Brennen sollen die Bücher!

Werbung | Erscheinungsdatum Erstausgabe: 1953 Verlag: Diogenes
Fester Einband 170 Seiten Genre: Klassiker
Wir haben alles, was wir brauchen, um glücklich zu sein, aber wir sind es nicht. Etwas fehlt. Ich habe mich umgesehen. Das einzige, von dem ich mit Bestimmtheit wusste, dass es uns abhanden gekommen ist, das sind die Bücher, die ich in den letzten zehn, zwölf Jahren verbrannt habe. So kam ich auf den Gedanken, es seien vielleicht die Bücher, die uns fehlen.
(S.92) ![]()
Inhalt
Montag ist Feuerwehrmann von Beruf. Er liebt seinen Job, liebt es, mit Kerosin und Hitze für Ordnung in den Köpfen der Menschen zu sorgen.
Denn die Feuerwehr verbrennt Bücher, Geschichten, verbotenes Papier. Bis er eines Tages Clarisse kennenlernt. Danach sieht Montag das Leben mit anderen Augen.
Rezension
Fahrenheit 451 von Ray Braybury ist ein absoluter Klassiker, und endlich kam auch ich dazu, mir meine Meinung zu bilden.
Es ist ein schreckliches Szenario für jeden Buchliebhaber. In Bradburys dystopischer Welt sind Geschichten verboten. Bücher, die von erfundenen Pesonen handeln, aber auch Bücher, in denen Wissen vermittelt wird. Fahrenheit 451. Das ist die Temperatur, bei der Papier anfängt zu brennen.
Als Montag endlich seinen eigenen Beruf in Frage stellt, wird ihm von seinem Vorgesetzten erklärt, dass dieses Verbot nicht von einer Regierung stammt. Nein, vielmehr war es eine schleichende Entwicklung, dem Fernsehen sei Dank. Denn die Menschen wollen gar keine Bücher mehr lesen, sie wollen nur noch leichte Kost, schnelle Kost, heruntergebrochene Inhaltsangaben von Inhaltsangaben, stumpfsinniges Gebrabbel, den ganzen Tag.
Mein bibliophiles Herz blutete. Man stelle sich nur einmal eine solche Welt vor! Es gibt Alarm und die Feuerwehr rückt an, weil in einem Haushalt unerlaubt Bücher gefunden wurden. Manche Menschen verbrennen lieber zusammen mit ihren Schätzen, als sich von ihnen zu trennen!
Bradbury gibt hier seinen Unmut kund über die eventuelle Entwicklung des Menschen. Das Fernsehen, der Konformismus, das bedeutet Verdummung der Menschheit. Wer will schon noch selbst lesen, selbst nachdenken, wenn man sich mit Wänden umgeben kann, die Tag aus Tag ein die „Familie“ darstellt, Nonsens plappernd, aber immer gehört?
Glücklich bin ich, dass sich seine Zukunftsvision nicht bewahrheitet hat. Glücklich, dass wir nach wie vor lesen können, lesen dürfen!, und uns eine eigene Meinung bilden können.
Glücklich, dass in all den Schrecken ein Fünkchen Hoffnung geblieben ist. Für Montag. Und für all die versteckten Menschen, die sich ihre Liebe zum gedruckten Wort nicht verbieten lassen.
Fazit
Die Geschichte ist auf 170 Seiten schnell erzählt, doch sie hinterlässt noch lange Spuren in den Gedanken. Wie traurig wäre doch eine Welt, in der diese Dystopie Wirklichkeit wäre! Bradbury findet Worte, um uns aufhorchen zu lassen. Nicht umsonst ist die Geschichte um Montag ein Klassiker geworden. Leseempfehlung!
Bewertung im Detail
Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )
Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )
Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )
Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )
Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )
= 4.4 ★★★★
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