[Rezension] Sébastien Perez & Benjamin Lacombe – Der Zauberer von Oz

Eine bezaubernde Adaption des bekannten Kinderbuchklassikers!

Werbung | Autor: Sébastien Perez | Zeichnungen: Benjamin Lacombe |
Titel: Der Zauberer von Oz |
Erscheinungsdatum: 2019 | Verlag: Jacoby & Stuart |
377 Seiten | Genre: Kinder- und Jugendbuch / Klassiker |

Bewertung: 5 von 5.
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Dorothy musste Hindernisse umgehen, Toto sprang über Löcher, und er selbst, der Strohkerl, stolperte und fiel immer wieder der Länge nach hin.
Jedes Mal half das Mädchen ihm lächelnd wieder auf die Beine.
Er war gerührt von ihrer Freundlichkeit und schrieb seine Ungeschicklichkeit dem Umstand zu, dass er nur Stroh im Kopf hatte. Und das machte ihn sehr traurig…“

(S.18)

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schnörkel

Inhalt

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Dorothy und ihrem kleinen Hund Toto, die durch einen Wirbelsturm ins Lande Oz geweht wurden? Um wieder nach Hause zurückzukehren, suchen sie den großen Zauberer von Oz auf. Unterwegs schließen sich eine Vogelscheuche, ein Blechmann und ein Löwe an, alle mit einem eigenen Wunsch auf dem Herzen. Doch diesmal wird die Geschichte ein klein wenig anders erzählt.

Rezension

Ich brauche ein Gehirn!

Die Illustrationen des französischen Künstlers Benjamin Lacombe sind seit vielen Jahren bekannt und vor allem beliebt. Auch ich kann nicht anders, als seinen auffälligen Stil immer und immer wieder zu bewundern. Diesmal haben er und Sébastien Perez sich also an den Kinderbuchklassiker des Zauberers von Oz herangewagt.

Der Zauberer von Oz | Innenseite

Und auch wenn die Geschichte bekannt ist, so ist es doch ein ganz eigenes Abenteuer, dem wir hier folgen dürfen. Nicht nur die großflächigen, plakativen Zeichnungen erfüllen das Buch mit einem neuen Charme, auch erhält die Geschichte einen neuen Blick. Denn diesmal ist es nicht Dorothy, die im Mittelpunkt steht, sondern die Vogelscheuche! Wir erleben auf den ersten Seiten, wie sie von zwei Munchkins zum Leben erweckt wird, hier ein Ohr, da zwei Augen, ein Mund und schließlich wird ein wenig Stroh in alte Klamotten gesteckt – et voila! Er ist fertig. Doch was fehlt so einem Strohmann? Richtig, ein Hirn. Denn wer nur Stroh im Kopf hat …

Doch auch wenn Mais – wie die Vogelscheuche von Dorothy künftig liebevoll genannt wird – den Kopf voll Stroh hat, so ist er bei weitem nicht dumm! Und so führt er mit allerlei schlauen Gedanken seine Freunde, den herzlosen Blechmann, den mutlosen Löwen und natürlich Dorothy nicht nur in die Smaragdstadt, sondern auch darüber hinaus zur bösen Hexe des Westens. Und bald wird uns Lesern klar, dass eigentlich niemand außer Dorothy einen Wunsch hat, den es noch zu erfüllen gilt.

Fazit

Ein Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, im Original von Lyman Frank Baum bereits 1900 verfasst, der in dieser wunderschönen Neuerzählung in keinem Bücherregal fehlen sollte. Mit märchenhafter Poesie geht es durch das Lande Oz, vorbei an Lug und Trug, ob im Wartezimmer des großen Zauberers oder im eigenen Herzen, und immer mit einem leisen Lächeln auf den Lippen.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Zeichnungen ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 4.8 ★★★★★

weitere Meinung

Pink Anemone

schnörkel

2 Comments on “[Rezension] Sébastien Perez & Benjamin Lacombe – Der Zauberer von Oz

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