Rückblick auf den März

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Wir scheinen den Winter so langsam hinter uns zu lassen, bald kann man wieder mit der Decke im Park sitzen und die Sonne vollends genießen. Obligatorisch zum Winterende hat’s mich nochmal erwischt, Schnupfen und Husten waren die letzten Tage enge Freunde von mir. Nun machen sie sich langsam wieder auf den Weg um andere zu besuchen und ich kann dem Frühling ruhigen Gewissens entgegen blicken. Wir sehen uns erst im Herbst wieder. 🙂

Die ersten Ziehpflänzchen recken nun auch ihre Hälse der Sonne entgegen, der April bringt mir dann die ersten auszusähenden Blumen – darauf freu ich mich schon ganz besonders 🙂

Was wächst noch ab März in Hülle und Fülle? Richtig. Bärlauch. All jene – wie mich – die dieses Kraut ganz besonders als Gewürz schätzen, sollten sich in den kommenden Wochen feste Schuhe anziehen und einmal durch den benachbarten Wald ziehen. Denn mit der kleinen privaten Ernte (Achtung: man darf nur einen Handstrauss voll pflücken für den Eigenbedarf), kann man ganz tolle Dinge machen. Bärlauch-Pesto zum Beispiel.

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Der März steht natürlich nicht nur in der Natur im Zeichen des Frühling, sondern auch in der Welt der Bücher. Der Bücherfrühling beginnt mit der Leipziger Buchmesse, die dieses Jahr vom 23.03. – 26.03. stattfand. Wie jedes Jahr konnte man hier wieder jede Menge neuer Bücher entdecken, sich Inspirationen holen und vorallem: seinen Geldbeutel tüchtig erleichern. Meinen ausführlichen Bericht dazu findest du hier und hier. 🙂

gelesene Bücher im März

9783442075805-de  51subzonzol-_sy346_   51f2afmeorl-_sx307_bo1204203200_   6564256bd870b432  Paris_BASaving_GraceBis_dein_Tod_uns_168896   Johannes CabalSeelenfaenger von Jonathan L Howard   Gardam_24924_mit_BS_MR1.indd   1Q84 Buch 1 2 von Haruki Murakami

Die SuB-Kurve

01.03.2017 – 107 Bücher auf dem Stapel

01.04.2017 – 116 Bücher auf dem Stapel

Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass die Buchmesse einfach nicht dafür geeignet ist, sich zurückzuhalten. 😀

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Warum ich das aufschreibe? Weil ich mir am Anfang des Jahres zum Ziel gesetzt habe, meinen SuB auf max. 80 gesenkt zu haben. 😓

Neuzugänge

Diesen Monat gab es reichlich neuen Lesestoff für mich. Manchmal fühlt man sich einfach außerstande NEIN zu sagen, ihr kennt das sicherlich selbst.

Was noch?

versatile-blogger-awardDie liebe Suse von Sue’s Büchertraum hatte mich für den Versatile Blogger Award nominiert. Meine 7 Fakten findet ihr zum nochmal nachlesen hier. 🙂

 

 

 

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Buchmesse-Schätze und Neuzugänge im März

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Der März war sehr ergiebig, was neuen Lesestoff angeht. Zu einem Großteil lag das an der Buchmesse, zum Teil allerdings auch an Spontaneinkäufen. Heute möchte ich euch wieder einige meiner Neuzugänge vorstellen 🙂

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monstress1_cover_rgb_klein.jpgMarjorie Liu – Monstress

Aufgefallen war mir dieses Buch bereits bei einer Leserunde bei Lovelybooks,jedoch hat es mich erst bei der Buchmesse richtig überzeugt, als ich den tollen Stil dieser Jugendstil-Steampunk-Manga-Graphic Novel mit eigenen Augen sehen konnte.

Die Welt der jungen Maika wird bedroht, als sie psychisch mit einem Monster von unglaublicher Macht verbunden wird. So gerät sie mitten in einen Krieg zwischen magischen Kreaturen und einem Orden von Zauberinnen, die die Kreaturen jagen und als Quelle ihrer Kräfte benutzen.

Ziegler_DDie_Welt_ist_ein_schoener_Ort_172602.jpgDeborah Ziegler – Die Welt ist ein schöner Ort

Am Silvesterabend des Jahres 2013 wird die 29-jährige Brittany Maynard wegen unerträglicher Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Kurz darauf erfährt sie, dass ein Hirntumor in ihrem Kopf wütet und sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Für Brittany steht fest: Sie wird nicht warten, bis der Tumor sie ihres Wesens beraubt und ihr ein qualvolles Ende bereitet. Sie ist entschlossen, gegen das bestehende Gesetz in Kalifornien den Zeitpunkt ihres Todes selbst zu bestimmen. Es beginnt ein zäher Kampf, doch sie findet einen Weg: Elf Monate nach der Diagnose nimmt sie ein tödliches Medikament zu sich und stirbt in Oregon, umringt von Familie und Freunden. In ihrem Buch erzählt Brittanys Mutter von dem unglaublichen Mut ihrer Tochter – und von ihrem beispiellosen Einsatz für einen würdevollen Tod.

9783862821860-w742.jpgMarkus Walther – Buchland // Beatrice – Rückkehr ins Buchland

„Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit.“

 

 

Goga_SDas_Haus_in_der_Nebelgasse_177091.jpgSusanne Goga – Das Haus in der Nebelgasse

London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt.

lebensgeister-9783257300420Banana Yoshimoto – Lebensgeister

Nach einem schweren Unfall und dem Verlust ihres Geliebten ist Sayoko nicht mehr sie selbst. Sie hat das Zwischenreich der Geister betreten und Geheimnisse der unsichtbaren Welt erfahren. In der Tempelstadt Kyoto lernt sie allmählich das Leben so zu akzeptieren, wie es ist: voller Ungewiss­heiten und Rätsel, dem Tod immer nahe, ob man jung ist oder alt. Aber sie begreift auch, wie einmalig und geheimnisvoll das Diesseits ist.

 

 

Murakami_HDie_Pilgerjahre_des_farblose_153647.jpgHaruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos. Als er nach der gemeinsamen Schulzeit nach Tokyo geht, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Er erhält einen Anruf: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-Jährige seiner neuen Freundin Sara und stellt sich, von ihr ermutigt, den Dämonen seiner Vergangenheit.

711_13039_176751_xxlChristina Baker Kline – Der Zug der Waisen

New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor … Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.

9783943314182_1449053642000_xxl.jpgNainai erzählt – Chinesische Märchen

Armut und Hunger, Reichtum und Gier, Freund- und Feindschaft und v.a. das Handeln auf dem Markt prägten seit jeher das Leben der chinesischen Gesellschaft. Neben den Problemen der einfachen Bevölkerung, die sich meist um das unmittelbare Überleben drehten, gab es auch solche, mit denen der Kaiser zu kämpfen hatte, (wie könnte er sein Gold vermehren?) oder die die vom Alltag abgeschotteten Klosterschulen beschäftigten (wer war schlauer, die Mönche im Norden oder die im Süden?). Diese Volksmärchen – auf deutsch und auf chinesisch erzählt und wunderschön illustriert- bieten interessante Einblicke in die chinesische Gesellschaft, wie sie war – und wie sie teilweise auch immer noch ist…

 

9783423216647.jpgSteve Hockensmith – Weiße Magie – Vorsicht Stufe

Alanis McLachlan hat von ihrer Mutter einen Tarotladen in Arizona geerbt. Als Marsha, eine treue Kundin, sie um Rat bittet, weil sie von ihrem Mann misshandelt wird, versucht Alanis ihr zu helfen. Die Folgen sind ebenso unerwartet wie tödlich: Binnen kurzem wird der Mann ermordet aufgefunden, und seine Ehefrau steht unter Verdacht. Wieder einmal setzt Alanis ihr bewährtes Tarot-Handbuch ein, um einen Killer zu finden. Und dabei wird es auch für sie selbst höchst gefährlich. Doch zumindest hat sie, Skepsis hin oder her, tarotmäßig inzwischen wirklich etwas auf dem Kasten!

 

Jane Austen Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt von Holly IvinsHolly Ivins – Jane Austen – Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Haben Sie schon einmal von Mr. Darcy geträumt? Wären Sie nicht auch gern die Auserwählte, der ein Gentleman wie Mr Knightley beim Contredanse sehnsüchtige Blicke zuwirft? Wie es im Herzen der Frauen aussieht, weiß keine Autorin so gut wie Jane Austen. Noch heute lieben und leiden viele Leserinnen mit den Schwestern Bennet und Dashwood, und die Welt der englischen Klassikerin fasziniert nicht weniger als vor 200 Jahren. Holly Ivins gewährt uns Blicke hinter die Fassaden der prunkvollen Herrenhäuser und beschreibt mit großer Lust am Detail, wie man sich als Dame schicklich kleidete und wie ein Gentleman seiner Angebeteten formvollendet den Hof machte. Sie erzählt davon, was Mann durfte, Frau aber nicht, für die es sich vor allem nicht ziemte, Romane zu schreiben. Lassen Sie sich entführen in den Alltag in der Regency-Zeit – Holly Ivins weiht Sie ein in die Geheimnisse von Jane Austen.

cover.jpg.rendition.460.707.pngEmily Barr – The One Memory Of Flora Banks

HOW DO YOU KNOW WHO TO TRUST WHEN YOU CAN’T EVEN TRUST YOURSELF?

I look at my hands. One of them says FLORA BE BRAVE.

Flora has anterograde amnesia. She can’t remember anything day-to-day: the joke her friend made, the instructions her parents gave her, how old she is.

Then she kisses someone she shouldn’t, and the next day she remembers it. It’s the first time she’s remembered anything since she was ten.

But the boy is gone. She thinks he’s moved to the Arctic.

Will following him be the key to unlocking her memory? Who can she trust?

 

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Na, könntet ihr euch auch für das ein oder andere Buch begeistern? 🙂

The Versatile Blogger Award

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Tadaaa … die liebe Suse von Sue’s Büchertraum hat mich für den Versatile Blogger Award nominiert und nun muss – nein, darf – ich euch 7 Fakten über mich verraten. Hurra und vielen Dank dafür! 😀

Das übersichtliche Regelwerk:

1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
2. Verrate 7 Fakten über dich
3. Nominiere andere Blogger
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Nun denn, ran an die Fakten!

knopf2-011. Ich liebe Bücher. Ja, das tun wir wohl alle hier, aber ich mag sie wirklich. Ich baue Beziehungen zu meinen Büchern auf. Ich streichle im Vorbeigehen über ihren Buchrücken, ich nicke ihnen zu, wenn sie vorwitzig aus dem Regal blinzeln. Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn ich ein Buch beendet habe, da es sich anfühlt, als würde man eine Beziehung beenden.

2. Mein Hund heißt Yoshi, weil ich als Kind Mario Party sooo toll fand. Aber ich wollte nie mitspielen, wenn ich nicht Yoshi sein konnte. Nun hab ich meinen Eigenen, ätsch!

3. Ich liebe Pflanzen. Ich würde nicht behaupten, dass ich einen ganz besonders grünen Daumen habe, mir geht auch hin und wieder was ein. Aber ich schaue unheimlich gern zu, wie sich junge Pflanzen aus ihren Kernen oder Samen schälen, wie sie größer werden und irgendwann vielleicht auch Früchte tragen. Gut, letzteres kam noch nicht vor bei mir, aber dieses Jahr drücke ich mir und meinen Tomaten, Eierbäumen und Ananaskirschen wieder fleißig die Daumen. 😀

IMG_20170329_1727494704. Ich bin ein Sailor Moon Fan. Hab ich schon als Teenie super gern geschaut und seit letztem Jahr hab ich diese Liebe wieder reanimiert (Achtung: Wortwitz!). Nun sammel ich derzeit die (entsetzlich teuren) DVD-Boxen und die Funkos natürlich auch.

5. In diesem Zusammenhang gleich hinterher: Ich hasse Glitzerkitsch. Im Normalfall. Ich mag schlichtes, edles Design, ich mag es, wenn es modern und hochwertig oder shabby und retro aussieht. Aber bringt mir Glitzer und ich laufe davon. (Ausnahme: Glitzer auf den Sailor Moon Boxen. Das muss so. 😀 )

6. Dürfte ich mir ein Jahrzehnt aussuchen, in dem ich leben möchte, so wären das die 50er Jahre. Rock’n’Roll, gepunktete Kleidung, dafür schlägt mein Herz. 😍 Überhaupt mag ich den Stil der Kleider damals sehr. Verglichen mit der Stilsicherheit von damals, laufen wir doch alle total verlottert durch die Welt. 😀

knopf2-017. Als letztes noch ein Buch-Fakt: Ich bin ein ziemlicher Cover-Käufer. Das Cover eines Buches muss etwas haben, das mich gefangen hält, etwas außergewöhnliches. Dabei muss es nicht total überladen sein, es reicht ein kleines Detail, um mein Interesse zu wecken. Ich mag zB überhaupt keine Cover, auf denen weibliche Gesichter zu sehen sind. Die scheiden schon in der Vorrunde aus, da schau ich mir nicht einmal den Klappentext an.

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So, nun seid ihr dran. Um diese schöne Aktion weiterzuführen, nominiere ich:
1. Nana von Ujulalas Blog
2. Elli vom wortmagieblog
3. den Blog von Buchstabenzauber
Habt Spaß, seid kreativ und vorallem … lasst es Fakten regnen! 😀 ❤
Liebe Grüße
Eure Gabriela 

Mittendrin Mittwoch #9 – Der große japanische Schriftsteller

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Ein sonniges Hallo!

Es wird wieder Zeit für den #MittendrinMittwoch. Gerade liegt ein ziemliches Mammutprojekt vor mir, 1021 Seiten zählt mein aktuelles Lektürchen. Und dann gibt es auch noch einen weiteren Band. 😀 Lange haben in mir Respekt vor den vielen Seiten und die große Neugier auf dieses Buch miteinander gerungen. Was soll ich sagen – Die Neugier siegte und irgendwann falle ich wegen ihr auch noch ins Kaninchenloch. 🙂


apostroph_untenapostroph_obenZum Schluss hätte Aomame den Leuten am liebsten eine Fratze geschnitten. Aber sie bezwang sich. Sie hatte keine Zeit für Spielereien.

Wenn sie einmal das Gesicht verzogen hatte, würde es sie zu viel Mühe kosten, wieder zu ihrem ursprünglichen Ausdruck zurückzukehren. (S.25)

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1Q84 Buch 1 2 von Haruki Murakami
Mit einem Klick zum Verlag

Das Zitat stammt aus Haruki Murakamis Werk 1Q84. Es geht um eine Parallelwelt, die von Aomame, einer Auftragsmörderin, und Tengo, einem Schriftsteller, eher zufällig entdeckt wird. Um die Parallelwelt von der Realität unterscheiden zu können, gibt Aomame ihr den Namen 1Q84, wobei das Q für question mark steht

Ich gebe zu, ich weiß noch gar nicht wirklich, wohin sich dieses Buch entwickeln wird. Ich weiß nur, dass es einige Anlehnungen an George Orwells 1984 haben soll, welches ich vor einigen Monaten bereits gelesen hab und wirklich gut fand. Und genau dieses Nicht-Wissen gepaart mit der großen Neugier auf diesen hochgelobten Schriftsteller lässt mich auf die kommenden 1000 Seiten hoffen.

Und, was liest du derzeit? 🙂


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

[Rezension] Jane Gardam – Ein untadeliger Mann

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 24.08.2015

Verlag: Hanser Berlin

ISBN: 9783446249240

Fester Einband 352 Seiten

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schnörkel

Erinnerung und Sehnsucht – ich darf sie nicht aus den Augen verlieren. Muss sie bewahren. (S.338)

Inhalt

Edward Feathers war einst ein sehr erfolgreicher Kronanwalt in Hongkong, hatte eine bezaubernde Frau und ein unbeschwertes Leben. Jetzt ist er achtzig Jahre alt und lebt allein in einem Haus in England. Doch war sein Leben wirklich mühelos? Ist diesem untadeligen Mann nie etwas zugestoßen, dass ihn aus seiner Laufbahn geworfen hätte? Er selbst hat scheinbar erfolgreich verdrängt, was in seinen Kindertagen geschehen ist. Doch seit dem Tod seiner Frau bricht in Eddie Stück für Stück etwas auf, eine totgeschwiegene Vergangenheit rückt ans Licht.

Rezension

Ich gebe zu, dies ist mal wieder einer der Romane, die mir eine Rezension etwas erschweren. Nicht, weil ich keine Meinung dazu hätte, was ich gelesen habe, und auch nicht, weil es mir nicht gefallen hätte. Aber dieses Buch ruft so viele verworrene Gedankengänge in mir hervor, dass ich Mühe habe, sie in geordnete Bahnen zu lenken.

Die Geschichte wird sehr, sehr ruhig erzählt. Wo andere Autoren mit Effekten in Sprache und Bild zum alles vernichtenden Schlag ausholen, beschreibt Jane Gardam den Tod schon fast nüchtern und abgeklärt. Durch diesen Stil blieben allerdings hin und wieder auch die Emotionen bei mir als Leser ein wenig aus. Das Leben des Edward Feathers war alles andere als langweilig, doch durch den behäbigen Erzählstil wirkt es doch durchgehend wenig aufgeregt.

Wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, ist dieses Buch allerdings eine richtige Perle an scharfsinniger Menschlichkeit, geschrieben mit einigem Witz und gut pointierten Dialogen.

Die Charaktere sind alle ein wenig neben der Spur, sei es Eddies Vater, oder seine zwei Tanten – Les Girls, wie sie sich selbst gerne nennen – seien es seine Cousinen Babs und Claire, selbst der Schuldirektor und viele weitere Nebencharaktere scheinen alle nicht das zu sein, was man hinlänglich unter „völlig normal“ verstehen würde. Vielleicht ist es aber auch der Gegensatz dieser etwas verqueren Menschen zu der ruhigen Erzählart der Geschichte, der dieses Buch einmalig macht. Neben Eddie ist mir „Sir“ als sympathischster Charakter aufgefallen, die Dialoge zwischen ihm und Eddie sind famos!

Am Ende des Buches erfährt man dann auch endlich, was denn nun in den Kindertagen in Wales passiert ist. Und Eddie, der sein Leben lang dachte, dass er als Strafe für sein damaliges Handeln immer wieder verlassen und allein gelassen wird, erfährt, dass er … Nein, das kann ich nicht verraten, lest selbst. Ich hatte jedenfalls das Bedürfnis, das Buch mit dem neuen Wissen noch einmal von vorne zu lesen. Viele Stellen würde ich jetzt sicherlich anders lesen und auch anders – oder teils auch besser – verstehen.

Fazit

Anspruchsvoll geschriebener Roman über ein ganzes Leben. Darüber, was wirklich wichtig ist im Leben. Menschlichkeit.

Bewertung: 4 / 5 Sterne ★★★★

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Der Tag nach der Leipziger Buchmesse 2017

Halli Hallo ihr Lieben!

Es ist Montag und das bedeutet, dass die diesjährige Leipziger Buchmesse nun vorbei ist. Da ich an 3 von 4 Tagen teils privat, teils arbeitend auf der Buchmesse unterwegs war, muss ich sagen: irgendwann reicht es auch. 😀 Vor einigen Minuten habe ich gelesen, dass wir dieses Jahr noch einmal 13.000 Besucher mehr hatten. Das heißt, es waren insgesamt ca. 208.000 Menschen in den Messehallen unterwegs. Und genau so hat es sich auch angefühlt! Ich bin froh, dass ich Donnerstag schon die Zeit genutzt habe, um mir die einzelnen Stände genauer anzuschauen. Samstag war das eher ein Von-der-Masse-mittreiben-lassen.

Samstägliche Impressionen

 

Mein persönliches Highlight am Samstag

IMG_20170325_171724_688Natürlich das Lovelybooks-Lesertreffen! In den weiten des Netzes ist es leicht, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Aber wie ist es, wenn man denen plötzlich gegenübersteht? Richtig: Wundervoll! So viele tolle Menschen auf einem Haufen, alle begeistert von den selben Dingen. Auch habe ich endlich die Nana von Ujulalas Blog kennengelernt, eine ganz ganz liebe Person. 🙂 Leider hab ich nicht alle getroffen, die ich treffen wollte, aber die nächste Buchmesse kommt mit Sicherheit.❤

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Vor dem Treffen gab’s auch noch eine Goodie-Bag von Lb für jeden, in der jede Menge Leseproben und zwei Bücher zu finden waren. Wem seine Bücher nicht zusagten, konnte sie hinterher dann auch mit den anderen tauschen. Auch ich habe meine zwei ursprünglichen Bücher weggetauscht und glücklicherweise sogar ein Wunschbuch von mir erhalten: Das Haus in der Nebelgasse.

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A20170323_142305uch der Sonntag war wieder vollgepackt mit Menschen und Buch-Highlights zum Neu-Entdecken. Die Größte Freude hat mir jedoch eine ganz wundervolle Frau vom Kleine Gestalten Verlag gemacht. Am Donnerstag habe ich bereits diesen Stand als meinen Lieblingsstand auserkoren, da die illustrierten Kinderbücher mich allesamt entzückt haben. Und da ich beruflich bedingt am Wochenende immer wieder an ihrem Stand vorbeischauen musste, kamen wir ins Gespräch. Und als ich sie das letzte Mal aufsuchte, schenkte – ja, SCHENKTE – sie mir ein ganz, ganz tolles Buch! Und zwar von Elisabeth Helland Larsen und Marine Schneider – Das Leben und Ich.  ❤❤❤

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Das war sie also – die Buchmesse Leipzig 2017!

Jetzt werde ich glücklich und zufrieden meine gehorteten Schätze betrachten und einsortieren, die irgendwann in den letzten Tagen eingesackte Erkältung auskurieren und euch in den nächsten Tagen meine Buchmesse-Neuzugänge nochmal im Einzelnen vorstellen.

Ich hoffe, ich konnte allen Daheimgebliebenen einen kleinen Einblick gewähren 🙂

Liebe Grüße!

Eure Gabriela

Erste Eindrücke der Leipziger Buchmesse 2017

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Ihr Lieben!

Ihr wisst, die Leipziger Buchmesse ist da! Vom 23. – 26.03.2017 darf in unseren 5 Messehallen gestöbert und gewuselt werden, Gespräche geführt und Gesprächen gelauscht werden. Ich war gestern bereits das erste mal dabei und konnte die Hallen mit relativ erträglichen Besucherzahlen erforschen. 🙂

Was ich gefunden habe, waren unfassbar viele tolle, neue und vor allem wunderschöne Bücher! Wer – wie ich – kunstvoll gestaltete Kinderbücher liebt, fühlt sich in Halle 2 sicherlich wie im Himmel. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den vielen, vielen liebevoll illustrierten Büchern. Wäre das Portemonnaie voller, hätte ich sie alle mit nach Hause genommen! An einem besonderen Buch kam ich jedoch nicht vorbei. Der Wunderhaus Verlag hat sich an zwei Märchen herangewagt und sie neu illustriert auf den Markt gebracht: Das tapfere Schneiderlein und Die Kleine Meerjungfrau ❤ Das Märchen von Hans Christian Andersen der kleinen Meerjungfrau, die sich in einen Prinzen verliebt und für ihn ihr Leben unter Wasser und ihre Stimme aufgibt, hat mich von jeher fasziniert und diese Ausgabe ist so unfassbar schön, dass ich sie natürlich mitnehmen musste.

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Hans Christian Andersen – Die kleine Meerjungfrau – Ausgabe aus dem Wunderhaus Verlag

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Seid ehrlich – könntet ihr dem Buch widerstehen? 🙂

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Ein kleines persönliches Highlight war auch der Stand von Lovelybooks in Halle 5 Stand D 410. Nicht nur, da er sehr gemütlich wirkt, sondern auch, weil sich die Leute von Lovelybooks etwas ganz tolles einfallen lassen haben: Eine Lostrommel, in der man einen neuen Buchtipp ziehen kann. Als Gegenleistung schreibt man einfach einen neuen Buchtipp auf und bekommt noch einen schicken Button dazu.

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Natürlich kann man auch auf keine Messe gehen, ohne einige Goodies einzustecken! Der Verlag Kleine Gestalten hat nicht nur ganz wunderbare Kinderbücher in seinem Repertoire, auch die Karten, die man sich mitnehmen konnte, sind einfach nur wunderschön gestaltet.

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Morgen geht es weiter mit der Buchmesse, da bin ich beim großen Lovelybooks-Treffen ab 14Uhr dabei. Ich freu mich schon sehr darauf! Ist jemand von euch vielleicht auch dabei? 🙂

weitere Buchmesse-Impressionen

Was ist mit euch? Seid ihr in den kommenden Tagen auch noch vor Ort? Und wenn ja, wohin zieht es euch am meisten? 🙂

Liebe Grüße! ❤

Eure Gabriela

 

Mittendrin Mittwoch #8 – Mädchen oder Junge?

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Ihr Lieben!

Heute gibt es den Mittendrin Mittwoch einmal am Abend. Und heute habe ich ein ganz besonderes Buch für euch (zumindest, wenn ich nach unzähligen Leserstimmen gehen darf).


Sie wusste, dass das Baby ein Mädchen sein würde, und begann, das kleine apostroph_untenKleidungsstück mit einer rosa Muschelborte einzufassen.

Die letzte Muschel beendete sie am folgenden Abend in der Klinik, gebar aber einen großen, langgliedrigen, rothaarigen Jungen von acht Pfund. Sie war entzückt von ihm (Edward) und schenkte das Jäckchen dem seidig braunen Baby der Amme, das es nie trug.

Am nächsten Tag begann das Kindbettfieber sein grausames Werk, und drei Tage später starb Mrs Feathers. (S.36)

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Nach den vielen turbulenten Büchern zuletzt brauchte ich mal wieder etwas mehr Ruhe, etwas mehr … ja, vielleicht Poesie. Ich weiß es nicht. Und Ein untadeliger Mann von Jane Gardam scheint mir genau das zu sein. Hochgelobt von Presse und Lesern bin ich sehr gespannt, wie sich das Buch entwickeln wird.

Gardam_24924_mit_BS_MR1.inddKlappentext

Alles an Edward Feathers ist ohne Fehl und Tadel – seine Garderobe, seine Manieren und sein Ruf als Anwalt mit glänzender Karriere in Hongkong. Nun ist er alt und muss mit dem Tod seiner Frau Betty zurechtkommen, so wie er immer mit allem zurechtgekommen ist. Seine perfekte Haltung täuscht alle und manchmal sogar ihn selbst. Doch mit Bettys Tod bricht etwas in ihm auf, und behutsam beginnt Feathers, vergangene Ereignisse ans Licht zu holen. An einem kalten englischen Wintermorgen setzt er sich ans Steuer seines Wagens und fährt los, das eigene Leben zu erkunden.


Diese Aktion wurde von der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove initiiert, schaut unbedingt mal bei ihr vorbei! ♥

[Rezension] Jonathan L.- Howard – Seelenfänger

Johannes CabalSeelenfaenger von Jonathan L Howard

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 07.09.2009

Verlag: Goldmann

ISBN: 9783442469963

Flexibler Einband 378 Seiten

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Meinungen sind ja bekanntlich immer subjektiv: Einige fanden dieses Buch schlecht, ich dagegen mochte es trotz einiger Abstriche sehr. 🙂

Inhalt

Johannes Cabal, von Beruf Wissenschaftler und Nekromant, verlangt von Satan persönlich seine Seele zurück, die er ihm vor einigen Jahren verkauft hat. Natürlich gibt der Teufel nur ungern her, was er bereits besitzt.

Notgedrungen schlägt Johannes ihm eine Wette vor: 100 Seelen für Satan innerhalb eines Jahres, um seine eigene zu retten.

Mit Hilfe des „Jahrmarkts der Zwietracht“ versucht Johannes nun, Menschen dazu zu bringen, ihm durch ein auszufüllendes Formular ihre Seelen zu überschreiben. Anfangs erhält er Hilfe von seinem Bruder Horst, der selbst ein nicht mehr gänzlich menschliches Dasein fristet. Doch dann will Johannes selbst unbefleckte Seelen für seine Zwecke missbrauchen, was seinem Bruder mehr und mehr missfällt. Wird Johannes seine Wette trotzdem gewinnen und so seine Seele zurück erhalten?

Rezension

Das Buch scheint ja die Gemüter zu spalten. Es gibt einige, denen die Geschichte scheinbar so gar nicht gefallen hat. Mir dagegen hat sie sogar sehr gut gefallen.

Eigentlich seit der ersten Seite habe ich ein typisches Tim Burton Setting vor mir gesehen, verschrobene Gestalten, merkwürdige Landschaften, alles eher düster und unheimlich, und ganz besonders dieser „Jahrmarkt der Zwietracht“.
Christoph Waltz mit seinem scharfen Blick und Verstand und seiner unverkennbaren Sprache würde sich sehr gut als Johannes Cabal machen, während sein dunklerer Bruder Horst bestens in Johnny Depps Metier fallen würde. So war zumindest meine Wahrnehmung, vielleicht sollte ich Burton mal eine Nachricht zukommen lassen.

Der Schreibstil ist locker und wird durch schwarzhumorige Phrasen aufgepeppt, nicht zuletzt dank der flapsigen Dialoge.

Als Johannes aus nichts weiter als einem Knochen, etwas Haut, einem Stück Stoff, ein paar Haaren und – wenn man Glück hat – einer Portion Schmalz Menschen, oder zumindest menschenähnliche Wesen, erschaffen hat, fand ich das großartig. Auch die weiteren Ideen für den Jahrmarkt waren sehr interessant, hätten an der ein oder anderen Stelle aber vielleicht noch ausgebaut werden können.

Was mir an der Geschichte gefehlt hat, war der charakterliche Tiefgang. Man erfährt bis zur wirklich letzten Seite nicht, warum Johannes eigentlich seine Seele zurückgewinnen will, warum er Nekromant geworden ist, was ihn dazu treibt, zu tun, was er eben tut. Ebenso bei Horst Cabal. Was genau ist seine Geschichte gewesen? Da hätte eine etwas ausführlichere Zeichnung der Charaktere sicherlich gut getan. Auch hätte ich mir einige mehr Episoden gut vorstellen können, wie Cabal zu seinen Seelen gekommen ist, welche List er angewandt hat. Bis es zur Zielgeraden ging, wurden die restlichen Seelen reichlich überflogen und nur am Rand notiert. Vielleicht gerade deswegen plätscherte der mittlere Teil etwas vor sich hin, was aber nicht bedeutet, dass er langweilig gewesen wäre – er hätte nur besser sein können.

Das Ende hat einen starken Cliffhanger zum nächsten Band, den ich mir sicherlich demnächst auch zulegen werde, da mir Johannes Cabal eben doch nicht aus dem Kopf geht und ich unbedingt wissen möchte, ob er schafft, was er sich vorgenommen hat. Die Toten wieder zu beleben und zwar nicht als seelenlose Zombies, sondern als richtige Menschen.

Fazit

Eine interessante Geschichte mit einem vielversprechenden Setting, der ein wenig mehr Tiefgang nicht geschadet hätte. Trotzdem ein Lesevergnügen für alle, die es gern etwas schräger mögen.

Bewertung: 4 / 5 Sterne ★★★★

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Eine literarische Reise nach … Asien – Teil 1

Ihr Lieben!

Bücher sind ja bekanntlich dafür da, dass man seinen eigenen Horizont erweitert. Mit ein wenig Fantasie kann man gegen Bösewichte kämpfen, sich immer wieder neu verlieben, kann die Magie der Welt erleben und ferne Länder bereisen.

Ein Blick in meine Regale sagte mir, dass mir der asiatische Raum scheinbar ziemlich zusagt, und zwar sowohl als Handlungsort, als auch der Stil asiatischer Schriftsteller.

Ich möchte euch nun also heute mitnehmen auf eine kleine literarische Reise ins Land der aufgehenden Sonne. 

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Das wären sie also. Meine Schätzchen. Was auf diesem Bild fehlt, ist die Geisha, eins der wohl am häufigsten wiedergelesenen Bücher bei mir. Es ist nicht verschwunden, sondern harrt im elterlichen Bücherregal meiner nächsten Lesestunden. 🙂

Heute möchte ich euch 3 Bücher vorstellen, die in China oder Japan spielen, deren Autoren jedoch nicht aus diesen Ländern stammen. Diese haben meiner Ansicht nach den ganz eigenen Schreibstil der asiatischen Schriftsteller übernommen, hauchzart, voller Poesie und Bildgewalt.herzlinie

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Es ist eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte. Der ehemalige Kommissar Auguste Jovert lernt im Treppenhaus den japanischen Anwalt Tadashi Omura kennen. Dieser erzählt ihm – anfangs ungefragt – im Laufe eines Jahres die Lebensgeschichte seines Freundes Katsuo Ikeda. Dabei gewinnt auch Joverts eigenes Leben wieder an Form und Substanz und er beginnt, sein eigenes Leben zu überdenken.

Neugierig geworden? Hier geht’s zu meiner vollständigen Rezension dazu!

 


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Christoph Ransmayr – Cox oder Der Lauf der Zeit

Der Inhalt ist schnell zusammengefasst.
Der Uhrmacher Alister Cox und vier seiner Gehilfen aus England werden vom Kaiser von China in sein Reich gerufen, beautragt, die unterschiedlichen Läufe der Zeit darzustellen.

 Wie verläuft die Zeit für ein Kind? Wie für einen zum Tode Verurteilten?

Während ihrer Arbeit werden sie immer wieder unterbrochen; der Kaiser, der Herr über zehntausend Jahre, wünscht etwas anderes. Schlussendlich sollen sie eine Uhr bauen, die die Unendlichkeit anzeigt, die, einmal in Gang gesetzt, nie wieder stillsteht, bis ans Ende aller Tage.
Überschattet wird die Geschichte von den Erinnerungen an den  tragischen Verlust Cox‘ in England, der seine geliebte Tochter verlor und seine Frau verstummen ließ.
Was dieses Buch ausmacht, ist nicht allein die Geschichte, die es erzählt, sondern wie sie erzählt wird.
Tokio 1946: Der Richter Rem Brink ist vom niederländischen Außenministerium zu den
sogenannten Tokioter Prozessen gesandt worden, um mit den Siegermächten die japanischen Kriegsverbrechen aufzuarbeiten. Brink ist sich seiner besonderen Verantwortung bewusst, sucht gleichzeitig aber auch Zerstreuung in einer Liaison mit der jungen Sängerin Michiko. Durch sie lernt er eine ganz andere, faszinierende Seite Japans kennen. Doch als Michiko ihn um einen Gefallen bittet, der seinen politischen und moralischen Grundsätzen widerspricht, wird die Beziehung auf eine harte Probe gestellt …
Auch dieses Buch klingt sehr vielversprechend (und hat mich aufgrund seines Covers vom ersten Augenblick an angezogen!) und wird wohl bald meinen SuB verlassen dürfen. 🙂
herzlinie
Kennt ihr eines dieser Bücher bereits oder seid ihr jetzt richtig neugierig geworden? Lasst es mich wissen und freut euch schon mal auf den zweiten Teil, wenn ich euch die restlichen Bücher vorstelle! ❤