[Rezension] Kyrie McCauley – You are (not) safe here

Beeindruckend und beängstigend!

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Werbung | Autor: Kyrie McCauley| Titel: You are (not) safe here |
Übersetzer: Uwe-Michael Gutzschhahn |
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2020 | Verlag: dtv|
393 Seiten | Genre: Roman|

sterne5

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Es passiert in den Ausdehnungen der Stille, dass ich mich frage, ob sie ganz einfach tot ist.

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schnörkel

Inhalt

Die siebzehnjährige Leighton Barnes und ihre beiden jüngeren Schwestern wollen nur eines: Die nächste Nacht überleben. Denn er ist Zuhause; denn manchmal reicht nur ein schiefer Blick, eine schnelle Bewegung, und er rastet aus. Schreit ihre Mutter an, die selbst hilflos gefangen zu sein scheint in diesem selbstgewählten Gefängnis, das sich Ehe nennt. Doch da ist noch mehr, eine Realität außerhalb des Hauses, die sich endlich Bahn brechen will,  und nach einem normalen Leben schreit. Und da sind Krähen.

Rezension

Wenn es kein Zuhause gibt

Gleich vorweg: Dieses Buch hat mich förmlich umgehauen. Es ist intensiv, es ist feinfühlig und magisch, und dabei doch so roh und brutal. Denn Leightons Geschichte ist all das und noch mehr.

Auburn, Pennsylvania. 2. September. Krähenbestand: 212.
So beginnt unsere Geschichte, doch nicht für Leighton. Für sie hat sie schon vor vielen Jahren begonnen, in den letzten zwei ist es jedoch am schlimmsten geworden. Das Haus, in dem sie und ihre Schwestern aufwachsen, sollte sie beschützen, doch das tut es nicht. Es beschützt sie nicht vor der Willkür des Vaters, nicht vor der Hilflosigkeit der Mutter. Vielmehr tilgt es die Spuren der Gewalt, die immer wieder auf sie einprasseln, seelisch und später auch körperlich.

Leighton muss nur noch ein Jahr an der Highschool abschließen, dann will sie auf eine Uni gehen. Weit weg von Zuhause. Doch wie kann sie Campbell und Juniper daheim lassen, ohne Schutz und immer mit der Sorge, wie weit er das nächste Mal gehen wird? Während des letzten Schuljahres lernt sie Liam kennen, einen Jungen, dem sie sich langsam öffnet, dem sie lernt zu vertrauen. Und obwohl ich normalerweise mit den Augen rolle, wenn ich eine Liebesbeziehung auch nur wittere, so hat mich dieses zarte Annähern an eine normale Teenagezeit stark berührt. Leightons Mauer reißt nicht von heute auf morgen ein, nein, vielmehr ist es ein vor und zurück, immer wieder, und nie Hals über Kopf. Das gefiel mir ausnehmend gut, denn alles andere wäre unglaubwürdig gewesen.

Neben dieser Veränderung gibt es eine weitere in Auburn. Denn der Bestand der Krähen, diese schwarzgefiederten Vögel des Todes und des Neubeginns, wächst explosionsartig an. Was wollen all diese klugen Tiere in Auburn? Bringen sie Leben oder den Tod für die Einwohner der Stadt? Da ich selbst ein großer Freund unserer krächzenden Rabenvögel bin, hat mich die Art, wie diese Tiere in die Geschichte eingewoben wurden, unglaublich gefreut. Kyrie McCauley versteht es, den Krähen sowohl Realismus als auch einen Hauch von Magie angedeihen zu lassen, der sich von Kapitel zu Kapitel steigert, parallel zur Wucht der eigentlichen Geschichte.

Fazit

Harter Tobak, dem die Schärfe durch eine gewisse Leichtigkeit genommen wird. Zwei Welten, die parallel verlaufen, und doch ein einziges Leben bilden. Einnehmend geschrieben und absolut empfehlenswert.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ + ★ ( 6 / 5 )

= 5 ★★★★★

weitere Meinung

Letterheart

schnörkel


Herzlichen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

4 Comments on “[Rezension] Kyrie McCauley – You are (not) safe here

  1. Huhu meine Feine!

    Letztens habe ich mich ein wenig durch verschiedene Titel gestöbert und bin über diesen gestolpert. Direkt oben auf die Wunschliste gepackt und gerade durch deine Rezension nochmal mega angefixt worden, es lesen zu wollen! Zwei Ereignisse die nebeneinanderher laufen und augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben, eine harte Geschichte mit der nötigen Feinfühligkeit – du hast mich sooo neugierig gemacht!

    Mukkelige Grüße!

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Rückblick auf den Februar – Buchperlenblog

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