Er[Quick]liches aus der Literatur! #16

Liebste Bücherwürmer – willkommen zu einer neuen Runde mit neuem Wissen!

Mit er[Quick]liches aus der Literatur möchte ich euch mit kleinen Tatsachen überraschen, Funfacts einstreuen oder einfach nur einen kleinen Aha-Effekt erzielen 🙂

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“Es schlägt zwölfe! So sei es denn! Lotte! Lotte, lebe wohl! Lebe wohl!”

Dass Geschichten zuweilen zum Nachahmen animieren, musste schon Johann Wolfgang von Goethe am eigenen Leib erfahren. Sein Werk „Die Leiden des jungen Werther“ wurde sogar kurz nach seinem Erscheinen 1774 kurzzeitig verboten. In diesem Briefroman beschreibt der junge Protagonist seine Liebe zu der bereits vergebenen Lotte und sein Leiden durch diese unglückselige Liebe bis hin zum eigenen Suizid.

Womit niemand rechnete, war die Welle an Selbstmorden, die mit dem Roman in Verbindung gebracht werden.

Kurioserweise verbot man auch die sogenannte Werther-Tracht. Diese bestand aus einem blauem Tuchfrack, gelber Weste, Kniehosen aus gelbem Leder, Stulpenstiefeln und einem rundem, grauem Filzhut und wurde von jungen Menschen als Zeichen der Reaktion auf den Roman zur Schau getragen.

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Habt ihr Fragen oder Anregungen, dann teilt sie mir gerne mit – ich gehe den Dingen auf den Grund!

schnörkel

6 Comments on “Er[Quick]liches aus der Literatur! #16

  1. Dia dhuit, Gabriela.
    Master Shakespeare bedeutete schon an,
    wie dürr mit Liebenden das Schicksal spann.
    Wenn Julia nur schläft & Romeo sich grämt.
    Schnell der Griff zum Gift, schneller noch die Wirkung trifft.
    Nur wenig später erwacht, sieht Julia die Nacht
    & herbei den letzten Kuss sie ersehnt.

    Eigentlich vergeht jeder Liebeskummer unter dem Pflaster „Zeit“; die Sache mit dem Freitod bleibt dagegen endgültig. Vielleicht hätte Goethe mehr darauf eingehen können.
    Auf der anderen Seite tragen jeden Dichter seine Musen.

    bonté

    Gefällt 1 Person

    • Hallo!
      Ja, das hätte er vielleicht. Aber andererseits konnte er ja nun wirklich nicht voraussehen, dass seinen Briefeschreiber die Leser begleiten werden. Heutige Thriller-Autoren schreiben ja auch Grausamkeiten nieder ohne die Annahme, dass sie direkt Nachahmer finden.

      Liebe Grüße!
      Gabriela

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