[Halloween] 5 Schauerromane, die man gelesen haben sollte


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Liebe Büchermenschen!

Der Oktober ist wohl der gruseligste Monat des Jahres. Wenn die Tage kürzer werden, die Nächte länger, wenn die Morgen nebelig sind, dann ist Halloween nicht mehr weit. Und das bedeutet, die Zeit der Gruselgeister, Vampire, Untoten und anderer Monströsitäten ist gekommen.

Heute möchte ich euch fünf  klassische Schauerromane vorstellen, die ihr unbedingt gelesen haben solltet.

Doch zu allererst sollten wir uns einmal kurz genauer mit den Genre Schauerroman beschäftigen. Der Schauerroman wird der Phantastik zugerechnet und erlebte seine Blütezeit Ende des 18. Jahrhundert bis hinein in die Anfänge des 19. Jahrhunderts. Die erste sogenannte Gothic Novel ist das Schloss von Otranto von Horace Walpole und wurde 1764 veröffentlicht. Diese Erzählung trug den Untertitel A Gothic Story und gab dieser neuen Literaturgattung somit seinen Namen. Ein Schauerroman lebt von seinen Darstellungen des Übernatürlichen und Nichterklärbaren. Auch finden sich immer wieder die Elemente einer wilden Verfolgungsjagd wieder, gerne mitten in der Nacht natürlich und am Ende mit einer mystischen Beschwörungsszene versehen.  Viele Klassiker des Genres der Schauerromane werden auch heute noch gerne gelesen und sind in zahlreichen Auflagen erschienen.

Doch welche Geschichten sollte man unbedingt gelesen haben?
Hier kommen meine Top 5!

Mary Shelley – Frankenstein (1818)

Frankenstein von Mary Shelley

Victor Frankenstein ist vermutlich jedem ein Begriff.  Denn der junge Mann studiert nicht nur an der Universität von Ingolstadt, sondern er erschafft ein Monstrum, einen künstlichen Menschen, zusammengeflickt aus den Teilen bereits Verstorbener. Der Roman ist eine Mischung aus Briefroman und Ich-Erzählung, denn der junge Wissenschaftler wendet sich in seiner Erzählung an seinen früheren Retter in der Arktis. Der Roman gilt als Warnung an den geneigten Leser, sich der menschlichen Grenzen immer bewusst zu sein

 

E.T.A. Hoffmann – Der Sandmann (1816)

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Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann hat es mir bereits zu Schulzeiten angetan. Die Erzählung von Nathanael, der von seinen schlimmsten Kindheitserinnerungen noch in seinem späteren Leben verfolgt wird, bereitet mir immer wieder gute Lesestunden. Denn Nathanael erkennt in einem Verkäufer auf der Straße den alten Advokat seines Vaters, der in der Gestalt des Sandmannes die Augen der Kinder rauben sollte. Er gerät immer tiefer in seine eigenen Fantasiewelten und verliert sich schließlich darin. Für Freunde der grafischen Adaption kann ich euch übrigens die Version aus dem Edition Faust Verlag ans Herz legen.

Robert Louis Stevenson – Der seltsame Fall des Doktor Jekyll und Mr. Hyde (1886)

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Auch wenn diese Geschichte zeitlich nicht mehr dem klassichen Schauerroman angehört, so verbindet er doch all das, was man aus dieser Epoche her kennt. Denn Doktor Jekyll führt geheime Experimente in seinem Labor durch. Anders als Frankenstein erschafft er keinen künstlichen Menschen, sondern eine monströse Variante seiner Selbst. Auch hier gibt es mittlerweile eine sehr empfehlenswerte Ausgabe mit wunderbaren Illustrationen.

Bram Stoker – Dracula (1897)

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Dracula, der Urvater aller klassischen und modernen Vampirromane. Bram Stoker schrieb seinen Roman, der hauptsächlich aus Briefen und Zeitungsartikeln besteht, in Anlehnung an die reale Figur des Vlad Tepes – Vlad der Pfähler -, einen grausamen Herrscher aus der Walachei. Dieser Zusammenhang wurde jedoch nie offiziell bestätigt. In dem Film Dracula Untold wird übrigens auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung von dem Menschen Vlad in Dracula den Vampir gezeigt.

Daniel Kehlmann – Du hättest gehen sollen (2016)

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Zugegeben, Daniel Kehlmann ist kein Vertreter der klassischen Schauerliteratur. Dennoch hat er mit Du hättest gehen sollen einen Kurzroman abgeliefert, der das Zeug zu genau dem hat und meiner Ansicht nach viel zu sehr untergegangen ist. Hier geht es um ein einsam gelegenes Ferienhaus, in dem sich eine junge Familie einquartiert. Anfangs scheint alles in Ordnung zu sein, doch das Haus hat so seine Eigenheiten, denn es lässt dich nicht mehr gehen. Kehlmann zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie man auf wenigen Seiten Spannung und Grusel erzeugen kann.

Das waren sie, meine 5 Tipps um die gruseligen Tage bis Halloween zu verbringen! Jetzt seid ihr dran: Welche Schauerromane kennt ihr und könnt sie empfehlen? Ich freue mich auf jeden Tipp!

schnörkel

 

 

24 Comments on “[Halloween] 5 Schauerromane, die man gelesen haben sollte

  1. Sandmann und Du hättest gehen sollen klingen beide sehr spannend und landen mal auf meiner Leseliste.
    Ich werde dieses Jahr an Halloween Dracula lesen. Zum ersten Mal. Wird Zeit für diesen Klassiker.

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  2. Danke für die Tipps, besonders den letzten. Den kannte ich noch nicht und der ist gleich auf meine WuLi gewandert.

    Hoffmanns Sandmann ist aber auch echt super. Vor allem wenn man bedenkt, dass er in die Romantik fällt und dabei im krassen Gegensatz zu anderen Werken aus dieser Zeit steht wie von Chamissos „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ oder „Undine“ von de la Motte-Fouqué.

    Gefällt 1 Person

    • Sehr gern! Mir hat der Kehlmann auch richtig gut gefallen, auch wenn er fürchterlich dünn ist. 🙂 aber manchr Geschichten brauchen einfach auch nicht mehr.

      Richtig, damit hat er ja quasi die Schwarze Romantik geprägt, nicht wahr?

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  3. Ich würde auch noch was aktuelles auf die Liste setzen: Der Vogelgott von Susanne Röckel
    Klassische Schauergeschichte.

    Ansonsten habe ich in dieser Richtung noch einigen Nachholbedarf und werde mir mal irgendwann die Klassiker vornehmen. Allen voran Frankenstein und Dracula.

    P.S.: Auch wenn King mehr Horror ist, würde ich ihn mit „Friedhof der Kuscheltiere“ auch hier mit zuordnen.

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    • Der Vigelgott stand doch auf der diesjährigen Shortlist, oder irre ich mich da grad? Das würde ich auch gern noch lesen wollen. King hab ich bewusst weggelassen, da er wirklich meine klassischen Schauergeschichten schreibt, meiner Meinung nach. 🙂

      Liebe Grüße!
      Gabriela

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      • Hallo Daniela,

        ja, Der Vogelgott stand auf der Shortlist. War sehr überraschend, da es ein Genreroman ist und keinerlei Gegenwartsbezug aufzeigt. Eine reine Schauergeschichte und gut geschriebenen dazu.

        Aber Friedhof der Kuscheltiere würde ich schon dazu zählen, auch wenn der Horror mitspielt. Aber im Allgemeinen hast du recht 😉

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  4. „Du hättest gehen sollen“ kannte ich bisher noch nicht, daher habe ich gerade mal bei meiner Bibliothek nachgeschaut, ob ein Exemplar verfügbar ist. Jetzt habe ich mir die ungekürzte Lesung vorbestellt — vielen Dank für den Tipp! 🙂

    Liebe Grüße und gruseliges Halloween,
    Birgit

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  5. Hallo Gabriela,
    Der Sandmann steht schon länger auf meiner Leseliste. Vielleicht sollte ich mich mal endlich hinsetzen und es lesen. 😉
    Du hättest gehen sollen von Daniel Kehlmann klingt sehr gut. Das wandert auch mal direkt auf die Liste. Danke für den Tipp. 🙂
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

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  6. Pingback: Bloggestöber | #20 – Herbstliebe, Halloween und Hausmittelchen – read. eat. live.

  7. Pingback: Rückblick auf den Oktober – Buchperlenblog

  8. Pingback: Zusammenfassung Oktober 2018

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