[Sachbuch-Tipp] Sophia Kimmig – Von Füchsen und Menschen

Spannender Einblick in die Arbeit einer Wildbiologin!

Werbung | Autor: Sophia Kimmig | Titel: Von Füchsen und Menschen |
Erscheinungsdatum: Septembert 2021 | Verlag: Piper / Malik |
255 Seiten | Genre: Sachbuch |

Bewertung: 4.5 von 5.

Ich trage eine Fuchsbrille. Eine Brille, die mich eine verborgene Welt sehen lässt, die ich ohne nicht bemerkt habe. Wenn ich mich durch die Stadt bewege, sehe ich sie. Überall.

(S.11)

Inhalt

Sophia Kimmig ist Wildbiologin. Sie lässt uns teilhaben an ihrer Zeit in einem Forschungsprojekts, das sich ganz den Füchsen verschrieben hat. Füchse, die in unseren Großstädten leben, fernab der freien Natur und immer den Beton unserer Straßen unter den Pfoten. Spannende Einblicke in ein angepasstes Leben – willkommen in der Fuchsstadt Berlin!

Rezension

Roter Pelz & Bernsteinaugen

Fragt man mich nach meinen Lieblingstieren, landet ein gewisser Rotpelz immer wieder auf dem Siegertreppchen. Füchse faszinieren mich schon lange, ihre nachgesagte Schlauheit, ihre Eleganz und auch der ach so typische Maussprung bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Nun durfte ich mich also mit der Wildbiologin Sophia Kimmig auf die Fersen dieser wilden Tiere machen, die doch immer mehr die Nähe des Menschen zu suchen scheinen.

Das Buch ist vor allem eines: kein reines Sachbuch. Vielmehr ist es ein liebevoller Reisebericht Kimmigs durch die Straßen Berlins, immer dabei ihre sogenannte Fuchsbrille. Und tatsächlich bekommt man innerhalb dieses Buches ein Gespür dafür, dass unsere wilden Nachbarn niemals weit entfernt scheinen. So begleiten wir die Autorin des Nachts, wenn sie ihre Fuchsfallen nach Tieren abklappert, stehen frierend und verdutzt dreinblickend da, wenn wir statt des erhofften Fuchses einen vollgefressenen Igel oder Waschbären vorfinden, freuen uns aber umso mehr für sie, wenn sie endlich einen Fuchs zu Gesicht bekommt. Sie erklärt genau, worauf es beim Besendern der Tiere für das Fuchsprojekt ankam, wie sie gemeinsam mit einer Tierärztin darauf achtet, dass der Eingriff in das Leben des Tieres kein großer ist, und dass das Tier samt neuem Halsband nicht in Schwierigkeiten gerät. So erhalten wir einen detaillierten Einblick in die Gewohnheiten der städtischen Füchse, ihre Wege und Ruheplätze.

Dabei streut sie viele interessante – und oftmals zum Lachen bringende – Fox Fun Facts ein, über die Eigenarten dieser faszinierenden Tiere und ihre Lebensweisen, so nah bei uns Menschen. Auch räumt sie Halbwissen aus dem Weg, erklärt zum Beispiel, dass Deutschland seit 2008 tollwutfrei ist und man deshalb diese Angst getrost beenden kann. Natürlich nicht, indem man dem Fuchs zu nah kommt, aber indem man ihn mit anderen Augen sieht. Fuchs und Mensch leben Seite an Seite, ein besonders anpassungsfähiges Tier, dass sich den Lebensraum in unserer heutigen menschengemachten Welt Stück für Stück zurückerobert.

Fazit

Ein interessanter Einblick in das Leben unserer wilden Nachbarn, und eine spannende Reise Seite an Seite mit einer Wildbiologin, die mit liebevollem Blick auf der Spur der Füchse wandelt.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Informationsgehalt ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 4.6 ★★★★★

Mehr Füchse in der Literatur

Daniel P. Manix – Fuchsspur
Sara Pennypacker – Pax

schnörkel

Herzlichen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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