[Rezension] Harmony Verna – Das Land der roten Sonne

Werbung | Autor: Harmony Verna | Titel: Das Land der roten Sonne|
Übersetzung: Marie Rahn |
Erscheinungsdatum: 2016 | Verlag: Aufbau Verlag |
528 Seiten | Genre: Liebesroman |

Bewertung: 5 von 5.

Inhalt

Es ist 1898 in Australien. Ein Mädchen wird von ihrem Vater in der Wüste ausgesetzt. Doch sie wird gerettet und in einem Waisenhaus an der australischen Küste untergebracht. Durch diese Erfahrung des frühen Verlustes ist sie so schockiert, dass sie nicht mehr sprechen kann.  Aber dann lernt sie James kennen, ebenfalls ein Waisenkind. Gemeinsam nähern sie sich an und Leonora, wie sie nun genannt wird, öffnet sich der Welt wieder.  Doch beide Kinder werden adoptiert und von da an trennen sich ihre Wege.

Rezension

Dieses Buch hat alles. ALLES. Alles was sich mein Leserherz wünschen kann. Die Geschichte wird erzählt aus drei Perspektiven. Leonora, James und Ghan, der unsichtbare Wohltäter, der nicht nur einmal das Leben der Hauptpersonen rettet. 

James kommt zu Verwandten auf eine Farm und lernt das Leben von der harten Seite kennen. Leonora wird als verschollene Nichte ausgegeben und wächst in Amerika auf. Unter der Fuchtel ihrer grausamen Tante wächst sie in gutem Hause auf und lernt als junge Frau den zunächst charmanten Alex Harrington kennen. Ohne wirklich Liebe zu empfinden, sieht sie sich dazu verpflichtet, ihn zu ehelichen. Ihr Onkel will ihr ein Stück ihrer Kindheit zurückgeben und überlässt Alex und ihr die Leitung einer Erzmine – in Australien. Alex entpuppt sich jedoch zunehmend als grausamer, arroganter Mann, dem seine Frau wenig am Herzen liegt und er sie die meiste Zeit schikaniert und unterdrückt. In Australien kreuzen sich schließlich die Wege von James und Leonora wieder und es entspinnt sich eine Liebe zwischen den beiden, die geheim gehalten werden muss.

Angst, Verlust, Tod, aber auch Liebe und Sehnsucht zeichnen die Leben der beiden Waisenkinder. Sie wissen, sie gehören zusammen, doch der Weg dahin ist steinig und gepflastert mit Verzweiflung.

Auch sprachlich ist dieses Buch wunderbar geschrieben, bildlich und eindringlich spürt man förmlich die Hitze der Sonne Australiens auf der eigenen Haut, fühlt der trockenen Luft nach. Die Liebe der beiden Protagonisten ist greifbar, ihr Handeln fast immer nachvollziehbar. 
Die Geschichte zeichnet sich durch sehr viel Leid aus, es ist keine dieser dahinplätschernden Liebesgeschichten. Sie zeigt, wie viel ein Mensch aushalten kann, ja manchmal muss, um am Ende ein kleines Stück des Glücks zu erhalten, zu dem die Welt fähig ist.
Ich habe bei diesem Buch gelacht und geweint, geflucht und wollte die Menschen darin an den Schultern packen und schütteln, ihnen ins Gesicht schreien, dass es auch anders gehen muss.
In der Mitte des Buches gab es einmalig eine kurze Länge, bei der ich die Geschichte gern schneller vorangetrieben hätte sehen wollen, aber im Nachhinein hatte auch diese Länge seinen Sinn, da man so erst so richtig nachvollziehen konnte, wie sehr Leo und James gelitten haben, sich zu sehen und doch nicht zueinander finden zu können.

Fazit

Wir sind zu Hause. Und wir werden geliebt. Das ist etwas, was wir uns alle in unseren Herzen aufbewahren sollten. Wir werden geliebt, auch wenn es manchmal nicht den Anschein hat.
Absolute Leseempfehlung! 

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