[Rezension] T. Kingfisher – The Hollow Places

Wenn es mehr als eine Welt gibt.

Werbung | Autor: T. Kingfisher | Titel: The Hollow Places |
Übersetzung: Sonia Bonné |
Erscheinungsdatum: November 2024 | Verlag: Eichborn |
368 Seiten | Genre: Fantasy | 

Bewertung: 4 von 5.

„Ein Gang, den es nicht geben kann, und am Ende eine riesige, verschlossene Tür. Willst du unbedingt von Monstern gefressen werden oder ein Portal zur Hölle öffnen oder so was?“

(S.67)

Inhalt

Nach einer Scheidung ist der beste Zeitpunkt, um sein Leben ein wenig neu zu strukturieren. Kara zieht zurück in ihren Heimatort, ins kuriose Wundermuseum ihres Onkels, um wieder auf die Beine zu kommen. Ausstellungsstücke katalogisieren, ihrem Job als Grafikerin nachgehen – behagliche Alltäglichkeit. Doch dann öffnet sich die Wand im oberen Stock und enthüllt einen Zugang in eine andere Welt.

Rezension

T. Kingfishers Bücher überraschen mich immer wieder aufs Neue. Mal haben wir es mit verflucht gruseligen Hasen zutun, mal müssen wir einen Prinzen töten – und dieses Mal? Dieses Mal finden wir einen Zugang in eine Welt der Welten. Alice fiel dank ihrer Neugier durch den Kaninchenbau ins Wunderland, und Kara? Die klettert durch ein Loch in der Betonwand in einen Flur, der nicht existieren dürfte. Gemeinsam mit ihrem Freund Simon ergründen sie zunächst verwundert, später zutiefst verstört und verängstigt eine Welt, in der es scheinbar nur kleine Inseln mit Zugängen zu anderen Welten gibt. Oder auch nicht, denn irgendetwas monströses verbirgt sich in den Weiden, etwas, das den Schleier der Welten durchdringen kann. Und das hungrig ist. Sehr hungrig.

Mehr möchte ich gar nicht inhaltlich verraten, denn diese Reise solltet ihr mit Kara gemeinsam antreten und euch von den Schrecken einnehmen lassen. Ein wenig hat es mich an Jeff Vandermeers Auslöschung erinnert, nur weniger kryptisch. Gegen Ende hin hat mich das Buch dann etwas verloren, was aber nicht an der Geschichte per se lag, sondern daran, dass ich Probleme mit … na ja, plötzlich lebendigen Gegenständen habe. Das trifft auch immer wieder Geschichten von Stephen King oder Laura Purcell, ist also kein Qualitätsmangel, nur meine persönliche Abneigung. Alles in allem ist dieser Ritt mit Kara und Simon aber wirklich spannend, ein bisschen eklig ab und zu und gewohnt humorvoll. Zugreifen!

Fazit

Wer wissen möchte, ob es Parallelwelten gibt und was dort vielleicht auf uns lauert, sollte sich definitiv mal dieses Buch genauer anschauen!

Bewertung im Detail

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Atmosphäre ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

4.2 ★★★★

Mehr von T. Kingfisher

Wie man einen Prinzen tötet
What moves the dead (1)
Was die Nacht verschweigt (2)

schnörkel

Herzlichen Dank an den Eichborn Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Du möchtest was sagen? Dann los!

Willkommen beim Buchperlenblog!

Mein Name ist Gabriela, und seit 2017 findet ihr hier Buchtipps aus diversen Genres. Egal ob Fantasy, Horror oder Geschichten aus dem wahren Leben, übersetzt oder englisch –
das gewisse Etwas muss sein.
Übrigens: Ich liebe auch Comics! ♥

Aktuelle Lektüre
Let’s connect

Fairy tales are more than true: not because they tell us that dragons exist, but because they tell us that dragons can be beaten. – Neil Gaiman

Allgemein Buchgedanken und Vorstellungen Bücher-ABC Comicperlen auf dem Canapé Comics / Graphic Novels Er[Quick]liches aus der Literatur Fantasy Gewinnspiel Historische Romane horror Kinder- / Jugendbücher Klassiker Krimi & Thriller Leseprojekt: Stephen King Mittendrin Mittwoch Monatsrückblick Montagsfrage Perlentauchen Rezensionen Romane Sachbuch The Story Behind Writing Friday