[Rezension] Stephen King – Carrie

Nicht umsonst Kings erstes Erfolgsbuch!

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Werbung: Erscheinungsdatum Erstausgabe: 1974  Verlag: Bastei Lübbe

Flexibler Einband 320 Seiten  Genre: Horror

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Carrie starrte ihn an, und heiße Wut stieg in ihr hoch. Das Fahrrad wackelte, dann kippte es plötzlich um. Tommy schrie. Das Fahrrad lag auf ihm. Carrie lächelte und ging weiter. Tommys Heulen war süße, wohltuende Musik in ihren Ohren.

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Inhalt

Carrietta – Carrie – White lässt bereits als dreijährige einen Eis- und Steinregen auf das elterliche Haus niederregnen, nachdem ihre Mutter in einem religiösen Wahn nach dem Leben trachtet. Danach verschließt sie diese Fähigkeit in ihrem Inneren, bis neue, seelisch schmerzhafte Erlebnisse sie wieder hervorbrechen lassen.

Seid ihr bereit für den Abschlussball?

Rezension

Carrie White. Es wird kaum eine Leseratte auf der Welt geben, die bei diesem Namen nicht einen Hauch Gänsehaut verspüren wird. Das bereits 1974 veröffentliche Erstlingswerk vom Meister des Horror Stephen King wirkt auch nach 44 Jahren kein bisschen angestaubt.

Denn Carrie hat so einiges in petto, wovon sich heutige Gruselschinken eine Scheibe abschneiden können. Carrie fasziniert. Carrie White, ein 16-jähriges Mädchen, von allen in der Schule aufgrund ihres merkwürdigen Verhaltens, ihrer selbstgeschneiderten Sachen, ihrer wahnhaft religiösen Mutter gehänselt und verunglimpft.

Der grobe Ablauf der Geschichte ist sicherlich bekannt. Nachdem Carrie eine weitere peinvolle Situation in der Schule erleben muss, fühlt sich ihre Mitschülerin Susan Snell dazu verpflichtet, etwas bei ihr gut zu machen. Sie bittet ihren Freund Tommy Ross in bester Absicht, Carrie auf den bevorstehenden Abschlussball zu begleiten. Doch der Abend des Balls wird für viele Schüler und Einwohner des Städtchens Chamberlain zu dem letzten Abend in ihrem Leben.

Besonders gelungen fand ich, wie King die Geschichte erzählte. Denn bereits zu Beginn ist dem Leser klar, wie es enden wird, denn immer wieder flechtet der Autor Textausschnitte aus Polizei-Berichten, Sachbüchern über Telekinese, sowie Erzählungen zur Schwarzen Ballnacht ein. Sie beleuchten das Geschehen noch einmal von ganz anderen, „wissenschaftlichen“ Punkten aus, der Leser setzt sich mit der Gabe der Telekinese weitaus mehr auseinander, als in Romanen, in denen man vor die Tatsache der Gabe einfach gestellt wird. Und auch wenn man den Ausgang bereits kennt, fiebert und leidet man mit Carrie mit, will sie in den Arm nehmen und alle anderen brennen sehen.

Fazit

Eines der kürzeren Werke Kings, doch das tut der Geschichte keinerlei Abbruch. Faszinierend, grauenhaft, interessant, und selbst nach 44 Jahren noch immer hochaktuell. Lesenswert!

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 4.8 ★★★★★

schnörkel

 

13 Comments on “[Rezension] Stephen King – Carrie

  1. Ich weiß noch, wie erschüttert ich war, als ich Carrie ausgelesen hatte. Wie du es schon so schön beschrieben hast, ich wollte sie in den Arm nehmen und die anderen brennen sehen. Treffender hätte man es nicht beschreiben können. Was für ein Buch!
    Liebste Grüße,
    Ida

    Gefällt 1 Person

  2. Hey,
    das war mein aller erstes Buch von King! Ich habe es glaub 1995 gelesen und war total begeistert. Der Film konnte mich nicht so überzeugen. Es freut mich, dass es immer noch Leser gibt, die diese frühen King-Bücher lesen und sie immer noch gefallen! 🙂
    GlG, monerl

    Gefällt 1 Person

  3. Hallo Gabriela,
    ich habe Carrie auch vor Jahren gelesen und es ist einfach so klasse finde ich! Ich sollte es vielleicht nochmal re-readen. 😉
    Lustig finde ich allerdings immer wieder wie gut Carrie ankommt und Stephen King selber ist ja so gar nicht von seinem Erstlingswerk begeistert. 😀
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Rückblick auf den Mai – Buchperlenblog

  5. Pingback: Rückblick auf den Juni – Buchperlenblog

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  7. Ich finde das Buch super und habe es vor Kurzem noch einmal gelesen. Es wirklich ein Meisterwerk von King, dass immer noch aktuell ist. Ich habe mir auch die Verfilmungen angesehen, leider waren die alle nicht wirklich gut.

    Gefällt 1 Person

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