[Bücher-abc] – D wie Dichten

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Guten Morgen! 🙂

Die wunderbare Elizzy hat eine neue Aktion auf ihrem Blog readbooksandfallinlove gestartet, bei der ich sehr gern dabei bin. Immerhin ist diese Aktion wieder so ein Freifahrtsschein für jede Menge Buchempfehlungen! 🙂

Beim Bücher-ABC geht es darum, für den jeweiligen Buchstaben einen Autor zu benennen, ein Buch und einen Schreibtipp für die Blogger und Autoren unter uns.

Heute dreht sich alles um den Buchstaben D. Auf geht’s!

Der Autor

Hier möchte ich euch unbedingt Charles Dickens ans Herz legen. Der englische Schriftsteller zählt zu den ganz Großen der Weltliteratur. Kein Weihnachten vergeht bei uns daheim, ohne dass nicht mindestens eine Version seiner Weihnachtsgeschichte gesehen wird. In der elterlichen Bibliothek findet sich eine wunderschöne alte Ausgabe seiner gesammelten Weihnachtsgeschichten, die ich jedem nur empfehlen kann. Da der Sommer jedoch gerade erst vor der Tür steht, kann man auch erst einmal zu einem seiner anderen großartigen Werke wie Oliver Twist oder David Copperfield greifen. 🙂

Das Buch

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Hier hätte ich prima schummeln können, schließlich fangen die meisten Bücher mit einem Artikel an 🙂 Ich habe mich allerdings für einen Kurzroman entschieden von Daniel Kehlmann. Du hättest gehen sollen hat mich auf nur 96 Seiten unheimlich fasziniert, war dicht und atmosphärisch geschrieben und ließ am Ende eine leichte Gänsehaut auf meinen Armen entstehen.

Der Schreibtipp

D wie Dichten

Warum nicht mal eine neue Form der Texte ausprobieren? Mit Worten spielen, Bedeutungen hin und herwerfen. Gedichte müssen sich nicht immer reimen, man kann seinem Geist auch einfach den Raum lassen, um sich einmal frei zu entfalten, gerne auch völlig abseits der normalen Schriftform. Anaphern und Alliterationen ausprobieren, Metaphern finden, den eigenen Stil erweitern. Probiert es aus, vielleicht habt ihr ja Spaß dran.

 schnörkel

Das Bücher-ABC im Überblick!

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Mittendrin Mittwoch #18 – Von geheimen Gesellschaften

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Ihr Lieben!

Die große Hitze ist scheinbar erstmal vorbei, wir können endlich wieder durchatmen hier in Leipzig.  Also mir fällt Lesen ja bei zu großer Wärme irgendwie schwer, ne. Wie geht’s euch dabei? Schaltet da euer Kopf ab oder ist euch Hitze völlig einerlei?

Nun aber ab ins aktuelle Buch mit uns!

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Ich habe ewig gebraucht, um an die Akten zu kommen“, begann er. „Ich habe behauptet, du würdest eine Arbeit über Studentensuizide schreiben, und ich hätte nicht gedacht, dass es deswegen Probleme geben würde, solche Anfragen bekommen wir ständig. Also habe ich wie üblich die nötigen Papiere ausgefüllt.“

Er machte eine Pause, und seine blauen Augen sahen sie eindringlich an.

„Am nächsten Morgen werde ich zum Inspektor gerufen. Er nimmt mich eine halbe Stunde ins Kreuzverhör. (S. 274)

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Es handelt sich um Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald, ein Buch, das sich mit der tatsächlich existierenden Geheimgesellschaft in Oxfords College Raleigh beschäftigt. Cassie bekommt eines Tages ein Paket mit einer geheimnisvollen Nachricht zugesendet, die an ihre vor Jahren verstorbene Mutter gerichtet ist. „Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.“ Von Neugier gepackt, reist Cassie Blackwell nach England, um mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden.

Die Schule der Nacht von Ann A McDonald

Und, was liest du gerade?


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

Monatsrückblick auf den Mai

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Ihr Lieben!

Der Mai ist vorbei, die Temperaturen auf dem Höhepunkt. Hin und wieder ist es schon zum Lesen zu warm, aber wir wollen ja nicht meckern – schließlich ist es auch bald schon wieder zu kalt zu Allem. 😀

gelesene Bücher im Mai

 

Ein gemischter Monat. 3 Märchen habe ich nebenher verschlungen, und auch so hatte ich einige interessante Bücher dabei.  Die Rezensionen dazu findet ihr nochmals hier zum Nachlesen:

Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve – Die Schöne und das Biest
Christoph Ransmayr – Die letzte Welt
Hans Christian Andersen – Die kleine Meerjungfrau
Henning Mankell – Die schwedischen Gummistiefel
Matthias Oden – Junktown
Monatshighlight: Frank Baer – Die Magermilchbande
Jonas Hassen Khemiri – Alles, was ich nicht erinnere
Neil Gaiman – Coraline

 

Die SuB-Kurve

01.05.2017 – 116 Bücher auf dem SuB

01.06.2017 – 117 Bücher auf dem SuB (Seit 2 Monaten bin ich gar nicht mal so schlecht. Es baut sich nichts ab, aber auch nicht mehr auf. 😀 )

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Warum ich das aufschreibe? Weil ich mir am Anfang des Jahres zum Ziel gesetzt habe, meinen SuB auf max. 80 gesenkt zu haben. 😓

Was noch?

Die liebe Elizzy von readbooksandfallinlove hat diesen Monat eine neue Aktion ins Leben gerufen – das Bücher-abc! Diesen Monat gab es schon die ersten Buchstaben dazu, hier könnt ihr gerne nochmal reinschauen 🙂


Wie war euer Lesemonat? Gibt es die erste Sommerflaute oder seid ihr zufrieden mit eurem Lesemonat? Erzählt’s mir gerne! 🙂

 

schnörkel

 

Montagsfrage – Bücherwelten

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Ihr Lieben!

Endlich wieder Montag!  … Öhm. Na ja. Aber immerhin gibt es eine neue Montagsfrage von Buchfresserchen Svenja zum Nachdenken und Beantworten.

Montagsfrage: Welche Bücherwelten magst du am liebsten und wieso?

Mich auf eine Welt festzulegen, das kann ich nicht. Der kurze Rundumblick bisher sagt mir, viele favoritisieren natürlich die Potter-Welt. 😀

Ich für meinen Teil lese am liebsten von Bücherwelten, die schon noch unsere Eigene ist, aber in der sich andere Welten öffnen können, in der es etwas magisches oder einfach zauberhaftes gibt. Die Welt muss für mich immernoch glaubhaft sein, aber ich möchte den Funken Hoffnung in mir halten, dass es auch in unserer Welt Wunder gibt. ♥

Wie sieht es bei euch aus, in welchen Bücherwelten fühlt ihr euch am wohlsten?

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[Rezension] Neil Gaiman – Coraline

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Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2005

Verlag : Heyne

ISBN: 978-3453503762

Flexibler Einband 176 Seiten

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schnörkel

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„Ich glaube, sie möchte etwas zum Liebhaben“, sagte der Kater. „Etwas, das nicht sie selbst ist. Vielleicht will sie auch etwas zum Essen. Bei solchen Wesen lässt sich das nur schwer beurteilen.“

(S.73)

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Inhalt

Coraline Jones ist mit ihren Eltern in ein neues Haus gezogen. Die Sommerferien sind lang, das Haus und seine Bewohner öde, die Eltern zu beschäftigt. Also begibt sich Coraline auf Entdeckungsreise und findet eine verschlossene Tür mitten in der guten Stube. Einmal geöffnet, verbirgt sich dahinter … exakt noch einmal ihr Haus. Nur, dass hier ihre „andere Mutter“ lebt. Und mit einem Mal ist Coralines Welt nicht mehr so, wie sie einmal war.

Rezension

Coraline war damals das erste Buch von Neil Gaiman, das ich von ihm las und seitdem wird dieses Buch mindestens einmal im Jahr von mir hervorgeholt. (Der Film ebenfalls, der ist nämlich genauso klasse!)

Ich liebe Coraline. Das kleine Mädchen, deren Namen all die Erwachsenen nicht richtig aussprechen können, beweist unglaublich viel Mut. Ihre Eltern aus den Fängen der „anderen“ Mutter zu befreien und zugleich die Seelen der toten Kinder zu suchen, erfordert Köpfchen und Herz.

Auch wenn ihre Eltern meistens keine Zeit für sie haben, so will sie doch diese behalten, anstatt in einer Welt zu leben, in der sie angeblich alles haben kann. Dadurch zieht sie die Wut der anderen Mutter auf sich und es beginnt ein Spiel auf Leben und Tod.
Der Kater, der ihr zur Seite steht, glänzt durch katzige Überheblichkeit, hilft ihr jedoch trotzdem gekonnt durch ihr Abenteuer.

Die Sprache ist einfach gehalten, es ist ja auch eigentlich für Kinder gedacht. Gaiman hat in „The View from the cheap Seats“ verraten, dass er eine Geschichte zuerst so schreibt, wie sie in seinem Kopf existiert und hinterher Freunde fragt, ob sie es als Kinder- oder Erwachsenenroman einschätzen. Wem die Sprache also zu wenig ist, dem kann ich Romane wie „Der Sternwanderer“ von ihm sehr ans Herz legen – ein Märchen für Erwachsene.

Fazit

Eine wunderbare Erzählung über ein Mädchen, dass seinen Mut beweist, über die Kraft, die in uns steckt. Wie das im Buch vorangestellte Zitat schon sagt: Märchen sind mehr als nur wahr. Nicht weil sie uns sagen, dass Drachen existieren, sondern weil sie uns sagen, dass man Drachen besiegen kann.

Funfact: Wer den Film zuerst gesehen hat und den Nachbarsjungen Wyborn im Buch vermisst: Dieser wurde nur erfunden, damit Coraline nicht die ganze Zeit in Selbstgesprächen versunken ist.

schnörkel

[Rezension] Jonas Hassen Khemiri – Alles, was ich nicht erinnere

Alles was ich nicht erinnere von Jonas Hassen Khemiri

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 13.03.2017

Verlag: DVA

ISBN: 9783421047243

Fester Einband 336 Seiten

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schnörkel

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[…] aber alles was man sieht, ist dieses glatte Gesicht, dieser falsche Körper, der niemals ein echtes Gefühl gespürt hat, der niemals einen Wutausbruch hatte, ohne vorher darüber nachzudenken, der niemals jemanden geküsst hat, ohne daran zu denken, wie der Kuss von außen aussieht, der immer noch rumläuft und darauf wartet, dass das Gefühl irgendwann über die Kontrolle siegen wird […] (S.307)

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Inhalt

Samuel ist tot. Doch warum musste er sterben? War es ein Unfall oder war es bewusster Selbstmord? Ein Schriftsteller geht der Geschichte seines Lebens, seiner letzten Tage nach und befragt die Menschen, die ihn am besten kennen sollten. Seine Mutter. Seine Jugendfreundin. Seinen Freund und Mitbewohner. Seine große Liebe. Wer war Samuel eigentlich? Was trieb ihn dazu, das Auto an einen Baum zu steuern? Wollte er sein Erfahrungskonto auffüllen, oder geriet der Wagen nur ins Schleudern? Wer trägt die Schuld?

Rezension

Ein Buch mit einem interessanten, außergewöhnlichen Stil. Die Sprache ist recht einfach gehalten, umgangssprachlich und teilweise nicht ganz grammatikalisch korrekt. Aber das macht es gerade so authentisch, schließlich soll der Eindruck entstehen, dass man Aufzeichnungen lauscht, Gesprächen.
Das Buch ist in 3 Teile geteilt, diese in Kapitel und diese wiederrum in kurze Abschnitte und nun kommt das außergewöhnliche: Die kurzen Abschnitte wechseln immer wieder die Perspektive, mal kommt der Nachbar zu Wort, mal jemand aus dem Pflegeheim. Nur Vandad erzählt seine Geschichte von Anfang bis Ende.

Die Geschichten verlaufen nie ganz parallel, gerade wenn Laide und Vandad erzählen, bekommt man einmal eine grobe Zusammenfassung der Geschehnisse und hinkt mit den Details der anderen hinterher. Außerdem werden Dinge anders interpretiert, anders dargelegt, manches ist widersprüchlich. Und doch ist genau das dieser Lesesog, der sich Seite für Seite ausbreitet. Wer war Samuel, was hat er gedacht, was hat er gefühlt? Und wie unterschiedlich kann ein einzelner Mensch wahrgenommen werden?

Laide und Vandad geben sich gegenseitig die Schuld am Tod von Samuel. Scheinbar sind sie sich nicht bewusst, dass sie beide dazu beigetragen haben, dass sich Samuel unverstanden und verlassen fühlt. Aber ob das reicht, um sein Leben zu beenden? Und was ist mit seinen Gedächtnislücken? Vielleicht ist Samuel einfach ein Mensch, der mit dieser Welt nicht zurecht kommt, der jemand sein will, der er nicht ist. Deswegen passt er sich auch immer an seine Mitmenschen an, ist nicht eigenständig präsent, immer angepasst, immer so, wie er denkt, dass andere ihn brauchen. Vielleicht war das alles einfach zu viel.

Am Ende findet sich ein Kapitel, in dem Samuel zu Wort kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob das, was wir lesen können, wirklich aus Samuels Sicht geschrieben ist, oder ob der Schriftsteller im Buch nur versucht, einen Ansatz in Samuels Gedanken zu bringen. Aber es hat den Menschen ein wenig näher gebracht, auch wenn er immer noch relativ konturlos wirkt.

Fazit

Ein interessantes, kluges Buch, welches unsere Sicht auf den Menschen versucht zu beleuchten. Wie gut kennen wir jemanden, wie gut kennen wir uns selbst? Absolute Leseempfehlung!


Vielen Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den DVA-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

schnörkel

Mittendrin Mittwoch #17 – Wer war eigentlich Samuel?

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Einen wunderschönen guten Morgen, meine Lieben! 🙂

Es ist soweit, der Mittwoch ist da und die Reise in ein neues Buch geht weiter. Morgen ist ja Feiertag, da fühlt sich der Mittwoch doch fast wie ein kleiner Feiertag an, oder? Heute nehme ich euch mit nach Schweden, zu Samuel. Oder zumindest den Erinnerungen an ihn, denn wer war Samuel eigentlich?

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Die Klientin bedankte sich bei Samuel, Samuel bedankte sich bei der Dolmetscherin, alle schüttelten Hände und sagten Tschüss, und anstatt die ganzen Fragen zu stellen, von denen er gehofft hatte, dass sie sich ergeben würden (wer bist du, wo wohnst du, woher kommst du, was ist dein Lieblingstee, was ist deine persönliche Definition von Liebe, wann sehen wir uns wieder und wie ist deine Telefonnummer), zog Samuel seine Passierkarte durch und fuhr mit dem Fahrstuhl wieder rauf in sein Zimmer. (S.111)

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Es ist ein interessantes Projekt, dass dieses Buch darstellt. Zusammen mit einem Schriftsteller versuchen wir den letzten Tag von Samuel zu rekonstruieren, denn Samuel ist tot. Wir befragen Menschen, die mit ihm zutun hatten, nicht nur seine Mutter, sondern auch Nachbarn, Freunde, Arbeiter im Heim seiner Großmutter usw. Jeder erinnert sich an etwas über ihn, manchmal nur Kleinigkeiten, aber Stück für Stück setzt sich der Mensch Samuel zusammen. Was hat ihn dazu gebracht, sich umzubringen? Oder war es am Ende gar kein Selbstmord? Was ist geschehen?

Alles was ich nicht erinnere von Jonas Hassen Khemiri

Und, was liest du gerade?


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

 

[Bücher-abc] C wie Challenge

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Ein sonniges Hallo!

Das Bücher-abc geht in die nächste Runde!

Die wunderbare Elizzy hat eine neue Aktion auf ihrem Blog readbooksandfallinlove gestartet, bei der ich sehr gern dabei bin. Immerhin ist diese Aktion wieder so ein Freifahrtsschein für jede Menge Buchempfehlungen! 🙂

Beim Bücher-ABC geht es darum, für den jeweiligen Buchstaben einen Autor zu benennen, ein Buch und einen Schreibtipp für die Blogger und Autoren unter uns.

Heute also der Buchstabe C. (Da wirds schon schwieriger heute ^^)

Der Autor

Tadaaaaa, Auftritt meines liebsten Büchleins, Alice im Wunderland. Der Autor Lewis Carroll hat hier ein so breites Spektrum an Abstrusitäten, Kuriositäten und Wortspielen parat, dass es eigentlih überhaupt nicht mehr als Kinderbuch gezählt werden sollte. Übrigens gibt es hier eine wunderschöne neue Ausgabe mit Illustrationen von Benjamin Lacombe aus dem jacoby & stuart Verlag. ♥

Das Buch

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Das Buch, welches mir hierbei einfällt, ist ein ganz wunderbares: Cox von Christoph Ransmayr.

Der Inhalt ist schnell zusammengefasst. Der Uhrmacher Alister Cox und vier seiner Gehilfen aus England werden vom Kaiser von China in sein Reich gerufen, beautragt, die unterschiedlichen Läufe der Zeit darzustellen.

 Wie verläuft die Zeit für ein Kind? Wie für einen zum Tode Verurteilten?

Der Schreibtipp

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Für sich selbst zu schreiben ist super und wichtig, aber so ein kleiner Wettstreit mit anderen kann das eigene Verhalten durchaus positiv beeinflussen. Wie schreibt jemand anderes? Was kann ich vielleicht von ihm lernen? Kann ich das auch? Und selbst wenn man den anderen an sich vorbeiziehen sieht, hat man sich angestrengt, ist vielleicht motiviert aus seinem Schreibloch gekrochen und hat was getan. Und darauf kommt es doch an, oder? 🙂

schnörkel

Das Bücher-ABC im Überblick!

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Montagsfrage – Spoileralarm!

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Es ist wieder soweit, die liebe Svenja von Buchfresserchen hat uns eine neue Frage gestellt. Heute sehr interessant, denn hier gehen die Meinungen definitiv auseinander.

Wurdest du schonmal gespoilert? Hast du wegen eines Spoilers ein Buch mal nicht zu Ende gelesen?

Ich glaube, es ist in der heutigen Zeit doch ziemlich schwer, nicht hin und wieder gespoilert zu werden. Jeder redet über alles und – hoppsala – schon war da eine Information zu viel dabei. Macht mir in den meisten Fällen allerdings nicht viel aus, man will ja trotzdem noch wissen, wie es zu der besagten Szene kam. Ausnahmen sind Spoiler á la „Achtung, in Band 3 stirbt XY!“ 😮 Da bin ich dann wirklich bedient – da wartet man ja dann Seite für Seite darauf, dass genau das eintritt.

Spoileranekdote: Als ich damals „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett las, fragte mich mein Vater am Frühstückstisch (er hatte das Buch vor mir gelesen), ob ich denn schon an der Stelle wär‘, an der die Brücke brennt. Nein, war ich nicht. Aber nun habe ich auf diesen Brand gewartet. Und gewartet. Und gewartet. Und am Ende stellte sich heraus: Die Brücke brennt erst im zweiten Teil. 😀

Wie geht ihr mit Spoilern um? Stört euch das sehr oder spoilert ihr euch gerne auch mal selbst, indem ihr vorab die letzte Seite lest? Erzählt’s mir!

 

schnörkel

[Rezension] Frank Baer – Die Magermilchbande

Die Magermilchbande von Frank Baer

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Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.12.1989

Aktuelle Ausgabe : 13.03.2017

Verlag : Penguin

ISBN: 9783328100645

Flexibler Einband: 414 Seiten

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„Er drehte Adolf auf den Bauch und setzte sich so, dass er seine Füße im Schoß hatte. Die Fersen waren offen. Das waren keine Blasen mehr, auch keine abgelaufenen Blasen, da war schon die Haut unter den Blasen weggescheuert bis aufs Fleisch. Da schaute das rohe Fleisch heraus.“ (S.97)

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Inhalt

Wir begleiten eine Gruppe Kinder aus der KLV, der Kinderlandverschickung, gegen Ende des zweiten Weltkrieges.
Eines Tages müssen sie aus ihrer Unterbringung in Tschechien fliehen, die Kriegsfront ist nah. Anfangs geht auch alles gut. Doch Adolfs Füße machen nicht lange mit, die Schuhe sind zu eng und reiben, kaum geeignet für einen kilometerweiten Marsch.

Maxe und Peter bleiben bei ihm, wollen mit den Nachzüglern ihrer Schule wieder aufschließen. Doch die Nachzügler kommen nicht und so müssen sich die drei allein nach Deutschland, in ihre Heimat Berlin, durchschlagen. Unterwegs lesen sie außerdem noch Tillie und Bille auf. Zu fünft begeben sich die Kinder auf einen langen Weg, immer entlang am Rande des Hungertodes und des Wahnsinn des Krieges.

Rezension

Der Einstieg in das Buch fällt leicht, wir dürfen einige Aufzeichnungen aus Billes Tagesbuch lesen. Herzerfrischend geschrieben, die Schrecken des Krieges kindgleich wegwinkend, authentisch. Ich gebe zu, ich hatte anfangs ein wenig Ferienheimstimmung im Herzen, bin gedanklich immer wieder in ein Deja Vue des Doppelten Lottchens abgedriftet (des alten Filmes, keiner dieser Neumodischen). Doch das ändert sich schnell, denn die Lage spitzt sich zu. Die Kinder müssen weg, raus aus ihrem sicheren Lager, müssen zurück nach Deutschland gebracht werden und dabei fährt doch fast kein Zug mehr!
Als sie sich Stück für Stück von ihren Habseligkeiten trennen müssen, wurde mir selbst ganz schwer ums Herz. Als Adolfs Füße nicht mehr weitergehen können und er zurückbleiben muss, litt ich mit ihm mit. Maxe und Peter bleiben bei ihm, wollen später den anderen hinterher, was sich als aussichtslos erweist.

Man kann sich nur schwer vorstellen, wie es in einer Zeit sein muss, in der man abgeschnitten von der Welt und mutterseelenallein unterwegs ist. Keine Post, kein Telefon, nichts, was dich mit deinen Liebsten daheim in Verbindung bringen kann. Niemand weiß, wo du dich befindest. Diese Unsicherheit, nicht zu wissen, wo die anderen sind, ob es ihnen gut geht, ob sie überhaupt noch leben.

Mit Tillie und später auch Bille, deren Tagebuch wir in Abständen weiter verfolgen, kommt neues Leben in die Jungenbande. Doch egal, wo sie hinkommen, überall müssen sie sich durchschlagen, sind am Ende ihrer Kräfte, immer hungrig, nie Zuhause. Das Ende des Buches hat mich sehr traurig gestimmt. Mit der Zeit ist die Gruppe zerrissen, einige bleiben zurück, einer läuft weg. Das Schicksal von Maxe erfährt man nur noch aus einem letzten Absatz in Billes Tagebuch.

Die Protagonisten sind bunt gemischt, alle haben sie Eigenschaften, die man lieben kann, alle sind menschlich, niemand ist das Vorzeigeobjekt, das Kind ohne Fehl und Tadel. Das machte sie mir auf unterschiedliche Art und Weise sehr sympathisch. Der Schreibstil ist wundervoll. Weder blumig noch bedeutungsschwanger oder mit erhobenem Finger werden die Schrecken der letzten Kriegstage erzählt. Die Tagebucheinschübe lockern das ganze zusätzlich auf und bringen eine sehr persönliche Note in die Geschichte.

Fazit

Ein großartiges Buch über eine lange Reise, von Freundschaft und Zusammenhalt, vom Erwachsenwerden müssen, von Schrecken und Gefahren der Kriegszeit und den immer begleitenden Gedanken an Zuhause. Jetzt schon ein Jahreshighlight bei mir!

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„Wenn sie einmal nicht geht, geht sie nie mehr. Die ist hin. Völlig ungefährlich.“ Er warf sie in die Höhe, fing sie wieder auf. Dann holte er weit aus und warf sie in hohem Bogen flußabwärts, dass sie fast bis zum Waldrand flog. Sie sahen, wie sie zwischen den Uferbüschen aufschlug, sahen, wie etwas durch die Zweige fetzte, sahen die Explosion, noch bevor sie den Knall hörten, und das jaulende Surren der Splitter.“ (S.267)

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Vielen Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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