[Bücher-ABC] – A wie Anfang

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Die wunderbare Elizzy hat eine neue Aktion auf ihrem Blog readbooksandfallinlove gestartet, bei der ich sehr gern dabei sein möchte. Immerhin ist diese Aktion wieder so ein Freifahrtsschein für jede Menge Buchempfehlungen! 🙂

Beim Bücher-ABC geht es darum, für den jeweiligen Buchstaben einen Autor zu benennen, ein Buch und einen Schreibtipp für die Blogger und Autoren unter uns.

Starten wir also, wie könnt es anders sein, mit dem A.

Der Autor

Ich KÖNNTE jetzt natürlich wieder meine geliebte Kate Atkinson hervorheben, doch vielleicht ist die noch zu frisch im Gedächtnis geblieben, weshalb ich mich kurzerhand umentschieden habe.

Ben Aaronvitch ist für mich ebenfalls immer wieder einen Tipp wert. Mit seiner Zauberlehrling-Reihe rund um Constable Peter Grant ist er immer wieder ein rasanter Lesetip durch das magische London.

Das Buch

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Hier fällt mir ein ganz wunderbares Buch ein, dass ich Anfang des Jahres gelesen habe: Giovanni Montanaro – Alle Farben der Welt. Ein Buch in Briefform mit einer außergewöhnlichen Sprache über das Leben eines Mädchens, dass sich selbst verloren hat.

Der Schreibtipp

A wie Aller Anfang ist schwer

Manchmal sitzt man da und das weiße Blatt, das leere Dokument ängstigen dich. Was sollst du schreiben, wie sollst du anfangen und lohnt sich das überhaupt? Ja, es lohnt sich immer und ganz besonders für dich selbst. Jede Zeile, die du schreibst, bringt dich deinem Ziel ein Stück näher. Und ist der Anfang einmal gemacht, schreibt es sich meistens wie von allein. 🙂

 schnörkel

Das Bücher-ABC im Überblick!

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Neuzugänge für den Mai

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Es ist schon etwas her, seit ich meine letzten Neuzugänge präsentiert habe – es wird also mal wieder Zeit! Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich kein Buch entdecke, welches ich lesen möchte, kaum ein Tag, an dem ich nicht ein neues Buch ordere, vormerke oder wenigstens von weitem anhimmele. Hier also eine kleine Auswahl der letzten Tage, die mein Herz höher schlagen lässt 🙂

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978-3-426-51513-6.jpg.30711940  M. R. Carey – Die Berufene

Die zehnjährige Melanie hat eine Gabe: Ein ­Parasit, der die Menschen in brutale Tötungsmaschinen verwandelt, die »Hungernden«, macht ihr nichts aus. Schwer bewacht leben sie und andere infizierte Kinder auf einer entlegenen Militärbasis, wo sie sich täglich grausamen Tests ausgesetzt sehen. Sie wissen nicht, warum sie gefangen gehalten werden. Sie wissen nicht, warum sie nicht spielen dürfen.
Die undurchsichtige Wissenschaftlerin Dr. Caldwell weiß es sehr wohl: Sie ist fest entschlossen, den Schlüssel zur Rettung der Überlebenden zu finden, und schreckt auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück. Doch bevor Melanie ihren Experimenten zum Opfer fällt, rückt die Armee der »Hungernden« auf die Militärbasis zu. Wie gefährlich sind die Kinder wirklich? Und für wen?

Durfte darum bei mir einziehen: Ich hatte das Buch schon eine Weile im Blick, doch als ich dann die wirklich ausführliche Rezension von liveyourlifewithbooks las, musste ich es einfach haben.

 

Bjerg_Auerhaus_U1.inddBov Bjerg – Auerhaus

Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth – School – Work – Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf – unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.

Durfte darum bei mir einziehen: Es war eindeutig ein Cover-Griff in der Buchhandlung. Der Klappentext hat mich dann vollends überzeugt.

Einmal einen Stadtbesuch auswärts machen, schon ein Buch mit nach Hause schleppen. Wir haben ja hier keine Buchhandlungen in Leipzig ^

 

Niah Finnik – Fuchsteufelsstill47166893-00-00

Die siebenundzwanzigjährige Juli steht mitten im Leben – manchmal sogar ein bisschen zu sehr. Sie ist Autistin und jeder Tag bedeutet eine gewaltige Masse an Emotionen, die es zu meistern gilt. Als Juli nach einem missglückten Suizidversuch auf eine psychiatrische Station kommt, trifft sie dort auf die überschwänglich-herzliche Sophie und auf Philipp, der mal mehr und mal weniger er selbst, aber stets anziehend für Juli ist. Die drei nehmen Reißaus und verbringen ein gemeinsames Wochenende, nachdem nichts mehr so ist wie zuvor.

Durfte darum bei mir einziehen: Bei einer Recherche zu Büchern mit psychologischem Hintergrund fiel mir dieses Buch ins Auge und wenig später auch in den Warenkorb.

 

u1_978-3-10-062908-1.54124765Christoph Ransmayr – Morbus Kitahara

»Der Friede von Oranienburg« ist der Name für die Jahre und Jahrzehnte nach einem großen Krieg. Aber dieser Name bezeichnet keine Epoche des Wiederaufbaus, sondern eine der Sühne, der Vergeltung und Rache. Nach dem Willen der Sieger sollen die geschlagenen Feinde aus den Ruinen ihrer Städte und Industrien zurückkehren auf die Rübenfelder und Schafweiden eines vergangenen Jahrhunderts. Drei Menschen begegnen sich im Moor, einem verwüsteten Kaff an einem See im Schatten des Hochgebirges. Ambras, der »Hundekönig« und ehemaliger Lagerhäftling, wird Jahre nach seiner Befreiung Verwalter jenes Steinbruchs, in dem er als Gefangener gelitten hat. Verhasst und gefürchtet haust er mit einem Rudel verwilderter Hunde im zerschlissenen Prunk der Villa Flora. Lily, die »Brasilianerin«, die Grenzgängerin zwischen den Besatzungszonen, die vom Frieden an der Küste des fernen Landes träumt, lebt zurückgezogen in den Ruinen eines Strandbades. An manchen Tagen aber steigt sie ins Gebirge zu einem versteckten Waffenlager aus dem Krieg, verwandelt sich dort in eine Scharfschützin und macht Jagd auf ihre Feine. Und Bering, der »Vogelmensch«, der Schmied von Moor: Er verlässt sein Haus, einen wuchernden Eisengarten, um zunächst Fahrer des Hundekönigs zu werden, dann aber dessen bewaffneter, zum Äußeren entschlossener Leibwächter. Doch in diesem zweiten Leben schlägt ihn ein Gebrechen, ein rätselhaftes Leiden am Auge, dessen Namen er in einem Lazarett erfahren soll: »Morbus Kitahara», die allmähliche Verfinsterung des Blicks.

Durfte darum bei mir einziehen: Ransmayr. Was soll ich dazu noch sagen. Ich mag seinen großartig poetisch-bildgewaltigen Stil, seine Art Sprache zu verwenden. Ich mag es, wie er Welten erschafft und sie untergehen lässt. Außerdem wurde mir dieses Buch von ihm mit den Worten „Ein Wahnsinnsbuch“ ins Herz genagelt. Und ich bin doch immer so anfällig für Tipps. 🙂

schnörkel

 

 

 

Montagsfrage – Besonders schön!

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Ihr Lieben,

es wird mal wieder Zeit für die Montagsfrage von Svenja von Buchfresserchen! Heute lautet die Frage:

Besitzt du eine (oder mehrere) Schmuckausgabe/n von bestimmten Büchern?

Da ist die Frage doch direkt auf mich zugeschnitten. Ich LIEBE Schmuckausgaben! Ganz besonders groß ist mein Entzücken bei sämlichen Ausgaben, die sich mit Alice im Wunderland befassen – meinem absoluten Lieblingsbuch auf alle Zeit.

Die Ausgaben aus dem Verlag Jacoby & Stuart, illustriert von Benjamin Lacombe, sind so ein Schmuckstück in meinem Regal.

 

Blättert unbedingt mal durch diese wunderschönen Ausgaben!

Außerdem sind hier die absolut fantastischen Ausgaben aus dem Coppenrath Verlag zu nennen. Die Schöne und das Biest (für meine Rezension bitte hier entlang) zB, die durch interaktive Buchkunst besticht.

 

 

Außerdem liebe ich Märchenbücher. Märchenbücher, die die altbekannten Geschichten neu illustrieren. Davon habe ich nun auch schon das ein oder andere Schmuckstück gesammelt, aber die Ausgabe der kleinen Meerjungfrau aus dem Wunderhaus Verlag muss ich doch noch einmal hervorheben. 🙂


Wie ist’s bei euch? Habt ihr Schmuckausgaben oder sagt ihr, das Aussehen ist euch einerlei – hauptsache der Inhalt stimmt?

[Rezension] Christoph Ransmayr – Die letzte Welt

 

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Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.04.1991

Verlag : S. FISCHER

ISBN: 9783100629395

Fester Einband 288 Seiten

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„Grau und kalt stand Battus in Famas Laden,

eine mit Lavendel und Steinbrechnelken geschmückte Drohung, dass die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit vielleicht für immer verloren war.“ (S.221)

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Inhalt

Ovid, der Dichter Roms, wird in die Verbannung geschickt, nachdem er bei einer öffentlichen Rede nicht dem Imperator Roms seine Huldigungen überbrachte. Er verbrennt sein Meisterwerk der Metarmophosen und bricht auf an das Ende der Welt, nach Tomi.
Nach der Nachricht seines Todes, aus einem Gefühl der Pflicht, des bevorstehenden Ruhmes oder einfach der Langeweile heraus folgt ihm der Römer Cotta einige Zeit später, will den Dichter finden und sein Werk zurück nach Rom bringen.
In Tomi angekommen, findet er nichts als Schweigen vor. Die Menschen reden nicht über den Verbannten. Mit Mühe findet Cotta eines Tages den Weg ins Gebirge nach Trachila, dem letzten Wohnort des Dichters. Bereits hier vermischen sich Realität mit Mythos, denn Cotta findet die ersten Anzeichen der Metarmorphosen in seiner Welt.

Rezension

Christoph Ransmayr schreibt in einem sehr bildgewaltigen Stil, der zwar nicht als einfach zu bezeichnen ist, jedoch auf mich einen tiefen Sog der Faszination ausübt. In Die letzte Welt vermischen sich Traum und Wirklich, Realität mit Mythos.

Mir sind die Metarmorphosen des Ovid zwar ein Begriff, doch gelesen habe ich bisher keinen Band dieses Epos. Und doch fühlt man sich schnell heimisch, erkennt die Geschichten wieder, die sich in der römischen Mythologie verbergen.

Cotta begibt sich auf die Reise nach dem verschollenen Buch, doch wissen wir, dass dieses Buch nicht verschollen ist in der Realität. Möglicherweise (und das ist nun nur mein Interpretationsstandpunkt) ist der Römer nicht wirklich in Tomi, der eisernen Stadt am Meer. Vielleicht ist er gefangen in den Seiten dieses Buches. Denn als er in Tomi von Bord des Schiffes geht, verschmilzt seine Welt mit der, die uns Ovid in seinen Dichtungen näher bringt. Menschen verwandeln sich in Steine oder Vögel, der Weltuntergang naht und die Natur beginnt, den Menschen von der Oberfläche zu tilgen. Auch spielt Ransmayr gekonnt mit der uns bekannten Realität. Es ist, als würde Cotta in einer Parallelwelt leben. Auf der einen Seite lebt er im – wie es scheint – antiken Rom, welches vom Imperator Julius Caersar beherrscht und regiert wird – andererseits gibt es in dieser Welt bereits Mikrophone, Antennen, Busse und Filmvorführungen. Wie das zusammenpasst? Gar nicht. Und doch nimmt man es beim Lesen hin und gerät selbst immer mehr in diese andere Welt, in eine, die sich nur hinlänglich von unserer unterscheidet.

Vielleicht ist es eine Reise zu sich selbst, denn das Buch hat ein sehr offenes Ende, ein Ende, welches mich sehr ratlos zurückgelassen hat.

Sehr aufschlussreich fand ich, als Nichtkenner der Metarmorphosen, dass am Ende des Buches ein Glossar angefügt ist, in dem Ransmayr seine Figuren mit denen der Metarmorphosen vergleicht und tatsächlich: die Geschichten und Schicksale ähneln sich. So war es doch sehr spannend zu erleben, wie diese Figuren aus der einen in die anderen Welt gebracht wurden, wie Cotta sie kennengelernt hat, obwohl sie vermeintlich nicht existieren.

Fazit

Kein Buch für nebenher, vielmehr ein Buch zum Nachdenken. Es überzeugt durch seine wunderbare Sprache und seine Bilder und wer sich für die römische Mythology interessiert, wer ggf. die Metarmorphosen bereits gelesen oder in ihnen geblättert hat, dem kann ich hierzu nur raten.

schnörkel

[Rezension] Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve – Die Schöne und das Biest

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Erscheinungsdatum Erstausgabe:02.03.2017

Verlag: Coppenrath

ISBN: 9783649624745

Fester Einband: 203 Seiten

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„Ich warne dich noch einmal“, sagte das Biest,

„du darfst sie nicht täuschen, sie muss um das Opfer wissen, dass du von ihr verlangst.

Beschreibe ihr meine Gestalt, so wie sie ist.“ (S.34)

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Inhalt

Ein Mann gerät in die Fänge des verwunschenen Biestes, seine Tochter, die von allen nur die Schöne genannt wird, opfert sich für ihn, um ihn zu retten und verbringt fortan ihre Tage im Schloss des Biestes. Mit der Zeit lernen sie sich näher kennen, verlieben sich schlussendlich und der Fluch ist gebrochen. Das Biest ist ein verwunschener Prinz, die beiden heiraten und alle leben glücklich bis an ihr Lebensende.

So weit, so bekannt.

Aber wie, die Geschichte ist noch gar nicht zu Ende? Wer – wie ich vor dieser Lektüre – nur die Disneyvariante dieses Märchens kennt, dem sei gesagt: Es steckt noch so viel mehr dahinter! Eine gute Fee, eine böse Fee und vor allem: jede Menge Intrigen und Eitelkeiten.

Rezension

Man kann sich mein Erstaunen vielleicht denken, als ich feststellte, dass Disney eigentlich nur den Rahmen der Erzählung übernommen hat. Eben jene Schöne, die sich in ein Biest verliebt und einen Fluch damit bricht, der auf ihm liegt. Das Originalmärchen von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve geht weitaus tiefer.

Nachdem das Bekannte beendet ist, wird die Vorgeschichte des Biestes erzählt. Keine Fee klopfte an sein Schloss und erbat Einlass, der ihr verweigert wurde. Nein, vielmehr wurde ihr der junge Prinz anvertraut, um ihn zu erziehen und als die Zeit reif war, verliebte  sich die Fee in ihn und wollte ihn ehelichen – zum großen Verdruss des Prinzen und seiner Mutter, der Königin. Als ihr Antrag keine Zustimmung fand, verwandelte sie den Prinzen in ein Biest. All das ist das Resultat eines noch mehr in der Vergangenheit wurzelnden Unglücks, dass sich zwischen dem Bruder der Königin und der Schwester der guten Fee ereignete. Verwirrend? Es wird noch besser!

Auch die Geschichte der Schönen ist eine völlig andere. Wie sich im weiteren Verlauf  herausstellt, ist sie gar nicht die Tochter des Kaufmanns (auch nicht die des disney’schen Wissenschaftlers), sondern … Na, wer wäre ich, wenn ich euch das verraten würde? Richtig. Ein Unmensch.

Die Hintergründe der beiden, so viel sei verraten, sind dicht miteinander verwoben durch Intrigen und Flüche, durch Hoffnungen und Träume. Diese Liebe der Beiden ist weniger spontan entstanden als von langer Hand geplant. Vielleicht bin ich zu romantisch, aber dieses Konstrukt der großen Liebe, so wahrhaftig sie dann auch sein möge, hat mir meine verklärte rosarote Brille genommen. Auch fand ich die Betonung auf den Superlativen der „am Schönsten“, „am Klügsten“ und „am Tugendhaftesten“ hinlänglich enervierend mit der Zeit. Sei’s drum, es ist ein Märchen und dazu gehört nun einmal, dass die Kinder der Königshäuser in höchsten Tönen geschildert werden.

Nun aber zum für mich wichtigsten Aspekt: Die Gestaltung des Buches. Die neue Ausgabe aus dem Coppenrath Verlag ist bildschön! Mit sehr viel Liebe zum Detail, Papierkunst und wunderschönen Illustrationen im Stile der großen Märchenbücher von früher ist dieses Buch ein wahres Highlight im Bücherschrank. Man kann Dinge entfalten, man kann an Scheiben drehen und Geheimnisse entdecken, man kann etwas auf- und wieder zuklappen – kurzum: Man kann sich neben dem Text unglaublich gut unterhalten.

Fazit

Das Märchen hat viel mehr Tiefe und birgt mehr Geheimnisse in der Vergangenheit der beiden Protagonisten, als man vermutlich bisher kannte. Ein Genuss für jeden Märchenfreund, für jeden, der ein kleines Stück Kulturgut für sich haben möchte. In dieser großartigen Aufmachung ein absolutes Schmankerl. Etwas schnörkelig geschrieben, aber dafür ist’s schließlich ein Märchen geworden.

Randinformation

Im Coppenrath Verlag gibt es in ähnlicher Form bereits Peter Pan zu bestaunen und bald auch Das Dschungelbuch.

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Ich wusste nicht, wie sehr ich dich liebe, bis die Sorge um dich mir bewies, dass stärkere Bande als Dankbarkeit mich mit dir verbinden. (S. 105)

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Mittendrin Mittwoch #14 – Die Reise zur letzten Welt

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In der ersten Maiwoche nehme ich euch mit auf eine Reise in eine andere Zeit und in eine andere Welt. Begleiten wir den Römer Cotta ein Stück zusammen.

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Der Weg hinab zur Küste war mühsamer als der Aufstieg und voller Zweifel:

War es tatsächlich dieser im Schlagschatten einer Felsenzinne liegende Schuttkegel gewesen, den er auch am Nachmittag durchquert hatte? führte seine Route nicht doch über jene Halde, die dort drüben so weiß im Licht lag? Und was sich jetzt vor ihm auftat – war das die Schlucht, die er kannte oder nur ein Abgrund in die tiefste Nacht?

Manche Passagen seines Abstiegs waren Cotta so fremd, dass er sich schon verirrt glaubte und schließlich bereit war, in einer Felsnische auf den Morgen zu warten, als er in einem der alten Schneefelder endlich eine Spur fand, seine eigenen Fußstapfen, und ihnen bis an den Scheitel sanfterer Abhänge folgte. (S. 83)

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Christoph Ransmayr hat mit Die letzte Welt mal wieder ein Werk geschaffen voll poetischer, bildgewaltiger Sprache. Schon mit Cox konnte er mich für sich einnehmen, dieses Buch ist nun wieder genau so ein Schätzchen.

Der Römer Cotta macht sich auf den Weg, seinen Freund Ovid zu suchen, nachdem dieser in die Verbannung geschickt wurde ans Ende der Welt, nach Tomi. Der Dichter Ovid ist eine historisch belegte Person, sein Epos „Metamorphosen“ ist vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Es ist also etwas Reales, was hier erzählt wird, in einer Welt, die am Ende angekommen zu sein scheint. Vergangenheit gemischt mit Gegenwart, Mythos mit Realität.

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Und, was liest du gerade?


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

Rückblick auf den April

Da geht er dahin, der April. Wie doch die Zeit verfliegt! Nass war er. Sonnig auch. Den ersten Sonnenbrand hatte ich auch bereits abbekommen, der Sommer kann dann also langsam kommen!

gelesene Bücher im April

 

Diesen Monat habe ich es immerhin doch noch auf 7 Bücher geschafft, auch wenn es mir gar nicht so viel vorkam. Schuld daran ist wohl auch der lange Murakami, der mich 3 Wochen lang beschäftigt hat. Macht aber nichts,ich will ja nicht durch die Buchwelten etzen, sondern sie auch genießen.

Das Highlight im April war übrigens Anna Pfeffers Für dich solls tausend Tode regnen, ein Jugendroman, der es geschafft hat, mich zum lachen und zum weinen zu bringen.

Die Sub-Kurve

01.04.2017 – 116 Bücher auf dem Stapel

01.05.2017 – nach wie vor 116 Bücher auf dem Stapel

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Warum ich das aufschreibe? Weil ich mir am Anfang des Jahres zum Ziel gesetzt habe, meinen SuB auf max. 80 gesenkt zu haben. 😓

Neue Pforten

Privat werde ich mich in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Aktuell habe ich Kurse belegt, die mich zum Online-Redakteur ausbilden sollen – ich bin sehr gespannt darauf, auch, wie ich das neue Wissen evtl hier einfließen lassen kann!

Was noch?

2017_16-17_2_zweiDiesen Monat habe ich die abc-Etüden auf dem Blog von Irgendwas ist immer für mich entdeckt. Hier werde ich wohl auch in Zukunft immer mal etwas schreiben und zum besten geben. 🙂

Mein eigenes Buch, an dem ich derzeit arbeite, ist im ersten Teil geschafft. Nun steht die große Überarbung an, mal sehen, wie weit ich im Mai dazu kommen werde.

 

 

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[Auslosung] Gewinnverkündung!

Ihr Lieben!

Von der Galopprennbahn geht’s direkt zur Auslosung! Eine Woche hattet ihr Zeit, um euch für das wunderbare Buch Die Unvollendete von Kate Atkinson zu bewerben und ihr habt euch wirklich zahlreich beworben! Dafür wollte ich mich zuerst einmal bedanken! Danke, danke, danke! 🙂

Eigentlich habe ich ein Video dazu gedreht, doch leider streikt da WordPress, so dass ich euch nur das Ergebnis präsentieren kann. Dabei hat man so schön meinen Hund im HIntergrund schnarchen gehört! 😮

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Lange Rede, kurzer Sinn: Herzlichen Glückwunsch

Lagoonadelmar! ♥

Meld dich doch bitte bei mir wegen deiner Adresse und dann geht das Päckchen so schnell wie möglich auf den Weg zu dir 🙂

Ihr anderen, nicht traurig sein, vielen lieben Dank für das Mitmachen und vielleicht kauft sich der ein oder andere das Buch ja trotzdem noch – Ursula hat es auf jeden Fall verdient. 🙂

Liebe Grüße!

Eure Gabriela

[Rezension] Michael Weins – Goldener Reiter

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 02.09.2013

Verlag: mairisch Verlag

ISBN: 9783938539286

Fester Einband 208 Seiten

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Wir fahren an meinem Haus vorbei. Meine Mutter steht in der Haustür. Die Haustür steht offen und meine Mutter steht in der Tür. Meine Mutter trägt ein weißes Hemd. Sie hat die Arme ausgebreitet. Ganz langsam fahren wir an meiner Mutter vorbei. (S.62)

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Inhalt

Jonas Fink ist noch ein Kind, als seine Mutter langsam den Verstand verliert. Es beginnt mit Kleinigkeiten, sie verhält sich nicht mehr, wie eine Mutter sich seiner Meinung nach verhalten sollte. Ihr Zustand verschlechtert sich rapide, bis Jonas keinen anderen Weg mehr sieht, als den Anstoß für einen Aufenthalt in der Nervenklinik Ochsenzoll zu geben. Nun ist sie eine Ochsenzoll-Mutter und er ein Ochsenzoll-Kind. Doch wie soll das Leben für einen Jungen weitergehen, der außer der Mutter niemanden hat, der sich um ihn kümmert?

Rezension

Der Schreibstil des Buches ist markant. Er ist knapp gehalten, stakkatoartig. Kurze Sätze in der Ich-Form sind aneinander gereiht und ergeben eine eigenartige Sogwirkung. Hat man sich einmal eingelesen, kommt man aus Jonas‘ Gedanken nicht mehr so leicht heraus. Immer, wenn ihm etwas widerfährt, was ihm Angst macht, was negative Gefühle in ihm auslöst, verliert er sich in Wiederholungen. Es scheint, als müsse er sich vergegenwärtigen, was da genau gerade passiert. Manchmal hat mich dieser Stil genervt, manchmal fand ich ihn großartig.

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Ich liege auf dem Bett. Es ist dunkel geworden. Ich bin allein im Haus. Ich weiß, dass ich allein bin. Ich kann es fühlen. Das Haus um mich herum fühlt sich allein an. Es hört sich allein an. Von unten kommt das Summen der Wärmepumpe. Die Wärmepumpe summt im Keller. (S.126)

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Nachdem Jonas‘ Mutter in die Klinik Ochsenzoll eingewiesen wurde, zieht er vorübergehend zu seinem Freund Mark und dessen Mutter. Er versucht, ein ganz normales Leben unter diesem fremden Dach zu leben, scheitert jedoch daran und fühlt sich beständig als Gast, der er ja auch nur ist. Irgendwann erfindet er eine Lüge und kehrt zurück in das verlassene Zuhause. Ein zwölfjähriger Junge, der plötzlich an der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsensein steht. Für das eine ist er zu alt und für das andere ist er zu jung. Er gibt sich Mühe, allein klarzukommen und wehrt fremde Hilfe ab. Er wünscht sich, sich jemandem mitteilen zu können, doch nach außen hin führt er ein normales Leben. Er verbringt Zeit mit seinen Freunden, verliebt sich.

Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch frei und allein zu sein und dem Wunsch, dass jemand für ihn da ist, dass jemand ihn beschützt, macht er sich selbst Vorwürfe und denkt, dass er Schuld an dem geistigen Zustand seiner Mutter trägt. Auch suchen ihn immer wieder merkwürdige, surreale Träume und Visionen heim, in denen seine Umwelt brutal gesprengt wird. Diesen Aspekt hätte ich gern etwas ausführlicher gehabt. Ich hatte vermutet, dass Jonas selbst an einer psychischen Krankheit leidet, die diese Vorstellungen hervorrufen. Doch wir als Leser werden darüber im Unklaren gelassen, vielleicht weiß der Autor selbst nicht genau, was er damit andeuten will. Ich habe in einem Bericht gelesen, dass das Buch autobiographische Züge hat. Michael Weins‘ Mutter litt an einer psychischen Erkrankung. Vielleicht arbeitet der Autor mit diesem Buch seine Kindheit ein Stück weit auf.

Die Geschichte gefällt mir ganz gut, doch irgendwie war es mir teils zu zerstückelt. Gedanken, Träume und die schonungslose Realität wechseln sich ab und man bekommt manchmal nicht mit, was nun stimmt und was nicht. Das Ende ist recht frei gehalten, Jonas und seine Mutter feiern wiedervereint Sylvester miteinander. Doch gibt es eine Chance auf Heilung? Ich weiß es nicht.

Fazit

Verwirrend und doch zugleich tiefgründig. Wenn man sich an den Stil gewöhnt hat, ist es ein sehr eindringliches Buch, welches einen durchaus gefangen hält. Nur fehlte mir an manchen Stellen der klare Blick, das warum.

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Reisegedanken

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit … ?

Am Wochenende geht es auf eine kleine Wochenendreise in das schöne Dresden mit meiner Freundin, ihrer Mutter und ebenfalls meiner Mutter. Ein bunter Frauenhaufen also. Die Tage sind so ziemlich verplant, Samstags Bummeln mit abendlichem Besuch der Staatsoperette, Sonntag dann eine ganztägige Schiffahrt von Dresden bis hinauf ins Königstein und wieder zurück. Abends geht es dann zurück ins heimatliche Leipzig.

Ihr seht, der Weg ist nicht weit, die Zeit begrenzt und trotzdem stell ich mir die Frage:

Nehme ich ein Buch mit oder nicht?

Wir tragen unser Gepäck die meiste Zeit mit uns rum, es wäre also ratsam, sich nicht allzu sehr zu beladen. Aber mein Herz blutet, wenn ich kein Buch zur Hand habe, SOLLTE ich die Zeit dazu haben. Einen eReader besitze ich nicht, das fällt also weg. Also was bleibt? Genau. Ein dünnes Buch. Eins, das sich in der Handtasche verliert und doch für mich da ist, wenn ich es brauche. Dann kann ich durchatmen. Nicht, dass ich mir am Ende noch ein Buch in Dresden kaufen müsste. 😀

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Wie händelt ihr das? Verzichtet ihr dann auf das Buch oder gebt ihr eurem Herzen nach? Fühlt ihr euch ohne Buch auch so leer wie ich? Verratet’s mir!

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