[King-Universum] Needful Things – In einer kleinen Stadt

Werbung | Autor: Stephen King | Titel: Needful Things – In einer kleinen Stadt |
Übersetzung: Christel Wiemken |
Erscheinungsdatum: 1991 | Verlag: Heyne |
880 Seiten | Genre: Roman |

Bewertung: 5 von 5.

Sehen Sie das Haus da drüben auf der anderen Seite der Main Street? Drei Türen von der Lücke entfernt, wo früher das Emporium Galorium stand? Mit der grünen Markise davor?
Ja, genau das meine ich. Die Fenster sind alle zugekalkt, weil der Laden noch nicht geöffnet ist.
NEEDFUL THINGS steht auf dem Schild – aber was zum Teufel soll das heißen?
Ich weiß es auch nicht, aber das ist der Ort, von dem das ungute Gefühl auszugehen scheint.

(S.17)

Inhalt

Ein neuer Laden macht in der kleinen Stadt Castle Rock auf. Die grüne Markise – eine Echte aus Stoff, und nicht so ein lumpiges unechtes Ding wie bei den anderen Läden – schmückt den Eingang. Needful Things heißt er und er verkauft … Ja, er verkauft Dinge, die für jeden Einwohner dieser idyllischen kleinen Stadt von Nutzem sein könnten. Und schon bald ist Castle Rock kein besonders einladendes Fleckchen mehr.

Rezension

Klappe, die Letzte!

Willkommen, willkommen – Willkommen zum großen Showdown in Castle Rock, dem Grand Finale dieser sowieso schon mehrfach heimgesuchten Stadt in Maine.

Leland Gaunt zieht ein und mit ihm das wahre Grauen. Sein kleiner Laden lockt die Bewohner Castle Rocks an wie der Speck die Mäuse, und obwohl keiner darüber redet, was sie kaufen – sie kaufen alle etwas in diesem Wunderladen. Einen Holzsplitter, der einem das Gefühl gibt, direkt auf der wirklich wahrhaftigen Arche zu stehen, eine rare Baseballkarte, ein Lampenschirm aus Buntglas, schön wie bei Tiffanys. Und der Preis ist einfach jedes Mal unschlagbar, denn Leland Gaunt verlangt nie mehr, als die jeweiligen Käufer zahlen könnten. Das, und einen kleinen Streich. Hier einen Briefumschlag deponieren, da ein paar Laken mit Schlamm bewerfen. Nichts wirklich schlimmes, oder? Außer … Ja, außer die Betroffenen haben direkt jemanden im Kopf, dem sie das alles zu verdanken haben. Und dementsprechend reagieren. Kommunikation wird nicht besonders groß geschrieben in dieser kleinen Stadt, viel schneller hat man zu einer Waffe gegriffen, und sei es das frisch geschliffene Messer aus der Küchenschublade.

Needful Things ist ein großer Streich Kings, der einmal mehr beweist, dass er ganzen Städten eine Geschichte schreiben kann, dass er die unterschiedlichsten Menschen beleben und ihnen Charakterzüge mit Ecken, Kanten und noch mehr Ecken geben kann. Dazwischen befindet sich Sheriff Alan Pangborn, der seit dem qualvollen Tod von Sheriff Bannerman dank des tollwütigen Cujos, hier das Sagen hat. Und Leland Gaunt spürt, dass Alan sich nicht so leicht an der Nase herumführen lassen wird wie der Rest des Städtchens, weshalb er ihm lange Zeit erfolgreich aus dem Weg geht.

Needful Things ist ein großartiges Finale für die Castle-Rock-Trilogie, bei dem wir auf über 800 Seiten zusehen können, wie kleine Streiche eskalieren, und zwar nicht langsam, sondern rasend schnell und wie schnell kleine Zwistigkeiten zwischen Menschen dazu führen können, in brennendem Hass auszuarten. Also, nehmt Platz und schaut euch ein letztes Mal ausgiebig um. Denn wenn Leland Gaunt einmal seinen Laden geöffnet hat, wird es nie mehr so sein wie zuvor. Versprochen.

Fazit

Für mich zählt Needful Things eindeutig zu den besten Werken Kings!

Bewertung im Detail

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Atmosphäre ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 5 ★★★★★

schnörkel

weitere Meinung

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7 Comments on “[King-Universum] Needful Things – In einer kleinen Stadt

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