[Rezension] Brent Williams – Out of the Woods

Eine großartige Graphic Novel, die das Leben eines an Depressionen Erkrankten zeigt und – was noch wichtiger ist – seinen Weg hinaus!

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Werbung | Autor: Brent Williams | Zeichner: Korkut Öztekin | Titel: Out of the wood – A journey through Depression and Anxiety |
Erscheinungsdatum: Juli 2017 | Verlag: Selfpublished| 150 Seiten | Genre: Graphic Novel | Sprache: englisch |

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„Your thoughts disturbing you?“

„They just come out of nowhere … I … I can’t control them. What is going on?“

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Inhalt

Depressionen können jeden erwischen. Auch Brent Williams ist an dieser gefährlichen mentalen Krankheit erkrankt. In über 700 Aquarellbildern erzählt er von seinem Leben mit der Krankheit, von seinen  Ängsten und schließlich davon, wie er den für sich richtigen Weg hinaus gefunden hat – out of the woods.

Rezension

Ein immerwährender Kampf

Vor einigen Wochen erreichte mich eine Mail, in der für eine Graphic Novel geworben wurde, die sich mit dem Thema Depression und Ängsten befasst. Der Autor erzählt von seinen eigenen Erfahrungen und vor allem mit seinem ganz eigenen Kampf gegen diese heimtückische, immer wiederkehrende Krankheit, von der man bis heute noch nicht vollständig geheilt werden kann. Aber man kann lernen damit umzugehen.

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In eindrucksvollen Zeichnungen beschreibt Brent, wie es war, als er sich unvermittelt mit diesem neuen Ich seinerselbst konfrontiert sah. Aus einem lebensfrohen Mann wurde ein einsamer Mensch, ein zutiefst einsamer. Niemand versteht, wie es ist, mit dieser Krankheit zu leben. Wenn sich Familie und Freunde abwenden, weil sie nicht verstehen können, was in dem Betroffenen vor sich geht. Auch ich kenne jemanden, der an dieser bösartigen Erkrankung des Geistes leidet. Und auch ich muss oft genug hören, dass ich denjenigen nicht verstehen könne, da ich nicht weiß, wie das Denken dabei funktioniert. Wie der Körper sich einigelt. Dieses Buch hilft beiden Seiten, Betroffenen und deren Umfeld. Wie soll man auf gewisse Dinge reagieren, was sollte man vielleicht sagen oder besser eben nicht. Auch berichtet Brent von seinem langen, steinigen Weg durch mehrere Therapien, von kleinen Erfolgen und vielen Misserfolgen. Doch er hat nie aufgegeben, er hat Hilfe in Anspruch genommen und sich so zurück ins Leben gekämpft. Er weiß, er wird nie völlig geheilt sein, doch er weiß nun, wie er reagieren muss, um das schlimmste abzuwenden.

Fazit

Ein großartiges Buch für Erkrankte und die Menschen, die für sie da sein sollten, denn es zeigt einige Wege, die helfen könnten. Natürlich gibt es nicht die eine Lösung für jeden an Depressionen Leidenden, doch ich hoffe, dass dieses Buch noch vielen Menschen helfen kann.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 5 ★★★★★

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Herzlichen Dank an den Autor für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

8 Comments on “[Rezension] Brent Williams – Out of the Woods

  1. Hey Gabriela,
    freue mich sehr, dass auch dich dieses Buch so überzeugen konnte! Es ist so toll gemacht und bringt irgendwie doch alle Punkte aufs Papier, die wichtig sind!
    Ich habe den Autor auf der #FBM18 getroffen und interviewen dürfen. Das Interview kommt bald.
    Falls du Lust auf meine Rezension hast, dann HIER entlang. 😀
    GlG, monerl

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Monerl!
      Das ist es definitiv, und es kann bestimmt einigen Menschen helfen! Ich hoffe sehr, dass es von vielen angenommen wird. Auf das Interview bin ich auch schon sehr gespannt 🙂

      Liebe Grüße,
      Gabriela

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: [Buchvorstellung + Gewinnspiel] Out of the Woods – BRENT WILLIAMS - MonerlS-bunte-Welt

  3. Sali, Gabriela.
    Stimmt…ein „Kopf hoch!“ oder „Reiß dich zusammen!“ hilf als „Rat“ keineswegs & schadet dafür umso mehr.
    Eine schroffe Insel & alle Brücken um dich sind in Trümmern daniedergegangen. Die Insel hält Dich fest im Griff.
    Eine Insel inmitten aller Dämonen der Vorstellungskraft.
    Du, einsam darin.

    Wenig hilfreich, dass man/frau hierzulande warten, warten & warten soll, bevor sich ein Facharzttermin einstellt…

    bonté

    Gefällt 2 Personen

    • Eigentlich hört man überall, dass man solche Sätze nicht zu Depressiven sagen soll, und trotzdem bekommt man sie leider immer wieder zu hören. Ich bin selbst betroffen und merke es immer wieder, dass man von der Gesellschaft nicht als Krank, sondern als „Bekloppt“ abgestempelt wird.

      Und mit den Ärzten und Terminen ist wahr, aber ich denke, warum sollten sie uns betroffenen helfen – dadurch wäre doch ihr Arbeitsplatz in Gefahr. Ich denke es gibt nur wenig richtige Ärzte, die wirklich helfen wollen,was ich echt schade finde.

      Gefällt mir

  4. Pingback: Rückblick auf den Oktober – Buchperlenblog

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