
Werbung | Autor: Stephen King | Titel: Duddits – Dreamcatcher |
Übersetzung: Jochen Schwarzer |
Erscheinungsdatum: 2001 | Verlag: Weltbild |
824 Seiten | Genre: Science Fiction / Horror |

Die Tür gab mit absurder Leichtigkeit nach, und sie flogen ins Badezimmer, wo sie auf dem Blut auf den Fliesen ausrutschten. Ach du Scheisse!“, sagte Biber.
(S.148)


Inhalt
Jedes Jahr im November treffen sich die vier Freunde aus Kindertagen für eine Woche in ihrer alten Jagdhütte. Jagen, beisammen sein, die Zeit genießen, das ist es, worauf sie sich alle freuen. Nur, dass sie es in diesem Jahr mit einem interstellaren Ereignis zutun bekommen, mit dem keiner gerechnet haben dürfte. Und das einige das Leben kosten wird.
Rezension
Von Aliens und Kackwieseln
Mit Duddits bin ich vor ein paar Jahren das erste Mal durch die Verfilmung in Berührung gekommen, und konnte mich nur noch vage dran erinnern, dass ich die Geschichte eher mäßig und vorallem recht trashig fand. Weshalb ich auch keine großen Erwartungen an dieses doch wieder recht dicke Buch hatte.
Und ja, Duddits IST trashig, keine Frage. Aliens, die auf der Erde notlanden müssen, erinnert von der Thematik her sehr an die Tommyknockers, und dieses Buch war für mich unglaublich anstrengend. Im Gegensatz zum ewigen Gebuddel in jenem Buch, passiert hier allerdings doch so einiges. Außerdem schafft King mit Pete, Biber, Henry, Jonesy und Duddits jedoch Figuren, die entfernt an den Club der Verlierer erinnern und sich deswegen doch einen Platz in meinem Herzen sichern konnten.
Also, worum geht’s denn eigentlich? Es geht um eine außerirdische Präsenz, die sich auf der Erde einnisten will. Sie verbreiten eine Art Pilz, der sich im Menschen ansiedelt und manchmal auch dazu führt, dass die befallenen Menschen reichlich bezahnte, wurmartige Kreaturen in ihren Eingeweiden heranzüchten. Diese Kreaturen, die ihre Wirte schließlich unter viel Gestank und Schmerzen von innen heraus auffressen, hören auf den klangvollen Namen Kackwiesel. Diese Bezeichnung zeigt auch den Ton, in dem das Buch gehalten ist und der die an sich aberwitzige Geschichte doch zu einem ziemlichen Spaß werden lässt, wenn man sich darauf einlässt.
Nicht alles ist wirklich rund erzählt, manchmal hat man das Gefühl, King wirft uns zu oft in der Vergangenheit und Gegenwart der Freunde hin und her ohne etwas zu Ende zu erzählen. Vielleicht um die Spannung um Duddits Gabe aufrecht zu erhalten, vielleicht, weil er selbst den roten Faden verloren hat. Aber alles in allem war dieses Buch doch eine angenehmere Überraschung, als zunächst gedacht.
Übrigens: Da die Freunde – wie auch der Club der Verlierer – aus Derry stammen, gibt es natürlich so einige Hinweise, die uns an unseren geliebten Gruselclown Pennywise erinnern. NIcht zuletzt eine gesprayte Notiz, die besagt, dass Pennywise noch lebt. Muahaha.
Fazit
Duddits ist vielleicht kein großer Wurf, aber das Buch punktet mit seinem humorvollen Unterton, seinen menschlichen Hauptpersonen und in gewisser Art und Weise auch mit seinem Trash, der doch irgendwie zieht. Zumindest bei mir.
Bewertung im Detail
Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )
Atmosphäre ★★★★☆ ( 4 / 5 )
Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )
Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )
Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )
= 4 ★★★★


![[King-Universum] Duddits – Dreamcatcher](https://buchperlenblog.com/wp-content/uploads/2020/06/king_universum_titel_2.jpg?w=1000)





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