[Rezension] Paul Cleave – Kellergrab

Spannender Thriller mit so einigen Plottwists!

Werbung | Autor: Paul Cleave | Titel: Kellergrab |
Übersetzung: Robert Brack |
Erscheinungsdatum: März 2022 | Verlag: Piper |
432 Seiten | Genre: Thriller |

Triggerwarnung: Kindesmissbrauch

Bewertung: 4.5 von 5.

„Er hat dir also gesagt, dass er weglaufen will, und du hast nichts dagegen unternommen?“
„Es war ein klassischer KZM. Ich habe es nicht ernstgenommen. Warum auch? So etwas hat er doch früher schon angedroht.“

(S.34)

Inhalt

Cameron Murdoch und seine Frau Lisa sind Thrillerautoren. Ihr Job ist es, das perfekte Verbrechen zu kreieren, um die Polizei in ihren Büchern so lang wie möglich an der Nase herumzuführen. Doch was, wenn das eigene Kind plötzlich verschwindet und man selbst in den Fokus der Allgemeinheit rückt?

Rezension

Gekonnte Plottwists

Zach ist ein schwieriges Kind. Er ist laut, er hat einen starken eigenen Willen – und er droht hin und wieder damit, einfach davonzulaufen. Doch nachdem ein Nachmittag auf dem Jahrmarkt aus dem Ruder läuft, macht er seine Drohung scheinbar endlich war. Denn als Cameron und Lisa am Montagmorgen aufstehen, ist ihr siebenjähriger Sohn verschwunden.

Die Polizei, Journalisten und Gaffer vor der Haustür schießen sich schnell darauf ein, dass Cameron selbst, wenn nicht sogar mit Hilfe seiner Frau, das eigene Kind umgebracht hat. Warum? Na, weil man keinem Krimiautor über den Weg trauen sollte! Und sagen das die beiden nicht selbst immer wieder in ihren Interviews, dass sie das perfekte Verbrechen inszenieren könnten?

Eine sehr interessante Ausgangslage finden wir in diesem Thriller, denn haben wir uns nicht alle schon einmal die Frage gestellt, ob Autoren ihre Fantasien zuweilen vielleicht nicht nur gern zwischen den Zeilen ausleben wollen? Die Lage spitzt sich sehr schnell zu und eskaliert dann völlig. Alle tappen sie im Dunkeln herum, man weiß zum Teil wirklich nicht mehr, wem man eigentlich noch glauben darf. Dabei spielt der Autor gekonnt mit der menschlichen Psyche und mit den Emotionen des Lesers, denn wir wollen einen Schuldigen, wir wollen kein perfektes Verbrechen. Wir wollen, dass Zach nach Hause kommen kann und wir wollen den Täter bluten sehen.

Fazit

Dank vieler Winkelzüge und gekonntem Kappen von Fährten und Spuren führt uns Paul Cleave mehr als einmal an der Nase herum, bis man alle Hoffnung endlich fahren lässt – um sie dann doch wieder aufzunehmen. Ein großer Spaß für alle Thrillerfreude!

Bewertung im Detail

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Atmosphäre ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4.4 ★★★★


Vielen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

One Comment on “[Rezension] Paul Cleave – Kellergrab

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