Er[Quick]liches aus der Literatur! #18

Liebste Bücherwürmer – willkommen zu einer neuen Runde mit neuem Wissen!

Mit er[Quick]liches aus der Literatur möchte ich euch mit kleinen Tatsachen überraschen, Funfacts einstreuen oder einfach nur einen kleinen Aha-Effekt erzielen 🙂

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Etwas, das uns Buchliebhabern ganz besondere Bauchschmerzen bereitet, ist definitiv das Eselsohr. Doch woher stammt dieser Begriff?

Das Eselsohr bezeichnet seit dem 17. Jahrhundert den unschönen Knick einer Seite, der entweder durch Schludrigkeit oder gewollter Maßen als Lesezeichen einem Buch beigefügt wird. Die Form soll an das nach hinten gebogene Ohr eines Esels erinnern; im englischen  vergleicht man es mit einem Hundeohr, was meiner Ansicht nach einleuchtender klingt. Ob Esel oder Hund, in allen Ländern der Welt gilt der Knick als Sachbeschädigung.

Übrigens: Böse Zungen behaupten, der Begriff käme auch daher, dass nur ein dummer Esel sein Buch so schlecht behandelt, dass es Knicke davonträgt.

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Habt ihr Fragen oder Anregungen, dann teilt sie mir gerne mit – ich gehe den Dingen auf den Grund!

schnörkel

16 Comments on “Er[Quick]liches aus der Literatur! #18

  1. Die Erklärung ist tatsächlich sehr einleuchtend, vor allem die am Schluss! 😀
    Auch wenn ich mich auch schon ein Mal dabei erwischt habe, dass ich bei einem sehr zerlesenen Buch mangels Alternativen eine tolle Stelle mit einem winzigen Eselsöhrchen markiert habe… Schande über mich! Allerdings habe ich das Öhrchen dann etwas später wieder glatt gebügelt, als ich wieder meine Post-Its zur Hand hatte. 😀
    Einen tollen Start in die Woche wünsche ich dir! ❤

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    • Asche auf dein Haupt! Ich habe das vermutlich früher auch schonmal irgendwann gemacht, in nicht-so-sehr-geliebten Schulbüchern. Aber mittlerweile meide ich doch jegliche Beschädigung.Mit Post-Its ist es natürlich eine sehr schöner und bessere Alternative! 🙂

      Liebe Grüße und dir ebenfalls einen wunderbaren Start! ♥

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  2. Oh, so als Bücherei-Mitbarbeiterin kann ich eine ganze Arie über Eselsohren singen… Wenn es aber nicht gerade der Erstentleiher war nehmen wir das meistens einfach so hin. Aber es tut jedes Mal ein bisschen weh :<

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  3. Hoi, Gabriela.
    Ich mag es eigentlich gern, wenn ältere Bücher mir den Eindruck vermitteln gelesen worden zu sein. Interessant, wenn sich auf Seiten einzelne Anmerkungen oder auch nur Hervorhebungen finden lassen. Ist dann gelegentlich ein wenig wie Spurensuche.
    Speziell bei Taschenbüchern laßen sich aber Exemplare finden, denen bei der Lektüre glatt der Buchrücken gebrochen wurde, sodaß irgendwo in der Mitte eine häßliche Wunde klafft. Wenn einem dann noch Einzelteile entgegen kommen… 😕

    Meine Mutter brachte mir übrigens früh bei, daß Eselsrohren ja zu unterlaßen seien… 🙂

    Komme nach ein paar langen Tagen endlich mal wieder zum Kommentieren; auch nicht schlecht.

    bonté

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    • Hallo!
      Ich mag es prinzipiell auch, wenn (Lieblings-) Bücher aussehen, als hätte man schon viele schöne Lesestunden mit ihnen verbracht Nir Eselsohren zählen dabei nicht rein, die finde ich wirklich unschön. Dass in Büchern Anmerkungen zu finden sind, muss sich wohl auf einige speziellere beziehen, denn sonst wüsst ich nicht, was man so anzumerken hat 😅

      Liebe Grüße!
      Gabriela

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      • …ach, Anmerkungen – ich habe mir Gedanken & Fragen für die Rezi immer im Buch notiert (mit Bleistift 😌). Oder auch wer die Rollen in einer theoretischen Verfilmung spielen könnte.
        Hoffe Du redest jetzt noch mit mir…🙂

        „Bücher sind der Dietrich zu all den Welten deines Lebens.“
        (Myrelle Minotier)

        bonté

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