Lust auf ein selbstbestimmtes Abenteuer im Wunderland?

Werbung | Autor: Jonathan Green | Titel: Alice im Düsterland |
Übersetzung: Felix Heitmann |
Erscheinungsdatum: 2015 | Verlag: Mantikore |
397 Seiten | Genre: Spielbuch |
Wolltet ihr auch schon immer mal selbst eure Füße ins Wunderland von Lewis Carroll setzen? Mit den verrückten Figuren sprechen, Rätsel lösen und gegen die Herzkönigin bestehen? Dann seid ihr im Spielbuch von Jonathan Green genau richtig! Denn hier seid ihr dran, sicher durch das düstere Fantasieland zu gelangen.
Dabei fängt alles noch ganz harmlos an …

„Du bist spät dran! Wach auf!“
Alice schreckt hoch und setzt sich hin. Sie blinzelt überrascht und schaut sich verblüfft um. Es ist ein milder Sommernachmittag und sie sitzt an einem Fluss. Das lange Gras hat ihr ein Bett aus Gänseblümchen bereitet. Das Wasser gluckert sanft, während es auf seinem Weg flussabwärts an ihr vorbeiströmt.
(S. 25)

Wer würde bei diesem idyllischen Einsteig ahnen, dass wir bald erbittert um unser Leben kämpfen werden? Und glaubt mir, es wird ein erbitterter Kampf, denn wem das Glück in Form gefallener Würfel nicht hold ist, der hat es durchaus nicht leicht.

Doch bevor es tatsächlich losgeht, sollte man sich einen Überblick über die gängigen Regeln verschaffen. Außerdem gilt es, die beiden beiliegenden (bzw ausdruckbaren) Dokumente Alice‘ Abenteuerblatt sowie die Albtraumbegegnungskästchen bereitzulegen. Nachdem man sich überlegt hat, wie man seinen Charakter grundlegend aufbauen möchte, kann es auch schon losgehen.
Abschnitt für Abschnitt folgen wir nun als Alice dem weißen Kaninchen durch den Kaninchenbau und betreten das Wunderland. Doch hier ist es weitaus gefährlicher als zuerst angenommen. Kämpfe müssen mit Hilfe von Würfeln ausgefochten werden, Rätsel geknackt und manchmal auch das Heil in der Flucht gesucht werden. Dabei tauchen sowohl Figuren auf, die man aus Carrolls Wunderland kennt, wie auch völlig neue, bösartige Kreaturen. Jede Entscheidung führt zu einem neuen Abschnitt, und nicht immer kann man sich sicher sein, richtig gehandelt zu haben. Viele Illustrationen bereichern zusätzlich den Spielverlauf, so dass man seine Gegner besser in Augenschein nehmen kann.
Ich hatte riesigen Spaß an diesem Spielbuch, nicht allein weil es mich ins Wunderland gebracht hat, sondern auch dank der interessanten Spielmechanik selbst. Denn man kann sich nie sicher sein, dass ein Kampf gut ausgeht, nur weil man gut gerüstet ist. In einer Spielrunde musste ich mich direkt am Anfang geschlagen geben, nur weil mir die Würfel nicht wohlgesonnen waren. Umso wichtiger ist da der hohe Wiederspielwert des Buches, da man ja doch immer wieder andere Wege geht, neue hilfreiche Gegenstände einsteckt und so dem Schicksal besser trotzen kann. Ein Notizbuch um den Überblick zu behalten lohnt sich dabei aber allemal! Also …
Wer von euch wagt sich nun … ins Düsterland?







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