
Werbung | Autoren: Stephen King / Peter Straub | Titel: Der Talisman |
Übersetzung: Christel Wiemken |
Erscheinungsdatum: 1984 | Verlag: Heyne |
713 Seiten | Genre: Fantasy |

Am 15. September 1981 stand ein Junge namens Jack Sawyer da, wo Wasser und Land zusammentreffen, die Hände in den Taschen seiner Jeans, und blickte hinaus auf die Weite des Atlantik.
(S.15)


Inhalt
Jacks Mutter ist auf der Flucht. Und zwar vor dem irgendwie unheimlichen Freund ihres verstorbenen Mannes, Morgan Sloat. Doch Jacks Mutter ist sehr krank, und bald wird es Jack sein, der sich auf eine weite Reise machen wird, um sie mit Hilfe eines magischen Talismans zu retten. Sie, und ihre königliche Doppelgängerin in einer Parallelwelt.
Rezension
Von einem, der auszog …
Das Leseprojekt macht nun Halt bei der ersten Zusammenarbeit zwischen Stephen King und Peter Straub. Der Talisman ist für mich auf jeden Fall ein Buch, welches ich so schnell nicht vergessen werde – wenn auch nicht unbedingt im positiven Sinn.
Es hat ein paar Seiten gedauert, doch je länger ich mit unserem jungen Protagonisten Jack Sawyer unterwegs war, desto klarer wurde meine Vorstellung dieses Buches. Wir befinden uns hier auf einer Quest. Und zwar auf der Quest schlechthin, die nahezu jedes klassische Rollenspiel vereint, nämlich „Rette die Königin / das Königreich / die Welt, und reise dafür einmal quer über den Erdball.“
Denn Jack Sawyer, dessen Mutter schwer an Krebs erkrankt ist, soll einen Talisman finden, um seine Mutter zu heilen. Sie ist nicht nur seine Mutter, nein, sie hat auch einen sogenannten Twinner in einer mittelalterlichen Parallelwelt namens Die Region, und dieser Twinner ist niemand geringeres als die dortige Königin. Jack hatte in seinem jungen Leben schon öfter den Eindruck, in eine andere Zeit blicken zu können, doch mit Hilfe eines Zaubersafts gelingt ihm nun das Flippen in die Region, in der die Welt frischer ist, gesünder – aber eben auch magischer. Und so macht er sich auf, den Talisman zu finden, der ganz im Westen der USA versteckt sein soll. Und wie es bei einem klassischen Rollenspiel so ist, bleibt auf dem Weg zur allesüberschattenden Hauptquest jede Menge Zeit für Nebenaufgaben.
Da Jack ohne einen müden Heller losgezogen ist, muss er weite Strecken in unserer und der Parallelwelt zu Fuß oder per Anhalter zurücklegen und strauchelt dabei von einem gefährlichen Abenteuer ins nächste. Tatsächlich gewann ich mit der Zeit den Eindruck, dass sich hier beide Autoren zu fantasievollen Höchstleistungen anstacheln wollten, immer noch eine Schippe auf die Nächste legten – und mich damit doch nicht wirklich fesseln konnten. Jack Sawyer erlebt so viel, dass ich den Talisman die meiste Zeit völlig aus den Augen verlor, und mich eher damit konfrontiert sah, durch eine frühe Version der inneren Baronien und des Grenzlands aus Rolands Dunklem Turm zu stapfen.
Fazit
Dass mich das Buch dazu gebracht hat, einem der besten Rollenspiele aller Zeiten einen neuen Spielstand zu gewähren, rechne ich dem Talisman hoch an. Ansonsten konnte mich die Zusammenarbeit dieser beiden Autoren nicht wirklich überzeugen. Mir fehlte nicht nur die Bindung zu Jack und seinen Abenteuern, auch geriet mir die Hauptaufgabe, den Talisman zu finden und zu nutzen, zu sehr in den Hintergrund, um tatsächlich bei mir für Spannung zu sorgen.
Bewertung im Detail
Idee ★★★☆☆ ( 3 / 5 )
Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 )
Charaktere ★★☆☆☆ ( 2 / 5 )
Sprache ★★★☆☆ ( 3 / 5 )
Emotionen ★★☆☆☆ ( 2 / 5 )
= 2.6 ★★★
weitere Meinung
Powerschnute | Lesenmachtglücklich


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