Werbung | Autor: Paul Tremblay | Titel: Das Haus am Ende der Welt |
Übersetzung: Julian Haefs |
Erscheinungsdatum: 2019 | Verlag: Heyne |
351 Seiten | Genre: Thriller |

Bewertung: 5 von 5.

Deine Väter werden uns nicht reinlassen wollen, Wen. Aber das müssen sie. Sage ihnen, dass sie das müssen. Wir sind nicht hier, um euch wehzutun. Wir brauchen eure Hilfe, um die Welt zu retten. Bitte.

(S.38)

Inhalt

Ferien in einem kleinen Haus an einem See, fernab der Zivilisation, jeglichem Handynetzes oder Internetanbindung. Andrew, Eric und ihre achtjährige Tochter Wen genießen einen unbeschwerten Sommer zu dritt, bis … Ja, bis unvermittelt vier bewaffnete Fremde vor ihrer Tür stehen, die doch nur mit ihnen reden möchten.

Rezension

Vom Ende der Welt

Paul Tremblay konnte mich bereits mit seinem modernen Exorzismus in A Head Full Of Ghosts von sich begeistern, und ich schätze die psychologische Raffinesse, mit der er Wahrheit und Lüge miteinander in Einklang bringt, bis man selbst nicht mehr weiß, was man zu glauben bereit ist.

Ähnlich erging es mir in diesem Buch. Ungewolltes Kopfschütteln auf jeder Seite, immer wieder die Frage, was stimmt und was stimmt nicht? Wer erzählt die Wahrheit?

Die Wahrheit, das könnte die endgültige Apokalypse sein, das sprichwörtliche Ende der Welt. Die vier Fremden versuchen genau das zumindest Eric und Andrew und der kleinen Wen weiszumachen. Aber sie können die Welt retten, das Überleben der Menschheit hängt einzig und allein davon ab, ob die Familie bereit ist, ein Opfer zu bringen. Ein Opfer aus ihren Reihen, bevor die Meere die Küsten überschwemmen, die Menschheit mit einer Plage gebeutelt wird und der Himmel in tausend Teilen zur Erde fällt.

Natürlich will man das Ganze direkt von sich weisen, Apokalypse, Menschenopfer – ja, seid ihr denn des Wahnsinns? Und doch passieren Dinge innerhalb der vier Wände der kleinen Hütte am See, die uns aufschrecken lassen, die eine Möglichkeit des Unmöglichen bieten, die uns zeigen, dass etwas wahres dran sein könnte. Oder nicht? Vielleicht sind Reflexionen im Fensterglas schuld, vielleicht spielen zu viele verrückte Zufälle eine Rolle. Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Mehr kann und will ich nicht zu diesem Buch sagen, das davon lebt, eigenhändig entdeckt zu werden. Aber behaltet immer diese eine Frage im Hinterkopf: Wärt ihr bereit, euch oder eure Liebsten zu opfern?

Fazit

Faszinierend, wahnsinnig und blutig. Absoluter Pageturner, der einen nicht mehr ruhigen Gewissens schlafen lässt, bevor das Ende erreicht ist. Und vielleicht auch darüber hiaus nie mehr.

Bewertung im Detail

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Logik ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 5 ★★★★★

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A Head Full Of Ghosts


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3 Antworten zu „[Gruselbingo] Paul Tremblay – Das Haus am Ende der Welt”.

  1. Avatar von Janna | KeJasWortrausch

    Hach wie fein, dass es dich ebenfalls so packen konnte! Hab die Geschichte geradezu verschlungen und finde diese so viel besser als „A Head Full Of Ghosts“ (=

    Gefällt 1 Person

    1. Avatar von Buchperlenblog

      Das würd ich jetzt nicht sagen, aber ich finde, die beiden kann man im Grunde auch gar nicht vergleichen. Ich mochte den modernen Exorzismus wirklich sehr und bei beiden Büchern wird man am Ende mit einer gewissen Ungewissheit zurückgelassen, was ich immer besonders .. nun ja… gruselig .. finde. 😀 Aber ja, ich würde jetzt gern noch mehr von ihm lesen!

      Gefällt 1 Person

  2. Avatar von Rückblick auf den Oktober – Buchperlenblog

    […] Tremblays Das Haus am Ende der Welt dagegen war wieder ein Volltreffer. Ein einsames Häuschen (und von denen gab es im Oktober so […]

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