[Im Kaufrausch] Bookbot.de im Test
Liebe Büchermenschen!

Wir alle lieben Bücher. Wir lieben es, Bücher zu kaufen. Und wenn wir könnten, wie wir wöllten … Ja, dann würden wir vermutlich noch viel häufiger unsere Regale mit neuen Büchern bestücken, nicht wahr? Wenn da nur nicht immer die Sache mit dem Geld wäre. Gut also, dass es Secondhand-Seiten für gebrauchte Bücher gibt – und ich hab da mal was neues für euch ausprobiert!

Kaufen und Verkaufen

Vor einigen Tagen wurde ich gefragt, ob ich Interesse daran hätte, die Secondhand-Plattform Bookbot.de zu testen. Und da meine Wunschliste ewig lang und der Geldbeutel immer ewig leer ist (und der Gedanke, damit der Umwelt auch noch was gutes zu tun, auch immer präsent ist), war ich natürlich direkt begeistert.

2019 in Tschechien gegründet und dort mittlerweile der größte Secondhand-Handelspartner für Bücher, breitet sich das Unternehmen auch in Deutschland immer weiter aus und macht somit Medimops oder ReBuy starke Konkurrenz. Laut eigener Aussage findet man derzeit rund 240.000 deutschsprachige und 50.000 englische Bücher bei ihnen. Und natürlich auch tschechische, solltet ihr gerade auf der Suche nach Büchern in dieser Sprache sein. 😀

Nach einigem Umschauen, habe ich mich für Rebecca F. Kuangs Poppy-War Trilogie entschieden, die als Bundle angeboten wurde und sowieso schon längst bei mir einziehen wollte. Den Zustand „Wie neu“ kann ich übrigens besten Gewissens wiedergeben, denn die Bücher sehen tatsächlich so aus, als hätte ich sie frisch aus dem Laden mitgenommen. Verständliche Gründe, weshalb der Preis für das Bundle auch nur geringfügig unter dem Ladenpreis lag. Der Versand dauerte auch nur wenige Tage, und außer, dass ich von dem tschechischen Absender knihobot.cz zuerst irritiert war, lief alles zu meiner vollsten Zufriedenheit ab. 🙂 Wie man auf dem oberen Bild sehen kann, werden die Buchfotos scheinbar immer wieder individuell aufgenommen, so dass man auch Schäden vorzeitig sehen kann (wie zB bei Yarros Flammengeküsst), was ich ziemlich praktisch finde.

Bookbot verkauft nicht nur gebrauchte Bücher, sie verkaufen sie auch für euch. Und das machen sie tatsächlich anders als Medimops und Co, wie ich herausgefunden habe. Während man bei anderen Seiten die IBAN einscannt, fotografiert ihr hier den Buchrücken des zu verkaufenden Buches, erhaltet innerhalb von 24 Stunden eine Benachrichtigung, ob das Buch verkauft werden kann und sendet es erst im Anschluss hin. Auch die Auszahlung eures Verkaufes gestaltet sich ein wenig anders. Denn ihr werdet erst ausgezahlt, wenn das Buch auch tatsächlich weiterverkauft wurde – was laut Unternehmen wohl meistens maximal 10 Tage dauert. Ich finde, dass das durchaus ein interessantes Konzept ist, was scheinbar ja auch bei vielen Verkäufern bereits aufgegangen ist. Allerdings habe ich persönlich damit noch keine Erfahrung gemacht. Vielleicht hat ja hier schon jemand anderes Erfahrungen, die er teilen mag?

Alles in Allem bin ich jedenfalls super zufrieden mit meinem Einkauf bei Bookbot.de, es ging flott und die Bücher sind in einem einwandfreien Zustand. Wenn ich also wieder auf Bücherjagd bin, schaue ich dort auf jeden Fall auch wieder vorbei. 🙂

25 Antworten zu „[Im Kaufrausch] Bookbot.de im Test“

  1. Avatar von anja&charly

    Super, vielen Dank für den Tipp! Im Herbst verkaufe ich immer einen großen Teil meiner Bücher und eBay Kleinanzeigen ist mir etwas zu mühselig, Rebuy und Momox bieten teils unterirdische Preise. In diesem Jahr werde ich es mal über deine vorgeschlagene Plattform probieren. Super Idee, liebe Grüße Anja und Charly 🙋🏻‍♀️🐶

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    1. Avatar von Buchperlenblog

      Oh prima! Lass mich gern wissen, wie gut das für dich funktioniert hat, ich muss mich auch immer mal von einigen Büchern trennen 😄

      Sonnige Grüße!
      Gabriela

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  2. Avatar von anja&charly

    Werd ich machen. Empfehlen kann ich noch Tauschticket, aber auch da gibt es von einigen zu viele Exemplare um die eigenen los zu bekommen. Ein schönes sonniges Wochenende wünschen Anja und Charly 🙋🏻‍♀️🐶

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  3. Avatar von Fraggle

    Ich verkaufe streng genommen die Bücher als erst mal nicht, sondern gebe sie in Kommission, verbunden mit der Möglichkeit, dass die dann nicht weiterverkauft werden, ich sie aber trotzdem nicht mehr besitze? Hm, das wäre jetzt nicht so meins …

    Sehe ich mir aber trotzdem an. Danke für den Tipp.

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    1. Avatar von Buchperlenblog

      Wie gesagt, mit dem Verkauf habe ich noch keine Erfahrung gemacht. Vielleicht nehmen sie deshalb nur Bücher an, von denen sie sicher sind, dass sie auch weiterverkauft werden können? Müsste man mal testen!

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      1. Avatar von
        Anonymous

        Ich habe getestet und von meinen ca. 5000 Büchern (ältere und neuere Exemplare) gute Erfahrungen gemacht. Bisher habe ich 600 Bücher abholen lassen. 200 Bücher sind bereits bestätigt und werden in den nächsten Tagen abgeholt, dann steht die Vorbereitung zum Verkauf aus. Das hat bisher auch immer gut geklappt.

        Es wird mitgeteilt, wenn Bücher aus dem Sortiment genommen werden, weil sie vllt. doch nicht mehr so gut erhalten waren. Bei mir betraf das von 400 Büchern bisher 5 Bücher, welche dann wohl an gemeinnützige Organisationen vergeben werden sollen (?!)

        Etwas irritiert bin ich, dass eine komplette Folgesendung von 100 Büchern innerhalb von 1/2 Stunde nach Fotozusendung abgelehnt wurden „… vielen Dank für Ihr Angebot. Bedauerlicherweise sind wir nicht in der Lage, diese Bücher in unser Sortiment aufzunehmen, daher müssen wir Ihr Angebot ablehnen…“. Bei den Bücherangeboten handelt es sich um Folgebücher der bisher eingeschickten bzw. gut erhaltene medizinische und psychologische Bücher aus eigener Praxis. Ich habe angefragt, was der Grund ist.

        Im Großen und Ganzen kann ich Bookbot aber gerne empfehlen für Bücher zum Verkauf.

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      2. Avatar von Buchperlenblog

        Hallo 🙂
        Das freut mich auf jeden Fall, dass das scheinbar so gut funktioniert über die Seite, auch wenn das mit der einen Sendung nicht geklappt hat. Ich kam bisher noch nicht dazu, aber ich werds sicherlich auch noch ausprobieren 🙂

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  4. Avatar von m.m.bruemmer@gmx.de
    m.m.bruemmer@gmx.de

    Danke für den Beitrag. Ich war bisher eher skeptisch – werde vielleicht jetzut doch bestellen.

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    1. Avatar von Buchperlenblog

      Also ich bin sehr zufrieden mit meiner Bestellung, ging schnell und wie gesagt: meine Bücher sehen tatsächlich 1a aus (und das sagt die, die immer Leserillenpingelig ist 😀 )

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  5. Avatar von RoXXie SiXX

    Was hast du getan? Ich habe dort gerade 6 Bücher bestellt!!!

    Verdammt, mein SuB ist auch so schon hoch genug!

    Aber ich bin gespannt, ob die Bücher genauso aussehen, wie auf den Bildern und ob ich sie nächste Woche schon ins Regal stellen kann. 😉
    Vielleicht probiere ich sogar den Verkauf dort mal aus.

    Cheerio
    RoXXie

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    1. Avatar von Buchperlenblog

      Also ich bade meine Hände in Unschuld! 😂😂😂 Ich wäre auf jeden Fall am Ergebnis interessiert, sowohl an deinem Kauf als auch am Verkauf, wenn du das mal ausprobieren solltest 😄

      Sonnige Grüße!
      Gabriela

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      1. Avatar von RoXXie SiXX

        Ich werde die nächsten Tage mal ein paar Bilder machen und an dorthin senden. Was sie nicht nehmen geht dann zu Tauschticket. 😊

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      2. Avatar von RoXXie SiXX

        Ich habe nun einen Beitrag veröffentlicht, wie einfach und transparent es ist, bei BookBot zu verkaufen.

        Bücher verkaufen bei BookBot | Guide

        Cheerio

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      3. Avatar von Buchperlenblog

        Oh prima, dank dir für den Link! 😁

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  6. Avatar von Lydia

    Ich finde das Angebot super, aber auch etwas überwältigend. Etwas mehr Möglichkeiten zum Filtern wären schön. :/

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    1. Avatar von Buchperlenblog

      Das ist wahr. Allerdings suche ich meistens sowieso nach bestimmten Titeln, da ist mir das nicht ganz so schlimm aufgefallen 🤔

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  7. Avatar von
    Anonymous

    Für mich ist bookbot selbst überflüssig. Ich kaufe und verkaufe seit zwanzig Jahren nicht nur Bücher, sondern auch CDs und DVDs über booklooker.de

    Das ist sehr komfortabel, denn bei neueren Büchern (seit es ISBN gibt), braucht man nur diese Nummer einzugeben. Man zahlt lediglich eine kleine Provision von 6,9 % (zzgl. MwSt) bzw. eine Mindestprovision von 0,10 Euro netto, wenn ein Verkauf über booklooker zustande kommt. Die Bücher etc. muß man dann selbst verschicken, was ich aber nicht als Härte empfinde, weil ich gerne mit Büchern umgehe.

    Wenn man allerdings große Mengen von Büchern schnell loswerden will, ist vermutlich ein anderer Weg sinnvoll.

    Bookbot verkauft übrigens auch über booklooker (nur daher weiß ich von bookbot), ebenso der Buchhandel und buch.de (also auch Neuware). Antiquarische Bücher, die über ABE Books verkauft werden, findet man dort ebenfalls.

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  8. Avatar von anja&charly

    Moin, und endlich kann ich aus Erfahrung berichten 😁.
    Im Januar und April habe ich jeweils 13 Bücher an bookbot geschickt. Ein komisches Gefühl ist es schon, da man nicht weiß, wie hoch die einzelnen Bücher bewertet werden und es hängt schon sehr von der Nachfrage ab. Für den aktuellen Fitzek habe ich jedoch 20 Euro (reiner Verkaufswert ohne Abzüge von bookbot) bekommen, andere Plattformen boten mir hier nicht mal 5 Euro an. Aktuell habe ich bereits 19 Bücher verkauft und auf alle hochgerechnet etwa 2,50 Euro/Stück erhalten. Das ist nicht viel, aber ich möchte damit auch keinen großen Gewinn machen. Die Bücher bekommen eine zweite Chance, wo andere Anbieter vielleicht 0,50 Euro gegeben hätten.

    Ich bin sehr zufrieden damit und habe ein gutes Gefühl meine Bücher dorthin zu geben und das nicht unter Wert. Ich nutze weiterhin auch andere Plattformen, aber bevor man ein Buch für 0,10 Euro abgibt oder gar kein Angebot bekommt, gebe ich es lieber zu Bookbot. Danach folgt nur noch der öffentliche Bücherschrank in der Nähe 😄.

    Vielen Dank daher für die Empfehlung, Anja und Charly 🙋🏻‍♀️🐶

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    1. Avatar von Buchperlenblog

      Huhu!
      Ja toll, das klingt ja durchaus nach nem richtigen Erfolg! 😁 Ich wüsste nicht, wo ich schonmal 20euro beim Wiederverkauf bekommen hätte, egal, wie aktuell es war 😅

      Freut mich auf jeden Fall sehr! 😁
      Gabriela

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  9. Avatar von Bei Bookbot Bücher kaufen – Test und meine Erfahrungen - Pearl Diver of Books

    […] repräsentativen Test von Bookbot gemacht habe, möchte ich hier noch zwei Erfahrungsberichte von Buchperlenblog und Pusteblume […]

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    1. Avatar von
      Anonymous

      Hi, danke für das Teilen der Erfahrung.

      Aber auch wenn die Angebote verlockend sind, sollte man vielleicht doch nach Möglichkeit bzw. wann immer es geht kleinere Händler in Deutschland unterstützen? Etwas fragwürdig ist es vielleicht schon, dass deutsche Bücher massenweise an einen Anbieter aus dem Ausland gehen und dieser in Deutschland günstigere Versandkonditionen anbieten kann als Antiquariate vor Ort. Generell sind es die Versandkosten (und als Retouren deklarierte Ankäufe von Großanbietern), die kleinen Händler trotz guter Preise und häufig besserer Zustandsbeschreibungen das Leben schwer machen. Oft ist ja eher auch Bequemlichkeit und eine Frage der Versandkosten alles nur bei großen Anbietern zu bestellen?

      Immerhin bietet bookbot offenbar auch Originalbilder, das ist im Vergleich zu anderen großen Plattformen schon eine enorme Leistung. Funktioniert wahrscheinlich nur, weil es in Tschechien andere Lohnverhältnisse gibt. Das ist mal Spekulation, weil es eben von den Großen offenbar sonst keiner leisten kann. Vielleicht hat es auch mit den Servern oder aber einfach mit einem „neuen“ Konzept zu tun.

      Das soll keine Moralpredigt werden, denn sicherlich gibt es Momente, wo die größeren Anbietern die ideale Wahl für einen selbst sind. Und sie haben auch ihre Berechtigung. Es wäre nur schön, wenn langfristig mehr Vielfalt erhalten und die Wirtschaftskraft auch im Land bleibt, um Arbeitsplätze zu erhalten und die Versandunternehmen auch kleinen Händlern vernünftige Konditionen bieten, damit der Wettbewerb nicht immer weiter verzerrt wird.

      Viel Freude auf jeden Fall beim Lesen, egal, woher die Bücher gekommen sind. 🙂

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  10. Avatar von
    Anonymous

    Ich habe keine Erfahrungen mit bookbot, aber mich überzeugt das Konzept nicht unbedingt. Vom Verkaufserlös scheint man nur 60% zu bekommen, abzüglich 1,19 Euro. Wenn ich also einen Wunschpreis habe, von z. B. 8 Euro für ein Buch, muss es zum fast doppelten Preis verkauft werden damit ich den bekomme, oder?

    Bei den Kleinanzeigen stelle ich das Buch für 8 Euro ein, zzgl. 2,70 Euro an Versand. Der Käufer bekommt es dann für 10,70 Euro. Wenn ich bei bookboot die 8 Euro haben will, müsste es also für pi mal Daumen 15 Euro verkauft werden. 15 x 0,6 – 1,19.

    Also bekomme ich ein Buch bei den kleinanzeigen für 10,70 Euro als Käufer, bei bookbot muss ich dafür 15 Euro zahlen?

    Zudem hat er Verkäufer doch keinen Einfluss auf den Verkaufspreis von bookbot. Und, wenn ich Pech habe und das Buch nicht verkauft wird nach einiger Zeit verschwindet es ins Nirgendwo.

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    1. Avatar von Buchperlenblog

      Na ja. Wenn du ein Buch bei Kleinanzeigen oder so einstellst, dann kannst du natürlich den Verkaufspreis selbst bestimmen und alles einstreichen, Bookbot ist wie Momox oder Rebuy eben eine Firma, die das Ganze für dich übernimmt. Mehr Reichweite und womöglich bessere Verkaufschancen versus kleinere Gewinncharge. Da gebrauchte Bücher leider eher zu Dumpingpreisen gekauft werden, wirst du mit 10.70euro (um mal dein Beispiel zu nennen) bei den meisten Käufern schon sehr an die Grenzen stoßen, wenn es sich nicht gerade um ein Hardcover handelt.

      Ich seh es so: die großen Firmen sind prima, um schnell einige Bücher zu verkaufen, bei wenigen oder besonderen Büchern sollte man sie eben selbst einstellen.

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  11. Avatar von
    Anonymous

    Durch das neue Provisions-Modell bekommt man für viele Bücher gar nichts mehr, wofür man sonst mehrere Euros noch bekommen hätte. Zudem werden Bücher die quasi unter 4,65 € verkauft werden würden gar nicht erst mehr angenommen.
    Leider geht hierdurch die Vielfalt massiv verloren.

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Mein Name ist Gabriela, und seit 2017 findet ihr hier Buchtipps aus diversen Genres. Egal ob Fantasy, Horror oder Geschichten aus dem wahren Leben, übersetzt oder englisch –
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