[Rezension] Lucy Strange – Sisters of the Lost Marsh

Wunderbare Gothic Novel!

Werbung | Autor: Lucy Strange | Titel: Sisters of the Lost Marsh |
Übersetzung: / |
Erscheinungsdatum: 2021 | Verlag: chickenhouse |
266 Seiten | Genre: Gothic Novel |

Bewertung: 4.5 von 5.

Be sure the first girl marries well,
The second in the home to dwell.
A third maid can do little harm
If set to work upon the farm.
Four and five must both be wed,
Or six will bury you stone dead.

(S.1)

Inhalt

Sechs Töchter zu haben, ist in Hollow-in-the-Marsh ein Fluch, und zwar im wörtlichen Sinne. Der Aberglaube ist weit verbreitet und auch Mr. Fernsby kann sich nicht dagegen erwehren. Seine Frau ist seit vielen Jahren tot und nun muss er sich dem alten Reim beugen, wenn er nicht selbst zu Grabe getragen werden will. Also will er seine älteste Tochter Grace mit dem zwar grimmigen, aber eben sehr wohlhabenden Silas Kirby verheiraten. Doch nach einem Besuch beim Vollmond-Jahrmarkt mit ihren beiden ältesten Schwestern Willa und Freya verschwindet Grace spurlos in den Sümpfen.

Rezension

Herrlich von innen und außen

Lucy Strange schrieb mit Sisters of the Lost Marsh eine wirklich schöne Gothic Novel über Fluch und Aberglauben, Familienzusammengehörigkeit und wahr gewordene Märchen.

In dem Dorf, in dem Willa mit ihren fünf Schwestern lebt, scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Abgeschnitten vom Rest der Welt, ist es verpöhnt, wenn man lesen oder gar schreiben kann. Doch Grammy Fernsby hütet einige Bücher in ihrem Schlafzimmer wie einen Schatz, darunter ein selbstgeschriebenes Buch voller Geschichten von ihrer Tochter, der Mutter der sechs Fernsby Töchter. Immer wenn der abergläubische Vater das Haus verlässt, nutzen die Mädchen die Zeit, um in den verbotenen Geschichten zu lesen und die Stimme der Mutter auferstehen zu lassen. Doch die gemeinsame Zeit scheint bald vorbei, denn die älteste Tochter Grace soll verheiratet werden. Was der Vater im Gegenzug für sie bekam? Ein edles, weißes Pferd.

Als Grace nach dem Besuch des Jahrmarkts spurlos verschwindet, scheint das Leben auf der Farm der Fernsbys still zu stehen, bis die zwölfjährige Willa den Entschluss fasst, sich allein auf die Suche nach ihrer Schwester zu machen. Dabei wächst sie über sich und ihre Ängste hinaus und stellt sich Gefahren, von denen niemand in Hollow-in-the-Marsh auch nur dachte, dass sie wahr sein könnten. Denn schrieb ihre Mutter nicht in einer ihrer Geschichten von dem sogenannten Marsh King, einem Wesen, dass die Seelen der Menschen zu sich holt, wenn sie seinem Licht folgen?

Das Buch erweckt mit viel Feingefühl die Geschichte eines kleinen Dorfs zum Leben, in dem viele verborgene Ängste hinter den geschlossenen Vorhängen lauern. Willa ist ein kluges Kind, das sich für ihre Geschwister einsetzt und nicht davor zurückschreckt, den Erwachsenen gegenüberzutreten und für ihre Meinung einzustehen. Der Jahrmarkt, der immer wieder zu Vollmond auftauchen könnte mit seinen bunten Zelten und den verborgenen Wundern und Schrecken ist ein herrliches Szenario, das für mich durchaus noch weiter ausgebaut hätte werden dürfen. Doch auch so war es eine Freude, Willa und ihren Schwestern zu folgen.

Fazit

Wunderschöne und durchaus leicht gruselige Lektüre für junge und erwachsene Leser!

Bewertung im Detail

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Atmosphäre ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4.6 ★★★★★

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4 Comments on “[Rezension] Lucy Strange – Sisters of the Lost Marsh

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