[Rezension] Peter V. Brett – Das Feuer der Dämonen

Ob alter Hase oder Neuling: Eine atmosphärische Sammlung, die ergänzt und einen neuen Einblick gewährt!

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Werbung | Autor: Peter V. Brett| Titel: Das Feuer der Dämonen|
Übersetzer:  Ingrid Herrmann-Nytko |
Erscheinungsdatum: Dezember 2019 | Verlag: Heyne |
544 Seiten | Genre: Fantasy | Reihe: Kurzgeschichtensammlung zum Lied der Dunkelheit |

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Die Wüste zitterte unter der Hitze. Wie ein schweres Gewicht lasteten die grellen Sonnenstrahlen auf dem Land, und Arlen ertappte sich dabei, wie er sich vornüberbeugte, als gäben seine Schultern unter dieser Bürde nach.

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Inhalt

Dämonen sind der Schrecken der Nacht. Doch immer wieder gibt es Menschen, die es wagen, sich diesen Kreaturen in den Weg zu stellen. Einer von ihnen ist der junge Kurier Arlen, der auf seinen Missionen lernt, dass es neben Mut auch neue Ideen braucht, um in dieser gefährlichen Welt zu überleben – und der schon bald als der »Tätowierte Mann« den Menschen neue Hoffnung im Kampf gegen die Dämonen gibt. Denn Arlen ist nicht allein. Manchmal an seiner Seite, manchmal aber auch an entlegenen Orten, stehen Menschen auf und fangen an, sich gegen die Bestien der Nacht zu wehren. Menschen, die füreinander und für mehr Gerechtigkeit eintreten. (Quelle: Verlagsseite)

In diesem Buch nun sind die vier Novellen vereint, die Peter V. Brett für seine Dämonen-Saga schrieb, und die am Ende dann doch dem Rotstrich zum Opfer gefallen sind. Nicht, weil sie schlecht wären, sondern einfach aufgrund der Fülle der Geschichten, die diese Saga bereits bereithalten. Außerdem finden sich gestrichene Szenen und kleine Erzählungen, die Arlens Welt noch ein Stück greifbarer machen.

Rezension

Wenn nachts die Dämonen kommen

Ihr kennt das sicherlich auch, es gibt Reihen, mit denen liebäugelt man schon lang, und traut sich doch nicht recht daran. Sei es, weil man nicht noch eine Reihe beginnen will, oder weil man keinen Platz mehr im Regal hat, oder weil man schlicht und ergreifend nicht weiß, ob es einem am Ende zusagt. Ich persönlich hänge mich regelmäßig an den Gedanken, endlich mit der Lied der Dunkelheit-Reihe von Peter V. Brett zu beginnen. Einziges Problem: Es sind sechs dicke Bände, die ihren Platz brauchen in meinen aktuell heillos überfüllten Regalen. Nichtsdestotrotz wurde ich hellhörig, als mir mit diesem Novellen-Sammelband ein Einstieg in die Welt der Dämonen gewährt werden sollte. Nur einen Blick hinein werfen, nur mal kurz hallo sagen zu den Schrecken der Nacht, dachte ich.

Ohne Vorwissen wurde ich hineinkatapultiert in eine Welt, in der die Menschen nur des Tages sicher waren. Denn sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, steigen Dämonen, die sogenannten Horklinge aus dem Boden und töten alles, was lebt und atmet. Die Kreaturen gibt es in vielen Varianten, vom Wind- zum Schneedämon, und ein einarmiger Felsdämon, der Arlen immer verfolgt, ist auch dabei. Dabei schützen sich die Menschen mit Hilfe von Siegeln, die sie in ihre Kleidung, Waffen oder Häuser ritzen, vor diesen Unwesen. Doch trotzdem werden immer wieder Opfer gefordert, und das auf reichlich blutige Weise.

Der Einstieg fiel mir leicht, schnell fand ich mich zurecht in der Wüstengegend der ersten Geschichte, im Gebirge der zweiten oder im Dorf Tibbet’s Bach, bei der wir der Dorfsprecherin Selia zuhören, wie sie ihr langgehütetes Geheimnis endlich preisgibt. Ohne dass ich die Personen vorher kannte, wuchsten sie mir in diesen kurzen Einblicken ans Herz und – wohlwissend das bald mehr Platz im Regal sein wird – werde ich wohl anfangen, die Dämonen-Saga von Anbeginn an zu verfolgen. Zu interessant ist die Welt, die Peter V. Brett hier erschuf.

Fazit

Für Fans der Reihe ist dieser Sammelband an Kurzgeschichten und Szenen sicherlich eine Bereicherung ihrer Welt, für Neulinge wie mich dagegen verschafft sie einen guten ersten Einblick in die Menschen und Dämonen der Welt. Und ich wette, sie fixt so manchen an, die Reihe nun auch wirklich zu lesen.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4.2 ★★★★

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Herzlichen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

 

 

8 Comments on “[Rezension] Peter V. Brett – Das Feuer der Dämonen

  1. Leider kenne ich die Reihe gar nicht… ich finde es aber toll, dass du zuerst mit diesem Buch begonnen hast so kannst du immer noch entscheiden, ob du dir die anderen 6 Bücher wirklich holen willst!

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    • Ich hab auch schon wirklich lang drüber nachgedacht, das sind ja nicht nur noch so 200 Seiten Heftchen 😀 Interessanterweise habe ich heute moin erst gesehen, dass der erste Band tatsächlich schon im Regal steht – wozu Umzüge doch alles so gut sein können. ♥

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  2. Ich kann die Reihe nur absolut empfehlen. Ich habe damals damit angefangen als Band 1 veröffentlicht worden ist und jedes Jahr was es ein Highlight einen neuen Band in den Händen zu halten. Mittlerweile habe ich alles aus der Welt gelesen und jedes Buch egal wie dick es auch ist, fühlt sich viel schmaler an, weil man nur so durch die Seiten fliegt. Die Charaktere sind so scharf gezeichnet dass ich wirklich an ihnen hing. Außerdem wechseln sich spannende Actionszenen mit Politik und sozialer Interaktion perfekt ab.
    Und als Bonus kann man nur sagen, dass Peter V. Brett unglaublich sympathisch und fannah ist. Hab ihn mal auf einer Lesung kennen gelernt und war begeistert. Klare Empfehlung

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    • Ich bin nun auch schon ganz heiß auf das Lied der Dunkelheit! Schön zu lesen, dass es so einen bleibenden Eindruck bei dir hinterlassen hat. Wie ich heut moin erst festgestellt hab, befindet sich der erste Band sogar schon in meinem Besitz – der Reihe steht also nichts mehr im Wege. 😀

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      • Super, ich wünsche dir ganz viel Freude mit den Büchern 🙂 das ist so eine Reihe die ich gerne auch noch mal mit frischen Augen lesen würde ☺️ aber dann beschweren sich die ungelesenen Bücher in meinen Regalen 😂

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    • Dieses Buch ist dann sicher ganz besonders was für dich, wenn du die Hauptreihe schon gelesen hast. Dann wirst du dich noch heimischer fühlen, als ich es schon – in völliger Unkenntnis – getan hab 🙂

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  3. Pingback: Rückblick auf den Januar – Buchperlenblog

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