Absolut grandiose Fortsetzung von Bär und Nachtigall!

Werbung | Autor: Katherine Arden | Titel: Das Mädchen und der Winterkönig |
Übersetzer: Michael Pfingstl |
Erscheinungsdatum: November 2020 | Verlag: Heyne |
480 Seiten | Genre: Fantasy / Märchen / russische Folklore | Reihe: Band 2 von 3

Ein Mädchen ritt auf einem Braunen spät in der Nacht durch einen Wald. Der Wald hatte keinen Namen.
Er lag weit entfernt von Moskau – weit entfernt von allem -, die einzigen Geräusche waren die Stille des Schnees und das Klirren der überfrorenen Bäume.
(S.9)


Inhalt
Wir kehren zurück ins verschneite Rus noch vor dem 15. Jahrhundert. Wasilisa – Wasja – Petrowna macht sich nach den Ereignissen aus Band 1 auf, um die Welt mit eigenen Augen zu sehen. Zusammen mit ihrem Pferd Solowej nimmt sie Abschied von ihrem Heimatdorf, hinausgejagt von ihren früheren Freunden, denn die Dorfbewohner nennen sie Hexe und misstrauen ihr mit jedem Tag mehr. Ihr Weg führt sie über Umwege nach Moskau zum Großfürsten Dmitri Iwanowitsch, ihrem Bruder Sascha und ihrer Schwester Olga.
Rezension
Winterliebe 2.0
Was habe ich den ersten Teil dieser Reihe geliebt! Ich habe Wasjas Erwachsenwerden genossen, wie sie von einem merkwürdigen Kind zu einer noch merkwürdigeren jungen Frau heranwuchs, die so anders war als all die anderen um sie herum. Im Gegensatz zu den Gottesgläubigen ihrer kleinen Welt, kann sie noch immer die alten Haus- und Hofgeister sehen, den Domovoi im Kamin oder den Stallgeist, der auf die Pferde aufpasst. Seitdem sie in Band 1 dem Winterkönig Morosko und seinem weitaus gefährlicherem Bruder Wedmed begegnete, wird ihr Leben in eine völlig neue Bahn gelenkt.
Das Mädchen und der Winterkönig schließt nahtlos an diese Ereignisse an und lässt uns ohne Atem zu holen erneut eintauchen in eine gefrorene Märchenwelt. Um unentdeckt zu bleiben, reitet Wasja in Männerkleidung durch die schneebedeckten Wälder Rus‘ und trifft dabei auf mordende Räuberbanden, niedergebrannte Dörfer – und unverhofft auf ihren Bruder Sascha, der zehn Jahre zuvor von Zuhause fortging, um Mönch zu werden.
Bald schon überschlagen sich die Ereignisse und wieder wird Wasjas außergewöhnlicher Mut und ihr unbeugsamer Wille getestet, erst in den Wäldern Russlands, später dann hinter den Mauern Moskaus. Auch der Winterdämon Morosko, der Todesgott des Winters, tritt erneut in Erscheinung, und Stück für Stück brechen wir das Eis um ihn herum auf. Auch Wasjas familiäre Vergangenheit entblättert sich langsam vor uns, und wir erfassen aus dem Augenwinkel heraus, woher das Mädchen mit den intensiven Augen ihre Fähigkeiten her hat.
Fazit
Nun freue ich mich unbändig auf den finalen Band der Winternacht-Trilogie, bei dem das Geheimnis um Wasjas Gaben entschlüsselt wird, wo wir wieder auf den Winterkönig treffen werden, und wo Wasja hoffentlich endlich sein darf, wer sie schon immer tief im Herzen war.
Bewertung im Detail
Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )
Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )
Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )
Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )
Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )
= 5 ★★★★★
Wasjas Reise
Der Bär und die Nachtigall | Das Mädchen und der Winterkönig
weitere Meinung

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!






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