dass sie sich ergeben würden (wer bist du, wo wohnst du, woher kommst du, was ist dein Lieblingstee, was ist deine persönliche Definition von Liebe, wann sehen wir uns wieder und wie ist deine Telefonnummer), zog Samuel seine Passierkarte durch und fuhr mit dem Fahrstuhl wieder rauf in sein Zimmer. (S.111)

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Es ist ein interessantes Projekt, dass dieses Buch darstellt. Zusammen mit einem Schriftsteller versuchen wir den letzten Tag von Samuel zu rekonstruieren, denn Samuel ist tot. Wir befragen Menschen, die mit ihm zutun hatten, nicht nur seine Mutter, sondern auch Nachbarn, Freunde, Arbeiter im Heim seiner Großmutter usw. Jeder erinnert sich an etwas über ihn, manchmal nur Kleinigkeiten, aber Stück für Stück setzt sich der Mensch Samuel zusammen. Was hat ihn dazu gebracht, sich umzubringen? Oder war es am Ende gar kein Selbstmord? Was ist geschehen?

Alles was ich nicht erinnere von Jonas Hassen Khemiri

Und, was liest du gerade?


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥