[Rezension] Joe Benitez – Lady Mechanika (4)

Zwei neue Geschichten in einem Band, Lady Mechanika wie man sie liebt!

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Werbung | Autor: Joe Benitez  | Titel: Lady Mechanika 4 |
Erscheinungsdatum: Oktober 2018 | Verlag: Splitter Verlag | 150 Seiten | Genre: Steampunk / Graphic Novel| Reihe: Band 4 von X |

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Die Schädel erinnern uns daran, dass wir am Ende alle dem Tod gehören. Unsere Zeit hier ist nur ein Ausflug. Eines Tages, wenn es der Herrin beliebt, kehren wir alle wieder an den Anfang zurück, an den Ort, den wir Tod nennen, wo wir wieder mit unseren Lieben vereint werden.

( S.84 | La Dama de la Muerte)anführung_oben

Inhalt

Lady Mechanika – halb Mensch, halb Maschine. Von ihrer Vergangenheit kennt sie nichts, aber sie weiß, dass sie den Hilflosen und Unterdrückten helfen muss. Band 4 vereint zwei neue abgeschlossene Geschichten um die mechanische Lady.

Rezension

Feinster Steampunk

Dass ich ein Fan der mechanischen Lady bin, ist kein großes Geheimnis mehr. Die Welt, die Joe Benitez erschaffen hat, fasziniert mit jedem Pinselstrich, mit jedem Zahnrad, mit jedem Kostüm. Wurden in den vorangegangen Bänden Geschichten immer wieder geteilt und angeschnitten, so findet man in Band 4 zwei neue und vor allem abgeschlossene Geschichten, die zum stundenlangen Verweilen einladen.

In Die verlorenen Jungen von West Abbey geht es um unfassbare Experimente, die an kleinen Straßenjungen durchgeführt werden. Ein Unbekannter versucht die Seelen der Kinder in mechanische Puppen zu überführen, um später seinem Herren zu Diensten sein zu können. Die zweite Geschichte La Dama de la Muerte befasst sich mit dem mexikanischen Brauch des Dia de los Muertos – dem Tag der Toten! Und – huihuihui – ich kann euch sagen, die Bilder haben es wieder in sich! Die Zeichnungen, so hart sie zuweilen auch wirken, so detailverliebt sind sie auch. Lady Mechanika glänzt wieder einmal in ihren viktorianischen Kleidern, vermischt mit allerlei steampunkoresken Verzierungen. Die mechanischen Puppen der ersten Geschichte gefielen mir so gut, dass ich zu gerne solch einen Teddy mein eigen nennen würde – natürlich ohne Kinderseele.

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Auch in der zweiten Geschichte sind die Kostümierungen wundervoll umgesetzt. Es gefällt mir, dass die Mythen einzelner Länder und Religionen aufgegriffen und verarbeitet werden. Auch gibt es wieder reichlich Action und schwarzen Galgenhumor. Nun warte ich sehnsüchtigst auf den nächsten Band, das nächste mechanische Abenteuer und darauf, endlich die Vergangenheit der Lady aufdecken zu können!

Fazit

Für Fans des Steampunk-Settings ein Muss, für alle anderen Comicfreunde jedoch ebenfalls eine absolute Leseempfehlung. Da die Geschichten hier abgeschlossen sind, kann man bequem einsteigen, ich rate jedoch trotzdem zu dem Genuss ab Band 1!

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Zeichnungen ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 5 ★★★★★

Weitere Bände:

Lady Mechanika 1&2 | Lady Mechanika 3

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6 Comments on “[Rezension] Joe Benitez – Lady Mechanika (4)

  1. Hey,

    dieses Comic muss ich mir unbedingt näher ansehen, denn schon jetzt lässt es mein kleines Steampunk-Herz höher schlagen.

    Viele liebe Grüße, Anja

    Gefällt 1 Person

  2. i Muy buenas, senora Gabriela.
    Die Geschichte um die versklavten Straßenkinder scheint mir eine kleine Homage an Charles Dickens zu enthalten. Anmerkenswert – dies zumal sich seit Dickens‘ Zeiten nicht wirklich viel verändert zu haben scheint.

    Bei dem einleitenden Zitat kam mir wieder einmal die Frage in den Sinn, wie durchdacht allgemeine Jenseitsvorstellungen eigentlich so sind. Eher diffus wenig, wenn ich mir vorstellen würde jemandem, den ich nicht wirklich mögen konnte, dort wieder zu begegnen. Oder sind dann alle Jenseits-Anwesenden plötzlich Mitglieder einer Friede-Freude-Eierkuchen-Komune?!
    🙂

    bonté

    Gefällt 1 Person

    • Hallo!
      Ich glaube, bei den Jenseitsvorstellungen geht es weniger um das durchdachte, denn um den generellen Glauben daran, dass es irgendwie weitergeht. Dass es nicht einfach so aufhört mit uns und denen, die uns nahe sind. Da blendet man auch aus, dass man im Jenseits auch die Ungeliebten wiedersehen könnte. 🙂

      Gefällt mir

  3. Pingback: Rückblick auf den Oktober – Buchperlenblog

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