[Rezension] Lucy Strange – Der Gesang der Nachtigall

Zauberhaft, spannend und geheimnisvoll

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Werbung | Erscheinungsdatum Erstausgabe: 29.09.2017  Verlag: Carlsen

Fester Einband 336 Seiten  Genre: Jugendbuch

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schnörkel

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Mr Berry sagte einen Momet lang nichts. Dann meinte er: Ach. Na ja. An dem Tag haben wir P-Paris gerettet.“ Und setzte leise hinzu: „Fluctuat nec mergitur.“

„Ist das lateinisch?“

„Ja. Das ist das Motto der Stadt Paris und heißt in etwa: Sie schwankt, sinkt aber nicht.“

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Inhalt

England, 1919. Henrietta Abbott zieht mit ihrer Familie und Nanny Jane in Hope House ein, einem Haus voller Vergangenheit, die es zu ergründen gilt. Seit der älteste Sohn Robert starb, ist es mit seelischen Verfassung der Mutter nicht mehr so gut bestellt, Doktor Hardy ein ständiger Gast, der Vater im Ausland. Henry ist mehr oder weniger auf sich selbst gestellt. Merkt denn niemand, in welcher Gefahr ihre Familie schwebt?

Rezension

Fluctuat nec mergitur. Sie schwankt, sinkt aber nicht. Oder noch besser: Sie wird von den Wellen umhergeworfen, doch sie geht nicht unter. Das Pariser Motto ist auch das Motto des gesamten Buches. Denn Henrietta und ihre Familie werden von wilden Winden hin und hergeworfen, doch sie kämpfen sich wieder hoch, sie gehen nicht unter.

Mrs Abbott hat seit einem Jahr seelisch mit dem Verlust ihres Sohnes zu kämpfen. Die neue Umgebung soll ihr guttun, die Pillen des Herrn Doktor versprechen ihr übriges. Doch sie verschwindet immer mehr und als Henrietta nicht einmal mehr in ihr Zimmer darf, regt sich in ihr ein Aufbegehren und sie versucht, ihre Mutter aus den Fängen der Ärzte zu retten. Doch niemand außer ihr scheint wahrzunehmen, was Doktor Hardy tatsächlich im Schilde führt.

Auf einem ihrer Ausflüge in den Wald lernt sie Moth kennen, eine Frau, die einer verwunschenen Prinzessin gleich im Wald haust, versteckt vor den Menschen. Mit ihrer Hilfe bekommt Henry das benötigte Selbstbewusstsein, um zu tun, was getan werden muss. Sie nimmt die Zügel in die Hand, um ihre Familie vor dem Auseinanderreißen zu bewahren.

Die Sprache ist ein wahrer Genuss. Ich liebte sie von der ersten bis zur letzten Seite, denn sie erweckt sofort einen nostalgischen Seufzer tief in meinem Herzen. Das Bild vor dem inneren Auge wird sepiafarben, bekommt dunkle Ränder, das Herz weitet sich bei jeder Erwähnung eines geliebten Kinderbuches. Die Ich-Perspektive lässt uns mit Henrietta fühlen, lässt uns mit ihr all die kleinen und großen Schicksalsschläge hinnehmen. Denn die gibt es. Nicht alles läuft so, wie es sich Henry gewünscht hat, was mir die Geschichte noch sympathischer machte. Henry und die kleine Piglet (eigentlich Roberta) nahmen mein Herz gefangen zwischen den Seiten und ich wollte, das es nie endete.

Fazit

Eine Geschichte, die einen großen Spannungsbogen mitbringt, die in ihrer Erzählweise einzigartig ist und mit einer unglaublich sympathischen kleinen Heldin auftrumpfen kann. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★★★ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 4 / 5 )

=  5 ★★★★★

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schnörkel

 

 

8 Comments on “[Rezension] Lucy Strange – Der Gesang der Nachtigall

    • Sehr, sehr gern! Absolutes Monatshighlight meinerseits. 🙂
      Vielleicht kann ich dich ja am Samstag noch ein wenig mehr von Flavia überzeugen, da gibt es nämlich auch eine Rezension zu ihr 🙂

      Gefällt mir

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