[Im Gänsehaut-Fieber] Von Summsebienen und lebenden Puppen

Liebe Büchermenschen, liebe Gruselfreunde!

Während ich in den Geschichten von Stephen King den großen Horror suche, erinnere ich mich auch besonders gern an den kleinen Gruselspaß vergangener Tage. Als Kind habe ich mit großer Freude die Bücher von R.L. Stine verschlungen, heute sehne ich mich nach diesen Zeiten zurück.

Doch wieso eigentlich sehnen? Holen wir sie doch einfach wieder hervor, die alten Geschichten, die meinem jüngeren Ich einen Schauer über den Rücken jagen konnten. Tauchen wir gemeinsam ein in die Welt voller Gänsehaut!

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Band 7:
R.L. Stine – Es summt und brummt – und sticht!

Erscheinungsjahr: 1994
★★★☆☆

Körpertausch mit Folgen

Dieses Mal verfolgen wir den zwölfjährigen Gary Lutz. Lutz, den Trottel, der irgendwie keine wirklichen Freunde zu haben scheint. Von Mitschülern gepeinigt und gepiesakt, geht er auf eine Anzeige im Internet ein: Urlaub vom eigenen Selbst. Nach kurzem Zögern willigt er ein, seinen Körper mit einem anderen Jungen zu tauschen für eine ganze Woche. Doch bei der Übertragung seiner Seele passiert ein Unglück und er findet sich – bsss – wieder im winzigen Körper einer Biene. Ausgerechnet.

Aber am allermeisten Angst habe ich vor Bienen. Wenn du einen Imker als Nachbarn hast, gibt es unglücklicherweise immer Bienen um dich herum. Pelzige, krabbelnde, summende, stechende Bienen.

(S.8)

Es war weniger gruselig, als vielmehr spaßig mitzuerleben, wie Gary – als Biene genauso vom Pech verfolgt wie als Mensch – von einem Dilemma ins nächste schlittert. Pardon, summt. Dabei haben mir hier aber dann doch auch wieder ein paar Erklärungen gefehlt. Wie funktionierte das Gerät für den Körpertausch? Warum katapultierte es Gary in den Körper einer zufällig im Raum befindlichen Biene, wenn der Körper des Jungen, mit dem er tauschen sollte, gar nicht erst körperlich da war? Hätte sein Ich sonst einfach irgendwie anders den Weg gefunden? Und wieso konnte man das Experiment nicht rückgängig machen, als der Fehler auffiel? Fragen über Fragen, die leider offen blieben. Trotzdem war der Ausflug (haha) ein amüsanter Zeitvertreib.

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Band 8:
R.L. Stine – Die Puppe mit dem starren Blick

Erscheinungsjahr: 1993
★★★★★

Slappy vs. Mr Wood

Kommen wir nun zu dem Gänsehaut-Band, der mir den bisher größten Gruselspaß bereitet hat. Die Puppe mit dem starren Blick ist wohl einer der Bände, der unter Freunden der Serie besonders bekannt ist. Dabei hat mir meine Erinnerung einen gehörigen Streich gespielt! Denn in dieser ist es Slappy, der die Hauptrolle spielt, aber eigentlich ist es Mr Wood.

Mr Wer? Von Anfang an. Hier sind es Zwillingsschschwestern, die wir begleiten dürfen. Lindy und Kris, immer miteinander im Wettstreit. Eines Tages findet Lindy eine ausrangierte Bauchrednerpuppe, die sie kurzerhand mit nach Hause nimmt und auf den Namen Slappy tauft. Anfangs findet ihre Schwester das ganze Gehabe um Lindys neues Hobby noch reichlich blöd, aber nach und nach meldet sich ihr Neid und sie wünscht sich ebenfalls eine solche Puppe. Als dann Mr Wood bei ihnen einziehen darf, entbrennt natürlich erneut ein Wettstreit zwischen den beiden Schwestern. Wer ist die bessere Bauchrednerin?

Kris starrte aufmerksam in Slappys große Augen, die im Licht, das durchs Fenster hereinfiel, funkelten. Fast erwartete sie, dass er blinzeln oder seine Augen von einer Seite zur anderen rollen würde.

(S.27)

Doch schon früh fallen den beiden Mädchen Dinge auf, die unheimlich sind. Die Puppen bewegen sich, ändern ihren Gesichtsausdruck ein wenig, verschwinden. Alles nur ein fieser Streich oder gruselige Realität? Allein die Vorstellung, dass solch eine Holzpuppe – die meiner Ansicht nach generell immer ein wenig gruselig aussehen – sich von allein bewegen könnte, jagt mir tatsächlich Angst ein. Es erinnert mich an einen Ausflug in ein Clownsmuseum, bei dem solche Puppen an Schnüren von der Decke hingen und ich immer erwartet habe, dass eine von ihnen anfängt zu lachen. Oder schlimmeres.

Die Puppe mit dem starren Blick hat mich auf jeden Fall bestens unterhalten und ich freue erschaudere, bei dem Gedanken an ihre Rückkehr.

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5 Comments on “[Im Gänsehaut-Fieber] Von Summsebienen und lebenden Puppen

    • Ich habe damals auch mehr Fear Street gelesen, wahrscheinlich weil ich da auch schon ein klein wenig älter war. Aber die alten Gänsehaut-Bände (neu) zu entdecken, macht jetzt umso mehr Spaß! Und Fear Street wartet im Anschluss dann auf mich 😀

      Gefällt 1 Person

  1. Oh ja, Slappy! Sooooo gruselig! 😀
    Aber ich muss dir zustimmen, Mr. Wood war mir auch nicht mehr so präsent, wahrscheinlich weil er nicht mehr in den späteren Teilen auftaucht.
    Aber ein Clownsmuseum? Echt? Da würden mich keine 10 Pferde reinbekommen. Grrrr! 😉
    Ich bin jetzt bei Band 29 Hühnerzauber und habe mir sogar vor kurzem wieder einen fehlenden Band zugelegt. So langsam wächst meine Sammlung noch mehr an.
    Liebe Grüße
    Diana

    Gefällt 1 Person

    • Genau, und weil man ja mit dem Gesicht auf dem Cover doch irgendwie eher Slappy verbindet. 😀
      Oh schön, da kommst du ja auch stetig vorran =) Ein Glück sind die Bücher so dünn, da nehmen sie nicht ganz so viel Platz im Regal ein 😀

      Ha, ich hasse Clowns, aber das Museum war bei einer Museumsnacht irgendwie unser geheimer Endgegner. Na ja. Einmal und nie wieder. 😀

      Liebe Grüße!
      Gabriela

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Rückblick auf den Juni – Buchperlenblog

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