Er[Quick]liches aus der Literatur! #8

Liebste Bücherwürmer – willkommen zu einer neuen Runde mit neuem Wissen!

Mit er[Quick]liches aus der Literatur möchte ich euch mit kleinen Tatsachen überraschen, Funfacts einstreuen oder einfach nur einen kleinen Aha-Effekt erzielen 🙂 Also dann, fangen wir an!

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Neil Gaiman, der Autor unzähliger fantastischer Bücher wie American Gods und Sternwanderer, glaubt daran, dass Bücher – zumindest seine eigenen – ein Geschlecht besitzen. Kein biologisches, aber ein soziales, sagt er.

So ist Coraline, das Kindermärchen über ein kleines Mädchen, dass sich seiner gruseligen Anderen Mutter stellt und seine Eltern rettet, ganz klar ein Mädchenbuch, während Niemalsland ein typisches Jungsabenteuer ist. Doch nicht immer hängt das Geschlecht mit dem des Protagonisten zusammen. Sternwanderer zum Beispiel, ein Buch voll des Kampfes, der tödlichen Intrigen und eines männlichen Helden, ist eindeutig ein weibliches Buch. Denn Yvaine – der gefallene Stern – reißt die Aufmerksamkeit sofort an sich.

Die Comicreihe SANDMAN wiederrum kann sich nicht so recht festlegen. Obwohl der Protagonist Dream von den sieben Endless männlich ist, wechselt das Geschlecht der Bände immer wieder zwischen männlich und weiblich hin und her.

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Habt ihr Fragen oder Anregungen, dann teilt sie mir gerne mit – ich gehe den Dingen auf den Grund!

schnörkel

16 Comments on “Er[Quick]liches aus der Literatur! #8

  1. Das ist eine interessanter Gedanke Büchern oder Geschichten ein Geschlecht zu geben… Jetzt denke ich tatsächlich über eigene Geschichten nach 🙂
    (besser als über die Arbeit nachzudenken)

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    • Hallöchen 🙂
      Seitdem ich das weiß, gehe ich auch ein klein wenig anders an Geschichten heran! So überlege ich mittendrin gern, ob es nun eine männliche oder eine weibliche Geschichte ist – und vorallem: Warum? Denn er hat recht, man kann es nicht allein an dem Geschlecht der Hauptfigur ausmachen, zumindest nicht immer.

      Gefällt 1 Person

      • Ich finde es auch , dass es nicht an der Hauptfigur liegt. Das Thema der Geschichte, oder die Art der Erzählung hat auch großen Einfluss drauf. Ich finde das einen sehr inspirierenden Gedanken 🙂 Danke dafür

        Gefällt 1 Person

  2. Liebe Gabriela,
    was für eine witzige Kategorie! Ich hatte definitiv meine Lesefreude, haha. Woher hast du diese Info? 😀 Witzig, dass er seinen Büchern ein soziales Geschlecht zuordnet 😀

    Alles Liebe,
    Sarah

    Gefällt 1 Person

    • Huhu Sarah!
      Freut mich, dass dir die Kategorie gefällt! 🙂 Das hat er in seinem autobiographischen Buch „The view from the cheap seats“ erzählt! Seitdem achte ich da auch irgendwie drauf, es ist wirklich spannend 😀

      Liebe Grüße!
      Gabriela

      Gefällt 2 Personen

  3. Moin Gabriela!

    Interessanter Aspekt, über den ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht habe.
    Allerdings wäre mir das „Geschlecht“ bei einem Buch auch völlig egal – ein gutes Buch bleibt ein gutes Buch. Ebenso war es mir als Jugendlicher immer egal, ob ich nun ein Buch für Jungs oder für Mädchen lese – genauso wie ich jetzt gerne in Kinder- und Jugendliteratur schmökere.

    Mit Büchern ist es wie mit uns Menschen – Hauptsache interessant, egal welchen Geschlechts!

    Gruß
    Andreas

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Andreas!
      Am Ende ist es wirklich egal, ob eine Geschichte weiblich oder männlich ist, aber ich mag diesen Aspekt trotzdem sehr gern. Eine weibliche Geschichte fühlt sich immer etwas anders an als eine männliche und umgekehrt. Unbewusst wähle ich so auch meine aktuelle Lektüre aus 🙂

      Liebe Grüße!
      Gabriela

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    • Gerne! Ich find die Idee eigentlich richtig klasse, aber zugegeben, auch ein wenig abgedreht, ja 😀 Aber daran merkt man auch, wie sehr er sich mit seinen Geschichten auseinander setzt 🙂

      Liebste Grüße! ❤
      Gabriela

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  4. Some wonderful Sunday, Gabriela.
    Für mich ist es mehr ein Klang, den Bücher haben können; vergleichbar wohl mit Filmmusik, die dem erzählten eine Tonrichtung gibt. Eine praktische Vorstellung, weil mir beim Lesen einer guten Story eh der Film dazu im Kopf entsteht… 🙂
    Apropos!
    Die Adaptionen der beiden Gaiman-Vorlagen „Stardust“ & „Coraline“ sind, wohlbescheiden formuliert, genial ausgefallen. Beide Filme unterstreichen auch, daß die Geschichte, die Charaktere alles Wesentliche bleiben – nicht die FX.
    Ein Umstand, den Hollywood gern vergißt.

    Anmerkenswert erscheint mir, daß es bei der Charaktersierung von Büchern auch eine fließende, non-binary, Eigenschaft geben kann. Virginia Woolfs „Orlando“ fiele mir als Möglichkeit dazu ein.

    „We are made of stories – told, heard, written. Each a piece of the jigsaw you call life.“
    (Samaire O’Boinor)

    bonté

    Gefällt 1 Person

    • Hallo 🙂
      Oh, in Tönen und Klängen zu denken, ist auch eine sehr schöne Angewohnheit, wie ich finde. Gerade Filmmusik ist ja doch immer sehr wichtig für die Stimmung!

      Ich liebe die beiden Adaptionen auch sehr, gerade Coraline zählt zu meinen Lieblingsfilmen ❤️

      Orlando habe ich bisher nicht gelesen, kann mir diese dritte Eigenschaft allerdings sehe gut vorstellen.

      Liebe Grüße
      Gabriela

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