Ein Escape-Book mit großem Kniffel-Faktor

Werbung | Autor: Andreas Uhlenbrock | Titel:Jagd auf den letzten Passagier |
Erscheinungsdatum: November 2021 | Verlag: BoD |
270 Seiten | Genre: Escape Book |

Bewertung: 3.5 von 5.

Langsam dämmert ihm wieder, was geschehen war. Tröpfchenweise fließen die Erinnerungen zurück in sein Bewusstsein.

(S.11)

Inhalt

Ein Flugzeugabsturz, viele Tote, irgendwo im Nirgendwo in den dichten Wäldern Finnlands. W kann sich nur langsam daran erinnern, was eigentlich passiert ist. Der Passagier neben ihm fragte ihn noch, ob die Wahrheit immer ans Licht gelangen sollte, sprach von verschlüsselten Botschaften auf seinem Laptop – doch worum geht es hier eigentlich? W schlittert unversehens in ein Abenteuer voller Rätsel, die wir gemeinsam mit ihm lösen müssen.

Rezension

Ziemlich knifflig

Als ich gefragt wurde, ob ich dieses Escape Book ausprobieren wolle, war ich direkt Feuer und Flamme – ich mag Rätsel! Dass diese für Fortgeschrittene ausgeschrieben sind, habe ich dabei wohlwissend beiseite geschoben, fortgeschritten, na klar!

Dass rächte sich schon bald, denn tatsächlich habe ich viele der Rätsel wirklich nicht mal im Ansatz verstanden, da war mein logischer Verstand wohl doch nicht ausgeprägt genug. Gemeinsam mit W schlagen wir uns zunächst durch die verschneite Wildnis Finnlands, auf der Flucht vor … Ja, vor wem eigentlich? Denn als W über Funk Hilfe anfordert, antwortet ihm eine russische Hilfstruppe, die ihn einsammeln will. Wenn da nicht der Hinweis seines Flugnachbarn Ian Berger gewesen wäre, der brisante Informationen auf seinem Laptop verschlüsselt hat.

Jagd auf den letzten Passagier | Innenseite

Die Rätsel in diesem Buch sind vielfältig, die Lösung mittels sogenannter Eingabefelder zu ermitteln. Wenn man sie denn ermitteln kann. Zwischen Symbolen, die es zu entschlüsseln gilt, Labyrinthen und Rechenaufgaben finden sich auch auflockernde Hütchenspiele oder ein Tic Tac Toe – yay! Im Laufe des Spiels kann man Spielpunkte gewinnen, mit denen man sich Hinweise erkaufen kann, um zu schwierige Rätsel doch noch zu entschlüsseln.. Leider brachten die mir in den meisten Fällen jedoch auch keine wirkliche Erkenntnis, weshalb ich ziemlich dilettantisch bis ans Ende schlitterte. Das Gute an diesem Buch ist jedoch: Man kann nicht sterben. Ob man die Rätsel versteht oder nicht, irgendwie kommt man auch so zum Ende. Gut für mich, jedoch nicht unbedingt für meinen Frustpegel, der sich mit der Zeit doch etwas erhöhte. Auch der eigentliche Fall, weshalb W nun mit einem Laptop voller Geheimnisse in Finnland unterwegs ist, hat mich nicht so recht überzeugen können. Mir fehlten einfach die Emotionen, um dem ganzen Abenteuer tatsächlich aufgeregt folgen zu wollen, anstatt mich nur von Rätsel zu Rätsel zu hangeln.

Fazit

Nicht für umsonst ein Escape Book für Fortgeschrittene, denn der Schwierigkeitsgrad der Rätsel kann sich durchaus sehen lassen. Wer zusätzlich auf Agententhriller steht, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren. Mir lag dieses Buch leider alles in allem nicht besonders, aber dafür kann das Buch nichts, für die richtigen Rätselknacker sollte es ein gutes Abenteuer bieten!

Bewertung im Detail

Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

Atmosphäre ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Rätsel ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 3.6 ★★★★

schnörkel

Herzlichen Dank an den Autor für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

4 Antworten zu „[Rezension] Andreas Uhlenbrock – Jagd auf den letzten Passagier”.

  1. Avatar von aleshanee75

    Schönen guten Morgen!

    Ich hab das Buch auch gelesen und die Emotionen haben mir tatsächlich auch gefehlt. Ich hab ja wenig Vergleichsmöglichkeiten, was solche „Rätsel Bücher“ angeht und ich weiß nicht, wie das sonst so gehandhabt wird … aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir auch gewünscht.
    Die Rätsel – manche hab ich tatsächlich gut lösen können, bei anderen bin ich auch kläglich gescheitert *lach* Aber da hab ich nicht so lange Ausdauer gehabt und dann einfach hinten in den Lösungen nachgeschaut 😀
    Witzig fand ich es auf jeden Fall, vor allem der Abwechslungsreichtum bei den Rätseln fand ich toll.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    Gefällt 1 Person

    1. Avatar von Buchperlenblog

      N’abend! =)
      Ja also Tiefe gehört auch in ein Spielbuch, damit man auch einfach an der Sache dran bleibt, auch wenn die Rätsel einen vielleicht zu Zornausbrüchen führen 😀 Ich fand die Rätsel auch gut gemischt, und manche konnt ich auch gut lösen, aber manchmal steht da wohl einfach einer auf der Leitung bei mir. (Im Ernst, hast du das mit den Symbolen in dem Notizteil gecheckt? xD)

      Liebe Grüße!
      Gabriela

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      1. Avatar von aleshanee75

        Haha, ne, erstmal nicht! Aber ich glaube, nach dem einen Tipp den es gab, hab ich es verstanden gehabt 😀
        Manche fand ich auch total schwer bzw. rätsle ich halt auch echt selten solche Sachen und da ist mein Gehirn wohl einfach etwas langsam xD Bei manchen war es dann so, dass ich, nachdem ich mir die Lösung angeschaut hab, mich über mich selber geärgert hab. Da hätte man schon drauf kommen können.
        Bei manchen ging es aber gar nicht, wie z. B. das mit der Gabel für die Tür zum öffnen 😉

        Gefällt 1 Person

  2. Avatar von Rückblick auf den November – Buchperlenblog

    […] wieder gescheitert, was grundlegend nicht so schlimm gewesen ist, die Story aus Andreas Uhlenbrocks Jagd auf den letzten Passagier mir jedoch auch ein wenig zu dünn war, um mich tatsächlich langfristig am Ball bleiben zu […]

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