Wem es geht wie mir, dem ist die Kindheit die wichtigste Erinnerung. Ich bin im Herzen ein Kind geblieben, meine Mutter sagt auch gern: „Peter Pan hätte seine helle Freude an dir!“ Und vermutlich hat sie da recht. Natürlich kenne ich den Ernst des Lebens, aber meine Gedanken ziehen sich sehr gern zu der unbeschwerten Zeit zurück, in denen man keine größeren Entscheidungen fällen musste, als mit welchem Kuscheltier man heute das Bett teilen soll.
Mit Kuchen in die Vergangenheit
Nun kam meine Mutter vor einigen Tagen zu mir und brachte mir eine Kuchenbackmischung mit. Aber nicht nur eine x-beliebige (sonst wäre auch meine Freude geringer ausgefallen, ich backe lieber komplett selbst 🙂 ), nein, sie war von Conni. Kennt ihr noch Conni?

Mir persönlich ist Conni als Pixi-Buch bekannt. Anlass genug, um die geliebte Sammel-Kiste aus dem Schrank zu holen, den Staub wegzupusten und einen Blick in längst vergangene Zeiten zu werfen.

Ein wunderbares Ritual meiner Kindheit war es, abends im Bett zu liegen und eines der vielen Büchlein auszuwählen zum Vorlesen.
Elternteil: Links oder Rechts?
Ich: Links.
Elternteil: Von Vorn oder von Hinten abzählen?
Ich: Hinten.
Elternteil: *zählt ab* Sag STOPP!
Und dann wurde vorgelesen, was die Kiste offenbarte. Ich liebe diese Erinnerungen! Viele Jahre haben mich diese kurzen Geschichten begleitet, auch jetzt schaue ich von Zeit zu Zeit gerne hinein und erinnere mich an all die tollen Geschichten (Und das meine ich ernst: Ich erinnere mich. An jede einzelne.)

Zu unseren Lieblingen zählte stets Waldo, der Hund. Waldo erlebte in meiner Kindheit viele Abenteuer, doch Waldo und die Marzipankartoffel wird vermutlich noch in unzähligen Jahren von meiner Familie zitiert. In dieser Geschichte verliert Waldo die besagte Marzipankartoffel und jagt ihr hinterher. Doch jeder Waldbewohner, an dem sie vorbeihüpft, hält sie für etwas anderes und so ist der halbe Wald in Aufruhr und hetzt ihr hinterher, bis schließlich eine Maus das Naschwerk als das erkennt, was sie ist – und sie verspeist.
Moral? Nö. Aber Unterhaltungswert für Groß und Klein! Doch es gibt viele Pixi-Geschichten, die Kindern den Alltag näher bringen, die sie auf den Besuch beim Friseur, Zahnarzt, Schule usw. vorbereiten. Ich werde meine wohl ewig aufheben, sie später meinem eigenen Kind vorlesen und hoffen, dass sie im nächsten Kinderherz genauso fest verwurzeln, wie in meinem.
Kleines Fakten-Wissen

- Pixis erscheinen seit 1954 im CARLSEN-Verlag
- Sie sind immer 10 x 10cm groß (Außer die Maxi-Ausgaben, die sind jetzt 15cm groß)
- Sie sind immer genau 24 Seiten lang
- Es gibt bereits mehr als 2000 Geschichten und über 200 Serien
Natürlich gibt es heutzutage Unmengen neuer Geschichten, man kann sie gar nicht alle kennen. Aber immer, wenn ich an einem dieser Pixi-Becken vorbeikomme, muss ich unwillkürlich lächeln, mein Herz klopft und ich fühle mich für einen Moment wieder wie das kleine 5jährige Mädchen, dass ich damals war und heute im Herzen manchmal noch bin.
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