In der Kürze liegt die Würze – sagt man so, passt auf dieses Buch auch zu einhundert Prozent!

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Werbung | Autor: Daniel Kehlmann | Titel: Du hättest gehen sollen | Erscheinungsdatum: 2016 | Verlag: Rowohlt | 96 Seiten | Genre: Schauernovelle

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Der Ort ist nicht böse, aber er ist eine Falle.

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schnörkel

Inhalt

Der Protagonist, dessen Namen man nicht erfährt, kommt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf an, will sein Drehbuch schreiben in der Abgeschiedenheit der Berge. Mit seiner Frau gibt es seit langem nur noch Streit, scheinbar erhoffen sie sich durch diesen Tapetenwechsel eine Erneuerung der Liebe. Doch mit dem Haus stimmt etwas nicht.

Rezension

Dieses Buch hat es in sich. Es ist nicht so, dass hier die typischen Paranormal Activity Gruseligkeiten aufgefahren werden, auch wird nicht literweise Blut vergossen. Aber es spielen sich unwirkliche Dinge ab im Haus. Dinge, die gruselig sind, ohne dass man panisch davon läuft, sondern sie betrachtet und sich denkt: so schlimm wirds schon nicht sein. Es fängt mit Kleinigkeiten an, ein Wasserhahn, der nicht an der richtigen Stelle zu sein scheint, ein Flur, der zu lang ist, eine Spiegelung, die nicht alles zeigt, was sie zeigen soll. Seltsame Träume. Die Familie beschließt, mit ihrer Tochter frühzeitig das Haus zu verlassen, doch etwas in diesem Haus will es verhindern. Dimensionen verschwimmen, nichts scheint mehr richtig zu sein. Es gibt kein Entrinnen.

Die Erzählweise ist deshalb so nah, weil es immer wieder Gedankengänge gibt, die abgebrochen werden, die ins Nichts führen. Gerade beschreibt er noch seinen Tag und plötzlich ist etwas anders. Und man schreckt selbst hoch, lauscht, wartet. Will seine Gedanken zusammenfassen, will wissen, was passierte, als er … da war doch wieder was?

Fazit

Es ist schwer, sich der Geschichte zu entziehen und deshalb ist sie fabelhaft, genau so wie sie ist. Und noch nie haben weiße Seiten am Ende eines Buches mir solch eine Gänsehaut beschert.

Bewertung: 5 / 5 Sterne ★★★★★

schnörkel

4 Antworten zu „[Rezension] Daniel Kehlmann – Du hättest gehen sollen“

  1. Avatar von [Bücher-abc] d wie Dichten

    […] Artikel an 🙂 Ich habe mich allerdings für einen Kurzroman entschieden von Daniel Kehlmann. Du hättest gehen sollen hat mich auf nur 96 Seiten unheimlich fasziniert, war dicht und atmosphärisch geschrieben und […]

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  2. Avatar von elizzy91

    Oh wow! Das hört sich ja fantastisch an! Kommt gleich auf meine Wunschliste! Ach was, ich bestelle es mir gleich ♥

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    1. Avatar von buchperlenblog

      Also meiner Meinung nach machst du da definitiv nichts falsch! 🙂

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  3. Avatar von [Eine literarische Reise] … in die Welt des Grusels! – Buchperlenblog

    […] Daniel Kehlmann ist vielen sicherlich ein Begriff, wenn es sich um Bücher wie Die Vermessung der Welt handelt. Doch mit Du hättest gehen sollen hat Kehlmann einen kurzen, aber prickelnden Schauerroman geschaffen. Auf nur 96 Seiten schafft er eine intensive Atmosphäre, die völlig unblutig daherkommt und doch einen leisen Schauer über den Rücken jagen lässt. (Meine Rezension dazu gibt es übrigens hier) […]

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Mein Name ist Gabriela, und seit 2017 findet ihr hier Buchtipps aus diversen Genres. Egal ob Fantasy, Horror oder Geschichten aus dem wahren Leben, übersetzt oder englisch –
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