[Comic-Tipp] Ozanam & Carrion – Dschingis-Khan

Historie mal anders!

Werbung | Autor: Antoine Ozanam | Zeichner: Antoine Carrion |
Titel: Dschingis-Khan |
Erscheinungsdatum: Juli 2021 | Verlag: Splitter | 200 Seiten |
Genre: Graphic Novel | Reihe: Einzelband |

Bewertung: 4 von 5.

Inhalt

Der Schamane Özbeg folgt einer Vision durch die Steppe. Ein Kind soll geboren werden, größer und mächtiger, als alles bisher gekannte. Die Mutter des Kindes stirbt, der Vater ist ein Geisterwesen, so nimmt sich der alte Schamane des Neugeborenen an, zieht ihn groß und lehrt ihn, seine Gaben zu nutzen. Doch das Schicksal hat größeres mit dem kleinen Temudjin vor. Er soll die Stämme der Mongolen einen, und ihnen so zu neuer Freiheit verhelfen.

Rezension

Mystik & Historie

Zugegeben, mein Wissen zum großen Dschingis Khan ist eher übersichtlich. Deswegen habe ich mich zunächst sehr über den Comic zu diesem an sich wohlbekannten Namen gefreut, in der stillen Hoffnung, mein Wissen nun doch noch aufpolieren und erweitern zu können. Eine Geschichtsstunde bekam ich nicht, dafür aber eine völlig neue Interpretation des einstigen Herrschers über die Mongolei. Oder vielmehr seines Nachfahren, denn der Dschingis Khan in diesem Comic wurde nach dem einstigen Khagan benannt, ist aber nicht derselbe. Auch er soll die Völker seines Landes vereinen, auch er soll ein Reich gründen – jedoch stehen unserem jungen Temudjin die Geister der Verstorbenen zur Seite.

Dschingis Khan | Innenseite

So folgen wir dem Leben des jungen Waisen, der eigentlich Blut und Kriege scheut, und stattdessen den Menschen helfen will. Doch gegen sein Schicksal kommt er nicht an, der Geist des Waldes zeigt ihm den Weg und vereint sich mit ihm in seinem Inneren. Immer wieder werfen wir einen Blick in die imaginäre Welt des Khans, wie er mit seiner Geliebten spricht, sich streitet und versöhnt – und nebenbei die Völker versammelt und vereint.

Dschingis Khan | Innenseite

Die Geschichte ist an sich durchaus spannend, konnte mich aber zuweilen nicht so recht bei der Stange halten. Vielleicht, weil mir die Spiritualität des Ganzen ein wenig zu schwammig war, mir hier und da ein paar mehr Erklärungen gefallen hätten, oder ich die Figuren einfach nicht richtig greifen konnte. Warum er tat, was er tat, fand ich nicht recht nachvollziehbar, denn sieht man mal von seinem vorgeschriebenen Schicksal ab, fehlten ihm scheinbar die richtigen Beweggründe, und die vielen Momente der Meditation gingen irgendwie an mir vorbei. Auch sein Gegner, der weiße General, hätte für mich gern ein wenig plastischer dargestellt werden können, um ihn als die allesvernichtende Kraft wahrzunehmen, die er darstellen sollte.

Fazit

An sich eine tolle Neuinterpretation einer bekannten Figur mit einigen Längen. Wer mit spirituellen Fragen besser umzugehen weißals ich, dem wird der Comic ganz bestimmt gefallen!

Bewertung im Detail

Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

Atmosphäre ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Zeichnungen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4 ★★★★

weitere Meinung

Letterheart

schnörkel

Herzlichen Dank an den Splitter Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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