[Comic-Empfehlung] Christophe Bec – Vergessene Welt

Fantastische Adaption eines Abenteuerromans von Sir Arthur Conan Doyle, der mehr schreiben konnte, als „nur“ über den berühmtesten Detektiv der Welt!

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Werbung | Autor: Christophe Bec | Zeichner: Fabrizio Faina, Mauro Salvatori |
Titel: Vergessene Welt |
Erscheinungsdatum: 2015 | Verlag: Splitter | 56 Seiten | Genre: Comicadaption | Reihe: 3 Bände

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„Ich denke, da gibt es nur eins. Wir müssen die Wand umgehen und nach einem anderen Weg suchen. Oder nach einer Spalte, in der wir hinaufkommen.“

„Sie befinden sich erneut im Irrtum, Kollege. Gäbe es einen bequemen Zugang, wäre die Hochebene nicht so isoliert. Folglich hätten die Arten aus der Urzeit nicht unbehelligt überleben können.“

(S. 33 | Vergessene Welt Band 1)anführung_oben

Inhalt

Der britische Wissenschaftler Challenger findet auf einer seiner Expeditionen nach Südamerika ein mysteriöses Tagebuch. Der Inhalt? Die Existenz von Dinosauriern. Von einem weiteren Wissenschaftler, einem Großwildjäger und einem jungen Reporter begleitet, bricht er erneut auf in den Dschungel Amazoniens, um diese Angaben zu überprüfen. Und die Gruppe wird nicht enttäuscht, sie treffen auf prähistorisches Leben. Doch nicht alles läuft friedlich ab auf dem Hochplateau der Kreidezeit.

Rezension

Wer suchet, der findet

Challenger und seine Gruppe machen sich auf den beschwerlichen Weg in den Amazonas, denn nicht weit von hier soll es ein Hochplateau geben. Und auf diesem leben, versteckt vor aller Welt, die letzten lebenden Urzeitgiganten.

Sir Arthur Conan Doyle schrieb diese Geschichte bereits 1912, als die meisten seiner Leser vom vielleicht besten Detektiv der Welt, Sherlock Holmes, nicht genug bekommen konnten. Doch er konnte mehr, er wollte alte Giganten auferstehen lassen. Das Original ist mir bisher nicht bekannt, lediglich wohlwollende Worte meines Vaters brachten mich dazu, mir die Geschichte um den britischen Wissenschaftler Challenger näher anzuschauen. Im Splitter Verlag ist bereits 2015 eine Comicadaption erschienen, deren Bilder die Geschichte noch einmal ganz neu aufleben lassen. In 3 Bände geteilt, folgt man der ungleichen Gruppe und lauscht den Aufzeichnungen des Reporters, der innerhalb dieser Reise über sich hinaus wächst.

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DIe Zeichnungen sind klar, schnörkellos und besonders bei den Dinosauriern sehr realistisch gehalten. Es war ein Genuss, der Auferstehung prähistorischer Lebewesen zuzusehen. Auch findet die Gruppe eine vielleicht noch viel wichtigere Lebensform. Das Missing Link, das fehlende Glied zwischen Affe und Mensch.

Die Reise ist gefahrvoll und die Bilder schrecken auch vor gezeigter Brutalität nicht zurück. Doch trotzdem nimmt es für die meisten ein gutes Ende, nicht zuletzt für die letzten Überlebenden einer vorsintflutlichen Zeit.

Fazit

Eine stilvolle, bezaubernde Adaption eines großen Werkes, das vielleicht in den Köpfen zu Unrecht verschütt gegangen ist. Leseempfehlung, nicht nur für Fans von Dinosauriern!

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Zeichnungen ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4.6 ★★★★★

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8 Comments on “[Comic-Empfehlung] Christophe Bec – Vergessene Welt

  1. Hyvää iltää, Gabriela.
    Wäre sicher anmerkenswert zu erfahren wie Arthur Conan Doyle auf all die unterschiedlichen Adaptionen seiner Geschichten reagieren würde. Die Comix dürften ihm dabei wohl am eigenartigsten vorkommen können.
    Bücher über (weiße) Abenteurer/Forscher, die sich durch das Unbekannte schlugen, waren zur Hochzeit des Kolonialismus ziemlich beliebt. Erdachte oder tatsächliche Reisen. Bei manchen Lesern wird das Fernweh, der Reiz des Exotischen vordergründig gewesen sein. Andere sonnten sich in der Hybris einer „eigenen Überlegenheit“, vielleicht.
    Doyle schrieb in anerkanntem Terrain sozusagen.

    Vermutlich sind die ähnlich gelagerten Bücher von Edgar Rice Burroughs wegen der unzähligen Tarzan & Caprona Filme besser in der allgemeinen Erinnerung geblieben. So bleibt Doyle für viele ein Synonym für „Sherlock Holmes“.

    Mein Favorit bleibt ja Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“; der Film mehr als der Roman. Wohl vermutlich wegen der hinzugefügten abenteuerlustig, resoluten Carla Goetaborg (& Ente Gertrut 🙂).

    bonté

    Gefällt mir

    • Hallo!
      Nun, vllt hätte er aber gerade seinen Spaß an Comics gehabt, wer weiß?
      Den Film habe ich bisher leider nicht komplett gesehen, nur in Ausschnitten. Vllt kann ich das ja mal noch nachholen ☺️

      Liebe Grüße!
      Gabriela

      Gefällt mir

  2. Hallo Gabriela,
    ich habe damals eine Serie zur Vergessenen Welt gesehen und fand die sehr gut. Erst später habe ich erfahren, dass die von Arthur Conan Doyle ist. Habe es leider noch nicht geschafft das Buch zu lesen, aber die Comics sehen auch sehr toll aus. Die sind auch einen Kauf wert. 😉
    Danke für deine Empfehlung!
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Rückblick auf den September – Buchperlenblog

  4. Pingback: Kurzrezension: Christophe Bec – Vergessene Welt Bd. 1 – Trallafittibooks

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